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Prof. Dr. Florian C. Kleemann beschreibt die umfassende Digitalisierung in den Einkaufsprozessen der Unternehmen. Doch noch wird der Einkauf 4.0 (zu) zurückhaltend umgesetzt.

Das Unternehmen QVC ist zusammen mit Trendforscher Prof. Peter Wippermann und zehn weiteren Experten der Frage nachgegangen, wie Deutschland in 2038 lebt. Fest steht: künstliche Intelligenz und Technologien wie der 3-D-Druck sowie VR und AR werden uns näher als jemals zuvor sein. Die TREND REPORT-Redaktion sprach mit Prof. Wippermann über die wichtigsten Ergebnisse der bereits zweiten großen Studie von QVC zu den großen Zukunftsfragen.

Mit rund 41.000 Besuchern, darunter 45 Prozent internationale Gäste, liegt die diesjährige DMEXCO über dem Vorjahresniveau. Ein sehr positives Signal kommt auch von den Ausstellern. Was die Quantität der Besucher und die Qualität der Kontakte an den Ständen betrifft, so die Zwischenergebnisse einer Ausstellerumfrage, ist die Zufriedenheit der Aussteller mit der DMEXCO signifikant gestiegen.

Das Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz eröffnen viele neue Perspektiven für kundenzentrierte Digitalisierungsstrategien.

Unternehmen müssen sich wandeln, denn nie war die Zeit besser geeignet, neue digitale Geschäftmodelle zu etablieren.
Die digitale Evolution nimmt weiter an Fahrt auf und die weltweiten Aus­gaben der Unternehmen für digitale Transformation werden 2018 rund 1,1 Billionen US-Dollar erreichen. Dies sind rund 17 Pro­zent mehr als noch im Vorjahr. Das förderte die aktuelle Studie der Marktanalysten von IDC zutage. Die meisten Investitionen werden laut der Studie getätigt für Anwendungen, Konnektivitätsdienste und Dienstleistungen der Informationstechnik. Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, aber es muss schnell gehen. Um diesen Wandel zum Vorteil aller zu gestalten, braucht es Kreativität. Jetzt geht es darum, frische Ideen zu entwickeln, auszuprobieren und umzusetzen. Doch wie werden Unternehmen kreativ?
Eine Schlüsselrolle dabei kommt sicherlich dem „Chief Digital Officer“ (CDO) zu, den unternehmerische Kreativität, ein Händchen für disruptive Technologien und ein gutes Gespür auszeichnen, um die richtigen Köpfe für die Umsetzung neuer Ideen zu finden. Der CDO treibt die digitale Transformation. Er ist zugleich Stratege, Umsetzer, Change-Manager und Impulsgeber. Allerdings: Einen allein gültigen Weg, kreativ die digitale Transformation zu bewältigen, gibt es nicht. Schon gar nicht, wenn auf einen Messias in Form des CDOs gewartet wird. Der stünde auf verlorenem Posten, wenn sich das Unternehmen nicht öffnen, Hierarchien einreißen, Entscheidungswege flexibilisieren, kurz: sich die Unternehmenskultur wandeln würde. Der CDO muss die bestehende Ordnung in Frage stellen, Mitarbeiter und Vorstand für seinen agilen Weg begeistern, er muss Revolutionär und Mediator sein. Netzwerke müssen an die Stelle strenger Hierarchien treten. Dann eröffnen sich neue Chancen für kreative Prozesse im Kontext von Open Innovation (OI), die schnell und agil in neue digitale Geschäftsmodelle münden können. Aber zunächst sollten die inkrementellen Innovationen in Angriff genommen werden.
Zum Beispiel werden sich unsere Arbeitsplätze verändern, das ist sicher. In den nächsten Jahren werden immer mehr neue Technologien und bisher unbekannte Arbeitsweisen in deutschen Unternehmen Einzug halten und unser gewohntes Arbeitsumfeld umkrempeln. Digitalisierung bedeutet, dass sich der Großteil des Unternehmensalltags virtuell abspielt.
In der Konsequenz sollte jeder Arbeitnehmer in seinem Unternehmen Zugang zu den wichtigsten Anwendungen haben – sei es „Customer Re­lationship Management“ (CRM), Bu­siness Intelligence (BI) oder Kom­munikation. Je nach Produkt oder Dienstleistung braucht eine Firma das für sie richtige Tool. Toplink-Geschäftsführer Jens Weller empfiehlt deshalb: „Suchen Sie also nach Lösungen, die sich nahtlos in Ihr Tagesgeschäft integrieren lassen. „Vor allem cloudbasierte Lösungen bieten zahlreiche Vorteile für Unternehmen“, erklärt Weller weiter. Durch die Entkopplung der Daten, Applikationen und Prozesse von physischen Infrastrukturen ergibt sich einerseits größere Flexibilität, wich­tig in einer Zeit, in der immer mehr Menschen von überall Zugriff auf Daten brauchen und gar nicht mehr in Büros arbeiten. Andererseits lässt sich das Daily Business mit cloudbasierten Lösungen aber auch individueller und effizienter nutzen. Auf diese Weise bieten Cloud-Lösungen neben mehr Agilität auch Einsparpotenziale.“

Mehr Informationen:

Wir haben weitere sehr interessante Artikel zum Thema unter anderem aus dem Technologieprogramm „Smart Service Welt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Sie zusammengestellt. Klicken Sie einfach hier: Digitaler Zehnkampf

Weitere Disziplinen, um die digitale Transformation in den Griff zu bekommen, sind in Form von Ko­operationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zu sehen. Der Technologietransfer kann in Form von gemeinsamen Projekten oder mit der Beteiligung an Start-ups beflügelt werden. Zusätzlich sollte eine Art Trendradar im Unternehmen etabliert werden, um neue Technologien zu bewerten und diese eventuell selbst zum Einsatz zu bringen.
Neben diesen wichtigen Weichenstellungen muss sich aber auch einiges in den Köpfen verändern. Einige Unternehmen in Deutschland sind bereits gut für die digitale Transformation und Industrie 4.0 aufgestellt, Sorgen muss sich vor allem der Mittelstand machen. Das größte Problem ist: Der Mittelstand investiert kontinuierlich zu wenig. In der Breite haben mittelständische Unternehmen heute immer noch große Schwierigkeiten, ihr Geschäftsmodell an die Umwälzungen anzupassen, die durch die digitale Transformation entstehen.

Tipps und Tricks

Wir empfehlen einen Dreischritt: Erstens sollten abteilungsübergreifende Think-Tanks gebildet werden, die Ideen für zukünftige Geschäftsmodelle entwickeln. Zweitens sollten Partner aus der IT-Branche gesucht werden, die über ausreichende Referenzen verfügen. Und drittens raten wir an, die Kosten für die IT-Landschaft mit Cloud-Technologien zu senken. Die so freigesetzten Ressourcen könnten wiederum in die Projekte der Think-Tanks fließen. Doch vielfach fehlt dem Mittelstand noch die Bereitschaft, Geschäftsmodelle schnell und grund­legend zu verändern: Unternehmen müssen mutiger sein!
Das Internet ist ein Turbolader für die deutsche Wirtschaft. Die Zeiten waren nie besser, digitale Geschäftsmodelle zu etablieren. Dies haben findige FinTech-Unternehmen zum Anlass genommen, um schnell neue Services rund um den Zahlungsverkehr zu generieren. Auch André M. Ba­jorat, einer der Vordenker der FinTech-Branche und des Digital Bankings, schreibt auf trendreport.de in seinem Gastbeitrag über die aktuell stattfindenden nachhaltigen Veränderungen im Banking und über die Chancen klassischer Banken. Christian Brüseke, General Manager von Avoka, beschreibt die Situation ganz unverblümt: „Die digitale Transformation im Finance-Sektor wird wie die Axt im Walde sein. Während Firmen, die anfassbare Produkte produzieren, noch etwas Zeit haben, hat die Finanzbranche keine.“

Finanzinstitute im Wandel

„Denn das Produkt der Banken ist seit Jahrzehnten bereits digital – Geld besteht letztlich aus Einsen und Nullen. Daher wird, was wir im Zeitungsmarkt gesehen haben, auch im Banking passieren.“ Brüseke fährt fort: „Dort haben E-Commerce-Firmen mit Auto und Immobilien in kürzester Zeit die lukrativsten Bereiche an sich gerissen. Im Banking werden bald neue Player Bereiche wie Kleinkredit, Aktienhandel, Payment & Co. dominieren.“ Dabei haben die Finanzinstitute als wichtiger Knotenpunkt zum Kunden alle Möglichkeiten, um ihr Geschäftsmodell zu transformieren. Banken sollten Ansprechpartner für alle finanziellen Aspekte des Lebens werden.
Und schon wieder entstehen neue Disziplinen in Form von Robotic Process Automation und KI. Die neuen Technologien bergen großes Einsparpotenzial, auch für den deutschen Mittelstand. Doch die Finanzbranche kommt nicht zur Ruhe, eine neue Disziplin muss jetzt gemeistert werden. Banken müssen jetzt dritten Zahlungsdiensteanbietern und anderen Banken Zugriff auf die Kontodaten ihrer Kunden gewähren. Mit der „Payment Service Directive 2“ (PSD2) wird die EU den Wettbewerb im europäischen Zahlungsverkehr fördern und ihn damit sicherer, bequemer und billiger machen. Dabei ändert sich nicht weniger als das gesamte Verhältnis zwischen Bank und Kunde.
von Bernhard Haselbauer

Der Handel ist global. 62 Prozent der im Rahmen der „Pitney Bowes Global Ecommerce Study 2017“ befragten Händler gaben an, ein länderübergreifendes E-Commerce-Geschäft zu führen und die Mehrheit derer, die noch nicht über ein länderübergreifendes Geschäft verfügte, plante, es in den nächsten zwölf Monaten einzuführen.
Damit hat sich auch der Wettbewerb um die Kaufentscheidung der Kunden verschärft. Um ihn zu gewinnen, spielt die richtige Sprache – und damit die korrekte Übersetzung – eine Schlüsselrolle. Denn sie ist wesentlich für eine positive Customer Experience.
Bevor sich Interessenten für einen Kauf entscheiden, wollen sie Informationen über das Produkt. Wie eine aktuelle Studie von SapientRazorfish und Salesforce darlegt, suchen 60 Prozent der Kunden vorab im Internet gezielt danach. Um ihre Erwartungen zu erfüllen und ihnen zu ermöglichen, die Informationen zu finden, genügt es – entgegen der Annahme vieler Verantwortlicher für Marketing, Content und Verkauf – nicht, vorhandenen Content nur ins Englische zu übersetzen. Denn Interessenten suchen in ihrer Landessprache.
Damit Suchmaschinen auf Anfragen relevante Treffer liefern können, müssen Onlineinhalte in der jeweiligen Sprache verfügbar sein. Dazu zählen Produktbeschreibungen und Multimediainhalte für Shop und Marktplätze genauso wie Unternehmenswebseiten, News, Ratgeberinhalte, E-Books, Kundenfeedbacks und Bewertungen.
Da Interessenten darüber hinaus auch auf anderen Wegen mit Unternehmen in Verbindung treten wollen, sollten zudem Newsletter, Kundenmagazine, Broschüren, Aftersales-Informationen & Co. in der bevorzugten Sprache des Kunden vorliegen. Je besser über alle Phasen der Customer Journey hinweg Verständlichkeit gewährleistet ist, desto einfacher können Menschen Vertrauen zum Unternehmen aufbauen, was wiederum ausschlaggebend für die Kaufentscheidung ist.
 

Auf die Lokalisierung kommt es an

Um Verständlichkeit zu erzielen, reicht jedoch auch das bloße Übertragen der Inhalte in die Landessprache der Zielgruppe nicht aus. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, die Informationen im Kontext der geltenden gesetzlichen Vorschriften und der jeweiligen Kultur korrekt darzustellen. „Lokalisierung“ heißt der Fachbegriff. Er beinhaltet zum Beispiel die Bedeutung sowie die Assoziationen, welche Produkt- und Markennamen in verschiedenen Ländern haben und wecken können.
So trägt das Waschmittel Persil in Frankreich die Bezeichnung „LeChat“, weil „Persil“ im Französischen Petersilie bedeutet. Dies gilt auch für Bilder und Symbole wie das Daumen-hoch-Symbol, das hierzulande für ein „Okay“ steht, während es in Australien als Beleidigung angesehen wird. Nur wenn die Bedeutung auch nach der Übersetzung noch der beabsichtigten Intention entspricht, kann der Interessent das Produkt als hochwertig wahrnehmen und das Unternehmen als vertrauensvoll einstufen.
Anderenfalls ist es möglich, dass unzureichende Übersetzungen negative Rückschlüsse auf das Produkt oder die Dienstleistung auslösen. Der Interessent verlässt die Webseite oder den Shop, ohne zu kaufen und bewertet das Unternehmen vielleicht negativ.
Damit Interessenten die Kommunikation als überzeugend empfinden, sind E-Commerce-Anbieter gefordert, einen einheitlichen Markenauftritt an allen Punkten der Customer Journey zu realisieren. Dies geschieht durch konsistente Verwendung von Produkt- und Servicebezeichnungen, Keywords sowie weiteren Begriffen – kurz: eine konsistente Terminologie.
Außerdem sollten die Texte qualitativ hochwertig sein, indem er korrekte und aktuelle Angaben enthält und fehlerfrei sowie verständlich geschrieben ist. Dafür sollten die Sätze unter anderem einfach aufgebaut, aktiv formuliert und nicht zu lang sein. Angesichts einer großen Menge an Inhalten, die in kürzester Zeit an den verschiedenen Touchpoints für diverse Personen verfügbar sein muss, stellt die Lokalisierung somit eine große Herausforderung dar.
 

Software als Helfer

Beim Meistern der Aufgaben leistet Software für Translation Management wertvolle Dienste. Sie verfügt im Idealfall über ein integriertes Terminologiesystem, in dem alle den gleichen Begriff betreffenden Einträge übersichtlich zusammengestellt sind. Der Autor hat damit alle infrage kommenden Terme im Blick, womit ihre einheitliche Verwendung gewährleistet ist. So kann ein „Turnschuh“ konsequent als solcher bezeichnet werden, und nicht einmal als „Laufschuh“, ein anderes Mal als „Sportschuh“ oder „Sneaker“.
Dabei empfiehlt es sich, die Terminologie auch mit bevorzugten Keywords abzugleichen, nach denen in den jeweiligen Zielländern bevorzugt gesucht wird. Verwirrungen werden vermieden, und der Übersetzungsaufwand verringert sich. Denn Begriffe mit derselben Bedeutung müssen nicht unnötig übersetzt werden.
Ein weiterer Bestandteil einer Translation Management Software ist das Translation Memory. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Quelltextsätze mit ihren Übersetzungen als Paare hinterlegt sind. Es dient Autoren als Grundlage für die Erstellung konsistenter Quelltexte und ermöglicht es, bereits übersetzte Textstellen wiederzuverwenden.
 

Mit Automatisierung Kundenerwartungen schneller erfüllen

Professionelle Lösungen für Übersetzungsmanagement stehen allen Projektbeteiligten – vom Autor über den Übersetzer bis zum Lektor – zentral, einfach nutzbar zur Verfügung. Darüber hinaus kann gute Translation Management Software über Schnittstellen mit Product-Information-Management-Systemen verknüpft werden, in denen Unternehmen häufig Produktbeschreibungen pflegen. Dadurch ist ein nahtloser Datenaustausch möglich und die Automatisierung von Übersetzungsprozessen kann Fahrt aufnehmen.
Die Vorteile: Einmal kreierter Content lässt sich schneller für unterschiedliche Formate bereitstellen. Dies spart nicht nur Aufwand und Kosten, sondern hilft E-Commerce-Anbietern auch, den Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden und die Customer Experience positiv zu beeinflussen. Kunden und Interessenten gewinnen Vertrauen und entscheiden sich eher, ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
 
Weiterführende Informationen zum Unternehmen:
Across Systems GmbH
 

Unser Autor

Gerd Janiszewski

Gerd Janiszewski ist Geschäftsführer der Across Systems GmbH. Er verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Übersetzungs- und IT-Branche. Unter anderem war er in leitender Position für Transline Gruppe GmbH tätig, einen der führenden europäischen Sprachdienstleister.
 
 
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Vierter Teil: Business Spend Management
 
Die IT-Branche liebt Akronyme. Nirgendwo sonst sind – insbesondere dreistellige – Abkürzungen so verbreitet wie in der Technologie: ERP, CRM, HCM, etc. Abkürzungen bleiben besser im Gedächtnis und erleichtern die Kommunikation im Arbeitsalltag. Für die Software selbst, ist die Geläufigkeit des Akronyms ein Erfolgsmesser. Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit einigen der bekanntesten Standardanwendungen und diskutiert die Evolution einer neuen Kategorie, dem Business Spend Management, kurz BMS.

Business Spend Management

Es gibt seit langem ERP-Module für P2P (Procure-to-Pay) und S2P (Source-to-Pay). Mit der E-Commerce-Innovation für B2B (Business-to-Business) Ende der 90er-Jahre kamen Unternehmen wie CommerceOne, VerticalNet und Ariba an den Markt. SAP nannte diesen Bereich SRM (Supplier Relationship Management), meinte damit aber nur eine Teilmenge des gesamten Business Spend Managements. Nach dem Abschwung von 2001 war Ariba der einzige Überlebende, der versuchte, seinen Raum als ORMS (Operational Resource Management System) zu definieren. 2012 wurde die Firma dann für 4,3 Milliarden US-Dollar an SAP verkauft.
SAP erkannte damals die Wichtigkeit einzelner BSM-Bereiche – auch mit der Übernahme des Ausgabenmanagement-Experten Concur in 2014. Um jedoch wirklich alle Bereiche zu bedienen, in denen Unternehmen Geld ausgeben, muss BSM noch mehr Gebiete umfassen: Beschaffung, Rechnungsstellung und Spesenmanagement, aber auch Ausgabenanalyse, Lieferantenmanagement, Vertragsmanagement und alle anderen Nebenprozesse, in denen Geld ausgegeben wird.
Diese Lösungen müssen Daten unternehmensübergreifend aggregieren, normalisieren und bereinigen können. Ziel ist, dem Kunden dabei zu helfen, die Art und Weise, wie ein Unternehmen Geld ausgibt, intelligenter zu gestalten. Es spielt keine Rolle, ob das Geld durch einen offiziellen Beschaffungsprozess ausgeben oder als Spesenabrechnung eingereicht wird. Denn BSM umfasst alle drei Kategorien: Beschaffung, Spesen und fakturierte Ausgaben.
Das klingt einfach, Unternehmen wissen aber oftmals nicht, wofür sie Geld ausgeben. Mit Ausgaben in drei Kategorien, denen Daten teilweise sogar falsch zugeordnet werden, wird es schwierig, die Daten zu normalisieren und aggregieren. „Diverses“ wird in vielen Organisationen zur eigenen großen Ausgabenkategorie. Noch bevor die Ausgaben optimiert werden können, müssen sie deshalb richtig verwaltet werden.

Datenbasiertes Ausgabenmanagement

Und hier kommt die Cloud ins Spiel: Der große Vorteil der Cloud ist, dass alle Daten zentral abliegen. Mithilfe von maschinellem Lernen lassen sich anonymisierte Daten wiederum schneller normalisieren. Mit der Masse an Daten, die sich ansammeln, lassen sich präskriptive Erkenntnisse erschließen. So können Lösungen für Business Spend Management beispielsweise Empfehlungen abgeben.
Ein Beispiel: „Sie sind dabei, einen Vertrag mit Lieferant A abzuschließen. Andere Nutzer hatte Schwierigkeiten mit der Leistung des Lieferanten. Vielleicht sollten Sie Lieferant B in Betracht ziehen.“ Oder: „Sie geben 30 Prozent mehr für diese Ware aus als andere Unternehmen in Ihrer Branche. Sie sollten den Vertrag neu verhandeln.“ Je mehr Daten gesammelt werden, umso besser werden die Empfehlungen der BSM-Lösung. In der Vergangenheit wäre diese Softwarefunktion nicht möglich gewesen, da die Informationen dazu in unterschiedlichen Systeme lagen.

Automatisierung & KI

Es ist eine spannende Zeit in der Geschichte der Technologie: Wir haben nicht nur riesige spezialisierte Datensätze, sondern auch die Rechenleistung und die Datenarchitektur, um diese effizient zu nutzen; sowie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um Muster zu erkennen und vorausschauende Erkenntnisse zu liefern, die Unternehmen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle nutzen können.
BSM bedeutet die Automatisierung der Beschaffung, die Verwaltung der Mitarbeiterausgaben, ein effizientes Rechnungsmanagement, Contract Lifecycle Management, Supplier Information Management, Inventory, Advanced Sourcing, Budgeting, Analytics. Wenn all diese Bereiche nahtlos zusammenspielen, ist ein echter Mehrwert und eine echte Optimierung des Ausgabenmanagements möglich.
 
Teil I: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil II: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil III: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
 
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Coupa

Unser Autor:

Robert Bernshteyn ist CEO von Coupa Software. Coupa wurde speziell für die Cloud entwickelt und ist die einzige Plattform für Business Spend Management, die Unternehmensabläufe genauso zusammenführt, wie die Mitarbeiter das Geld ausgeben. Unter dem Motto „Value as a Service“ unterstützt Coupa seine Kunden dabei, das Ausgaben-Management zu optimieren, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen und auf diese Weise die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Coupas Cloud-basierte Spend-Management-Plattform verbindet hunderte von Organisationen mit Millionen von Lieferanten weltweit. Mit der Lösung von Coupa gewinnen die Unternehmen eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Ausgaben des Unternehmens und deren Struktur.
 
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Dritter Teil: Human Capital Management
Die IT-Branche liebt Akronyme. Nirgendwo sonst sind – insbesondere dreistellige – Abkürzungen so verbreitet wie in der Technologie: ERP, CRM, HCM, etc. Abkürzungen bleiben besser im Gedächtnis und erleichtern die Kommunikation im Arbeitsalltag. Für die Software selbst, ist die Geläufigkeit des Akronyms ein Erfolgsmesser. Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit einigen der bekanntesten Standardanwendungen und diskutiert die Evolution einer neuen Kategorie, dem Business Spend Management, kurz BMS.
So wichtig wie die Informationstechnologie für die Entwicklung von CRM-Software (Eine kleine Geschichte der Standardsoftware Teil 2) war, so sollte sie das Gleiche auch für einen anderen Bereich bewirken: die Personalverwaltung. Die Idee, die Informationstechnologie auch auf Personalfunktionen anzuwenden, hatte ihre Wurzeln bereits in den 70er-Jahren.

Entstehungsgeschichte von HCM-Software

Damals beschränkten sich die Funktionen auf Basisaufgaben wie die Stundenerfassung oder die Verwaltung der Gehaltsabrechnung. Mit dem Aufkommen von ERP-Systemen (Eine kleine Geschichte der Standardsoftware Teil 1) wurden einige Funktionen für HR (Human Resources) als Zusatzmodule angeboten. Doch erst als Dave Duffield und Ken Morris 1987 PeopleSoft gründeten, entwickelte sich HCM (Human Capital Management) zu einer eigenständigen Kategorie.
PeopleSoft begann zwar mit einer reinen HR-Anwendung, fügte jedoch schließlich Module hinzu, die es der Software ermöglichten, als ERP-System zu fungieren. Damit trat das Unternehmen in Konkurrenz zu SAP, JD Edwards (mit dem es 2003 fusionierte) und Oracle, von dem es 2005 übernommen wurde.
Während dieser Zeit, in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren, löste die Cloud-Technologie eine weitere Innovationsrunde in dieser Kategorie aus. HR-Technologien wurden auch für kleinere Unternehmen ohne ERP-Systeme zugänglich gemacht und öffnete sich für Benutzer außerhalb des HR-Bereichs. So konnten Manager und Mitarbeiter viele Aufgaben selbst erledigen.

Cloud-Anwendungen

Die Cloud brachte auch eine Vielzahl an Startups für Speziallösungen für beispielsweise Recruiting, Bewerber-Tracking, Benefit-Administration oder Performance-Management hervor. Die großen ERP-Anbieter begannen, sich die besten Anbieter zu schnappen, um ihre eigenen Cloud-basierten End-to-End-Lösungen zu entwickeln.
SAP zum Beispiel kaufte im Jahr 2012 SuccessFactors und ist nun mit der Anwendung „Employee Central“ einer der wichtigsten Anbieter. Workday ist zu einem starken Konkurrenten geworden und hat mit dem Aufbau eines nativen und vollständigen End-to-End-Systems gute Arbeit geleistet.
 

Business Spend Management

Das Muster ist immer das gleiche: Software entsteht, um ein Problem zu lösen. Ist sie erst einmal erfolgreich auf dem Markt, wird sie erweitert und mit anderen Lösungen kombiniert, um angrenzende Prozesse zu bewältigen. Viele der Prozesse im Business Spend Management (BSM) wurden schon immer mithilfe der Informationstechnologie umgesetzt. Doch es gab nie einen konkreten Namen dafür, da BSM – ähnlich wie zuvor HCM und CRM – bisher eine Ansammlung einzelner ERP-Add-Ons war. Deshalb erkannte die Industrie lange Zeit BMS nicht als neue und eigene Kategorie.
 
Der vierte und letzte Teil von „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“ diskutiert die Evolution von Business Spend Management, kurz BMS, als neue Software-Kategorie.
 
 
Teil I: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
Teil II: „Eine kleine Geschichte der Standardsoftware“
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Coupa

Unser Autor:

Robert Bernshteyn ist CEO von Coupa Software. Coupa wurde speziell für die Cloud entwickelt und ist die einzige Plattform für Business Spend Management, die Unternehmensabläufe genauso zusammenführt, wie die Mitarbeiter das Geld ausgeben. Unter dem Motto „Value as a Service“ unterstützt Coupa seine Kunden dabei, das Ausgaben-Management zu optimieren, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen und auf diese Weise die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Coupas Cloud-basierte Spend-Management-Plattform verbindet hunderte von Organisationen mit Millionen von Lieferanten weltweit. Mit der Lösung von Coupa gewinnen die Unternehmen eine bessere Übersicht und Kontrolle über die Ausgaben des Unternehmens und deren Struktur.
 
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