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Neues gemeinfreies Open-Content-Werk am deutschen Markt erschienen
Das Fachbuch beschreibt die Digitalisie­rung und ihre Auswirkungen auf die Branche.
Journalisten und Gastautoren aus Wissenschaft und Wirtschaft stellen innovative Entwicklungen und deren Anwendungspotenzial sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich dabei in den Mittelpunkt des Open-Content-Werks. Leser erhalten durch das Fachbuch neue Lösungs- und Denkansätze und lernen, die Technologien rund um Smart Services und digitale Ökosysteme gewinnbringend für sich einzusetzen.
Das Buch wird regelmäßig auf unserer digitalen Plattform im Internet aktualisiert. Unter http://www.handbuch-handel.de halten wir alle Inhalte des Buches für Sie zum kostenfrei­en Download vor.
Wer darüber hinaus ein Printexemplar bestel­len und gemütlich lesen möchte, kann dies über den Buchhandel oder im Internet online bei Amazon realisieren. ISBN: 978-3-9818482-3-6


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Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Ihre Redaktion
 
 
 

Reportage: Material- und Informationsfluss müssen im Zeitalter der Digitalisierung neu ausgerichtet werden. Logistik und IT werden zum Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort Deutschland
 
Die Transport- und Logistikbranche nimmt eine Schlüsselposition in der digitalen Transformation ein, da sie an jedem Schritt, an dem Waren bewegt werden, beteiligt ist. Mit dem Einsatz neuer Technologien können Marktteilnehmer dieser Rolle gerecht werden. Doch die Anforderungen liegen hoch, denn die digitale Verschmelzung von IT- und Produktionsanlagen mit Logistikprozessen birgt gleichermaßen Chancen und Risiken.
In Form von Fallbeispielen, Gastbeiträgen und Inter-views zeigen Vorreiter der Branche, wie Logistikprozes-se in Zeiten von IIoT, E-Commerce und Globalisierung transparent und intelligent werden. Eine Smarte Supply Chain, die alle Beteiligten vernetzt und Schritt für Schritt in digitale Ökosysteme integriert.
Die TREND-REPORT-Redaktion erörtert die zunehmend wichtige Rolle der Logistik-Branche als Wegbereiter in eine Smart Service Welt.
 

Themen und Inhalte:

Logistik-IT und Industrie 4.0
Logistik ist das Nervensystem zukünftiger Wertschöpfungsnetze.
Tag der Logistik / BVL
Eine zukunftssichere und facettenreiche Branche öffnet Ihre Türen.
Intralogistik optimiert
Smarte Technologien, Automatisierung, KI und Roboter für Lagerlogistik 4.0.
Connected Supply Chain
Intelligente Steuerung flexibler Wertschöpfungsketten
E-Commerce und Handel
Mehr als nur Kontraktlogistik und Fulfillment.
E-Logistik-Lösungen
ERP-/PPS Systeme, SCM-Systeme, TMS-Systeme, WMS-Systeme, Barcode, RFID, Sensornetzwerke
Digitale Ökosysteme
Vernetzte Plattformen für die Logistik der Zukunft.
Big Data und Cloud
Enabler für agile Wertschöpfungsketten.
Urbane Logistik
Intelligente und nachhaltige Lösungen für die „Letzte Meile“
 
Hier können Sie das vollständige Themenexposé herunterladen
Hier geht es zu den Mediadaten

 
Was macht erfolgreiche Kundenkommunikation im Zeitalter der Digitalisierung aus?  Marc Hirtz, Vice President Continental Europe bei Pitney Bowes, sprach mit uns über die Möglichkeiten für den Handel.
 
Vor fast 100 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Pitney Bowes als Hersteller von Druck-, Kuvertier- und Frankierlösungen. Heute verlässt sich die große Mehrheit der Fortune 500 Unternehmen im Bereich Kundenkommunikation auf die physischen und digitalen Lösungen des globalen Technologieunternehmens. Für Marc Hirtz lässt sich dieser Erfolg auf den richtigen Fokus,  sprich die hohe Relevanz zurückführen, die jeder einzelnen Endkundeninteraktion dank der Technologien von Pitney Bowes beigemessen wird. „Das Thema Kommunikation zwischen Unternehmen und seinen Kunden, ist seit 96 Jahren Kern dessen was Pitney Bowes macht. Unser Claim in Englisch lautet: „We power billions of transactions“ – Wir helfen Unternehmen, die Wirksamkeit der gesendeten Aktionenund Botschaften an ihre Kunden kanalübergreifend zu verstehen. Diese Transaktionen können z.B. Lieferungen sein oder klassische Briefsendungen, mit denen Kundenrechnungen oder Marketing-Botschaften verschickt werden. So optimieren wir permanent eine personalisierte Kommunikation und passen diese kontextgenau an. Auch bei einem Stamm von mehreren Millionen Kunden.“

Der Kunde bestimmt den Dialog

Der Handel steht heute unter Druck. Traditionelle und vor allem mittelständische Unternehmen sind unter digitalem Zugzwang. Ihre Aufgabe ist es, die Prozesse zu digitalisieren, um ihren Kunden damit einen besseren Service und Dialog auf allen Kanälen bieten zu können. Hier setzt Pitney Bowes an und bietet konsequent neue Lösungen an. Das Produkt-und Beratungsangebot von Pitney Bowes konzentriert sich neben physischen und digitalen Versandlösungen auf Softwareangebote zur Aufbereitung und Anreicherung von Daten.
Diese dienen Händlern oder Dienstleistern als Grundlage, um ihre Kunden gezielt anzusprechen und fundierte Geschäftsentscheidungen treffen zu können. Dafür müssen zunächst alle relevanten Informationen zusammengetragen werden – laut Hirtz besteht hierin oft die erste Herausforderung. „Informationen zu Kaufverhalten, Zufriedenheit oder Demographie werden in vielen Unternehmen gar nicht oder nur abteilungsintern ausgewertet, obwohl sie essentiell für die Kundenbindung sind.“
Hierfür hat Pitney Bowes einen Lösungsansatz entwickelt, der sich auf drei Säulen Identify, Locate und Communicate stützt – mit dem Ziel, stets eine ganzheitliche Sicht auf den einzelnen Kunden zu erhalten.
Hirtz erklärt uns diesen Vorgang: „Im ersten Schritt – Identify – tragen wir Kundeninformationen aus allen vorhandenen Datenquellen zusammen, machen die Daten nutzbar und reichern die Profile bedarfsorientiert an. Eine große Herausforderung für unsere Kunden liegt darin, dass Informationen zu Kaufverhalten, Zufriedenheit oder Demographie in vielen Unternehmen gar nicht oder nur abteilungsintern ausgewertet werden. Das liegt einerseits an den Datensilos und den damit verbundenen technischen Schwierigkeiten, diese Kundeninformationen zu verknüpfen.
Andererseits sind viele vorhandene Daten unstrukturiert, redundant und fehlerhaft. Die Infos sind jedoch essentiell für die Kundenbindung. Pitney Bowes hat Lösungen entwickelt, um die Daten zu strukturieren, die Qualität zu steigern und Customer-Data-Analytics zu generieren. Hieraus ergibt sich ein präzises Bild des einzelnen Kunden. Sprich, welche Kommunikationskanäle bevorzugt er und ganz wichtig, wann er bereit ist, um mit uns über welches Thema zu kommunizieren.“
 

Den Kontext richtig deuten

Hinter Locate verbergen sich Location-Intelligence-Lösungen. Für Hirtz sind diese essentiell, um das Verständnis zu individuellen Kundenbedürfnissen und Präferenzen beim Einkaufen weiter zu schärfen. Durch die Integration der Geoinformationssystem-Software MapInfo ist Pitney Bowes in diesem Bereich bereits vor vielen Jahren zu einem weltweiten Marktführer aufgestiegen.
„Wenn ein Unternehmen weiß, wo sein Kunde einkauft oder recherchiert, kann es ihn mit Angeboten gezielt für diesen Standort ansprechen – eine Win-Win Situation“.
Auch für den Bereich Risikomanagement lassen sich wertvolle Rückschlüsse aus den Transaktions- und Ortsdaten ziehen und es kann zum Beispiel Versicherungsbetrug eingedämmt oder aufgezeigt werden. „Wir arbeiten mit zahlreichen Versicherungsunternehmen, die mit unseren GEO-Coding-Lösungen sehr präzise den Standort eines Hauses oder einer Fertigungsstätte lokalisieren. Wenige Meter weiter links, rechts oder höher oder tiefer kann bei Objekten einen großen Unterschied machen in der Prämie machen.“
Unter der Säule Communicate bündelt Pitney Bowes schließlich die verschiedenen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit dem Verbraucher. Dank diesem Omni-Channel-Ansatz kann der Versand transaktionsgebundener Informationen und Marketingbotschaften orchestriert über alle gängigen Kanäle erfolgen: Brief, Email, SMS, App oder Kundenportale.
Hirtz weiß, dass das Wichtigste dabei der richtige Kontext ist. Die Kommunikation muss also zum richtigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der identifizierten Kundenpräferenzen erfolgen.
„Es ist ärgerlich, wenn ich als Kunde dreimal hintereinander ein Angebot erhalte, welches ich bereits zweimal abgelehnt habe. Das gilt es zu vermeiden. So liefern die Kunden mittels ihrer Rückmeldungen und Reaktionen den Impuls für eine immer präzisiere, maßgeschneiderte Ansprache, die in der weiteren Kommunikation berücksichtigt wird.“
 

Digital aber persönlich mit dem Kundensprechen

Von digitalen Self-Service Lösungen wird der Handel unter dem digitalen Wandel profitieren. Heute verbringen Verbraucher noch zu viel Zeit in Call-Center Warteschleifen. Das ist frustrierend für den Kunden und teuer für Unternehmen.
Pitney Bowes löst diese Probleme mit EngageOne Video, ein personalisiertes Videoformat mit interaktiven Eingriffsmöglichkeiten für den Betrachter.
Ein Telekommunikationsunternehmen kann zum Beispiel einen personalisierten Link auf die Rechnung seines Kunden drucken. Tippt der Kunde den kurzen Link in seinen Browser ein oder scannt den QR Code, gelangt er zu einem Video, in dem ihn ein virtueller Service-Mitarbeiter mit Namen anspricht und live durch die eigene Rechnung führt.
Telefoniert er zum Beispiel oft ins Ausland, könnte ihm direkt ein Roaming-Paket angeboten werden, das er direkt hinzu buchen kann. In elektronische Rechnungen lässt sich das personalisierte Video elegant einbinden.
„Unternehmen können so den Self-Service ihrer Kunden signifikant steigern und gleichzeitig Up-Selling Möglichkeiten ausschöpfen. Eine wirtschaftliche und personalisierte Alternative zum Anruf im Call-Center“, so der VP Continental Europe.
Die Personalisierung signalisiert in diesem Fall, dass ein Unternehmen mit seinem Kunden vertraut ist und erleichtert es ihm, Antworten auf seine Fragen zu finden.
 

Die Vorteile der Industrie 4.0 nutzen

Self-service wird in Zukunft auch für die Hardware Kunden von Pitney Bowes immer wichtiger. „Bis dato betreiben Kunden ihre Anlagen isoliert. Im Falle eines Ausfalls wird dann per Fernwartung unterstützt oder ein Servicemitarbeiter muss kommen. Seit einigen Jahren statten wir unsere Anlagen mit netzfähigen Modulen aus, über die Softwareupdates automatisiert laufen und Anlagen, wie z.B. unsere Frankiermaschinen untereinander kommunizieren können – Stichwort Industrie 4.0.
Pitney Bowes setzt dies mit Clarity um, einer Big-Data-Plattform, an die unsere Maschinen angeschlossen werden. Die Anlagen haben alle eine sehr komplexe Sensorik, die permanent Daten erfassen und zur Auswertung an Clarity senden. So werden Fehlerbilder erkannt und es können Empfehlungen für die Anlagen generiert werden, etwa vorbeugende Wartungsmeldungen für Riemenwechsel, wodurch längere Stillstände und Ausfälle der Anlagen vermieden werden. “Unternehmen können darüber hinaus mit Clarity die Leistung ihrer eigenen Anlagen mit internationalen Benchmarks vergleichen und erhalten so wertvolles Feedback zu eigenen Prozessen.
 

Partner für die Internationalisierung

Pitney Bowes bietet nicht nur Werkzeuge für die Informationsaufbereitung, sondern auch umfangreiche Analysen mit eigens generierten Marktforschungsdaten. Zum Beispiel Daten zur Demographie oder lokaler Kaufkraft. Dies wird umso wichtiger, je stärker Handelsunternehmen ihre digitale Internationalisierung vorantreiben.
Plant ein Händler etwa eine erste Filiale in Tokio, die innerhalb von 20 Minuten aus der Innenstadt erreichbar sein und maximale Kaufkraft für Elektroartikel oder Luxusgüter anziehen soll, bündelt Pitney Bowes alle hierfür relevanten Daten.
Eigene eCommerce-Lösungen können außerdem verbindliche Kalkulationen zu Transportkosten, Zoll und sonstigen Gebühren erstellen, die beim grenzüberschreitenden Handel fällig werden. Somit können Handelsunternehmen einen Großteil der typisch auftretenden Unwägbarkeiten in der Internationalisierung im Vorfeld beseitigen – mit dem Resultat, dass die Waren sicher und zum kalkulierten Preis beim Kunden ankommen.
Planungssicherheit und inkonsistente Interaktionen in gezielte, orchestrierte Ansprachen umzuwandeln, sind für Hirtz der Schlüssel zu erfolgreicher Kundenkommunikation im Handel. „Wir sehen unsere Kunden als Partner an. Je zielorientierter unsere Lösungen für sie sind, umso mehr können auch wir uns verbessern.“
 
Pitney Bowes
Aufmacherbild / Lizenz

Dorothe Eickholt, Geschäftsführerin von Asendia Germany, dem Joint Venture von La Poste und Swiss Post, sagt im Gespräch mit der Redaktion wie Unternehmensgründer im E-Commerce mit intelligenten Logistiklösungen neue, internationale Märkte für sich erschließen können.
 
 
Frau Eickholt, der E-Commerce ist im Höhenflug. Sind Drohnen im Tiefflug das Non-Plus-Ultra für die letzte Meile bei der Zustellung von Paketen?
So lange sie nicht abstürzen sind Drohnen bestenfalls in ländlichen Regionen eine alternative Transportmöglichkeit – oder, um eingeschneite Orte im Winter mit dem Nötigsten zu versorgen. Einen Fortschritt bei der klassischen Zustellung erwarte ich von den Quadro-, Hexa- und Octocoptern aber nicht. Ebenso wenig wie von selbstfahrenden kleinen Robotern, die eher für Staus auf dem Bürgersteig sorgen.
 
Die spannenden Diskussionen um die letzte Meile bei der Paketzustellung zeigen allerdings, wie wichtig es ist, hierfür eine Lösung zu finden. Insbesondere im internationalen E-Commerce gefährdet jeder Tag, den die Sendung länger als geplant unterwegs ist, die Kundenzufriedenheit. Der Trend geht dahin, dass sich alle Kunden am liebsten eine Same-Day-Lieferung wünschen. Aber davon sind wir bei grenzüberschreitenden Sendungen noch weit entfernt.
 
Wird es künftig eine schnellere Zustellung zum Nulltarif ins Ausland geben?
Schnelleren Lieferzeiten über die Grenzen hinweg sind enge Grenzen gesetzt. Hier arbeiten mehrere Partner mit teilweise sehr unterschiedlichen Systemen und Kulturen zusammen. Das kostet Zeit. Hinzu kommen die Entfernungen, die zu überbrücken sind. Im Vergleich zu den Kurier- und Expressdiensten, die bei Bedarf jede Sendung exklusiv befördern können, müssen wir als Postdienstleister für den E-Commerce kostengünstige Distributionskanäle erschließen. So befördern wir Sendungen in die Nachbarländer Deutschlands meistens per Lkw statt per Flugzeug.
 
Am Markt werden für internationale Sendungen die verschiedensten Tarife und Services angeboten. Insbesondere Newcomer sollten sich deshalb umfassend und persönlich von einem im internationalen Geschäft erfahrenen Dienstleister beraten lassen.
 
Werden sich die Zustellzeiten durch Industrie 4.0 bzw. Robotics ändern?
Die Veränderungen betreffen in erster Linie die Optimierung des Workflows in unseren Logistikzentren. Meiner Meinung nach werden Robotics, bzw. Industrie 4.0, die Prozesse hier künftig stark verändern. Die intelligenten Systeme werden dazu beitragen Kosten einzusparen, Bearbeitungszeiten zu verringern und Fehlerraten zu reduzieren und zwar schon in den nächsten Jahren.
 
Ein Grund dafür ist, dass die bestehende IT weitergenutzt werden kann, da die intelligenten Automatisierungslösungen über die üblichen Schnittstellen auf die Systeme zugreifen können. Die Systeme lernen so ständig hinzu und verarbeiten auch unstrukturierte Daten. Sie erfassen zum Beispiel Auftragsdokumente selbständig, unabhängig davon, ob sie per Excel-File oder E-Mail mit angehängter PDF eingehen. Dabei lernen sie unentwegt hinzu. Wenn ein hoher Reifegrad erreicht ist, wird es künftig möglich sein, die Daten direkt in die Verarbeitungsmaschinen einzuspeisen und weitere Prozesse zu automatisieren.
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Wie profitiert der E-Commerce-Unternehmer von den neuen Robotics-Lösungen?
Auch bei der letzten Meile, der Zustellung der Pakete an den Empfänger, werden Industrie 4.0-Lösungen künftig eine bedeutende Rolle spielen, davon bin ich überzeugt. Der Online-Shop profitiert dabei von einer höheren Zuverlässigkeit bei der Zustellung und steigert so die Kundenbindung. Denn die selbstlernenden Softwarelösungen werden in der Lage sein, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen und Wahrscheinlichkeiten zu berechnen wann der Empfänger zu Hause ist, um große und schwere Sendungen persönlich entgegenzunehmen. In Kombination mit Tracking-Funktionen, die heute schon Zeitfenster von einer Stunde für die geplante Zustellzeit anzeigen, und automatischer Routenberechnungen gehört ein zweiter oder gar dritter Zustellversuch dann der Vergangenheit an.
 
Welche Möglichkeiten nutzen Sie jetzt schon, um die Zustellung zu verbessern?
Wir arbeiten bereits seit Jahren an internationalen Lösungen, um die Zustellquote bereits beim 1. Versuch zu erhöhen. So können Pakete bis zu zwei Kilogramm jetzt in mehr als 40 Ländern vom Zusteller direkt in den Briefkasten eingeworfen werden, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Das freut nicht nur die Empfänger, die ihre Sendung schneller erhalten, sondern auch die Shop-Betreiber. Denn der Kunde ist zufriedener, je eher ihn die Bestellung erreicht. Eine Unterschrift des Empfängers ist nicht mehr erforderlich.
 
Wenn die Sendung zu groß für den Briefkasten ist, wird sie persönlich zugestellt oder in der nächstgelegenen Poststelle oder Pick-up-Point zur Abholung hinterlegt. Der Empfänger wird darüber per Karte benachrichtigt. Nach wie vor gibt es aber auch die Möglichkeit, die Sendungen persönlich nur gegen Unterschrift zustellen zu lassen.
 
Welchen Service bieten Sie für den Rückkanal, die Retouren?
Wenn das bestellte Kleid oder die Schuhe nicht passen, kann der E-Commerce-Shopper die Waren nach Deutschland zurück senden. Dafür entwickeln wir bedarfsgerechte Lösungen. So kann der Absender seinen Sendungen direkt ein Retourenlabel beilegen mit dem E-Commerce-Kunden die erhaltene Waren kostenlos zurückschicken können. Das ist nicht nur für den Kunden eine komfortable Lösung, sondern sie hilft auch dem Shop-Betreiber, der damit dem Wettbewerb einen Schritt voraus ist. Denn in vielen Ländern werden kostenlose Retouren, so wie wir das aus Deutschland kennen, gar nicht oder nur sehr selten angeboten.
 
Für Rücksendungen aus Frankreich haben wir gerade eine besonders intelligente Lösung vorgestellt. Dort holt die Post zurückgeschickte Pakete bis zu 30 Kilogramm direkt aus dem eigenen Briefkasten von zu Hause ab. Retouren, die bis acht Uhr morgens in dem Kasten hinterlegt werden, nimmt der Paketbote am gleichen Tag mit. Von dem neuen Service profitieren vor allem deutsche Online-Shops, die ihren französischen Kunden eine bequeme und einfache Rücksendemöglichkeit anbieten möchten.
 
Möglich wird dieser Service in Frankreich erst dadurch, dass über 70 Prozent der Einwohner einen standardisierten Briefkasten haben, den die Paketboten öffnen können und der für die meisten Pakete groß genug ist. Der Absender meldet die Retoure einfach per Internet an und klebt das ausgedruckte Rücksendeetikett auf das Paket.
 
Welche Trends erwarten Sie im internationalen E-Commerce?
Der Trend zur Internationalisierung hält weiter an. Es setzen sich immer mehr umfassende Internationalisierungsstrategien durch. Während beispielsweise E-Commerce-Anbieter in den vergangenen Jahren einen Markt nach dem anderen erschlossen, sind sie heute parallel in mehreren neuen Absatzmärkten aktiv. Selbst Newcomer erstellen ihre Sites gleich in mehreren Sprachen, um für jedes Land ein optimales Angebot zu haben. Denn E-Commerce ermöglicht heute internationales Wachstum schneller und bei geringem Risiko. Zudem gibt es heute Outsourcinglösungen von international erfahrenen Unternehmen mit denen sich neue Märkte testen lassen, ohne in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.
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Während dafür bis vor einigen Jahren noch ein erheblicher Aufwand betrieben werden musste, übernehmen Full-Service-Anbieter wie Asendia, von der Bewerbung und dem Multichannel-Marketing über die Logistik bis hin zum Responsemanagement alle Services aus einer Hand. Der eigene Aufwand reduziert sich dadurch auf ein Minimum.Wir entwickeln ständig neue Lösungen, um den Einstieg ins internationale E-Commerce so einfach wie möglich zu machen. Damit wollen wir insbesondere jungen Unternehmen helfen, neue Märkte im Ausland zu erobern.
 
Sehr geehrte Frau Eickholt, vielen Dank für das Interview!
 
weitere Informationen: Asendia Germany
 
Aufmacherbild / Copyright / Asendia Germany
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TREND-REPORT-Redakteur Bernhard Haselbauer (re.) sprach mit Kai Derda, Country General Manager der Chep Deutschland GmbH, über die Digitalisierung des stationären Handels und die Zukunft von Display-Promotions.
Herr Derda, wie hat sich Ihr Unternehmen und damit auch Ihre Lösungen für Ihre Kunden durch die Digitalisierung in den letzten Jahren verändert?
Ein maßgeblicher Schritt war sicherlich, dass wir unser Unternehmen neu definiert haben: weg von der Firma, die Paletten vermietet, hin zu einem lösungsorientierten Serviceanbieter. Dabei spielt das Thema Digitalisierung eine große Rolle. Mit unserer Viertelpalette, die wir mit Beacons ausgestattet haben, transformieren wir die Palette vom reinen Ladungsträger zum interaktiven Informationsträger. Dadurch generieren wir auch neue Einsatzmöglichkeiten.
Wenn Sie die Beacon-Technologie auf Basis Ihrer Viertelpalette anbieten, gibt es dazu auch ein Computersystem, das unterstützt, Ware auch entsprechend zu verfolgen im Kontext der Supply Chain? Muss ich mir das selbst installieren oder bieten Sie diese Mehrwert-Services an?
Unser Mutterkonzern Brambles hat dieses Jahr mit BXB Digital eine neue Firma gegründet, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt: Wie können wir aus den Daten für unsere Kunden einen echten Mehrwert generieren? Klare Aussage unserer Kunden ist: „Wir haben sehr viele Daten, aber wir benötigen Informationen. “BXB Digital unterstützt CHEP dabei, seinen Kunden die in der Supply Chain generierten Daten in entsprechenden Dashboards zur Verfügung zu stellen. Daraus können sie dann die für sie relevanten Daten und Informationen extrahieren.
Welche Lösungen und Möglichkeiten können Ihre Kunden umsetzen, die jetzt z.B. die neue Technologie zum Einsatz bringen? Können Sie Kosten einsparen, sind sie eher in der Lage Ihre Ware zu tracken, vor allem in Lagerhäusern – wie kann ich mir das vorstellen?
Bisher war die Supply Chain wenig transparent, was sich durch den Einsatz von Beacons schlagartig ändert: durch Echtzeitdaten erhalten unsere Kunden – also sowohl der Handel als auch die Industrie – eine deutlich verbesserte Transparenz, was beim Lager anfängt und auf der Verkaufsfläche endet. Für gewöhnlich driften tatsächliche Nachfrage und Bestellmengen im Verlauf von Absatz- und Beschaffungsmarkt immer weiter auseinander. Die Folgen sind entweder unnötig hohe oder zu niedrige Lagerbestände, was letztendlich kostet. Mit Promotion Tracking³ können Informationen über Liefer- und Abverkaufsstatus in Echtzeit abgerufen und geteilt werden. Dadurch werden zusätzliche Lieferungen genauer planbar, Bestellmengen für Folgeaktionen besser kalkulierbar und im Endeffekt die Transport- und Lagerkosten gesenkt.
Sie tauschen aber auch die Paletten wieder aus, nach dem Pooling-Prinzip?
Genau. Beim Pooling läuft die Palette im Rundlauf von CHEP zum Service Center zur Industrie in den Handel und dann wieder zurück. Das gibt uns die Möglichkeit, die Technik, die wir in der Palette verbaut haben, entsprechend zu warten.
Und was für weitere Möglichkeiten ergeben sich daraus für unsere Kunden? Den Promotion-Bereich kenne ich sehr gut aus meiner eigenen Erfahrung als Vertriebsverantwortlicher im Handel bei Aldi-Süd und Real. Industrie und Handel hatten wie gesagt bisher relativ wenig Transparenz über den Erfolg von Display-Promotions.
Mit unserer Lösung Promotion Tracking³ gehen wir jetzt dieses Problem an und erhöhen nicht nur die Transparenz, sondern auch die Effizienz von Promotions. Vom Co-Packing, also wenn die Palette gepackt wird, bis zum Abverkaufam POS erlangen wir mithilfe der neuen Technologie Transparenz darüber, wie der Abverkauf und die Performance der Promotion verlaufen.
Das heißt, Sie würden dann auch ganz genau sehen, wie lange die Ware auf der Palette im Verkaufsraum steht, wann die Ware weggeht, wann nachgeholt werden muss, und so sorgen Sie für einen optimalen Abverkauf, auf jeden Fall was den Nachschub betrifft?
Genau. Es gibt hier zwei Ansatzpunkte. Der erste ist die Transparenz. Mit unserer Technologie können wir darstellen, wenn eine Palette – z. B. am Montagmorgen zu Promotion-Beginn – nicht rechtzeitig auf der Verkaufsfläche ist. In einem solchen Fall wird ein entsprechender Alarm ausgelöst, der dem Filialleiter sagt: „Du hast eine Palette im Backstore, bring sie in den Frontstore. “Untersuchungen der Metro-Group haben gezeigt, dass 18 % der Display-Promotions am Montagmorgen nicht rechtzeitig auf der Verkaufsfläche sind. 7% landen erst gar nicht in der Filiale und 11% befinden sich im Backstore aber nicht im Frontstore. Das deckt sich auch mit meiner eigenen Erfahrung als Geschäftsleiter bei Real: Da gehen Sie am Montagmorgen mit dem Handzettel durch die Filiale und schauen ob alle Promotions da sind. Sie haben dann nur einen Snapshot des Tages, aber keine Informationen darüber, wie der Abverkauf über die Woche verläuft, was eine sehr wichtige Kenngröße ist: Hieraus ziehe ich wichtige Informationen für die nächste Promotion, die drei Monate später stattfindet. Ich muss also wissen, wie erfolgreich die letzte Promotion war, wie die Durchführung verlaufen ist, wie viel verkauft wurde, und ob ich nächstes Mal mehr oder weniger Ware bestellen muss.

Gelungene Transformation: TREND-REPORT-Redakteur Bernhard Haselbauer (re.) sprach mit Kai Derda, Country General Manager der Chep Deutschland GmbH, über die Digitalisierung des stationären Handels und die Zukunft von Display-Promotions.

Ich bin Kunde und setze Ihre Lösung ein. Logge ich mich im Internet ein um Daten einzusehen, die von der Palette geliefert werden? Wie funktioniert das?
Wir haben eine webbasierte Benutzeroberfläche, auf der sich unsere Kunden einloggen und auf der sie dann genau die Durchführung der Promotion nachverfolgen können. Auf diese Weise ist nachvollziehbar, wieviele Paletten zu welchem Zeitpunkt an welcher Stelle der Supply Chain sind. Auch der Abverkauf lässt sich sogenau nachverfolgen.
Sehen die Nutzer einen Plan vom Laden wo die Palette steht? Ich nehme an hier spielen auch Geodaten eine Rolle?
In der ersten Testphase haben wir von Real das Store-Layout bekommen. Wir wissen dadurch ganz genau, wie der Store aufgebaut ist und können durch die Lokalisierung der Palette auch exakt sagen, an welcher Stelle sich die Paletteim Store befindet.
Als komplette Indoor-Location?
Genau, was wieder zwei Vorteile bringt. Zum einen können Sie mit der Platzierung der Palette experimentieren, um eine Korrelation zwischen Platzierung und Abverkauf zu erkennen.  Wenn sie die Palette hinter dem Drehkreuz oder dem Eingang des Stores platziert haben, erreichen Sie einen anderen Abverkauf, als wenn sie sie anderswo im Store platzieren.
Also wo die wichtigsten und besten Verkaufsflächen sind?
Ja, das stimmt. Sie können natürlich über die Abverkaufs-Daten noch weitere Informationen generieren. Eine zweite Möglichkeit ist natürlich, dass Absprachen zwischen Handel und Industrie festlegen, wo sich die Industrie beim Handel einbucht. Es werden also bestimmte Platzierungen vordefiniert und dann wird geprüft, ob sie am Ende auch entsprechend umgesetzt wurden.
Wie agil kann die Supply Chain gestaltet werden? Wenn ich Daten sofort sehe, kann ich sofort reagieren, wenn etwas nicht stimmt?
Das ist das Problem dem Handel und Industrie gegenüberstehen. Derzeit sind noch keine Echtzeit-Daten verfügbar. Wenn Sie morgen einen Alert von uns bekommen, dass die Palette nicht auf der Verkaufsfläche ist, dann können Sie sofort reagieren. Sie können sicherstellen, dass der Umsatz, so wie er generiert werden soll, auch generiert werden kann. Wenn die Palette im Lager steht, können Sie keinen Umsatz machen.
Der zweite Aspekt betrifft die Systematik. Bei Display-Promotions ist die Supply Chain in der Regel so aufgebaut, dass Sie eigentlich während der Promotion-Woche keine Chance haben, Ware nachzubestellen. Denn die Displays mit Werbeware werden normalerweise komplett an die Filialen ausgeliefert, so dass kein zusätzlicher Bestand im Zentrallager vorhanden ist.
Sind die Abverkäufe zu stark, droht eine Out-of-Stock-Situation. Lassen Sie mich dies so erklären: Wenn die Ware auf dem Display ausgeht, macht der Kunde den Schritt zum Regal. Doch auch die Menge im Regal ist begrenzt, was dazu führt, dass es schnell zu Out-of-Stock-Situationen kommt, die dann zu Umsatzverlusten führen.
Mit unserem System Promotion Tracking³ und den damit erzeugten Echtzeit-Daten verläuft dieses Szenario anders: Das Handelsunternehmen schickt nicht alle verfügbaren Displays in die Filialen, sondern behält einen Restbestand von etwa 20 % im Zentrallager vor. Über die Daten aus Promotion Tracking³ weiß das Handelsunternehmen, wie die Abverkäufe verlaufen. Ist das Display leer, kann man sofort reagieren und Nachschub in die Filialen bringen. Das war bisher nicht möglich.
Gibt es eine digitale, managbare Plattform, um gewohnte Daten an bestehende IT-Landschaften zu übergeben und zu analysieren? Sie sagten eben, es gibt eine Weboberfläche, wo sich alles timen lässt. Wie sieht es aus, wenn der Kunde aus Ihrer Anwendung heraus für sein CRM-System Daten herausziehen möchte?
Grundsätzlich werden wir die Daten natürlich so aufbereiten, dass sie den gängigen Standards entsprechen. Dies bedeutet, dass unsere Kunden die Daten mit Schnittstellenfunktionen auchentsprechend weiter nutzen können.
Unser vorrangiges Ziel ist aber, nicht nur Daten zur Verfügung zu stellen, sondern ausgewertete Informationen. Wir hören von vielen unserer Kunden, dass sie Daten im Überfluss haben, mit diesen aber nicht arbeiten können, da konkrete Informationen fehlen. Das ist ganz klar der Anspruch unserer Kunden.
Wie ich eben gesehen habe, gibt es auch eine Interaktion am POS. Wollen Sie dazu ein paar Worte sagen?
Das ist eine sehr spannende Geschichte, die sich eigentlich erst im weiteren Verlauf der Entwicklung ergeben hat. Im Rahmen der Vorstellung unserer Idee sind wir mit der Firma Payback in Kontakt gekommen. Es war sehr interessant, dass Payback hier für sich die Chance erkannt hat, mit seinen Coupons näher an den Kunden heranzutreten und so den direkten Schritt an den POS zu machen. Das wird durch Promotion Tracking³ gewährleistet. Unsere Palette ist direkt mit der Ware verbunden –Sie kommen also nie so nah an die Ware wie mit unserer Palette. Das war die Idee, die damals entwickelt wurde: den Beacon auch dafür zu nutzen, um eine Interaktion zwischen Payback und den Kunden zu generieren. Wie funktioniert das? Payback schickt heute elektronische Coupons an das Smartphone der Payback-Kunden. In der Woche vor der Aktionerhalten diese den Coupon direkt auf das Handy gesendet und gehen dann z. B. am Wochenende einkaufen. Wenn die Payback-App auf dem Smartphone dann Kontakt mit dem Beacon aufnimmt, überprüft das Payback-System nochmal, ob ein Coupon an den Kunden verschickt wurde. Hat dieser den Coupon erhalten, wird er sobald er sich der Ware nähert durch eine Push-Nachricht an die Promotion erinnert. Das funktioniert in einem Umkreis von 5 bis 8 Meter um das Display.
Die Ergebnisse, die wir damit erzielt haben, waren gigantisch.Die Interaktion ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Payback verzeichnete eine wesentlich höhere Einlöse-Quote von Coupons. Der Handel und die Industrie generierten insgesamt mehr Umsatz. Zuletzt können wir bei CHEP eine Palette schneller wiedervermieten, wenn diese zügig abverkauft ist.
Datenschutztechnisch ist ja eigentlich alles geregelt. Können Sie bei Ihren Kunden Umsatzsteigerungen durch die neue Technologie generieren?
Ja. Wir haben festgestellt, dass sich die Käuferquote insbesondere durch die Direktansprache der Kunden im Markt nahezu verdoppelt hat. Im Vergleich zur herkömmlichen Bewerbung der Promotion mit Coupons haben wir eine 88-prozentige Steigerung erzielt. Mit dieser enormen Steigerung hatte keiner gerechnet. Dies zeigt, wieviel Potenzial in dieser Lösung steckt.
Ein zweites Ergebnis der Interaktion ist, dass diejenigen Kunden, die Ware von der Promotion kauften, im Durchschnitt auch mehr Artikel erworben und damit mehr Geld ausgegeben haben. Auch hier wurde mit einer Steigerung um über 100 % der Umsatz mehr als verdoppelt. Wir haben mit unseren Partnern in der Gruppe diskutiert, woran diese enorme Steigerung liegen kann.
Vielleicht haben die Verbraucher auch Spaß an der funktionierenden Technik.
Unsere Theorie ist, dass je näher eine Information über eine Verkaufsaktion an den Kaufakt tritt und je kürzer die zeitliche und räumliche Distanz ist, desto besser wirkt die Promotion.
Wir wird sich Ihrer Meinung nach das Einkaufsverhalten im Kontext der Automatisierung in Zukunft für Kunden und Händler entwickeln? Sie sind ja jetzt schon in einem recht innovativen Bereich, wird es noch innovativer, gibt es noch Steigerungen in dem Kontext oder wartet man erst ab, bis sich überhaupt erstmal diese Technologie durchgesetzt hat?
Das Smartphone ist heute nicht mehr wegzudenken. Auf dem ECR-Tag, auf dem wir vor Kurzem den ECR Award gewonnen haben, hat jemand behauptet, die Deutschen haben mehr Smartphones als Zahnbürsten. Das ist die Welt, in der wir leben. Das Smartphone ist zu einem ganz normalen Alltagsinstrument geworden. Funktionen, wie zum Beispiel die Payback App, werden dafür sorgen, dass das Smartphone im Lebensmittel-Einzelhandel zum täglichen Begleiter wird. Wir sprechen ja auch über Themen wie freies WLAN für Kunden. Wenn diese Entwicklungen noch voranschreiten, wird sich das Einkaufsverhalten weiter verändern. Ein Stück weit sind dem Ganzen natürlich auch Grenzen gesetzt. Sie können Kunden am POS z. B. nicht 15 verschiedene Push-Notes zuschicken.
Aber man hat ja jetzt mit Payback auch die genauen Vorlieben, man weiß wo die Coupons eingelöst werden., deshalb ist es ja von da her – vom Produkt, den Kunden genau auf seine Schiene anzusprechen
Das A und O ist, dass diese Informationen für den Kunden relevant sind.
Herr Derda, was halten Sie von der Theorie. Wenn sich in Zukunft die Einkaufsprozesse automatisieren, gerade eben im Einzelhandel, d.h. unsere persönlichen, täglichen Einkäufe, sodass vielleicht irgendwann der Prozess vorkommt, ich geh mit meinem Smartphone los, und lasse einkaufen für mich, da gibt es ja schon diesen Dash-Button. Was meinen Sie, werden die Produkte des Einzelhandels damit verwässert, weil die Marke nicht mehr nach vorne tritt, da die „Technik“ für mich einkauft. Haben Sie da eine Meinung dazu oder?
Ich denke, dass sich dieses Zukunftsszenario eher nicht verwirklichen wird. Ich sehe den Trend, dass immer mehr Markenprodukte bei Discountern gelistet werden. Zum einen wird versucht, Kunden über die Marke in die Discounter zu holen. Zum anderen geschieht das durch neue Technologien. Bisher hatte der Handel die Hoheit am POS. Durch neue Technologien erhält die Industrie in Zukunft die Möglichkeit, wieder mehr in die Kommunikationshoheit am POS einzugreifen und dementsprechend ihre Marken zu positionieren. Vor diesem Hintergrund sehe ich durchaus einen der Verwässerung entgegengesetzten Trend, nämlich dass Marken wieder vermehrt in den Vordergrund rücken.
Sie haben den ECR Award gewonnen. Welche Erfahrungen haben Sie aus dem Referenzprojekt mit Ihren Partnern gewonnen und wie bringen Sie diese in zukünftige Projekt ein?
Unser eindeutiges Erfolgsrezept war, dass wir wirklich auf Augenhöhe agiert haben.  Alle Partner hatten ein gemeinsames  Ziel vor Augen: Promotion Tracking³ bis zur Marktreife zu bringen. Es sollte also nicht nur bei einem Projekt bleiben: wir waren alle überzeugt, dass Promotion Tracking³ auch in der Praxis erfolgreich umzusetzen ist. Wir haben eine gemeinsame Sprache gesprochen, und wussten auch relativ gut wo die Probleme sind und wie wir diese Probleme angreifen müssen.
 
Sehr geehrter Herr Derda, vielen Dank für das Interview!
 
Den exklusiven Beitrag zu dem geführten Interview finden Sie hier:
Weitere Informationen unter:
www.chep.com

  • Operationalisierung von Blockchain durch engere Integration mit Unternehmenssystemen erhöht deren Nutzen
  • Zugriff auf Blockchain-Apps, Transparenz der Blockchain-Apps und darauf basierende Aktionen
  • Echtzeitüberwachung und Analysen von Blockchain-Transaktionen und -Ereignissen
  • Framework erweitert Funktionalität von Blockchain-Anwendungen

Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) hat die Verfügbarkeit neuer Anwendungsmöglichkeiten ihrer Digital Business Platform angekündigt. Diese erlauben es Finanzdienstleistern, Blockchain enger zu integrieren, transparenter zu machen, auf private/öffentliche Blockchain-Anwendungen zu reagieren und Blockchain so zu operationalisieren.
Weltweit untersuchen Finanzdienstleister, wie sie von Blockchain profitieren können, meist geht es jedoch nur darum, den perfekten Anwendungsfall zu finden. Wenn die Entscheidung für die Blockchain-Anwendung gefallen ist, mit der die Geschäftsanforderungen abgedeckt werden können, muss diese aus ihrer geschützten Test- und Entwicklungsumgebung überführt und eng mit den Unternehmensanwendungen integriert werden.
Nigel Farmer, Industry Director for Capital Markets bei der Software AG, erläutert: „Jetzt fängt die Arbeit erst an. Die Nutzung von Blockchain-Anwendungen in der Praxis ist genauso schwierig, wie die Entwicklung der Blockchain-Anwendung selbst.“
Unternehmen, die sich für die Nutzung von Blockchain entschieden haben, wollen ihre vorhandene Technologie-Infrastruktur nicht mit zusätzlichem „Spaghetti-Code“ belasten. Sie wollen Blockchain schnell und unkompliziert einsetzen und sofort von den Vorteilen profitieren können, und zwar ohne komplexen, teuren und langwierigen Umbau der Architekturprogramme.
Damit Blockchain-Anwendungen mit vorhandenen Unternehmenssystemen zusammenarbeiten können, ist ein intelligenter Access-Layer erforderlich. Die Digital Business Platform der Software AG bietet:

  • Einen Blockchain-Access-Layer, der Blockchain nahtlos mit vorhandenerTechnologie integriert und Interoperabilität ermöglicht
  • Funktionen für die Datenkorrelation und -validierung sowie die Anwendung von Business-Kontext, der in Blockchain eingeht
  • Steuerungs- und Sicherheitsmechanismen für branchen- oder unternehmensweite Blockchains
  • Ereignisverarbeitung und Datenaggregation, die On- und Off-Chain-Aktivitäten transparent machen
  • Monitoring-, Ausnahmemanagement- und Alarmierungsfunktionen für Blockchain-Apps

Nigel Farmer weiter: „Viele Unternehmen, die Prototypen entwickeln, konzentrieren sich nur auf den Blockchain-Anwendungsfall. Sie haben noch keine Vorstellung, was es heißt, diese in die Produktion zu übernehmen. Die Digital Business Platform der Software AG bietet dafür nicht nur die erforderliche Infrastruktur, sie erlaubt auch die Operationalisierung dieser disruptiven Technologie ohne Beeinträchtigung der vorhandenen Geschäfts- und IT-Infrastruktur.“
Blockchain wird den Finanzsektor dramatisch verändern, und Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Infrastruktur diesen Wandel unterstützen kann. Dafür liefert die Digital Business Platform der Software AG die Grundlage.
 
Über Software AG
Die digitale Transformation verändert IT-Landschaften von Unternehmen: von unflexiblen Applikationssilos hin zu modernen softwarebasierten IT-Plattformen, die die notwendige Offenheit, Schnelligkeit und Agilität zulassen, um digitale Echtzeit-Unternehmen zu werden.
Die Software AG bietet die erste Digitale Business Plattform für durchgängige Prozesse auf Basis offener Standards mit den Kernkomponenten Integration, Prozessmanagement, In-Memory-Datentechnologie, flexible Anwendungsentwicklung, Echtzeit-Analyse und IT-Architektur-Management. Dank dieser modularen Plattform können Anwender ihre Applikationssysteme von morgen entwickeln, um heute ihre digitale Zukunft zu gestalten.
Seit über 45 Jahren steht die Software AG für Innovationen, die sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Das Unternehmen wird in zahlreichen Kategorien für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft. Die Software AG beschäftigt über 4.300 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 873 Millionen Euro.
Weitere Informationen: www.softwareag.com.
Dies ist eine PM er Software AG | Uhlandstraße 12 | 64297 Darmstadt | Germany
 
 
 

Kontakt:
Software AG
Bärbel Strothmann-Schmitt
Senior Manager, Public Relations
Uhlandstrasse 12
64297 Darmstadt
Deutschland
Tel: +49 6151 92-1502
Mobil: +49-176-1592-1649
Baerbel.Strothmann-Schmitt@softwareag.com
http://www.softwareag.com
oder:
Software AG
Byung-Hun Park
Senior Vice President Corporate Communications
Uhlandstrasse 12
64297 Darmstadt
Deutschland
Tel: +49 6151 92-2070
Mobil: +49 151 64 911 317
byung-hun.park@softwareag.com
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Big Data und Digitalisierung: Data Science-Experten diskutierten den Status Quo in Deutschland
Auf dem Branchentreffen der Münchner Data Science-Beratung Alexander Thamm GmbH diskutierten renommierte Persönlichkeiten aus dem Data Science-Umfeld über die Digitalisierung
München, 10. August 2016 – Auf ihrem jährlichen Branchen- und Partnertreffen stellte die Alexander Thamm GmbH, die erste echte Data Science-Beratung in Deutschland, gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Münchner IT- und Big Data-Szene sowie zahlreichen Entscheidern und Vorreitern aus dem Big Data und Data Science-Umfeld fest, dass sich Deutschland in Sachen Digitalisierung zwar auf dem richtigen Weg befinde, dass es aber noch immer an Grundlegendem fehle: dem Verständnis für den Nutzen von Big Data Analytics, an Fachpersonal im Bereich Data Science und infolgedessen am richtigen Umgang mit Daten.
Bei der Paneldiskussion am Abend diskutierten die Digitalisierungs-Experten Matthias Kröner, CEO der Fidor Bank, Reza Razavi, Chief Data Artist bei BMW, Torsten Schön, Vorstand Munich Datageeks e.V. sowie Andreas Lawrenz, Head of Digital Innovation bei MAN u.a. darüber, ob die Unternehmenskultur in Deutschland im Vergleich etwa zum Silicon-Valley einen Nachteil hinsichtlich der Digitalisierung darstellt und ob die USA bei der Digitalisierung wirklich die Nase vorn hat. Die Experten waren sich einig, dass die Digitalisierung in Deutschland zwar bereits stark voranschreite und die Geschäftsmodelle von Unternehmen grundlegend verändere, dass es sich aber um einen Prozess handle, der Zeit und innovative Lösungen brauche. Weiterhin hielten sie übereinstimmend fest, dass Big Data Analytics und die daraus generierten Erkenntnisgewinne und Mehrwerte in den nächsten Jahren ein fundamentaler Bestandteil eines jeden Unternehmens sein würden und enorme Chancen böten.
„Es geht nicht darum, den Menschen durch Maschinen zu ersetzen, sondern vielmehr darum, kognitive Prozesse abzubilden. Und dabei spielen Daten eine essentielle Rolle“, erklärte auch Alexander Thamm, Gründer und CEO der Data Science-Beratung. Die Panel-Teilnehmer waren sich ferner einig darüber, dass die Digitalisierung unabhängig vom Standort Herausforderung und Chance zugleich sei und dass sich Deutschland als Industriestandort mit großem Potenzial und zahlreichen Patentanmeldungen im internationalen Vergleich keinesfalls verstecken müsse. Es gelte nur, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, den hiesigen Innovationsgeist auch in puncto Vermarktung noch mutiger nach außen zu tragen und noch mehr Risikofreudigkeit und Veränderungsbereitschaft an den Tag zu legen. Außerdem sollte noch stärker in die Ausbildung von Fachkräften investiert werden, damit das Verständnis für Big Data und den Nutzen von Datenanalysen, und zwar über die IT hinaus, deutlich werde und anschließend im Business verankert werden könne. Hier könnten sich große Unternehmen auch etwas von der Agilität eines Start-ups abschauen.
Neben der Panel-Diskussion standen an diesem Abend die Technologiepartner der Alexander Thamm GmbH im Mittelpunkt. „Um mit Daten erfolgreich arbeiten zu können, benötigen wir ein umfassendes technologisches Gesamtpaket. Nur dank der innovativen Lösungen unserer Partner und des stetigen Austauschs mit ihnen können wir die Vielzahl unserer Data Science-Projekte überhaupt erfolgreich umsetzen“, so Alexander Thamm weiter.
In 20-minütigen Vorträgen stellten die Partner konkrete Anwendungsbeispiele und Lösungen aus den Bereichen Big Data Analytics und Data Science vor. Andreas Leichtle von Alteryx, dem Marktführer von Self-Service Data Analytics, behandelte das Thema „Self-Service Datenanalysen in der Praxis“ am Beispiel zielgruppenspezifischer Kundenansprache („Smart Targeting“): Wie können Unternehmen Daten nutzen, um ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote zu machen? Anhand eines Anwendungsbeispiels bildete er den gesamten Prozess von Datenbereinigung, Datenverknüpfung über geospatiale bis hin zur prädiktive Analyse ab und entwickelte eine Antwort auf diese Frage.
John Kafantaris von Cisco sprach anschließend über „The Next Must-Have Consumer Electronics Device“ und darüber, wie sich das Internet of Things und Connected Cars nutzen lassen, um die Kundenerfahrung (Customer Experience) zu verbessern, welche Potenziale vernetzte Automobile bieten und wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Er stellte in diesem Zusammenhang die firmeneigene IoT-Lösung Cisco Jasper vor und hielt fest, dass im Hinblick auf vernetzte Daten ein „Wandel von reinen Services hin zur Monetarisierung“ im Gange sei.
Matthias Pietzsch und Andreas Vogels von Qlik (NASDAQ: QLIK), einem führenden Anbieter im Bereich Visual Analytics, gingen in ihrem Vortrag „Datendialog statt Reporting dank moderner BI“ darauf ein, wie sich mit Analytics-Tools genau diejenigen Daten filtern und korrelieren lassen, die Einblicke in operative Abläufe erlauben, Erkenntnisse liefern und anschließend Maßnahmen ermöglichen. Am fiktiven Beispiel eines Baumaschinenherstellers demonstrierten sie, auf welche Weise sich Vertriebsprozesse verschlanken, die Conversion Rate steigern und etwa Cold Leads ausschließen lassen.
Zuletzt hielt Fabian Wilckens von MapR, Marktführer bei Apache Hadoop-Technologien für Big Data-Implementierungen, einen Vortrag über „High-Frequency Decisioning – Revolution durch datengetriebene Geschäftsmodelle“. Er warf dabei einen Blick zurück auf die Anfänge der Datenanalysen, stellte die Top-Anwendungsfälle für Big Data in der heutigen Zeit heraus und ging auf Faktoren ein, die bei der sogenannten Digitalen Transformation eine Rolle spielen.
Für erfolgreiche Data Analytics-Projekte wird zudem eine leistungsstarke Datenbank benötigt. Hier setzen die Data Scientists der Alexander Thamm GmbH auf EXASOL, eine In-Memory-Datenbank mit höchster Performance und Skalierbarkeit. Sie wurde speziell für Analysezwecke (In-Memory Analytics) entwickelt und hilft Unternehmen dabei, große Datenvolumen in Echtzeit zu analysieren sowie BI-Anwendungen und Reportings zu beschleunigen – und zwar von kommerziellen Datenanwendungen bis hin zu komplexen Analysen.
Über Alexander Thamm GmbH
Die Alexander Thamm GmbH ist die erste echte Data Science Beratung in Deutschland und seit der Firmengründung 2012 durch Alexander Thamm als erstes Unternehmen rein auf Analytics und Big Data spezialisiert. Mit seinem erprobten Standard für Data-Science-Projekte, dem Datenkompass, hilft das Unternehmen seinen Kunden, durch Analytics Wettbewerbsvorteile und Mehrwerte zu generieren. Zu den namhaften Kunden zählen u.a. BMW, VW, MAN, Munich Re, E.ON und Vodafone. Mit einem ausgereiften 12-monatigen Trainee-Programm leistet das Unternehmen zudem einen wichtigen Beitrag, um dem Mangel an Data Scientists zu begegnen. Das Ergebnis sind effiziente und eingespielte Teams, die dem Kunden eine schnellere Umsetzung und agiles Umgehen mit Veränderung ermöglichen. Mehr erfahren Sie im Internet unter http://www.alexanderthamm.com/ und bei Twitter: https://twitter.com/AT_Analytics.
 
Die ist eine Pressemitteilung der eloquenza pr gmbh
Pressekontakt
Svenja Op gen Oorth/Matthias Opfermann
eloquenza pr gmbh
Emil-Riedel-Str. 18
80538 München
Tel.: 089-242038-0
E-Mail: alexanderthamm@eloquenza.de
Bild Lizenz KamiPhuc

Wie digitale Technologien die Zukunft vieler Unternehmen bedrohen und was heute getan werden muss, um zu den Gewinnern des Wandels zu zählen
„Künftig überleben nur die Unternehmen, die ständig in Bewegung sind. Wer dagegen an alten Geschäftsmodellen festhält, stirbt schnell.“
Sebastian Thrun, deutscher Informatiker und Gründer des Forschungslabors Google X, im Spiegel 10/2015
“Digitale Transformation” ist das Reizwort der kommenden Jahre: Wer sich ihr nicht stellt, den wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Im 19. Jahrhundert waren es Dampfmaschinen, die die Welt veränderten. Heute ist die digitale Vernetzung dabei, ähnlich tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft auszulösen. Ganze Branchen müssen zusehen, wie ihr Geschäftsmodell beinah über Nacht obsolet wird, hinweggefegt von der disruptiven Kraft der digitalen Veränderung.
Tim Cole gilt als „Wanderprediger des deutschen Internets“ (Süddeutsche Zeitung). Sein Buch „Erfolgsfaktor Internet“, das 1999 bei Econ erschien, wurde zum Bestseller, weil es erstmals in einer für Manager verständlichen Sprache erklärte, warum das Internet für Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Zuletzt sind von ihm bei Hanser die Bücher „Unternehmen 2020 – Das Internet war erst der Anfang“ und „Digitale Aufklärung“ erschienen. Als Kommentator schätzt man seine klaren, neutralen Analysen und seine kritische Einschätzung technologi-scher Entwicklungen sowie ihre Folgen für Wirtschaft.
Das Buch richtet sich an Führungskräfte, Unternehmer und an Interessierte Laien.
Weitere Informationen zu dem Titel finden Sie unter www.vahlen.de/14946914.
Lizenz Aufmacherbild: Verlag Franz Vahlen GmbH
 
Eine ausführliche Rezension folgt in Kürze.

Eine Studie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder
Was Deutsche von Chinesen unterscheidet – und was sie verbindet: Das Technologieunternehmen Huawei stellt am 12. Mai in Berlin seine große Studie „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“ vor. Schwerpunkt in diesem Jahr: die Digitalisierung.
Für Chinesen ist Deutschland das zweitbeliebteste Land der Welt – knapp hinter Frankreich. Für Deutsche ist China einer der wichtigsten Handelspartner – zum Teil noch vor den USA. In Sachen Digitalisierung aber ticken die Menschen beider Nationen am unterschiedlichsten: 60 Prozent der Deutschen glauben, dass durch die fortschreitende Digitalisierung bestehende Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Gegensatz dazu sind 57 Prozent der Chinesen davon überzeugt, die Digitalisierung schaffe zusätzliche Arbeitsplätze. Grundsätzlich gilt: Während 53 Prozent der Deutschen digitale Innovationen eher als Gefahr wahrnehmen, sehen rund 66 Prozent aller Chinesen den Nutzen. Das ist ein Ergebnis der großen Länder-Studie des Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmens Huawei, die nach 2012 und 2014 nun zum dritten Mal vorgelegt wird. Erstmals wird in diesem Jahr der „Digitalisierung“ ein eigener Thementeil gewidmet.
Neben dem Fokusteil zur Digitalisierung untersucht die Studie die Wahrnehmungen in den Themenbereichen „Politik und Staat“, „Wirtschaft und Innovation“ sowie „Gesellschaft und Kultur“. Aber auch Spontanassoziationen werden abgefragt. So fallen Chinesen eine starke Wirtschaft (66 Prozent), Autos (34 Prozent) und Technologie (30 Prozent) ein, wenn sie an Deutschland denken. Immerhin zwölf Prozent denken an Bier, elf Prozent an Fußball. Doch auch Deutschen fällt die starke Wirtschaft als Erstes ein, wenn sie an China denken (34 Prozent). 16 Prozent denken an das Bevölkerungswachstum, 14 Prozent an Menschenrechtsverletzungen. Angela Merkel ist die viertbekannteste deutsche Persönlichkeit in China (19 Prozent). Damit liegt die Bundeskanzlerin noch hinter Marx (25 Prozent) und Goethe (20 Prozent). Den Deutschen fällt mehrheitlich nur Mao Zedong ein (54 Prozent), wenn sie an berühmte Chinesen denken. Grundsätzlich haben die Menschen beider Länder großes Interesse aneinander, z.B. daran, das andere Land zu bereisen. Mit 74 Prozent liegt Deutschland auf Platz zwei der beliebtesten Länder Chinas – knapp hinter Frankreich (75 Prozent). 45 Prozent der Chinesen könnten sich sogar vorstellen dauerhaft oder auf Zeit in Deutschland zu leben. „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen erneut, die gegenseitige Wahrnehmung ist immer noch nicht frei von Klischees. Dennoch ist das Interesse der Menschen in Deutschland und China aneinander gleichweg hoch. Die besten Voraussetzungen, um den interkulturellen Dialog zwischen beiden Ländern zu intensivieren und mehr Angebote für einen Austausch zu schaffen. Genau das soll die Huawei-Studie leisten“, so Torsten Küpper, Vice President von Huawei Deutschland.
Die Huawei-Studie wurde in Zusammenarbeit mit GIGA German Institute of Global and Area Studies, der Universität Duisburg-Essen und TNS Emnid durchgeführt. Insgesamt wurden bei der repräsentativen Befragung 2.600 Personen (jeweils 1.000 aus der Bevölkerung, je 200 Wirtschaftsentscheider und je 100 politische Entscheider beider Länder) interviewt. Die Wahrnehmungen wurden durch empirische Befunde und statistische Kennzahlen in einen wissenschaftlichen Gesamtkontext gestellt. Zudem wurde in einer Medienanalyse die Berichterstattung wichtiger Printmedien über das jeweils andere Land ausgewertet.
Chinesen geben persönliche Daten freigiebiger weiter
Wie denken Deutsche und Chinesen über den Schutz persönlicher Daten? Die Studie gibt auch hierzu Aufschluss. Unter der Bedingung, dass finanzielle Vorteile gewährt werden, wären 69 Prozent der befragten Chinesen bereit, persönliche Daten zum eigenen Fahrverhalten an ihre Autoversicherung weiterzugeben; rund 67 Prozent würden Gesundheitsdaten an ihre Krankenversicherung übermitteln. Deutsche hingegen sind bei diesem Thema sehr viel zurückhaltender. 60 Prozent würden es ablehnen, dass Daten über ihr Fahrverhalten von ihrer Autoversicherung eingesehen werden können. Persönliche Gesundheitsdaten gegen finanzielle Vorteile einzutauschen, lehnen 75 Prozent aller Befragten ab.
Überraschend ist das Ergebnis zum alltäglichen Umgang mit digitalen Produkten: Deutsche sind der Meinung, Kinder seien mit knapp 13 Jahren reif genug, um ein eigenes Smartphone zu besitzen. Nach Ansicht der Chinesen sollten Kinder indes erst ab einem Alter von 15 Jahren ein eigenes Smartphone erhalten (Mittelwert). Fast jeder zweite Chinese (47 Prozent) hält sogar ein Alter von 16 bis 18 für angemessen.
Chinas wirtschaftliche Stärke bereitet Deutschen weniger Sorge
In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Stärke Deutschlands an Positivbedeutung gewonnen. 61 Prozent der Chinesen schreiben dem deutschen Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle für die chinesische Konjunktur zu. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch 2014. Aus deutscher Sicht wird die wirtschaftliche Stärke Chinas nur noch von 34 Prozent der Wirtschaftsentscheider als Bedrohung wahrgenommen (2014: 51 Prozent). Insgesamt schätzt die Mehrheit der Deutschen – wie auch schon 2014 – dass die Handelsbeziehungen zu China ebenso wichtig bzw. wichtiger sind als die zu den USA (82 Prozent). Der Anteil derjenigen, die einen positiven Zusammenhang zwischen chinesischen Investitionen und Arbeitsplätzen in Deutschland sehen, ist sogar gestiegen. „Durch Beschäftigungs- und Standortgarantien haben chinesische Investoren bisher bei der Übernahme deutscher Unternehmen Arbeitsplätze gesichert“, so Dr. Margot Schüller, Senior Research Fellow am GIGA. „Die meisten chinesischen Muttergesellschaften investieren weiter in die Unternehmen. Technologieorientierte Unternehmen sind vor allem an der deutschen Forschungslandschaft und an Kooperationen mit deutschen Hightech-Unternehmen interessiert und haben hier eigene Tochterfirmen gegründet.“
Deutsche sehen Hightech-Kompetenz chinesischer Unternehmen
Zwar ist der Großteil der Deutschen der Meinung, China stünde in erster Linie für Massenproduktion (85 Prozent). Doch das Bild wird differenzierter. Rund 64 Prozent glauben an die internationale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Technologieprodukte, 83 Prozent sprechen chinesischen Unternehmen eine Kompetenz im Bereich Hightech zu. Auch nimmt die Bekanntheit chinesischer Marken konstant zu. Inzwischen kennt jeder dritte Deutsche Huawei. Weiterhin gehören Lenovo (36 Prozent), Alibaba (15 Prozent) und Yingli Solar (12 Prozent) zu den bekanntesten chinesischen Marken in Deutschland. Interessant: Mit zunehmender Markenbekanntheit wächst auch die Überzeugung, dass chinesische Unternehmen innovativ sind (40 Prozent bei Huawei, 2014 noch 28 Prozent). In China dominieren weiterhin die deutschen Automarken. BMW (89 Prozent), Mercedes (88 Prozent) und Volkwagen (87 Prozent) führen vor Siemens (82 Prozent), Adidas (76 Prozent) und Nivea (64 Prozent) die Rangliste der bekanntesten Marken an.
Alle Ergebnisse und Informationen zur Studie finden Sie auf http://www.huawei-studie.de
 
Bildquelle: flickr.com  See-ming Lee
Bild-Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Titelthema: Der digitale Wandel bietet große Chancen, unseren Wohlstand und die Lebensqualität zu steigern und Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Bundeskanzlerin Merkel hat mehr Tempo beim digitalen Umbau der Wirtschaft gefordert. „Die Zeit drängt“, mahnte sie bei ihrem diesjährigen traditionellen Rundgang auf der CeBIT. Nach der Digitalisierungswelle bei den Konzernen sollen nun auch kleine und mittlere Unternehmen neue Wege beschreiten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Doch was nun denn tun als Unternehmer?
In diesem Kontext stellt die TREND-REPORT-Redaktion in Form von Interviews und Fallbeispielen neue Geschäftsmodelle und Unternehmer vor. Wir zeigen auf wie Unternehmen die digitale Transformation gerade meistern oder schon gemeistert haben.  Ziel der Reportage ist es für die Digitalisierung zu sensibilisieren und Chancen aufzuzeigen.
TREND REPORT ist die neue Wirtschaftzeitung, die aktuelle und zukünftige Trends zum Thema macht. Wir suchen nach neuen Anzeichen, die Wendepunkte im Zeitgeist markieren und wir verstehen uns als Partner der Wirtschaft. TREND REPORT liegt als Fremdbeilage der Gesamtauflage des HANDELSBLATTES bei.
 

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