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Alipay und WeChat folgen Touristen in die Geschäfte. Für deutsche Händler bieten sich dadurch neue interessante Möglichkeiten, an der Reise- und Konsumlust der Chinesen zu partizipieren, in dem sie mehr internationale Zahlungsakzeptanzen anbieten.

Studie: Verbraucher wollen menschenähnliche Künstliche Intelligenz ohne menschliches Aussehen.
Künstliche Intelligenz (KI) in Form von Chatbots und Stimmenerkennung ist bei Verbrauchern beliebt und wird häufig als Service-Leistung genutzt. Während Verbraucher sogar eine noch menschenähnlichere KI wünschen, ohne auf menschliche Beratung verzichten zu wollen, fokussieren Unternehmen auf Kosten und Rentabilität. Sie verpassen es nicht nur aus der KI-Affinität der Kunden Kapital zu schlagen, sondern unterschätzen auch den Wunsch nach Transparenz.
Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die Studie von Capgemini: „The Secret to a Winning Experience with Artificial Intelligence: Add Human Intelligence“, für die 10.000 Konsumenten und 500 Unternehmen in zehn Ländern befragt wurden.
Verbraucher akzeptieren Künstliche Intelligenz (KI) im Service-Bereich, der Mensch bleibt im Kundenkontakt dennoch weiterhin gefragt.

Keyfacts: Künstliche Intelligenz (KI) ist kein Neuland mehr
Drei von vier Verbrauchern haben sie bereits genutzt und meist positive Erfahrungen gemacht
Unternehmen unterschätzen die Bedeutung von KI für ihre Kunden und fokussieren zu sehr auf Kosten und Rentabilität
Kunden fordern Transparenz und ständige Verfügbarkeit, wollen aber nicht auf menschlichen Service verzichten

73 Prozent haben bereits Chatbots, Stimmerkennung oder personalisierte Empfehlungen genutzt und 69 Prozent davon waren mit dem Ergebnis zufrieden. Unternehmen berücksichtigen jedoch die Auswirkungen auf das Kaufverhalten und den Wunsch nach Transparenz nur unzureichend.
Für Konsumenten in Deutschland und der Welt ist KI bei Beratung und Kauf eine willkommene Unterstützung. 63 Prozent von ihnen schätzen die ständige Verfügbarkeit. Stets die Kontrolle zu haben, ist für 73 Prozent der Deutschen und 63 Prozent der Befragten weltweit wichtig. 38 Prozent der deutschen beziehungsweise 45 Prozent der globalen Kunden haben bereits von schnelleren Lösungen durch KI profitiert, jeweils 29 Prozent Vorteile durch personalisierte Leistungen erlebt.
Insgesamt bewertet es die Mehrheit positiv, wenn KI über eine menschliche Stimme und intelligentes Verhalten verfügt (jeweils 62 Prozent) sowie Emotionen erkennt (52 Prozent). 64 Prozent befürworten eine noch menschenähnlichere KI, doch allzu menschliches Aussehen bereitet Unbehagen: 52 Prozent empfinden eine KI mit physischen menschlichen Merkmalen als „gruselig“. Die Hälfte der globalen Konsumenten und ein Drittel der Deutschen sind zudem der Ansicht, dass eine menschenähnliche KI Loyalität und Vertrauen gegenüber dem Unternehmen erhöht.
Ingo Finck, Vice President Augmented Intelligence und Experte für KI bei Capgemini Consulting: „Es ist fast ironisch, dass digitale Sprachverarbeitung und maschinelles Lernen es Unternehmen in bestimmten Situationen ermöglicht, tiefere und effektivere Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen. KI im Kontaktpunkt zum Kunden hilft, seine Ausgaben und Loyalität zu steigern. Wie unsere Studie zeigt, profitieren davon am meisten die Unternehmen, die Künstliche Intelligenz in ihrer Kundenkontaktstrategie priorisieren – neben Kostengesichtspunkten und interner Prozessoptimierung.“

KI ist beliebt, ersetzt aber nicht die persönliche Beratung

Dennoch läuft KI der menschlichen Interaktion nicht den Rang ab. So bevorzugen es 47 Prozent der Verbraucher, Künstliche wie menschliche Intelligenz beim Kauf kostspieliger Produkte hinzuziehen zu können. Nur acht Prozent wäre in der Hinsicht ein ausschließlich KI-basierter Service, 45 Prozent ein rein persönlicher Service am liebsten.
Mit 46 Prozent erwartet knapp die Hälfte eine insgesamt verbesserte Lebensqualität durch KI, während 48 Prozent gerne ihre Aufgaben einem persönlichen digitalen Assistenten überlassen würden.
 

Unternehmen verstehen das Kundeninteresse an KI nur bedingt

Unternehmen schätzen ihre Kunden in Bezug auf KI oftmals falsch ein: So möchten 66 Prozent der Kunden wissen, ob sie es mit einer KI zu tun haben, doch nur ein Drittel der Unternehmen hält diese Information für relevant. In der deutschen Finanz- und Automobilbranche sind es jeweils sogar nur 23 Prozent.
Auch zeigt die Studie, dass 38 Prozent der Konsumenten mehr kaufen und jeder Vierte sogar zehn Prozent mehr ausgibt, wenn sie auf überzeugende KI-Dienste zugreifen können. Dennoch berücksichtigen nur zehn Prozent der Unternehmen die Vorstellungen der Kunden, wenn sie den KI-Einsatz planen.
Stattdessen dominieren global Kosten (62 Prozent) und Rendite (58 Prozent) als wichtigste Faktoren, während deutsche Unternehmen sich an der Effizienz im Betrieb (31 Prozent) und der Nachfrage am Markt (21 Prozent) orientieren.
 

Methodik

Für die Studie wurden 10.000 Konsumenten und über 500 Führungskräfte aus Unternehmen in zehn globalen Märkten, darunter Deutschland, befragt. Alle erzielten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von mindestens einer Milliarde US-Dollar.
Die Umfrage wurde im Mai 2018 durchgeführt und um drei virtuelle Fokusgruppengespräche mit jeweils acht bis zehn Konsumenten aus den USA, Frankreich und Deutschland ergänzt. Die Untersuchung beinhaltet zudem Interviews mit mehreren wichtigen Akteuren aus Industrie und Wissenschaft.
 
Die ausführliche Studie finden Sie hier:
„The Secret to a Winning Experience with Artificial Intelligence: Add Human Intelligence“
 
Über Capgemini
Capgemini ist einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. Als ein Wegbereiter für Innovation unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen. Auf dem Fundament von 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Hierfür steht ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb zur Verfügung. Capgemini ist überzeugt davon, dass der geschäftliche Wert von Technologie von und durch Menschen entsteht. Die Gruppe ist ein multikulturelles Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern, das 2017 einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.
 
Mehr unter www.capgemini.com/de. People matter, results count.
 
Über das Digital Transformation Institute
Das Digital Transformation Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Großbritannien, Indien und den USA.
 
 

Rückfragen:

Daniel Hardt
PR & Communications Expert
Capgemini Germany | Munich
Tel.: +49 89 38338 2873 – Mobile: +49 151 1137 4998
daniel.hardt@capgemini.com
Olof-Palme-Straße 14, 81829 Munich, Germany
 
 
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Big Data ist die Grundvoraussetzung für den Retail von Morgen.
Mit dem richtigen Know-How, Werkzeug und Ziel profitieren Händler enorm von der Analyse der Datenberge.

 
Big Data ist kein neues Thema mehr. Doch wie kann es dann sein, dass einer Umfrage zufolge nur etwa 35 Prozent der deutschen Unternehmen Big-Data-Lösungen bereits einsetzen? Immerhin sind die Datenberge nicht nur wichtige Erfolgsfaktoren, sondern auch Geschäftsgrundlage großer Unternehmen geworden. Allerdings ist die Arbeit mit Big Data eine technisch hochkomplexe Aufgabe, weshalb viele deutsche Unternehmen vor ihr immer noch zurückschrecken.
Jede Aktion generiert im digitalen Zeitalter Daten. Daten, die gesammelt werden und schnell zu großen, komplexen, unstrukturierten Massen werden. Diese Masse an Daten wächst in Unternehmen täglich weiter und nennt sich daher Big Data. Doch sie enthalten wertvolle Informationen, weiß man sie richtig zu verarbeiten.
Für Unternehmen bedeutet das allerdings, dass sie die Daten nicht nur sammeln, sondern auch intelligente Algorithmen schreiben sowie effektive Analyseprozesse entwickeln müssen, um das volle Potenzial der Daten für sich nutzen zu können. An diesem Punkt scheitern aber die meisten Firmen, weil sie die Datenverarbeitung als zu komplex ansehen.

Integrierte Systeme sind das All-Inclusive-Analyse-Paket

Mit den richtigen Fachleuten im Team und den passenden Tools können Unternehmen diese Herausforderung jedoch bewältigen. Für eine kosteneffiziente Lösung, sollten sie daher integrierte Systeme wie Mindtrees Plattform Decision Moments einsetzen, welche Datenseen, Algorithmen und Analysen zusammenführen und es ihnen dadurch erleichtern, den ersten Schritt in Richtung Big-Data-Verarbeitung zu machen.
Die Methodik des integrierten Systems ist im Vergleich relativ einfach: Es setzt sich aus fünf Schritten für die Datenverarbeitung zusammen. Im ersten Schritt müssen die Daten von all den Orten geholt werden, an denen sie erhoben wurden. Deshalb läuft zuerst der sogenannte ETL-Prozess (Extract, Transform, Load) ab. Er zapft die verschiedenen Quellen an und wandelt die Daten so um, dass die Zieldatenbank sie einordnen kann und speichert sie letztendlich dort ab.
Im zweiten Schritt legt das System einen Datensee an, in dem alle strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten gesammelt werden. NoSQL-Engines können an dieser Stelle vorteilhaft sein, um die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung zu erhöhen.
Einen Schritt weiter in Phase drei ist die Lösung über branchenspezifische Algorithmen in der Lage, teilautonom und vollautonom zu lernen. Die Daten werden über verschiedene Verfahren wie Clustering, logistische Regression, kollaboratives Filtern, Random-Decision-Forests oder neuronale Netze sortiert und für den nächsten Schritt vorbereitet.
Im vierten Schritt sind die Daten nun zur Weiterverarbeitung bereit. Etablierte Datenarchitekturmodelle wie Lambda, Kappa und Zeta helfen dabei, die großen Big-Data-Workloads erst bezwingbar zu machen. Die Daten werden jetzt visualisiert, für Einsichten weiterverarbeitet und spätere Ansichten in Backups archiviert.
Schließlich befinden sich auf der letzten Ebene der Big-Data-Plattform Schnittstellen, mit denen sich allerlei Anwendungen verbinden lassen, um so direkt von den Einsichten und Dateninhalten zu profitieren. Dies ist etwa für Omni-Channel-Strategien nützlich und nur aufgrund der hohen Skalierbarkeit und Flexibilität der integrierten Systeme möglich.

Erfolg zeichnet sich durch Ziele aus

Wie bei jeder Datenverarbeitung und –analyse ist es auch bei der Big-Data-Analyse notwendig, wirtschaftliche Ziele zu definieren, auf welche die Arbeit hinauslaufen soll. Das Geschäftsmodell des Unternehmens hat also eine besonders einflussreiche Rolle für die Erfolgsbestimmung der Auswertung des Datenbergs. Dieses bestimmt nämlich, inwiefern ein Unternehmen dazu in der Lage ist, von Big Data letztendlich zu profitieren.
Zum einen können Unternehmen mithilfe der Big-Data-Einsichten ihre eigene Produktivität sowie Effizienz steigern und so ihre Prozesse wirtschaftlicher gestalten. Sei es zur Optimierung der Handelswege oder zum Vorbeugen technischer Probleme durch frühzeitige Wartungen.
Auch im Marketing und Vertrieb können Unternehmen ihren Vorteil aus Big-Data-Analysen ziehen, indem sie den Kunden besser kennenlernen, dessen Nachfrage studieren und in der Produktentwicklung auf ihn reagieren. Dadurch können sie nicht nur genauere Prognosen bezüglich ihres Umsatzes treffen, sondern auch die Erfolgsmessung ihrer Kampagnen wird deutlich erleichtert.
Außerdem ist Big Data für Unternehmen eine große Hilfe wenn es darum geht, das Angebot ihrer Kunden zu individualisieren, die Verkaufs- und Kommunikationskanäle anzupassen und somit für eine personalisierte Customer Experience zu sorgen.

Big Data ist Voraussetzung für Zukunftsgeschäft

Dieser Trend wird sich auch im Jahr 2018 fortsetzen und zeichnet sich schon heute ab. Big-Data-Analysen helfen Retailern etwa dabei, durch Predictive Analytics Engpässe bei Produkten vorherzusehen und entsprechend vorzubeugen oder schnell darauf zu reagieren, indem sie den nächstgelegenen Zulieferer mit einer weiteren Lieferung beauftragen.
Auch künstliche Intelligenzen werden künftig vermehrt im stationären Handel vertreten sein, um beispielsweise Kunden vor Ort per Display Kleidungskombinationen an den Körper zu projizieren, damit diese sich nicht mühselig immer wieder umziehen muss und bequem verschiedene Kombinationen ausprobieren können. Und auch falls ein Kunde bei der Suche nach Produkten Probleme hat kann eine KI das erkennen und den Kunden darauf aufmerksam machen.
Damit die KI jedoch all diese Kunden unterscheiden, ihr Verhalten erkennen und von Interaktionen lernen kann, muss sie Zugriff auf große Mengen an Kundendaten in analysierter, strukturierter Form haben. Besonders hierfür wird die Big-Data-Analyse eine Grundvoraussetzung für kommende Jahre sein.
Amazon, Google und Facebook machen es vor: Wer sich in der digitalen Zeit sich die Daten nicht zunutze macht, wird am Markt irrelevant. Dementsprechend ist vor allem der stationäre Handel zu Umstrukturierungen gezwungen. Mit integrierten Big-Data-Lösungen und einer klaren Zieldefinition können Retailer jedoch großen Profit aus den Daten schlagen und sich für den Handel der Zukunft vorbereiten.
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Unser Autor

 
Ralf Reich, Head of Continental Europe bei Mindtree

 
Ralf Reich verantwortet das Geschäft in Zentraleuropa bei Mindtree. In seiner Rolle kümmert er sich um das Wachstum von Mindtree hauptsächlich in den Branchen Finanzdienstleistungen, Banken, Versicherungen, Retail, Produktion, Tourismus und Transportwesen. Reich bringt über 25 Jahre IT-Service-Erfahrung mit, in denen er Neukunden und Geschäftsbeziehungen in den verschiedensten Märkten und Regionen aufgebaut hat.
 
 
 
 
 
Über Mindtree
Mindtree bietet digitale Transformations- und Technologie-Dienste – von der Ideensammlung bis zur Ausführung. So können sich die Global 2000-Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Mindtree wurde „digital geboren“ und verfolgt einen agilen, gemeinschaftlichen Ansatz, wenn es darum geht, kundenspezifische Lösungen für die digitale Wertschöpfungskette zu entwickeln. Gleichzeitig sorgt die umfassende Expertise von Mindtree im Infrastruktur- und Anwendungsmanagement dafür, dass die IT zu einem strategischen Asset wird. So unterstützt Mindtree Unternehmen, egal, ob diese sich abheben, Geschäftsfunktionen neu definieren oder das Umsatzwachstum beschleunigen wollen. Besuchen Sie uns und erfahren Sie mehr. http://www.mindtree.com/.
 
Pressekontakt
Hotwire für Mindtree
Jacqueline Pitz
069 25 66 93 15
jacqueline.pitz@hotwireglobal.com
 
 
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Der Handel ist global. 62 Prozent der im Rahmen der „Pitney Bowes Global Ecommerce Study 2017“ befragten Händler gaben an, ein länderübergreifendes E-Commerce-Geschäft zu führen und die Mehrheit derer, die noch nicht über ein länderübergreifendes Geschäft verfügte, plante, es in den nächsten zwölf Monaten einzuführen.
Damit hat sich auch der Wettbewerb um die Kaufentscheidung der Kunden verschärft. Um ihn zu gewinnen, spielt die richtige Sprache – und damit die korrekte Übersetzung – eine Schlüsselrolle. Denn sie ist wesentlich für eine positive Customer Experience.
Bevor sich Interessenten für einen Kauf entscheiden, wollen sie Informationen über das Produkt. Wie eine aktuelle Studie von SapientRazorfish und Salesforce darlegt, suchen 60 Prozent der Kunden vorab im Internet gezielt danach. Um ihre Erwartungen zu erfüllen und ihnen zu ermöglichen, die Informationen zu finden, genügt es – entgegen der Annahme vieler Verantwortlicher für Marketing, Content und Verkauf – nicht, vorhandenen Content nur ins Englische zu übersetzen. Denn Interessenten suchen in ihrer Landessprache.
Damit Suchmaschinen auf Anfragen relevante Treffer liefern können, müssen Onlineinhalte in der jeweiligen Sprache verfügbar sein. Dazu zählen Produktbeschreibungen und Multimediainhalte für Shop und Marktplätze genauso wie Unternehmenswebseiten, News, Ratgeberinhalte, E-Books, Kundenfeedbacks und Bewertungen.
Da Interessenten darüber hinaus auch auf anderen Wegen mit Unternehmen in Verbindung treten wollen, sollten zudem Newsletter, Kundenmagazine, Broschüren, Aftersales-Informationen & Co. in der bevorzugten Sprache des Kunden vorliegen. Je besser über alle Phasen der Customer Journey hinweg Verständlichkeit gewährleistet ist, desto einfacher können Menschen Vertrauen zum Unternehmen aufbauen, was wiederum ausschlaggebend für die Kaufentscheidung ist.
 

Auf die Lokalisierung kommt es an

Um Verständlichkeit zu erzielen, reicht jedoch auch das bloße Übertragen der Inhalte in die Landessprache der Zielgruppe nicht aus. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, die Informationen im Kontext der geltenden gesetzlichen Vorschriften und der jeweiligen Kultur korrekt darzustellen. „Lokalisierung“ heißt der Fachbegriff. Er beinhaltet zum Beispiel die Bedeutung sowie die Assoziationen, welche Produkt- und Markennamen in verschiedenen Ländern haben und wecken können.
So trägt das Waschmittel Persil in Frankreich die Bezeichnung „LeChat“, weil „Persil“ im Französischen Petersilie bedeutet. Dies gilt auch für Bilder und Symbole wie das Daumen-hoch-Symbol, das hierzulande für ein „Okay“ steht, während es in Australien als Beleidigung angesehen wird. Nur wenn die Bedeutung auch nach der Übersetzung noch der beabsichtigten Intention entspricht, kann der Interessent das Produkt als hochwertig wahrnehmen und das Unternehmen als vertrauensvoll einstufen.
Anderenfalls ist es möglich, dass unzureichende Übersetzungen negative Rückschlüsse auf das Produkt oder die Dienstleistung auslösen. Der Interessent verlässt die Webseite oder den Shop, ohne zu kaufen und bewertet das Unternehmen vielleicht negativ.
Damit Interessenten die Kommunikation als überzeugend empfinden, sind E-Commerce-Anbieter gefordert, einen einheitlichen Markenauftritt an allen Punkten der Customer Journey zu realisieren. Dies geschieht durch konsistente Verwendung von Produkt- und Servicebezeichnungen, Keywords sowie weiteren Begriffen – kurz: eine konsistente Terminologie.
Außerdem sollten die Texte qualitativ hochwertig sein, indem er korrekte und aktuelle Angaben enthält und fehlerfrei sowie verständlich geschrieben ist. Dafür sollten die Sätze unter anderem einfach aufgebaut, aktiv formuliert und nicht zu lang sein. Angesichts einer großen Menge an Inhalten, die in kürzester Zeit an den verschiedenen Touchpoints für diverse Personen verfügbar sein muss, stellt die Lokalisierung somit eine große Herausforderung dar.
 

Software als Helfer

Beim Meistern der Aufgaben leistet Software für Translation Management wertvolle Dienste. Sie verfügt im Idealfall über ein integriertes Terminologiesystem, in dem alle den gleichen Begriff betreffenden Einträge übersichtlich zusammengestellt sind. Der Autor hat damit alle infrage kommenden Terme im Blick, womit ihre einheitliche Verwendung gewährleistet ist. So kann ein „Turnschuh“ konsequent als solcher bezeichnet werden, und nicht einmal als „Laufschuh“, ein anderes Mal als „Sportschuh“ oder „Sneaker“.
Dabei empfiehlt es sich, die Terminologie auch mit bevorzugten Keywords abzugleichen, nach denen in den jeweiligen Zielländern bevorzugt gesucht wird. Verwirrungen werden vermieden, und der Übersetzungsaufwand verringert sich. Denn Begriffe mit derselben Bedeutung müssen nicht unnötig übersetzt werden.
Ein weiterer Bestandteil einer Translation Management Software ist das Translation Memory. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Quelltextsätze mit ihren Übersetzungen als Paare hinterlegt sind. Es dient Autoren als Grundlage für die Erstellung konsistenter Quelltexte und ermöglicht es, bereits übersetzte Textstellen wiederzuverwenden.
 

Mit Automatisierung Kundenerwartungen schneller erfüllen

Professionelle Lösungen für Übersetzungsmanagement stehen allen Projektbeteiligten – vom Autor über den Übersetzer bis zum Lektor – zentral, einfach nutzbar zur Verfügung. Darüber hinaus kann gute Translation Management Software über Schnittstellen mit Product-Information-Management-Systemen verknüpft werden, in denen Unternehmen häufig Produktbeschreibungen pflegen. Dadurch ist ein nahtloser Datenaustausch möglich und die Automatisierung von Übersetzungsprozessen kann Fahrt aufnehmen.
Die Vorteile: Einmal kreierter Content lässt sich schneller für unterschiedliche Formate bereitstellen. Dies spart nicht nur Aufwand und Kosten, sondern hilft E-Commerce-Anbietern auch, den Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden und die Customer Experience positiv zu beeinflussen. Kunden und Interessenten gewinnen Vertrauen und entscheiden sich eher, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
 
Weiterführende Informationen zum Unternehmen:
Across Systems GmbH
 

Unser Autor

Gerd Janiszewski

Gerd Janiszewski ist Geschäftsführer der Across Systems GmbH. Er verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Übersetzungs- und IT-Branche. Unter anderem war er in leitender Position für Transline Gruppe GmbH tätig, einen der führenden europäischen Sprachdienstleister.
 
 
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Ob Sie nun temporären Einzelhandel, Flash-Einzelhandel, Guerilla-Stores oder Pop-up-Store hören, es ist alles ein und dasselbe. Pop-up-Shops erobern die Einzelhandelswelt und stellen traditionelle Verkaufsflächen vor Herausforderungen. Aber was genau steckt hinter diesem wirtschaftlichen Trend?
Bereits in den 1990er Jahren entstanden in Großstädten wie Tokio, London, Los Angeles und New York City Pop-up-Shops: temporäre Verkaufsflächen, auf denen Waren aller Art verkauft werden. Seitdem wurde fast jedes Konsumprodukt zu einem bestimmten Zeitpunkt über einen Shop verkauft. Von Kunst über Mode bis hin zu Tech-Gadgets und Essen sind Pop-ups spannend, weil sie kurzfristige Geschäfte schaffen, die ebenso kreativ wie ansprechend sind. Und es gibt sie in allen Formen und Größen.

Typische Eigenschaften dieser Geschäfte:

Laufzeit: nur wenige Wochen
Lage: stark frequentierte Bereiche wie Stadtzentren, Einkaufszentren und belebte Straßen, zum Teil aber auch ausgefallene Orte, wie Hinterhöfe.
Preis: häufig spezielle Rabattaktionen
Anwendung: Einführung neuer Produkte, Bewusstsein erzeugen, Coolness-Faktor erhöhen, Zielgruppe finden, Brand stärken


 

Was sind die Vorteile eines Pop-up-Shops?

Verbindung der Shopbetreiber mit ihren Kunden: Das Pop-up-Format ermöglicht es Shops, ihre Kunden persönlich kennenzulernen und stärkere Beziehungen aufzubauen.
Mehr verkaufen: Etwa 95% aller Einkäufe werden noch immer offline getätigt. Dies ist die Chance, diesen Handelskanal zu nutzen.
Bewusstsein erzeugen: Verbraucher und Medien lieben die Begeisterung, die von ausgefallenen Shops ausgeht. Händler erzeugen Aufmerksamkeit, indem Sie offline gehen und über Social Media gratis Werbung bekommen
Es ist billiger: Die Eröffnung eines Pop-up-Shops ist 80 % günstiger als ein traditionelles Einzelhandelsgeschäft, die Mietverträge sind kurzweilig
Test neuer Märkte: einfacher Einstieg in einen neuen Markt und Einführung neuer Produkte gerade für junge Unternehmer die ihr Produkt austesten möchten

 

Wer kann einen Pop-up-Shop eröffnen?

Die kurze Antwort ist: Jeder. Namenhafte Marken machen es vor. Der Mode Shop Peek & Cloppenburg bietet wechselnde Themen und Events in seinen Häusern an und erreicht damit neue Zielgruppen. Gleichzeitig sind lokale Künstler, Macher und Modedesigner auch in der Pop-up-Szene immer beliebter geworden. Selbst mobile Trucks für Lebensmittel, Designermode und Vintage-Hausrat werden immer häufiger auch in deutschen Städten entdeckt.
 

Fazit

Pop-up-Stores bieten sowohl klassischen Einzelhändlern als auch den Mietern dieser Flächen zahlreiche Vorteile. Kleine Unternehmen profitieren von der meist exklusiven Lage und hoher Besucherfrequenz. Diese sind ideal, um neue Produkte einzuführen und die Zielgruppe ausfindig zu machen.
Vermieter von Einkaufsflächen vermeiden Leerstände ihrer Verkaufsflächen, generieren Einnahmen durch die Miete und ziehen durch die Attraktivität und zeitliche Beschränkung der Verkaufsflächen neues Publikum an. Vor allem jedoch profitieren die Kunden, denen meist exklusive und hochwertige Produkte in einem attraktiven Umfeld und zu günstigen Konditionen angeboten werden. Somit lohnt sich diese Geschäftsidee für jeden Beteiligten.
 
 
 
 
 
 
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Vierter Teil: Business Spend Management
 
Die IT-Branche liebt Akronyme. Nirgendwo sonst sind – insbesondere dreistellige – Abkürzungen so verbreitet wie in der Technologie: ERP, CRM, HCM, etc. Abkürzungen bleiben besser im Gedächtnis und erleichtern die Kommunikation im Arbeitsalltag. Für die Software selbst, ist die Geläufigkeit des Akronyms ein Erfolgsmesser. Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit einigen der bekanntesten Standardanwendungen und diskutiert die Evolution einer neuen Kategorie, dem Business Spend Management, kurz BMS.

Business Spend Management

Es gibt seit langem ERP-Module für P2P (Procure-to-Pay) und S2P (Source-to-Pay). Mit der E-Commerce-Innovation für B2B (Business-to-Business) Ende der 90er-Jahre kamen Unternehmen wie CommerceOne, VerticalNet und Ariba an den Markt. SAP nannte diesen Bereich SRM (Supplier Relationship Management), meinte damit aber nur eine Teilmenge des gesamten Business Spend Managements. Nach dem Abschwung von 2001 war Ariba der einzige Überlebende, der versuchte, seinen Raum als ORMS (Operational Resource Management System) zu definieren. 2012 wurde die Firma dann für 4,3 Milliarden US-Dollar an SAP verkauft.
SAP erkannte damals die Wichtigkeit einzelner BSM-Bereiche – auch mit der Übernahme des Ausgabenmanagement-Experten Concur in 2014. Um jedoch wirklich alle Bereiche zu bedienen, in denen Unternehmen Geld ausgeben, muss BSM noch mehr Gebiete umfassen: Beschaffung, Rechnungsstellung und Spesenmanagement, aber auch Ausgabenanalyse, Lieferantenmanagement, Vertragsmanagement und alle anderen Nebenprozesse, in denen Geld ausgegeben wird.
Diese Lösungen müssen Daten unternehmensübergreifend aggregieren, normalisieren und bereinigen können. Ziel ist, dem Kunden dabei zu helfen, die Art und Weise, wie ein Unternehmen Geld ausgibt, intelligenter zu gestalten. Es spielt keine Rolle, ob das Geld durch einen offiziellen Beschaffungsprozess ausgeben oder als Spesenabrechnung eingereicht wird. Denn BSM umfasst alle drei Kategorien: Beschaffung, Spesen und fakturierte Ausgaben.
Das klingt einfach, Unternehmen wissen aber oftmals nicht, wofür sie Geld ausgeben. Mit Ausgaben in drei Kategorien, denen Daten teilweise sogar falsch zugeordnet werden, wird es schwierig, die Daten zu normalisieren und aggregieren. „Diverses“ wird in vielen Organisationen zur eigenen großen Ausgabenkategorie. Noch bevor die Ausgaben optimiert werden können, müssen sie deshalb richtig verwaltet werden.

Datenbasiertes Ausgabenmanagement

Und hier kommt die Cloud ins Spiel: Der große Vorteil der Cloud ist, dass alle Daten zentral abliegen. Mithilfe von maschinellem Lernen lassen sich anonymisierte Daten wiederum schneller normalisieren. Mit der Masse an Daten, die sich ansammeln, lassen sich präskriptive Erkenntnisse erschließen. So können Lösungen für Business Spend Management beispielsweise Empfehlungen abgeben.
Ein Beispiel: „Sie sind dabei, einen Vertrag mit Lieferant A abzuschließen. Andere Nutzer hatte Schwierigkeiten mit der Leistung des Lieferanten. Vielleicht sollten Sie Lieferant B in Betracht ziehen.“ Oder: „Sie geben 30 Prozent mehr für diese Ware aus als andere Unternehmen in Ihrer Branche. Sie sollten den Vertrag neu verhandeln.“ Je mehr Daten gesammelt werden, umso besser werden die Empfehlungen der BSM-Lösung. In der Vergangenheit wäre diese Softwarefunktion nicht möglich gewesen, da die Informationen dazu in unterschiedlichen Systeme lagen.

Automatisierung & KI

Es ist eine spannende Zeit in der Geschichte der Technologie: Wir haben nicht nur riesige spezialisierte Datensätze, sondern auch die Rechenleistung und die Datenarchitektur, um diese effizient zu nutzen; sowie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um Muster zu erkennen und vorausschauende Erkenntnisse zu liefern, die Unternehmen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle nutzen können.
BSM bedeutet die Automatisierung der Beschaffung, die Verwaltung der Mitarbeiterausgaben, ein effizientes Rechnungsmanagement, Contract Lifecycle Management, Supplier Information Management, Inventory, Advanced Sourcing, Budgeting, Analytics. Wenn all diese Bereiche nahtlos zusammenspielen, ist ein echter Mehrwert und eine echte Optimierung des Ausgabenmanagements möglich.
 
Teil I: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil II: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil III: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
 
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Coupa

Unser Autor:

Robert Bernshteyn ist CEO von Coupa Software. Coupa wurde speziell für die Cloud entwickelt und ist die einzige Plattform für Business Spend Management, die Unternehmensabläufe genauso zusammenführt, wie die Mitarbeiter das Geld ausgeben. Unter dem Motto „Value as a Service“ unterstützt Coupa seine Kunden dabei, das Ausgaben-Management zu optimieren, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen und auf diese Weise die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Coupas Cloud-basierte Spend-Management-Plattform verbindet hunderte von Organisationen mit Millionen von Lieferanten weltweit. Mit der Lösung von Coupa gewinnen die Unternehmen eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Ausgaben des Unternehmens und deren Struktur.
 
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Dritter Teil: Human Capital Management
Die IT-Branche liebt Akronyme. Nirgendwo sonst sind – insbesondere dreistellige – Abkürzungen so verbreitet wie in der Technologie: ERP, CRM, HCM, etc. Abkürzungen bleiben besser im Gedächtnis und erleichtern die Kommunikation im Arbeitsalltag. Für die Software selbst, ist die Geläufigkeit des Akronyms ein Erfolgsmesser. Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit einigen der bekanntesten Standardanwendungen und diskutiert die Evolution einer neuen Kategorie, dem Business Spend Management, kurz BMS.
So wichtig wie die Informationstechnologie für die Entwicklung von CRM-Software (Eine kleine Geschichte der Standardsoftware Teil 2) war, so sollte sie das Gleiche auch für einen anderen Bereich bewirken: die Personalverwaltung. Die Idee, die Informationstechnologie auch auf Personalfunktionen anzuwenden, hatte ihre Wurzeln bereits in den 70er-Jahren.

Entstehungsgeschichte von HCM-Software

Damals beschränkten sich die Funktionen auf Basisaufgaben wie die Stundenerfassung oder die Verwaltung der Gehaltsabrechnung. Mit dem Aufkommen von ERP-Systemen (Eine kleine Geschichte der Standardsoftware Teil 1) wurden einige Funktionen für HR (Human Resources) als Zusatzmodule angeboten. Doch erst als Dave Duffield und Ken Morris 1987 PeopleSoft gründeten, entwickelte sich HCM (Human Capital Management) zu einer eigenständigen Kategorie.
PeopleSoft begann zwar mit einer reinen HR-Anwendung, fügte jedoch schließlich Module hinzu, die es der Software ermöglichten, als ERP-System zu fungieren. Damit trat das Unternehmen in Konkurrenz zu SAP, JD Edwards (mit dem es 2003 fusionierte) und Oracle, von dem es 2005 übernommen wurde.
Während dieser Zeit, in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren, löste die Cloud-Technologie eine weitere Innovationsrunde in dieser Kategorie aus. HR-Technologien wurden auch für kleinere Unternehmen ohne ERP-Systeme zugänglich gemacht und öffnete sich für Benutzer außerhalb des HR-Bereichs. So konnten Manager und Mitarbeiter viele Aufgaben selbst erledigen.

Cloud-Anwendungen

Die Cloud brachte auch eine Vielzahl an Startups für Speziallösungen für beispielsweise Recruiting, Bewerber-Tracking, Benefit-Administration oder Performance-Management hervor. Die großen ERP-Anbieter begannen, sich die besten Anbieter zu schnappen, um ihre eigenen Cloud-basierten End-to-End-Lösungen zu entwickeln.
SAP zum Beispiel kaufte im Jahr 2012 SuccessFactors und ist nun mit der Anwendung „Employee Central“ einer der wichtigsten Anbieter. Workday ist zu einem starken Konkurrenten geworden und hat mit dem Aufbau eines nativen und vollständigen End-to-End-Systems gute Arbeit geleistet.
 

Business Spend Management

Das Muster ist immer das gleiche: Software entsteht, um ein Problem zu lösen. Ist sie erst einmal erfolgreich auf dem Markt, wird sie erweitert und mit anderen Lösungen kombiniert, um angrenzende Prozesse zu bewältigen. Viele der Prozesse im Business Spend Management (BSM) wurden schon immer mithilfe der Informationstechnologie umgesetzt. Doch es gab nie einen konkreten Namen dafür, da BSM – ähnlich wie zuvor HCM und CRM – bisher eine Ansammlung einzelner ERP-Add-Ons war. Deshalb erkannte die Industrie lange Zeit BMS nicht als neue und eigene Kategorie.
 
Der vierte und letzte Teil von „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“ diskutiert die Evolution von Business Spend Management, kurz BMS, als neue Software-Kategorie.
 
 
Teil I: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil II: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Coupa

Unser Autor:

Robert Bernshteyn ist CEO von Coupa Software. Coupa wurde speziell für die Cloud entwickelt und ist die einzige Plattform für Business Spend Management, die Unternehmensabläufe genauso zusammenführt, wie die Mitarbeiter das Geld ausgeben. Unter dem Motto „Value as a Service“ unterstützt Coupa seine Kunden dabei, das Ausgaben-Management zu optimieren, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen und auf diese Weise die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Coupas Cloud-basierte Spend-Management-Plattform verbindet hunderte von Organisationen mit Millionen von Lieferanten weltweit. Mit der Lösung von Coupa gewinnen die Unternehmen eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Ausgaben des Unternehmens und deren Struktur.
 
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Zweiter Teil: Customer Relations Management
Die IT-Branche liebt Akronyme. Nirgendwo sonst sind – insbesondere dreistellige – Abkürzungen so verbreitet wie in der Technologie: ERP, CRM, HCM, etc. Abkürzungen bleiben besser im Gedächtnis und erleichtern die Kommunikation im Arbeitsalltag. Für die Software selbst, ist die Geläufigkeit des Akronyms ein Erfolgsmesser. Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit einigen der bekanntesten Standardanwendungen und diskutiert die Evolution einer neuen Kategorie, dem Business Spend Management, kurz BMS.
Während ERP-Systeme (Eine kleine Geschichte der Standardsoftware Teil 1) entstanden, um die Betriebseffizienz und Produktivität zu erhöhen, vollzog sich in Bezug auf kundenorientierte Systeme eine eigene Entwicklung.

Entstehungsgeschichte von CRM-Software

Jahrzehnte bevor es eine CRM-Branche gab, hielten Vertriebsmitarbeiter ihre Kundeninformationen auf Papierkarten in sogenannten Rolodexes fest. Als sich die Technologie in den 80er-Jahren verbesserte, wurden die Geräte von den Schreibtischen verbannt und Contact Management Software kam auf den Markt. Ziel war es, die Kundenkommunikation so zielgerichtet wie möglich zu gestalten.
In den frühen 90er-Jahren hat die Automatisierung des Vertriebs (SFA = Sales Force Automation) die heranwachsende Informationstechnologie auf viele Funktionen des Datenbankmarketings angewandt und sie mit Contact Management kombiniert. So wurden Pre-Sales-Aktivitäten wie Telemarketing, Lead-Generierung, Angebotserstellung und Bestellungen miteinander verbunden.
Etwa zur gleichen Zeit wurde eine CSS-Software (Customer Service and Support) entwickelt, um Post-Sales-Aktivitäten abzuwickeln. Aber die in dieser Datenbank gespeicherten Informationen waren mit keinem anderen System verknüpft.
In den 90er-Jahren erhielt die Entwicklung einen neuen Aufschwung, genauer gesagt im Jahr 1993 als Tom Siebel und Patricia House Oracle verließen. Nachdem sie es versäumt hatten, CEO Larry Ellison davon zu überzeugen, ihre Vertriebsanwendung als eigenständiges Produkt zu verkaufen, gründeten sie Siebel Systems.

Erfolgsgeschichte

Innerhalb weniger Jahre hatten Siebel und einige andere Hersteller ein Produkt entwickelt, das gemeinhin als Enterprise Customer Management (ECM) oder Customer Information Systems (CIS) bezeichnet wurde. Später erwarb Siebel das Technologieunternehmen Scopus, das alle wichtigen Kundenkontaktpunkte zusammenführte, um den gesamten Lebenszyklus der Kundenbeziehung zu managen, und nannte es CRM. Damit wurde das neue Leistungsversprechen für einen einheitlichen Prozess und eine einzige Quelle für Kundendaten erfüllt.
Die CRM-Technologie von Siebel war damals vielleicht die beste ihrer Klasse, die in einem Client/Server-Modell vor Ort geliefert wurde. Doch Siebel sah sich der starken Konkurrenz von SAP und Oracle ausgesetzt. 2006 wurde das Unternehmen von Oracle übernommen.
Währenddessen entwickelte Salesforce.com Cloud-basierte Software-as-a-Service, die speziell für die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtet war, die sich keine teure Software leisten konnten. Damit dominierte Salesforce den CRM-Markt.
Siebel war ein wichtiges Unternehmen für die Entwicklung von CRM-Software. Zuvor gab es keine ganzheitliche Lösung, um den gesamten Zyklus einer Kundenbeziehung abzubilden, aufzubauen und zu verwalten. Siebel hat Customer Relationship Management so definiert, wie wir es heute verstehen, und gezeigt, dass Speziallösungen dies besser handhaben können als ERP-Add-Ons.
Der dritte Teil von „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“ widmet sich der Entstehung des Human Capital Managements.
 
Teil I: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Coupa

Unser Autor:

Robert Bernshteyn ist CEO von Coupa Software. Coupa wurde speziell für die Cloud entwickelt und ist die einzige Plattform für Business Spend Management, die Unternehmensabläufe genauso zusammenführt, wie die Mitarbeiter das Geld ausgeben. Unter dem Motto „Value as a Service“ unterstützt Coupa seine Kunden dabei, das Ausgaben-Management zu optimieren, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen und auf diese Weise die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Coupas Cloud-basierte Spend-Management-Plattform verbindet hunderte von Organisationen mit Millionen von Lieferanten weltweit. Mit der Lösung von Coupa gewinnen die Unternehmen eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Ausgaben des Unternehmens und deren Struktur.

2016 unterhielten wir uns mit Christopher Grätz, Co-Founder und CEO der kapilendo AG, über das „aufstrebende Geschäftsmodell“ Crowdlending. Jetzt wurde es Zeit nachzufragen.
 
Herr Grätz, wie lange dauert im Schnitt eine Finanzierung, die über Ihre Online-Plattform ausgeschrieben wird? Was macht Ihren Erfolg aus? 
Die Geschwindigkeit der Ausfinanzierungen hat deutlich zugenommen. 2016 dauerte eine Finanzierung auf unserer Plattform noch ungefähr 43 Tage, heute sind es gerade mal 5 Tage. Bei kleineren Betriebsmittelfinanzierungen, die zwischen 25.000 und 100.000 Euro liegen sogar oftmals nur Sekunden.
Rund zwei Billionen Euro liegen nahezu unverzinst auf Konten deutscher Bürger. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht viele Anlageformen unattraktiv. Das Crowdlending ist eines der wenigen Segmente, das nicht durch das expansive Anleihekaufprogramm der EZB verzerrt ist. Beim Crowdlending investieren die Anleger direkt in geprüfte deutsche Unternehmen. In Form von Zinsen haben die Anleger so Teil an deren Wertschöpfung und Erfolg. Im Detail heißt das, dass die Crowd ihr Kapital für einen festen Zeitraum und gegen einen festen Zins zur Verfügung stellt.
Die Laufzeiten liegen zwischen 1 – 5 Jahre – wobei bereits quartalsweise während der Laufzeit oder am Laufzeitende bedient wird.
Die Anleger entscheiden selbst wem und wofür sie ihr Geld zur Verfügung stellen und lernen das Unternehmen und den Unternehmer digital kennen. In Kurz-Filmen stellen wir unseren Anlegern die Finanzierungsprojekte, das Unternehmen und den Unternehmer vor. Die Geschäftsmodelle sind vielfältig und reichen von bekannten Markennamen wie der Gastronomiekette L´Osteria über klassische Mittelständler wie z.B. einen Produzenten von Federn- und Drahtbiegeteile bis hin zu Wachstumsunternehmen wie die Graf Metternich-Quellen Karl Schöttker KG.
Mit der erhöhten Finanzierungsgeschwindigkeit und einer in der Praxis nachgewiesenen Zuverlässigkeit haben die führenden Crowdlending Plattformen in den vergangenen Monaten ein letztes, elementares Handicap gegenüber den traditionellen Kreditanbietern eliminiert.
 
Welche Finanzierungsformen mit welchem Finanzierungszweck bieten Sie schnell wachsenden Unternehmen aus dem Mittelstand an? 
Als Full-Service-Online-Plattform im Bereich Unternehmensfinanzierung erhalten Wachstumsunternehmen und kleine und mittelständische Unternehmen bei kapilendo Zugang zu Nachrangkapital und klassischen Krediten durch private Anleger. Der Finanzierungszweck kann vielfältig sein und reicht von Betriebsmittel über Wachstums- und Investitionsfinanzierung bis hin zu Produktivitätssteigerung.
 
Nach welchen Kriterien wählen Sie die Unternehmen aus? 
Die Unternehmen müssen mindestens 3 Jahre am Markt sein und 1 Million Euro Umsatz machen. Es muss eine positive Eigenkapitalquote und ein positives Geschäftsergebnis vorliegen. Unser Ratingteam prüft die Unternehmen dann ausführlich. Neben den wichtigen Finanzkennzahlen berücksichtigt das Team Kriterien wie Industriebranche, Marktposition und Marktentwicklung. Anhand des Ergebnisses der Kreditanalyse bestimmt das Ratingteam die Rating-Konditionen und legt die Rating-Kennziffern fest, wie Anlageklasse, Zinssatz p.a. und Tilgungsplan. Ist der Prüfprozess erfolgreich, dann werden die Projekte auf der Plattform finanziert.
Wir verzeichnen eine hohe Nachfrage von Maschinen- und Anlagenbauern und aus dem Gastronomie – und Technologiesektor wie auch aus den Bereichen Handel und Logistik. In allen Branchen besteht ein besonders hohes Interesse für Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung.
 
Wie lange dauert im Schnitt der Kreditantrag für Unternehmen?
Das hängt natürlich davon ab, wie schnell uns alle Unterlagen vorliegen. Im klassischen Fall erhält das Unternehmen innerhalb von 2-3 Tagen Feedback. Hat man beispielsweise den Erstkontakt mit dem Kunden am Montag und bekommt nachmittags bereits die Unterlagen zugeschickt, so erhält er im Normalfall Mittwochabend, spätestens Donnerstagvormittag das komplette Rating, das Angebot und alle Vertragsunterlagen.
 
Und das Rating läuft über Sie oder nutzen Sie hierfür einen Dienstleister?
Neben öffentliche Datenquellen, etwa von der Creditreform oder der Schufa, haben wir im Haus ein eigenes sehr qualifiziertes Ratingteam mit sehr erfahren Leuten und steuern den Prozess entsprechend professionell intern.
 
Inwieweit haben Sie den ganzen Beantragungsprozess digitalisiert?
Der Großteil ist digitalisiert. Man durchläuft eine „Antragstrecke“, bei welcher der Kunde seine ganzen Daten eingeben kann. Dabei verwenden wir ein Tool, welches den Unternehmer frühzeitig digital voll erkennt, und seine Daten schon vorausfüllt. Die Frage ist weniger, wie digital wir sind, als vielmehr wie digital der Kunde ist. Statt die Unterlagen via PDF zuzuschicken, gibt es auch Unternehmen, die lieber einen Leitz-Ordner zusenden. Papier per Post oder komplett digital ist also beides möglich.
 
Mit welchen Zinsen kann der Anleger im Schnitt rechnen? 
Die Zinsen liegen im Schnitt bei 5% p.a.
 
Welche Partnerschaften und Kooperation stehen für Sie im Jahr 2018 im Fokus? 
Der Markt für Mittelstandsfinanzierung wird damit auch zunehmend für Family Offices und Stiftungen interessant. Erste Verbriefungen der auf den Plattformen vermittelten Kredite sowie die Auflage von Spezialfonds (AIF) ermöglichen bereits auch den Zugang für Investoren, die eine depotfähige Anlage benötigen. War die Mittelstandsfinanzierung in Deutschland vor nicht allzu langer Zeit noch ein reiner Bankenmarkt, wird dieser Markt mittlerweile zunehmend von Family Offices und Pensionskassen besetzt, die auf der Suche nach neuen Quellen für laufende Zinseinnahmen sind. Für diese bietet sich im Direct Lending eine attraktive laufende Rendite von über 5 Prozent p.a. ohne Zins- und bei sehr begrenztem Kapitalverlustrisiko.

„Vor allem der klassische Mittelstand nimmt Crowdlending als ernsthafte Finanzierungsalternative an“, weiß Christopher Grätz.

Wie flexibel und mit welchen Sicherheiten kann der Anleger auf Ihrer Plattform investieren?
Die Flexibilität zeichnet uns bei Kapilendo aus. Nur über unsere Plattform kann der Anleger aus dem ganzen Spektrum, von Wachstumsfinanzierungen bis hin zu den ganz klassischen Krediten, die gleichrangig zu Bankkrediten sind, wählen. Die klassischen Kredite sind dabei immer mit selbstschuldnerischen Bürgschaften besichert. Das heißt, der Geschäftsführer oder der führende Gesellschafter gibt eine Bürgschaft über 120% des Kreditbetrags ab, sodass letztendlich selbst zusätzliche Kosten, z.B. Rechtskosten, mit der Bürgschaft abgedeckt sein sollten.
Der qualifizierte Nachrang hingegen ist immer komplett unbesichert. Im Fall einer Insolvenz oder von Schwierigkeiten im Unternehmen steht der Anleger hier weiter hinten in der Rangfolge. Zuerst wird der Bankkredit bedient, danach das Nachrangdarlehn und dann das Eigenkapital. Für die höhere Risikoposition bekommt der Anleger einen entsprechend attraktiven Zins von 6-10%.
Ein Beispiel: Ein Bankkredit zur Eröffnung eines Restaurants für den Systemgastronomen L´Osteria war an die Bedingung von 500.000 Euro Eigenkapital geknüpft. Der Unternehmer konnte hier selbst direkt 250.000 beisteuern, die restlichen 250.000 Euro finanzierte er als Nachrangkapital über unsere Plattform.
Der Anleger erhält dadurch also selbst bei attraktiven und bonitätsstarken Unternehmen die Möglichkeit hohe Renditen zu erzielen. Tatsächlich ist der Prüfungsprozess dabei sogar deutlich höher und dauert deutlich länger als beim klassischen Kredit. Je höher der Zins desto höher zwar das theoretische Risiko, aber eben nicht desto schlechter die Bonität.
 
Wie findet der Anleger die Unternehmen die zu seiner Anlagestrategie und –philosophie passen?
Wir machen keine Anlageberatung, wollen aber das gesamte Spektrum anbieten. Wenn wir eine Empfehlung aussprechen können, dann die zu diversifizieren. Mit 1000 Euro kann der Anleger schon in 10 verschiedene Projekte investieren, da die Mindestanlage pro Projekt nur 100 Euro beträgt.
Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Der Anleger kann in kurzlaufende oder länger laufende Projekte investieren, wobei jedes Projekt seine eigenen Konditionen hat. Die fast hundert Projekte, die wir über unsere Plattform abgewickelt haben, haben alles das gleiche Zins-Risiko-Verhältnis. Ist das Risiko laut den Ergebnissen unseres Ratings höher, ist es auch der Zinssatz. Ist die Laufzeit länger, ist auch dafür der Zinssatz höher. Der Anleger kann sich gut daran gut orientieren, da wir die Konditionen nicht mit den Kreditnehmern verhandeln.
 
Herr Grätz, wie hat sich Ihr Geschäft in den letzten Jahren verändert und was erwarten Sie von den nächsten 2-3 Jahren?
Was wir definitiv feststellen ist, dass Crowdlending in Deutschland mittlerweile etabliert ist. Dabei hat auch die Qualität der Unternehmen deutlich zugenommen, wodurch auch unsere Ablehnungsquote tendenziell langfristig zurückgehen wird. Man wird jetzt nicht mehr als der „weiße Ritter“ am Markt betrachtet, der Unternehmern Kapital zur Verfügung stellt, die sonst keine Mittel haben.
Crowlending gilt als ernsthafte Finanzierungsalternative. Vor allem der klassische Mittelstand nimmt diese Finanzierungsmöglichkeit jetzt an. Die Anfragen werden immer professioneller, kommen immer häufiger von größeren Unternehmen und auch die Darlehensgrößen haben zugenommen. Wir positionieren uns jetzt in einem im Marktumfeld mit Krediten zwischen 250.000 Euro und 2,5 Millionen. Von den mittlerweile 20 Millionen Euro haben wir fast die Hälfte in den letzten 6 Monaten über unsere Plattform finanziert. Unsere Neuvertragsvolumina mittlerweile etwa 5 Millionen Euro, je nach Saison, so dass wir für dieses Jahr erwarten Finanzierungen in Höhe von 60 Millionen Euro zu verwirklichen.
 
Kann man die neuen Crowdlending-Plattformen allgemein als den neuen Anleihemarkt von Morgen betrachten?
Definitiv, aus unserer Sicht! Die Anleger wollen vor allem einen simplen Zugang zu Finanzierungsobjekten haben, die emotional und einfach ausgestaltet sind. Sie wollen innerhalb von 30 Sekunden bis zu einer Minute über das Mobiltelefon im Großen investieren können. Auch Anleihenemittenten, die Zugang zu Retailinvestoren haben möchten, kommen nicht mehr an digitalen Plattformen vorbei, da diese den Zugang bieten.
Allerdings positionieren wir uns noch bewusst im Marktsegment bis 2,5 Millionen Euro, da wir darüber hinaus prospektpflichtig wären. Jedoch fragen uns schon Unternehmen an, ob es nicht doch Sinn machen würde, auch 5 oder 10 Millionen Euro über uns einzusammeln? Das wäre dann der Eins-zu-Eins-Ersatz der Anleihe.
 
Warum werden Ihre Investoren eigentlich zu Markenbotschaftern? 
Kapilendo bietet weit mehr als nur das Einsammeln von Geld. Kapilendo verknüpft die Finanzierung von mittelständischen Unternehmen zusätzlich mit einem exklusiven Marketing-Auftritt und einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne, die zusätzliche Aufmerksamkeit für die Firmen und Produkte schafft. Mit einem kostenlos gedrehten Unternehmensfilm stellt Kapilendo die besonderen Merkmale eines Finanzprojektes professionell auf seiner Plattform dar und verbreitet das Video zusätzlich über verschiedene Medien im Netz.
 
 
www.kapilendo.de
 
 

Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung

Was ist die e-Privacy-Richtlinie?

Die e-Privacy-Richtlinie ist eine von der EU bereits im Jahr 2002 erlassene Richtlinien.
In dieser Richtlinie werden Vorgaben im Bereich des Datenschutzes für die elektronische Kommunikation geregelt. Ergänzt wurde sie 2009 durch die Cookie-Richtlinie, die z. B. eine Einwilligung und Aufklärung der Nutzer über das Setzen von Cookies auf Webseiten verlangt.
 

Cookies

Intention der Europäische Union ist es, mit der Cookie-Richtlinie die personenbezogenen Daten der Internetnutzer stärker zu schützen und unterscheidet hierbei zwischen technisch notwendigen und nicht notwendigen Cookies:
Technisch notwendige Cookies:
Zur notwendigen Datenspeicherung gehören Cookies, die für die Funktionen einer Website zwingend erforderlich sind. Das meint etwa das Speichern von Log-in-Daten, des Warenkorbs oder der Sprachauswahl durch sogenannte Session-Cookies.
Technisch nicht notwendige Cookies:
Nicht notwendige Cookies sind dagegen Textdateien, die nicht allein der Funktionsfähigkeit der Website dienen, sondern auch andere Daten erheben. Dazu zählen folgende: Tracking-Cookies, Targeting-Cookies, Analyse-Cookies, Cookies von Social-Media-Websites
Die Richtlinie verlangt also bei nicht notwendigen Cookies eine Opt-in-Lösung.
 

Exkursion Opt-in und Opt-out:
Opt-in: Cookies werden nicht von Beginn an gesetzt, sondern erst, wenn der Nutzer der Datenspeicherung zustimmt.
Opt-out: Cookies werden von Beginn an gesetzt – die User können der Datenspeicherung erst nachträglich widersprechen.

 

Gealterte Richtlinien

Seit 2002 hat sich unser elektronisches Kommunikatonsverhalten erheblich geändert. Das und die DSGVO fordern daher Neuregelungen, um die neuen Datenschutzregelungen und die bislang geltenden Regelungen zur elektronischen Kommunikation in Einklang zu bringen.
Diese bisherige Richtlinie soll in eine neue Verordnung überführt werden, an der die EU seit 2016 arbeitet. Diese wird spezifizierte Vorschriften zur elektronischen Kommunikation enthalten.
Der aktuellste Stand dieser Verordnung findet sich unter folgenden Link:
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-16_en.htm
 
 
 
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