Tiefere Datenanalyse und mehr Automatisierung sind gefragt. Gewinnen werden immer die Händler, die sich als erste an die veränderten Marktgegebenheiten anpassen.

QR-Codes, die Händler an ihren Schaufenstern und Fassaden anbringen, lassen sich als eine Möglichkeit betrachten, die Wettbewerbssituation der stationären Geschäfte zu stärken. Der Gedanke: QR-Codes erhöhen die Reichweite der Geschäfte.

Reportage: Material- und Informationsfluss müssen im Zeitalter der Digitalisierung neu ausgerichtet werden. Logistik und IT werden zum Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort Deutschland
 
Die Transport- und Logistikbranche nimmt eine Schlüsselposition in der digitalen Transformation ein, da sie an jedem Schritt, an dem Waren bewegt werden, beteiligt ist. Mit dem Einsatz neuer Technologien können Marktteilnehmer dieser Rolle gerecht werden. Doch die Anforderungen liegen hoch, denn die digitale Verschmelzung von IT- und Produktionsanlagen mit Logistikprozessen birgt gleichermaßen Chancen und Risiken.
In Form von Fallbeispielen, Gastbeiträgen und Inter-views zeigen Vorreiter der Branche, wie Logistikprozes-se in Zeiten von IIoT, E-Commerce und Globalisierung transparent und intelligent werden. Eine Smarte Supply Chain, die alle Beteiligten vernetzt und Schritt für Schritt in digitale Ökosysteme integriert.
Die TREND-REPORT-Redaktion erörtert die zunehmend wichtige Rolle der Logistik-Branche als Wegbereiter in eine Smart Service Welt.
 

Themen und Inhalte:

Logistik-IT und Industrie 4.0
Logistik ist das Nervensystem zukünftiger Wertschöpfungsnetze.
Tag der Logistik / BVL
Eine zukunftssichere und facettenreiche Branche öffnet Ihre Türen.
Intralogistik optimiert
Smarte Technologien, Automatisierung, KI und Roboter für Lagerlogistik 4.0.
Connected Supply Chain
Intelligente Steuerung flexibler Wertschöpfungsketten
E-Commerce und Handel
Mehr als nur Kontraktlogistik und Fulfillment.
E-Logistik-Lösungen
ERP-/PPS Systeme, SCM-Systeme, TMS-Systeme, WMS-Systeme, Barcode, RFID, Sensornetzwerke
Digitale Ökosysteme
Vernetzte Plattformen für die Logistik der Zukunft.
Big Data und Cloud
Enabler für agile Wertschöpfungsketten.
Urbane Logistik
Intelligente und nachhaltige Lösungen für die „Letzte Meile“
 
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Otto Neuer, Vice President Sales EMEA Central bei Talend erläutert vier Ansätze, wie Händler mit Big Data ihre Umsätze steigern
 
In den letzten Jahren sind Diskussionen über den Erfolg des Black Friday aufgekommen. Gründe dafür waren erste Angebote schon Tage vor dem Verkaufs-Freitag und schließlich die Erkenntnis, dass die Schnäppchen gar nicht so günstig sind, wie sie von den Unternehmen beworben werden.
Dazu hat sich das Einkaufsverhalten verändert: Mehr und mehr Kunden steigen auf Online-Shopping um. Dies ist für Konsumenten bequemer, der Preisvergleich fällt leichter und man erspart sich das Gedränge in den Shops. Für den Online-Handel und Betreiber von Ladengeschäften wird es daher immer wichtiger, auch über die heißen Tage von Black Friday bis Cyber Monday hinaus ihren Kunden ein personalisiertes Shopping-Erlebnis zu bieten.
Was dafür benötigt wird: aktuelle Analysen zu Kunden und Märkten, die auch für Mitarbeiter in den Fachabteilungen per Mausklick schnell und einfach abrufbar sind.
Damit die Cyberweek und das darauf folgende Weihnachtsgeschäft ein Erfolg werden, sollten Unternehmen vier Maßnahmen umsetzen. Damit schaffen sie die Grundlagen für eine optimierte Sales-Strategie, die dem Kunden ein individuelles Einkaufserlebnis ermöglichen.

Stimmige Kundendaten erhöhen die Abschlussrate

Wer über detaillierte Verkaufshistorien zu seinen Kunden verfügt, kann Angebote gezielter an Bestandskunden ausspielen. Voraussetzung dafür ist ein gepflegtes Kundenprofil und valide Daten aus der Einkaufshistorie, die Mitarbeiter in den Fachabteilungen per Echtzeit aufrufen können.
Woher kommen aber überhaupt die Bestandsdaten? Im einfachsten Fall aus vorangegangenen Käufen, die dazu verwendet werden, ein Kundenprofil zu erstellen. Aber auch aus den zahlreichen Recherchen, die Konsumenten vor einem Kauf auf der eigenen Homepage durchführen sowie aus Social Media- und Diskussionsplattformen.
Bevor die heiße Shopping-Phase beginnt, sollte auch die Datenqualität geprüft werden. Hierfür stellen Anbieter wie Talend geeignete Lösungen für das Data Quality Management bereit.
Wichtige Funktionen sind ein Profiling von Bestandsdaten sowie die Bereinigung und Maskierung von Daten für die Weiterverarbeitung. Weiterhin wird durch Deduplizierung, Validierung und Standardisierung eine saubere Datenbasis geschaffen, sodass die anschließenden Analysen fehlerfreier und damit schneller ablaufen.
Optional sollten Unternehmen externe Referenzdatenquellen integrieren, zum Beispiel für die Adressvalidierung, Unternehmensidentifizierung und Beurteilung der Kreditwürdigkeit bei Neukunden. Wer eine Plattform mit offenen APIs für die Datenintegration betreibt, kann diese Quellen sehr rasch integrieren – andernfalls werden umständliche Integrationsprojekte notwendig.
 

Dynamisches und personalisiertes Pricing

Die Preisfindung ist besonders kritisch für den Abverkauf rund um den Black Friday und Cyber Monday, da hier sehr viele Händler die Kunden mit Angeboten locken. In die Preisgestaltung müssen also dynamisch aktuelle Marktdaten einfließen, wie der Abverkauf der letzten Stunden, noch vorhandene Lagerbestände oder die Popularität eines Produkts basierend auf Sentiment-Analysen aus Social Media und Diskussionsforen.
Dazu kommen vergleichsweise statische Daten wie die Gewinnmarge und die Verkaufshistorie eines Kunden. Eine Datenintegrationsplattform übernimmt hierbei die Aufgabe, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen. So ausgestattet, können Mitarbeiter auch ohne Programmierkenntnisse und basierend auf aktuellen Daten eine wirtschaftlich attraktive Preiskalkulation vornehmen.
Big Data Analytics eignen sich aber auch, um die dynamische Preisgestaltung, wie sie aktuell beispielsweise bei Flugbuchungen stattfindet, weiter voranzutreiben. Heute ergeben sich die Preisdifferenzen bei Flügen vor allem aus der Auslastung. Künftig sollen auch persönliche Merkmale des Nutzers wie Standort, die IP-Adresse oder mehrfaches Anklicken bei der Preissetzung berücksichtigt werden können. Die Daten hierfür sind bereits vorhanden, die Unternehmen müssten sie nur sinnvoll analysieren und verwerten.
Doch Vorsicht: Bei Kunden kann das dynamische Pricing auf Unverständnis stoßen, da die Preisgestaltung nach außen manchmal wenig nachvollziehbar erscheint. Der Schweizer Einzelhändler Coop beispielsweise hatte in der Vergangenheit einen Test mit personalisierten Rabatten in seinem virtuellen Supermarkt Coop@home durchgeführt.
Konkret ermöglicht das System Folgendes: Wer ständig eine günstige Biersorte kauft, wird mit einem hohen Rabatt für ein teures Markenbier geködert. Der regelmäßige Käufer des Premiumbiers zahlt hingegen den vollen Preis.
Die Strategie ging nicht auf, da viele Kunden unterschiedliche Preise für dieselben Produkte als unfair empfanden.

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Realtime Analytics helfen dabei, Trading Patterns zu erkennen

Ein Online-Shop mit Realtime Analytics-Anwendung erlaubt besonders schnelle Reaktionen auf das Käuferverhalten. Erkennt das System ein Trading Pattern, bei dem der Kunde bald seinen Warenkorb löschen könnte, kann das System speziell zugeschnittene Rabatte ins Spiel bringen und so die Erfolgsrate erhöhen.
Besonders wirksam: Über einen eingeblendeten Timer erhält ein Kunde ein individuelles Angebot für nur 30 Minuten reserviert. Ein Countdown zeigt die verbleibende Zeit für das Angebot und soll so eine rasche Entscheidung herbeiführen. Gleichzeitig wird dem Nutzer gezeigt, dass man ihn und seine Präferenzen kennt und in der Lage ist, persönliche Angebote zu unterbreiten.
Ein Verkäufer in einem Ladengeschäft würde ähnlich handeln, um einen Kunden umzustimmen.
Ebenfalls sehr wirksam sind schnelle Lieferzeiten am gleichen Tag. So bieten in Großstädten erste Händler und große Elektronikmärkte bereits eine Lieferung innerhalb von Stunden an.
Alternativ dazu bietet sich für kleinere Händler die Zusammenarbeit mit spezialisierten Logistikdienstleistern an, um innerhalb von Metropolen eine rasche Auslieferung am gleichen Tag zu realisieren. Wer auch hier eine offene IT-Infrastruktur mit standardisierten APIs betreibt, hat es deutlich leichter, die E-Commerce-Plattform eines externen Dienstleisters zu integrieren.
 

Follow the sun-Strategie zur Sales-Optimierung

Ein Beispiel für Realtime-Analysen liefern große Handelsketten in den USA. Diese nutzen die drei Stunden Zeitdifferenz zwischen der Ost- und Westküste, um die später öffnenden Shops oder später aufstehenden Online-Kunden im Westen mit Angeboten zu überzeugen, die auf aktuellen Datenauswertungen von New York bis Miami resultieren.
Dies funktioniert in Europa zwar eher weniger, da die Zielgruppen in den Ländern meist zu unterschiedlich sind und es nicht diese großen Zeitzonen gibt. Eher noch könnten US-Anbieter auf Trends aus Großbritannien und Zentraleuropa zurückgreifen, um hier die Strategien für die Ostküste anzupassen.
Aber auch ohne tagesaktuelle Aktualisierung zeigt diese Entwicklung, in welche Richtung sich Handelsketten bewegen sollten: nämlich mit Echtzeitanalysen möglichst zeitnah auf Kundenwünsche zu reagieren und nicht erst, nachdem der Monatsabschluss aus allen Verkaufsfilialen vorliegt.
 

Fazit: Mit Big Data-Lösungen wird jeder Tag zum Black Friday

Das Online-Shopping hat den Black Friday erweitert: Viele Händler bieten rund um die Cyberweek und bis kurz vor Weihnachten immer wieder attraktive Schnäppchen für die Kunden.
Big Data-Analysen unterstützen den Vertrieb und das Marketing aber auch außerhalb vom saisonalen Abverkauf sehr wirkungsvoll. Voraussetzung ist eine IT-Infrastruktur, die die Integration von Daten aus verschiedenen Quellen unterstützt und auch den Anwendern in den Fachbereichen die Möglichkeit bietet, ohne Programmierkenntnisse neue Erkenntnisse aus aktuellen Daten zu beziehen. Das Ziel: individuelle und attraktive Angebote zu erstellen.
So werden aus Konsumenten glückliche Kunden mit hoher Markenbindung. Dies wusste schon Bo Derek, weiblicher Kinostar und Traum pubertierender männlicher Teenager in den 80er Jahren: “Whoever said money can’t buy happiness simply didn’t know where to go shopping.”
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Talend Germany GmbH
 

Unser Autor

Otto Neuer

Otto Neuer, Vice President Sales EMEA Central bei Talend


 
Otto Neuer bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in Sachen IT-Vertriebsleitung und leitendes Management mit und war bereits in sehr komplexen Feldern tätig. Zuletzt war er Geschäftsführer und Executive Vice President of EMEA Sales bei Protegrity, wo er erfolgreich an einer Vergrößerung des Kundenstamms und einer Erweiterung der Geschäftstätigkeit insbesondere in Europa mitwirkte. Vor seiner Tätigkeit bei Protegrity war Neuer Senior Vice President of Global Sales bei der Uniserv GmbH. Zudem bekleidete er führende Positionen bei Informatica und ITESOFT.
 
 
Pressekontakt:
Herr Kai-Uwe Wahl
kai-uwe.wahl@hkstrategies.com
Hill+Knowlton Strategies GmbH
 

Die Bedeutung von performanten Webapplikationen und Webseiten hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Der Spagat zwischen immer komplexeren Webseiten sowie ansteigenden Seitengrößen und der immer größer werdenden Zahl an (mobilen) Endgeräten, die unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse produzieren, ist eine Herausforderung für jedes Entwicklungsteam. Tools zur Messung, Analyse und Evaluation der Performance von Webapplikationen sollten daher in keinem Entwicklungsprozess fehlen.

Web Performance Monitoring

Zur Messung der Performance einer Webseite werden im Allgemeinen die Ladezeiten als Metrik verwendet. Hier gibt es mehrere Zeitpunkte, die vom Browser ausgelöst und damit gemessen werden können. Eine weit verbreitete Metrik, die bei Messungen der Ladezeiten genutzt wird, ist die sogenannte Document-Complete-Metrik (die Bezeichnung domComplete wird mitunter synonym verwendet). Unter Document Complete versteht man den Zeitpunkt, an dem der Browser die Seite als geladen einordnet. Dies geschieht im Allgemeinen nachdem alle Bilder sowie weitere statische Ressourcen wie Stylesheets und Javascript-Dateien der Seite geladen wurden. Auch in den hier vorgestellten Ladezeiten wurde die Document-Complete-Metrik als Referenz genutzt.
Eine einfache und sehr gute Möglichkeit die Ladezeiten zu messen, bieten die Entwicklertools der verschiedenen Browser (vgl. Abbildung 1). Diese im Browser integrierten Werkzeuge eignen sich hervorragend für die genaue Untersuchung einer Seite und unterstützen den Entwickler bei der Problemlösung. Ein echtes Performance-Monitoring lässt sich über den lokalen Einsatz derartiger Werkzeuge allerdings nicht realisieren. Zum einen lassen sich Veränderungen über die Zeit – wie z. B. sich langsam einschleichende Performance-Probleme – ohne kontinuierliche Messungen nicht nachweisen. Zum anderen sind reproduzierbare Ergebnisse unter immer denselben Bedingungen eine wichtige Anforderung an ein sinnvolles Monitoring. Ad-hoc-Messungen auf lokalen Entwickler-Rechnern können diesen Anforderungen nicht standhalten.

Abbildung 1: Google Developer Tools


Einen ersten Schritt hin zu einem automatischen Performance-Monitoring von Webseiten bietet die Open-Source-Webapplikation WebPagetest(1). Diese nutzt viele der von den Entwicklertools bereitgestellten Messwerkzeuge. Eine erste einfache Messung wird durch Eingabe der Webadresse sowie der gewünschten Internetanbindung und des Browsers gestartet. Als Ergebnis erhält man eine detaillierte Übersicht des Ladevorgangs der Seite. Um eine kontinuierliche Überwachung der gewünschten Seiten zu realisieren, kann man die Programmierschnittstelle von WebPagetest nutzen. Da es sich auch unter Nutzung dieser Schnittstelle weiterhin um Einzelmessungen handelt, können die Detailansichten wiederum nur zur Problembehandlung verwendet werden. Es fehlt der Überblick über die gesamten Messungen.
Der OpenSpeedMonitor(2) schließt genau diese Lücke. Mit dem OpenSpeedMonitor wurde und wird ein Open Source Tool entwickelt, das auf WebPagetest aufbaut. Es ermöglicht auf einfache Art und Weise, Messungen regelmäßig durchzuführen und stellt die Messergebnisse zum Beispiel als Zeitreihen dar. Dadurch sind Auffälligkeiten in den Ladezeiten einfach zu erkennen und durch die Integration von WebPagetest lassen sich diese jederzeit auch sehr detailliert untersuchen.
Wir haben im Januar 2017 mithilfe des OpenSpeedMonitors die Performance von einigen der größten deutschen eCommerce-Seiten gemessen. Anhand der Ergebnisse dieser Messungen soll hier eine beispielhafte Analyse der Wettbewerber erfolgen und so Strategien und Möglichkeiten für eine individuelle Markteinschätzung aufgezeigt werden.

Ladezeiten der Homepage

Will man die Performance einer Webseite messen, stellt sich nicht nur die Frage, wie man diese misst, sondern auch welche Seite hierfür überhaupt als Grundlage dienen soll. Auf eCommerce-Webseiten unterscheidet man beispielsweise Seitentypen wie die Startseite, Produktlistenseiten oder auch Artikeldetailseiten. Oftmals wird die Startseite als Referenz für die Performance einer Webseite herangezogen. Ausgehend von den im Januar 2017 erhobenen Daten zeigt Abbildung 2 die durchschnittlichen Ladezeiten der gemessenen Startseiten.

Abbildung 2: Durchschnittliche Ladezeiten der Startseiten (in Millisekunden).


Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum zwischen durchschnittlich zwei und zehn Sekunden Ladezeit bis die jeweiligen Startseiten der verglichenen Anbieter geladen waren. Dabei bewegen sich mit Otto, Applestore und Bonprix nur drei Wettbewerber im Bereich von akzeptablen Ladezeiten.
 

Kundenzufriedenheit als Messgröße

Aber was sagen die Ladezeiten nun über die Performance der jeweiligen Homepage aus? Ist der User mit der Ladezeit zufrieden? Denn genau das ist ja das Ziel jeder kundenorientierten Webseite. Aus diesem Grund wurde eine neue Metrik als maßgebendes Performance-Kriterium entwickelt und bei unseren Kunden etabliert: Die Kundenzufriedenheit. Zur Ermittlung dieser Metrik wird die Ladezeit einer Seite auf den prozentualen Anteil der Kunden abgebildet, der mit dieser Ladezeit noch zufrieden wäre. Abbildung 3 zeigt die Standard-Mappings, die im Folgenden benutzt wurden, um die Kundenzufriedenheit für die einzelnen Seiten zu bestimmen.

Abbildung 3: Standard-Mappings zur Abbildung der Ladezeit auf eine Kundenzufriedenheit


 
Der Verlauf der Graphen resultiert aus den Erfahrungen, die wir im Rahmen zahlreicher durchgeführter Performance-Untersuchungen gesammelt haben. Zudem flossen die Ergebnisse aus dem Buch High Performance Browser Networking von Ilya Grigorik(4), die in Tabelle 1 zusammengefasst sind, in die dargestellten Mappings mit ein.


Reaktion der Webseite auf User-Interaktion Wahrnehmung des Anwenders
< 100 ms Augenblicklich
100 – 300 ms Wahrnehmbare Verzögerung
300 – 1000 ms Die Anwendung arbeitet
1000 – 10000 ms Mentaler Kontext-Wechsel wahrscheinlich
> 10000 ms Die Anwendung reagiert nicht mehr

Tabelle 1: Wahrnehmung von Ladezeiten für Nutzer (Quelle: High Performance Browser Networking. Ilya Grigorik, 2013).


 
Es ist deutlich zu erkennen, dass der Zusammenhang zwischen Ladezeit und Kundenzufriedenheit nicht linear ist. Wie ist die dargestellte Kundenzufriedenheit also zu betrachten? In der ersten Sekunde bleibt diese auf einem hohen Niveau, fällt in den nächsten vier Sekunden jedoch enorm ab. Daraus leiten sich zwei Zeitpunkte ab, die als Referenz eingesetzt werden (so auch in Abbildung 2): die Ziel-Ladezeit sollte bei einer Sekunde liegen um die Kundenzufriedenheit auf über 90% zu halten. Bei einer Ladezeit von ungefähr drei Sekunden haben 50% der Besucher einen mentalen Kontext-Wechsel vollzogen und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Seite verlassen.
Aufgrund der oben erwähnten verschiedenen Seitentypen einer Anwendung, existieren verschiedene Mappings. So zeigt sich, dass Nutzer geduldiger mit längeren Ladezeiten sind, wenn die geladene Seite Daten zu verarbeiten hat, wie zum Beispiel einen Bestellvorgang. Um dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen, können je Seitentyp unterschiedliche Mappings für die Umrechnung genutzt werden (siehe Abbildung 3). Bei Bedarf können speziell auf die zu messende Webapplikation zugeschnittene Mappings ergänzt und genutzt werden.
Betrachtet man nun die auf die Kundenzufriedenheit umgerechneten Ladezeiten, so ergibt sich, wie in Abbildung 4 dargestellt, eine deutlich aussagekräftigere und vergleichbarere Ansicht bezüglich der Performance der Homepages als die vorige Abbildung der reinen Ladezeiten.

Abbildung 4: Durchschnittliche Kundenzufriedenheit der jeweiligen Homepage als Einstiegsseite.

Die Customer Journey ist repräsentativer als eine einzelne Seite

Der Besuch eines Users auf einer eCommerce-Webseite endet im Allgemeinen nicht auf der Einstiegsseite. Vielmehr schaut sich ein Kunde z. B. die Produktliste einer bestimmten Kategorie an oder sucht nach einem Artikel und landet im Idealfall zum Schluss im Warenkorb. Entsprechend ergibt es nur bedingt Sinn, die Performance einer gesamten Webseite anhand der Einstiegsseite zu evaluieren.
Deswegen sollten sogenannte Customer Journeys gemessen werden, um die Performance der gesamten Webseite zu beurteilen. Customer Journeys simulieren einen als typisch angesehenen Besuchsverlauf eines Kunden. In Abbildung 6 ist am Beispiel von Zalando eine solche Customer Journey zu sehen. Eine Kundin möchte sich beispielsweise eine Jacke kaufen. Nach dem sie auf der Homepage gelandet ist, klickt sie auf Oberbekleidung und anschließend auf Jacken. Sie schaut sich die Artikel an und sucht dann nach „leichte Sommerjacke“. Ihr gefällt eine Jacke und sie schaut sich die Artikeldetailseite dieser Jacke an, entscheidet sich dafür, diese zu kaufen und geht in den Warenkorb um die Bestellung abzuschließen.

Abbildung 6: Vergleich von Ladezeiten (in Millisekunden) innerhalb einer Customer Journey und als Einstiegsseite (Zalando).


 
Die Artikeldetailseite ist in diesem vereinfachten Szenario die fünfte Seite, die im Laufe der Customer Journey besucht wurde. Der Browser speichert bei jeder der zuvor aufgerufenen Seiten viele Informationen und auch Inhalte in seinem Speicher. Bei den nachfolgenden Seiten müssen diese Informationen dann nicht neu vom Server geladen werden, sondern können direkt aus diesem Zwischenspeicher abgerufen werden und ermöglichen so ein viel schnelleres Laden der Seite. Die Auswirkung dieses Effekts auf die Ladezeit der Seiten ist in Abbildung 6 deutlich zu erkennen.
Zudem sollte bei der Erstellung der Customer Journey berücksichtigt werden, welche Seitentypen der jeweiligen Anwendung vom Kunden als Einstieg aufgerufen werden. Dieser Einstieg in die Applikation erfolgt keinesfalls ausschließlich über die Homepage. So können gerade in eCommerce-Anwendungen nennenswerte Anteile der Kunden von Suchmaschinen-Treffern aus über Produktlisten oder Artikeldetailseiten den Einstieg in die Applikation finden. Warum also die Homepage als einzige Einstiegsseite ansehen und nicht die Artikeldetailseite? Idealerweise stehen Business-Kennzahlen zur Verfügung, aus denen sich das Verhältnis der relevanten Einstiegs-Seitentypen ableiten lässt.
 

Customer Satisfaction Index der Customer Journey

Um eine Vergleichbarkeit der Customer Journeys zwischen den Wettbewerbern zu ermöglichen, müssen die Daten aller Messungen aggregiert werden (unterschiedliche Customer Journeys, Browser, Internet-Anbindungen, Devices). Aus diesem Grund wurde der sogenannte Customer Satisfaction Index (CSI) entwickelt. Der CSI lässt sich im OpenSpeedMonitor auf der Basis der oben beschriebenen Kundenzufriedenheiten ermitteln. Dazu bietet der OpenSpeedMonitor die Möglichkeit, drei Gewichtungen vorzugeben: die Gewichtung verschiedener Seitentypen, die Gewichtung der Internetanbindung bzw. des Endgeräts und die Gewichtung der Tageszeit. Schließlich sind für den Kundenstamm einer Anwendung nicht alle Seitentypen oder Browser gleich wichtig. Damit ist es möglich, die ermittelten Kundenzufriedenheiten aus der Customer Journey mit einer zuvor gewählten Gewichtung zu einem Key Performance Indicator (KPI) zusammenzufassen: dem CSI.
Für die Wettbewerber-Messungen dieser Untersuchung wurde mit einer konstanten DSL 6.000 Internetanbindung im Browser Chrome gemessen. Die Seiten- und Tageszeitengewichtung wurden entsprechend unserer in zahlreichen Performance-Untersuchungen gesammelten Erfahrungen erstellt. So liegt hier der Schwerpunkt bei Seitentypen wie der Homepage und der Kategorienseite. Außerdem sind die Abendstunden für eCommerce-Unternehmen wichtiger als frühe Morgenstunden. Daraus ergeben sich die in Abbildung 7 dargestellten CSI-Werte für die verschiedenen Wettbewerber.
 

Abbildung 7: CSI-Werte der verschiedenen Wettbewerber

Fazit

Verglichen mit den in Abbildung 4 dargestellten Kundenzufriedenheiten der Homepage der Wettbewerber, sind diese näher zusammengerückt. Zudem ist eine Änderung der Rangfolge festzustellen. OTTO landet in der Gesamtübersicht nun vor Bonprix und dem Applestore auf Platz 1, am schlechtesten schneiden Tchibo, Amazon und Zalando ab. Die Verschiebung in der Rangfolge im Vergleich zur Betrachtung der Homepages lässt sich durch die beschriebenen Gewichtungsfaktoren bei der Ermittlung des CSI erklären.
Die aggregierten CSI-Werte geben einen schnellen Überblick über die aktuelle Gesamt-Performance einer Webseite. Mit einem kontinuierlichen Monitoring der CSI-Werte gewinnt man zusätzlich die Sicherheit, Veränderungen in der Performance einfach und schnell zu erkennen. Aufgrund der Vielfalt an Einflussfaktoren ist es jedoch unerlässlich, das CSI-Monitoring mit Detail-Analysen zu begleiten. Der OpenSpeedMonitor bietet die dazu erforderlichen Tools und Lösungen.
Die Ergebnisse der hier präsentierten Messungen sind auf der Demo-Seite (3) des OpenSpeedMonitors einzusehen. Außerdem sind dort weitere detailliertere Informationen zu den einzelnen Messungen zu finden und auch Messungen mit mobilen Geräten sind dort aufgesetzt. Gerade mobile Messungen werden in Zukunft immer wichtiger werden, denn die Anforderung von Kunden, auch unterwegs direkt auf Smartphones und Tablets zu surfen und Bestellungen aufzugeben nimmt stetig zu.
 
Autor:

Johannes Weiß
Email:
Johannes.Weiss@iteratec.de

 
Links

  1. https://www.webpagetest.org
  2. http://www.openspeedmonitor.org
  3. http://demo.openspeedmonitor.org/csiDashboard/showAll?dashboardID=1
  4. https://hpbn.co

 
Aufmacherbild/ Quelle / Lizenz
Pixabay / CC0 Creative Commons

Gesteigerte Conversionrate und Kundenzufriedenheit dank intelligenter Adressverifizierungs-Technologien im E-Commerce.
Gastbeitrag von Steffen Preuschoff von Addressy (PCA Predict)
 
Wenn Daten das neue Öl sind, dann sollten sie auch raffiniert werden, damit daraus Sprit für die Wirtschaft wird. Ebenso wenig wie Autos mit Rohöl fahren, können E-Commerce Unternehmen mit fehlerhaften Daten arbeiten. Zuverlässige Datensätze machen aus einem Berg von Daten echtes BigData, mit dem die Arbeitsweise verbessert wird. Im E-Commerce gibt es zwei hauptsächliche Datengruppen. Die Daten, die für das Targeting und das Marketing entscheidend sind und die Kundendaten, die später im Prozess der Schlüssel zu einem zufriedenen Kunden sind.
In beiden Fällen ist BigData heute schon relevant. Während das Marketing die Kunden in den Shop zieht, ist es mittels beschleunigter Checkout Prozesse und einer erleichterten Eingabe der Kundendaten möglich, die Conversionrate und Zufriedenheit zu steigern.
 

Viele Daten sind nicht gleich gute Daten

Daten sind heutzutage ein wichtiger Rohstoff, der, wie bereits erwähnt, gerne mit Öl verglichen wird. Der Unterschied ist jedoch, dass die Datenmenge zunimmt und keiner Knappheit unterliegt. Ein jeder Onlineshop, ob klein oder groß, sammelt mittlerweile die Daten seiner Kunden. Dabei bleibt die Überprüfung und automatische Korrektur der eingegebenen Daten häufig auf der Strecke und das, obwohl das Validieren der Daten heutzutage durch den Einsatz von Software schon einfach möglich ist. Nimmt man beispielsweise Adressdaten, dann hat jeder Onlineshop zu jedem Kunden schon ein Datenpaket. Der Shopbetreiber kann sich aber nie zu 100 Prozent sicher sein, dass sein Kunde die Daten fehlerfrei hinterlassen hat. Große Datenmengen alleine mögen zwar ein imposantes Bild abgeben, ohne Überprüfung und Korrektur sind sie in den meisten Fällen jedoch wertlos. Auf die korrekte Eingabe aller Daten im Internet zu hoffen, ist gelinde gesagt utopisch.
Die Validierung ändert nichts an der Datenmenge. Was vorher BigData war, ist auch später noch BigData. Der entscheidende Unterschied ist dabei die Qualität der Daten.
 

Valide Daten

Korrekte und vor allem valide Daten sind kein Hexenwerk und schon heute ohne weiteres machbar. Dabei steht nicht nur die Nutzerfreundlichkeit des Checkout Prozesses und die Vermeidung von Retouren im Fokus, sondern auch die Beschleunigung des Registrierungsprozesses für Neukunden.
Sobald ein Kunde einmal bei einem Onlineshop registriert ist und seine Daten hinterlegt hat, kommt er gerne zu diesem Shop zurück, wenn er ein ähnliches Produkt sucht und mit dem Service des Shops zufrieden war. Aber wir alle kennen den Moment der Registrierung: viele einzelne Felder, lange Adresszeilen und allerhand Angaben zur Postleitzahl, dem Ort, der Straße usw.. Damit dieser Prozess kein Hindernis mehr darstellt, sollte er beschleunigt werden.
Alleine durch eine intelligente Adressvalidierung, die bei nur wenigen eingegebenen Zeichen direkt vollständige Adressen vorschlägt, wird der Eingabeprozess deutlich beschleunigt. Am besten ist das Resultat, wenn wir die Adresseingabe überdenken und mit der Hausnummer beginnen. Auf diese Weise können schon extrem viele Straßen und somit Orte ausgeschlossen werden und schneller  passende Vorschläge zur Vervollständigung der Adresse geliefert werden.
Nur weil wir im tagtäglichen Sprachgebrauch den Straßennamen vor der Hausnummer erwähnen, heißt das nicht, dass diese Variante für die Datenverarbeitung ebenso ideal wäre.
 

Mehr Komfort bedeutet Wertschätzung des Kunden

Doch nicht nur die Beschleunigung des Checkout Prozesses ist wünschenswert. Der Komfort, den eine ordentliche Datenvalidierung und Vervollständigung bietet, ist ein Stück Servicequalität, wozu es im Onlineshopping nur wenige Möglichkeiten gibt. Der Kunde fühlt sich dabei, als müsste er die Adresse nur dem Servicepersonal sagen, anstelle ein langes Formular von Hand auszufüllen.
Zudem kann der Kunde den vorgeschlagenen Eingaben vertrauen, da die Adressen in der Kombination von Hausnummer, Straße und Postleitzahl einzigartig sind und keine fehlerhaften Einträge vorgeschlagen werden. Daher muss der Kunde auch nicht noch einmal die gesamte Eingabe, Buchstabe für Buchstabe und Zahl für Zahl, kontrollieren. Das ist vor allem bei besonders komplizierten und langen Adressen eine große Erleichterung. Jeder Shopbetreiber, ob on- oder offline, wünscht sich glückliche Kunden. Da im Onlineshopping die interaktiven Kontaktpunkte mit den Kunden rar gesät sind, sollte jede Möglichkeit zur Steigerung der Servicequalität genutzt werden.
Nicht zuletzt sind die Kunden aber besonders glücklich, wenn das Paket schnell ohne langwierige Nachbereitung durch den Paketzusteller an der richtigen Adresse ankommt. Wenn das Paket durch eine falsche Adresse wieder zurück zum Händler wandert, ist der Kunde frustriert. Es spielt dann auch keine Rolle, ob der Kunde selbst einen Fehler bei seiner Adresseingabe gemacht hat oder nicht. Neben dem erzeugten Frust des Kunden entstehen in diesem Fall auch noch konkrete Kosten durch die erneute Zustellung.
Hier trifft es alle Onlineshops gleichermaßen. Ist der Shop nur ein kleiner Nebenerwerb, dann ist die Gewinnmarge schnell dahin. Ist der Betreiber ein bekannter Player im E-Commerce Geschäft, steigen auch die Kosten der falschen Kundendaten rasant. Egal wie herum man das Problem betrachtet, fehlerhafte Daten führen besonders im Versandgeschäft zu prozentualen Einbußen. Im hart umkämpften Markt des Onlineshoppings können diese Verluste entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sein.
 

Brauchbare Daten verbessern die Arbeitsabläufe

In vielen Unternehmen sind falsche Kundendaten leider noch immer an der Tagesordnung und bedürfen einer aufwendigen Korrektur von Hand durch einen Mitarbeiter. Dieser Prozess ist für Mitarbeiter und Kunden belastend und führt zu einem Mehr an Arbeit und Frust beim Kundenservice. Die automatische Validierung der Kundendaten während der Eingabe  ist daher für die Mitarbeiter ebenso wünschenswert, wie für den Kunden.
Auch die Logistikabteilung profitiert davon massiv. Nur in seltenen Fällen muss ein und das selbe Paket zweimal in die Hand genommen werden, was zu einer Beschleunigung aller Prozesse führt. Dabei geht es nicht darum, durch den Einsatz von BigData Mitarbeiter einzusparen. Vielmehr ist der Mehrwert, dass die gut qualifizierten Mitarbeiter wieder mehr Freiraum für sinnvolle Aufgaben bekommen, anstelle einer Korrektur von falsch eingegebenen Daten. Eine Datenvalidierung senkt zudem die Anzahl der verärgerten Kunden, die aufgrund ihrer Falschangaben die Ware nicht oder nicht rechtzeitig erhalten. Eine Situation die vorher nur mit Kulanz gelöst werden konnte.
 

Auch Onlineshops müssen Servicequalität bieten

Fakt ist: Daten müssen validiert werden. Vor allen Dingen Adressdaten, auf die der gesamte Versandprozess ausgerichtet ist, sollten von Anfang an korrekt erfasst werden. Die Zuverlässigkeit und der Komfort beim Onlineshopping lassen sich durch eine intelligente Adressvalidierung, wie es Addressy anbietet, steigern. Zuverlässigkeit und Servicequalität sind starke Argumente für die Nutzung einer Software zur Validierung, da sie das Einkaufserlebnis des Kunden verbessert und somit ein positives Bild des Shops liefert. Der weitere Aspekt der Vermeidung von Retouren ist dabei nicht nur ein Plus für das Image, sondern erst recht ein starker Bonus im Bereich Profit und Kostenminimierung. Und wer sollte nicht Kundenzufriedenheit und Minimierung der Kosten als Ziel haben?
 
Unser Autor:
Steffen Preuschoff

Steffen Preuschoff, VP Sales Europe, Addressy


Steffen Preuschoff leitet das Addressy Vertriebsteam in Europa. Mit seinen mehr als 15 Jahren Erfahrung im Bereich der Adressdatenqualität und Datenqualitätslösungen als SaaS oder Cloud-Dienst hilft er Unternehmen, die Datenqualität über alle Systeme hinweg zu verbessern. Für ihn steht neben einer validen Adresse vor allen Dingen auch die Steigerung der Conversion-Rate eines Onlineshops und ein verbessertes Nutzererlebnis im Vordergrund.
 
 
 
Der schnelle und einfache Weg, Adressen auf Ihrer Website zu erfassen und zu validieren. >>> Addressy
 
 
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Arvato Financial Solutions kooperiert mit CHECK24 und ermöglicht Verbrauchern komplett digitalen Kreditvergleichs- und Antragsprozess

 
Der weltweit agierende Finanzdienstleister Arvato Financial Solutions baut seine Zusammenarbeit mit Deutschlands größtem Vergleichsportal aus. Durch seine Lösung digital account check ermöglicht das Unternehmen ab sofort Verbrauchern schnell, bequem und einfach zuhause vom Sofa aus Kreditangebote zu vergleichen und direkt online abzuschließen.
 
Rund 75 Prozent aller Online -Ratenkredite werden in Deutschland schon über Vergleichsportale vertrieben. Bisher fehlte jedoch für eine „echte“ Online-Vergabe oft der entscheidende Schritt – durch den gesetzlich verordneten Medienbruch, der eine Schriftform erforderlich macht. Verbraucher mussten für den Kreditabschluss meist von der Online- in die Offline-Welt wechseln: Sie mussten den Kreditantrag ausdrucken, unterschreiben, Einkommensunterlagen beifügen, zur Post gehen, das Postident-Verfahren durchführen und die Postlaufzeit abwarten.
Einen Sofortkredit, der diesen Namen wirklich verdient, ermöglicht nun auch CHECK24. Der Kunde erhält nicht nur eine moderne Kreditberatung im Netz. Er kann den kompletten Kreditantrag auch digital beim Anbieter seiner Wahl sofort abschließen und erhält den Kreditbetrag umgehend ausgezahlt.

Kontoanalysen online

Der zu diesem Zweck eingesetzte digital account check von Arvato Financial Solutions ermöglicht allen angeschlossenen Banken, Kontoanalysen online durchzuführen. Dafür gibt der Antragssteller seine Kontologin-Daten selbst ein und ermöglicht einwilligungsbasiert einen einmaligen Blick in sein Konto.
Im Rahmen des digital account check werden dann – durchgängig digital –die Kontobewegungen aggregiert, eine bankenindividuelle Haushaltsrechnung durchgeführt und die verfügbare Liquiditätberechnet. Neben den Kontodaten lassen sich auch externe Daten wie Bonitätsinformationen einbinden.
Somit kann jede an das Vergleichsportal angeschlossene Bank die finanzielle Situation des Antragsstellers qualifiziert über eine individuelle Haushaltsrechnung prüfen und sofort eine Kreditzusage erteilen. In Kombination mit dem Videolegitimationsverfahren und der E-Signatur erfolgt dann die Gutschrift auf dem Konto – abhängig von der jeweiligen Hausbank innerhalb von wenigen Stunden beziehungsweise spätestens am nächsten Arbeitstag.
 
Durch die Verwendung des digital account checks als zusätzlichem Digitalisierungsbaustein kann die Bank auf aufwändige Folgeprozesse verzichten. Sie profitiert durch die Kombination aller Digitalisierungsmöglichkeiten vom sofortigen Vertragsabschluss und erzielt damit eine direkte Steigerung der Conversion.

Verbraucherfreundliche Benutzerführung

Kai Kalchthaler, Executive Vice President Risk Management Germanybei Arvato Financial Solutions, bekräftigt: „Wir freuen uns sehr, dass wir Deutschlands größtes Vergleichsportal als Kunden gewinnen konnten. Sicher war dabei auch ausschlaggebend, dass wir eine besonders verbraucherfreundliche Benutzerführung bei gleichzeitiger Einhaltungvon Datenschutz und -sicherheit bieten. Damit kann CHECK24 seinen Kunden ab sofort einen komfortablen, schnellen und sicheren Kreditprozess bieten. Jede angeschlossene Bank profitiert dabei ebenfalls: von einer flexiblen, bankenindividuellen Datenverarbeitung angepasst an ihre Zwecke.“
 
CHECK24 nutzt den digital account check und eine Video-Identifikations- und Signatur-Lösung bereits erfolgreich in seinem Online-Geschäft. Christian Nau, Geschäftsführer CHECK24 Vergleichsportal Finanzen GmbH, erläutert: „Unsere Kunden erwartet bei CHECK24 immer das beste Kreditangebot. Mit dem digital account check und dem volldigitalen Kreditabschluss ist jetzt sogar eine Sofortauszahlung des Kredits möglich –  schneller als in jeder Filiale.“
 
Mehr Informationen unter
 
https://www.arvato.com/finance/de/solutions/financial-solutions/risk-management/digital-account-check.html
 
https://www.check24.de/kredit/
 
 
Über Arvato Financial Solutions
Arvato Financial Solutionsist ein global tätiger Finanzdienstleister und  als Tochterunternehmen von Arvato zur Bertelsmann SE & Co. KGaA zugehörig.
 
Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten in 22 Ländern mit starker Präsenz in Europa, Amerika und Asien flexible Komplettlösungen für ein effizientes Management von Kundenbeziehungen und Zahlungsflüssen. Arvato Financial Solutions steht für professionelle Outsourcing-Dienstleistungen (Finance BPO) rund um den Zahlungsfluss in allen Phasen des Kundenlebenszyklus – vom Risikomanagement über Rechnungsstellung, Debitorenmanagement, Verkauf von Forderungen und bis zum Inkasso. Dabei steht die Minimierung von Ausfallquoten in der Geschäftsanbahnung und während des Beitreibungsprozesses im Fokus. Zu unseren Leistungen gehört deshalb auch die Optimierung der Zahlartenauswahl über Ländergrenzen hinweg.
 
Als Financial Solutions Provider betreut das Unternehmen fast 10.000 Kunden, u. a. aus den Schwerpunktbranchen Handel/E-Commerce, Telekommunikation, Versicherungen, Kreditwirtschaft und Gesundheit und ist damit Europas Nummer 3 unter den integrierten Finanzdienstleistern.
 
Über die CHECK24 GmbH
Die CHECK24 GmbH ist Deutschlands großes Vergleichsportal im Internet und bietet Privatkunden Versicherungs-, Energie-, Finanz-, Telekommunikations-, Reise- und Konsumgüter-Vergleiche mit kostenloser telefonischer Beratung. Die Anzeige der Vergleichsergebnisse erfolgt völlig anonym. Dabei werden Preise und Konditionen von zahlreichen Anbietern durchsucht, darunter über 300 Kfz-Versicherungstarife, über 1.000 Strom- und über 850 Gasanbieter, mehr als 30 Banken, über 250 Telekommunikationsanbieter für DSL und Mobilfunk, über 5.000 angeschlossene Shops für Elektronik, Haushalt & Autoreifen, mehr als 150 Mietwagenanbieter, über 1.000.000 Hotels, mehr als 700 Fluggesellschaften und über 90 Pauschalreiseveranstalter.
 
CHECK24-Kunden erhalten für alle Produkte konsequente Transparenz durch einen kostenlosen Vergleich und sparen mit einem günstigeren Anbieter oft einige hundert Euro. Internetgestützte Prozesse generieren Kostenvorteile, die an den Privatkunden weitergegeben werden. Das Unternehmen CHECK24 beschäftigt gut 1.000 Mitarbeiter gruppenweit mit Hauptsitz in München.
 
 
 
 
Pressekontakt:
 
Nicole Schieler
c/o Arvato infoscore GmbH
part of Arvato Financial Solutions
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Fax +49 (0)7221/5040-3055
http://finance.arvato.com

Um als Start-up wie wir in neue IT-Märkte vorzustoßen ist einiges an Investitionen
und Know-How gefragt. So werden wir zum Beispiel unser Open-Content-Redaktionskonzept nun auch als Applikationen und Contentservices für Mobile-Endgeräte anbieten. Unser Ziel ist es „freie Wirtschaftsinhalte“, wie zum Beispiel bei Wikipedia, in die verschiedenen Content-Kanäle zu überführen, die meist mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Cloudplattformen einhergehen. In diesem Kontext sind wir mit Open-Source-Lösungen wie WordPress & Co. gut verdrahtet und vertraut.
Aber auch diverse neue Plattformen wollen in diesem Kontext bedient werden. Sowohl das Android-Betriebssystem als auch die Windowsphone-Plattform und das OS von Apple liegen bei uns im Targeting. Zusätzlich brauchen wir noch die IT-Infrastruktur um diverse Server-Betriebssysteme in einer agilen Entwicklungsumgebung für unsere Apps auszuprobieren. Alleine die Kosten für Developer-Tools, Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Cloud-Dienste machen einiges an der jährlichen Unternehmensbilanz aus. Die Anlaufkosten sind immens.
Eine Betriebssystem übergreifende Cloud-Plattform ist in diesem Kontext nahezu Pflicht um just in time neue Features und Apps an den Start zu bekommen.
Da es uns eben auch sehr wichtig ist für die Windowsphones dieser Welt unsere eigene Open-Content-App in Zukunft zu generieren, habe ich mich in der Microsoft- Entwicklungswelt vertiefend umgesehen.
Zuerst stand natürlich die Frage im Raum, was es uns kostet mit einem properitären Betriebssystem zu entwickeln und zu arbeiten.
Dann bin ich im Netz völlig überraschend auf Microsoft „BizSpark“ gestoßen.
BizSpark ist speziell auf die Bedürfnisse von Startups zugeschnitten. Damit guten Ideen Leben eingehaucht werden kann, erhält man mit seinem Team freien Zugang zu Microsoft Software, sowie Entwickler-Tools und Cloud Services. Man geht keinerlei Verpflichtungen ein und Microsoft würde dann die Begeisterung für Unternehmergeist und die Technologien von morgen mit uns teilen?
Das konnte ich irgendwie nicht gleich glauben. Ich habe mich deshalb bei BizSpark angemeldet und unsere Unternehmensvision und Geschichte schriftlich geschildert.
Nach einer Woche kam dann die Zusage. „Sie können nun die Microsoft Software und Infrastruktur im Sinne Ihres Startups nutzen“.
Ich habe mich gleich angemeldet und meinen Subscriptioncode ausprobiert. Nur soviel,
ich bin jetzt noch immer positiv überrascht von den vielfältigen Möglichkeiten mit denen wir von der Microsoft Infrastruktur profitieren können. Nicht nur, dass uns nun MS monatlich mit 130 Euro Abogebühr für drei Jahre unterstützt, sondern auch, weil noch Software im Wert von 130.000 Dollar in der MSDN Subsciption auf uns wartet um ausprobiert zu werden.
Außerdem dürfen wir die heruntergeladenen Software-Lösungen auch nach den drei Jahren weiterhin für uns zum Einsatz bringen.
Und MS gab uns, also der ayway media UG i.G., ein weiteres Ziel mit auf den Weg,
120.000,00 Dollar gibt es nochmals dazu, wenn wir nach zwei bis drei Jahren
den Jahresumsatz von einer Million Dollar erreichen…
So, jetzt gehe ich wieder online und richte meinen ersten virtuelllen Server in der Azure-Cloud ein…
ach, noch etwas, da ich auf OSS und auf Linux stehe, findet Ihr dort auch Linux und OSS-Tools, um die dann auf der MS-Infrastruktur zu betreiben. Jetzt ist alles ganz klar, oder?
Hier noch die nötigen Hintergründe und Links…für Euch!
Ich habe die Inhalte teilweise von der BizSpark-Site übernommen. Die Formulierungen
sind gut und es funktioniert einwandfrei!
Start your Engines Gentelmans……
MS unterstützt IT-Startups mit Software, Support und einer weltweiten Community. Das Ganze ist kostenlos und ohne Haken.

900+ Produkte und Cloud Services kostenlos

Mit der BizSpark-Mitgliedschaft habt Ihr Zugriff auf genau die Software und Developer-Tools, die Ihr zum Entwickeln und Testen Eurer Software, Apps und Webseiten benötigt. Von Windows 10 über Office bis Visual Studio sind fast alle Produkte von Microsoft dabei. Außerdem sind Cloud Services von Microsoft Azure im Wert von 150$ (130€) im Monat inklusive. Mit der Basismitgliedschaft könnt Ihr die Cloud Services von Microsoft Azure über drei Jahre ausprobieren. Darin enthalten sind voll skalierbare Infrastructure-as-a-Service (IaaS) (Windows oder Linux Server), Platform-as-a-Service (PaaS) sowie weitere Dienste, um leistungsstarke eigene Apps und Webservices zu entwickeln. Dabei ist es selbstverständlich egal, für welche Devices Ihr Eure Apps entwickelt, ihr könnt auch Open-Source-Lösungen auf Azure einbinden (Linux VMs, MySQL DB, etc.) Informiert Euch über eure Möglichkeiten mit Microsoft Azure!

Kostenloser Support

Zusätzlich bekommen BizSpark-Mitglieder technischen Support bei allen Fragen rund um die Microsoft-Technologien.

Registrierung

Registriert euch hier direkt für das BizSpark-Programm!
Microsoft Azure bietet unter anderem mit Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) beinahe unbegrenzte Möglichkeiten für alle Startups. Setzt Eure eigenen virtuellen Maschinen in der Cloud auf und wählt aus, in welchen Regionen der Welt Eure Daten liegen und/oder gespiegelt werden sollen. Baut Eure eigene virtuelle Infrastruktur auf oder ergänzt eine bestehende On-Premise-Lösung zur Hybrid Cloud. Macht es Euch leicht, und nutzt dafür Templates aus verschiedenen Windows-Server- und Linux-Server-Technologien oder gestaltet Eure eigenen virtuellen Maschinen.

Als BizSpark-Mitglied erhaltet ihr standardmäßig kostenlos Microsoft Azure Services bis zu einem Nutzungsvolumen von 150$ (130€) im Monat.
Für Startups, die nach der Gründungsphase ihre Lösung über die Azure Cloud skalieren wollen, bietet sich das BizSpark Plus Programm an. Im Rahmen des BizSpark Plus Programms erhalten Startups für ein Jahr bis zu 120.000$ (101.196€) an Microsoft Cloud Services. Dieses Angebot macht MS wohl allerdings nur Startups, die sich einem Partner Accelerator angeschlossen haben, oder eine Finanzierung von Investoren erhalten haben.
Der Vorteil des BizSpark Plus Programms: Ihr haltet die Investitionskosten in der Gründungsphase gering und konzentriert Euch auf das Wesentliche: die Entwicklung eurer Produkte!
Um mehr Infos über das BizSpark Plus Programm zu erhalten sendet einfach eine E-Mail ans BizSpark-Team.
Mehr Informationen zu Microsoft Azure:
https://azure.microsoft.com/de-de/ und aka.ms/deinbizspark

 
Herzlichst,
Euer
Bernhard Haselbauer

 
 

Bildlizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Airplane Engine Spark Plugs

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Eine Studie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder
Was Deutsche von Chinesen unterscheidet – und was sie verbindet: Das Technologieunternehmen Huawei stellt am 12. Mai in Berlin seine große Studie „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“ vor. Schwerpunkt in diesem Jahr: die Digitalisierung.
Für Chinesen ist Deutschland das zweitbeliebteste Land der Welt – knapp hinter Frankreich. Für Deutsche ist China einer der wichtigsten Handelspartner – zum Teil noch vor den USA. In Sachen Digitalisierung aber ticken die Menschen beider Nationen am unterschiedlichsten: 60 Prozent der Deutschen glauben, dass durch die fortschreitende Digitalisierung bestehende Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Gegensatz dazu sind 57 Prozent der Chinesen davon überzeugt, die Digitalisierung schaffe zusätzliche Arbeitsplätze. Grundsätzlich gilt: Während 53 Prozent der Deutschen digitale Innovationen eher als Gefahr wahrnehmen, sehen rund 66 Prozent aller Chinesen den Nutzen. Das ist ein Ergebnis der großen Länder-Studie des Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmens Huawei, die nach 2012 und 2014 nun zum dritten Mal vorgelegt wird. Erstmals wird in diesem Jahr der „Digitalisierung“ ein eigener Thementeil gewidmet.
Neben dem Fokusteil zur Digitalisierung untersucht die Studie die Wahrnehmungen in den Themenbereichen „Politik und Staat“, „Wirtschaft und Innovation“ sowie „Gesellschaft und Kultur“. Aber auch Spontanassoziationen werden abgefragt. So fallen Chinesen eine starke Wirtschaft (66 Prozent), Autos (34 Prozent) und Technologie (30 Prozent) ein, wenn sie an Deutschland denken. Immerhin zwölf Prozent denken an Bier, elf Prozent an Fußball. Doch auch Deutschen fällt die starke Wirtschaft als Erstes ein, wenn sie an China denken (34 Prozent). 16 Prozent denken an das Bevölkerungswachstum, 14 Prozent an Menschenrechtsverletzungen. Angela Merkel ist die viertbekannteste deutsche Persönlichkeit in China (19 Prozent). Damit liegt die Bundeskanzlerin noch hinter Marx (25 Prozent) und Goethe (20 Prozent). Den Deutschen fällt mehrheitlich nur Mao Zedong ein (54 Prozent), wenn sie an berühmte Chinesen denken. Grundsätzlich haben die Menschen beider Länder großes Interesse aneinander, z.B. daran, das andere Land zu bereisen. Mit 74 Prozent liegt Deutschland auf Platz zwei der beliebtesten Länder Chinas – knapp hinter Frankreich (75 Prozent). 45 Prozent der Chinesen könnten sich sogar vorstellen dauerhaft oder auf Zeit in Deutschland zu leben. „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen erneut, die gegenseitige Wahrnehmung ist immer noch nicht frei von Klischees. Dennoch ist das Interesse der Menschen in Deutschland und China aneinander gleichweg hoch. Die besten Voraussetzungen, um den interkulturellen Dialog zwischen beiden Ländern zu intensivieren und mehr Angebote für einen Austausch zu schaffen. Genau das soll die Huawei-Studie leisten“, so Torsten Küpper, Vice President von Huawei Deutschland.
Die Huawei-Studie wurde in Zusammenarbeit mit GIGA German Institute of Global and Area Studies, der Universität Duisburg-Essen und TNS Emnid durchgeführt. Insgesamt wurden bei der repräsentativen Befragung 2.600 Personen (jeweils 1.000 aus der Bevölkerung, je 200 Wirtschaftsentscheider und je 100 politische Entscheider beider Länder) interviewt. Die Wahrnehmungen wurden durch empirische Befunde und statistische Kennzahlen in einen wissenschaftlichen Gesamtkontext gestellt. Zudem wurde in einer Medienanalyse die Berichterstattung wichtiger Printmedien über das jeweils andere Land ausgewertet.
Chinesen geben persönliche Daten freigiebiger weiter
Wie denken Deutsche und Chinesen über den Schutz persönlicher Daten? Die Studie gibt auch hierzu Aufschluss. Unter der Bedingung, dass finanzielle Vorteile gewährt werden, wären 69 Prozent der befragten Chinesen bereit, persönliche Daten zum eigenen Fahrverhalten an ihre Autoversicherung weiterzugeben; rund 67 Prozent würden Gesundheitsdaten an ihre Krankenversicherung übermitteln. Deutsche hingegen sind bei diesem Thema sehr viel zurückhaltender. 60 Prozent würden es ablehnen, dass Daten über ihr Fahrverhalten von ihrer Autoversicherung eingesehen werden können. Persönliche Gesundheitsdaten gegen finanzielle Vorteile einzutauschen, lehnen 75 Prozent aller Befragten ab.
Überraschend ist das Ergebnis zum alltäglichen Umgang mit digitalen Produkten: Deutsche sind der Meinung, Kinder seien mit knapp 13 Jahren reif genug, um ein eigenes Smartphone zu besitzen. Nach Ansicht der Chinesen sollten Kinder indes erst ab einem Alter von 15 Jahren ein eigenes Smartphone erhalten (Mittelwert). Fast jeder zweite Chinese (47 Prozent) hält sogar ein Alter von 16 bis 18 für angemessen.
Chinas wirtschaftliche Stärke bereitet Deutschen weniger Sorge
In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Stärke Deutschlands an Positivbedeutung gewonnen. 61 Prozent der Chinesen schreiben dem deutschen Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle für die chinesische Konjunktur zu. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch 2014. Aus deutscher Sicht wird die wirtschaftliche Stärke Chinas nur noch von 34 Prozent der Wirtschaftsentscheider als Bedrohung wahrgenommen (2014: 51 Prozent). Insgesamt schätzt die Mehrheit der Deutschen – wie auch schon 2014 – dass die Handelsbeziehungen zu China ebenso wichtig bzw. wichtiger sind als die zu den USA (82 Prozent). Der Anteil derjenigen, die einen positiven Zusammenhang zwischen chinesischen Investitionen und Arbeitsplätzen in Deutschland sehen, ist sogar gestiegen. „Durch Beschäftigungs- und Standortgarantien haben chinesische Investoren bisher bei der Übernahme deutscher Unternehmen Arbeitsplätze gesichert“, so Dr. Margot Schüller, Senior Research Fellow am GIGA. „Die meisten chinesischen Muttergesellschaften investieren weiter in die Unternehmen. Technologieorientierte Unternehmen sind vor allem an der deutschen Forschungslandschaft und an Kooperationen mit deutschen Hightech-Unternehmen interessiert und haben hier eigene Tochterfirmen gegründet.“
Deutsche sehen Hightech-Kompetenz chinesischer Unternehmen
Zwar ist der Großteil der Deutschen der Meinung, China stünde in erster Linie für Massenproduktion (85 Prozent). Doch das Bild wird differenzierter. Rund 64 Prozent glauben an die internationale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Technologieprodukte, 83 Prozent sprechen chinesischen Unternehmen eine Kompetenz im Bereich Hightech zu. Auch nimmt die Bekanntheit chinesischer Marken konstant zu. Inzwischen kennt jeder dritte Deutsche Huawei. Weiterhin gehören Lenovo (36 Prozent), Alibaba (15 Prozent) und Yingli Solar (12 Prozent) zu den bekanntesten chinesischen Marken in Deutschland. Interessant: Mit zunehmender Markenbekanntheit wächst auch die Überzeugung, dass chinesische Unternehmen innovativ sind (40 Prozent bei Huawei, 2014 noch 28 Prozent). In China dominieren weiterhin die deutschen Automarken. BMW (89 Prozent), Mercedes (88 Prozent) und Volkwagen (87 Prozent) führen vor Siemens (82 Prozent), Adidas (76 Prozent) und Nivea (64 Prozent) die Rangliste der bekanntesten Marken an.
Alle Ergebnisse und Informationen zur Studie finden Sie auf http://www.huawei-studie.de
 
Bildquelle: flickr.com  See-ming Lee
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