In vielen Unternehmen schlummert ein verborgener Schatz – Kunden­daten. Die Entscheider wissen das und sehen enormen Nachholbedarf, wie aus einer aktuellen Marktstudie des Softwarehauses Uniserv unter 140 Entscheidern in mittleren und großen Firmen im deutschsprachigen Raum hervorgeht. Demnach plagen die Unternehmen unvollständige, veraltete oder auch doppelt und mehrfach vorhandene Daten.

Das Unternehmen QVC ist zusammen mit Trendforscher Prof. Peter Wippermann und zehn weiteren Experten der Frage nachgegangen, wie Deutschland in 2038 lebt. Fest steht: künstliche Intelligenz und Technologien wie der 3-D-Druck sowie VR und AR werden uns näher als jemals zuvor sein. Die TREND REPORT-Redaktion sprach mit Prof. Wippermann über die wichtigsten Ergebnisse der bereits zweiten großen Studie von QVC zu den großen Zukunftsfragen.

Gastbeitrag
R2D2 und C3PO lassen grüßen: Wie Machine Learning das (Online)-Kundenerlebnis verändert
 
Dass immer mehr Unternehmen Machine Learning nutzen, um die Customer Experience zu optimieren, ist nicht verwunderlich. Es mangelt schlicht und einfach an Alternativen. Als erste Branche überhaupt setzte man diese Technologie im E-Commerce ein, um Inhalte zu personalisieren – was dem Ziel dient, Verkäufe und Umsätze anzukurbeln.
Inzwischen verwendet auch die CMS-Industrie Machine Learning, um intelligente Inhalte zu erstellen, die die Basis einer kontextualisierten User Experience (UX) bilden. Denn es ist das Kundenerlebnis, das zukünftig über den Erfolg und Misserfolg von Unternehmen entscheiden wird.
 

 
Für viele Menschen ist die Vorstellung, dass Machine Learning und weitere Artifical-Intelligence-Technologien (AI) Einzug in unser Leben halten, es sogar beherrschen könnten, sehr beängstigend. Diese Angst ist allerdings unbegründet. Bei Machine Learning handelt es sich um eine einfache Datenanalyse, die man auch manuell vornehmen könnte – allerdings wesentlich langsamer. Unternehmen aus allen Branchen können Machine Learning individuell für völlig unterschiedliche Zwecke einsetzen. Wie Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Praxis verwenden und in ihre digitalen sowie operativen Prozesse integrieren, verdeutlichen die folgenden drei Beispiele:
 

Einzelhandel: Bessere Kauferlebnisse für Kunden

Der Einzelhandel verwendet Machine Learning, damit Kunden schneller die gewünschten Produkte finden. Zudem möchte man ihnen ein noch besseres Einkaufserlebnis bieten.

  • Personalisiertes Einkaufserlebnis

Jede Customer Journey ist unterschiedlich – sogar zwischen zwei Personen, die das gleiche Produkt suchen, da sie vermutlich unterschiedliche Präferenzen haben und sich in verschiedenen Stadien ihrer Kundenreise befinden.
Erhält ein Kunde am Ende des Monats sein Gehalt (das erfahren Einzelhändler dadurch, dass er zu diesem Zeitpunkt besonders häufig einkauft), ist es sinnvoll, ihn am letzten Donnerstag eines Monats mit einem attraktiven Rabattcode zu locken und ihn zu Beginn des neuen Monats mit unterhaltsamen, informationsreichen Inhalten zu versorgen.
Mithilfe von Machine Learning gelingt das völlig automatisch und perfekt skaliert.

  • Genau wissen, was der Kunde will

Natural Language Processing (NLP) ist eine Methode, die Unternehmen dabei unterstützt, effiziente Marketingseiten aufzubauen, die auf einem einfachen Site-Suchbalken basieren. NLP erfasst natürliche Sprache und versucht, sie auf Basis von Regeln und Algorithmen computerbasiert zu verarbeiten.
Eine inhärente Sprachanalyse ermöglicht, die Absichten eines Kunden zu erkennen und miteinander zu verknüpfen. Es handelt sich dabei um eine Art High-Performance-Analyse, die nicht nur einen Einblick in Trending-Suchaufträge gibt, sondern auch anhand der Daten vorhersagen kann, welche Themen und Kategorien als nächstes im Trend liegen werden und welche Produkte des derzeitigen Portfolios dazu zählen.
Um das zu gewährleisten, erkennt NLP auch komplexe Textzusammenhänge und Sachverhalte – wobei die Komplexität der menschlichen Sprache definitiv eine Herausforderung ist.

  • Individualisierter Besuch im stationären Handel

Auch einen „Offline“-Besuch können Einzelhändler mithilfe von Machine Learning bedarfsgerecht personalisieren. Frühere Käufe eines Kunden lassen auf dessen Geschmack schließen, sodass Händler Produkte empfehlen können, die dem Geschmack, der Größe und den finanziellen Möglichkeiten des Kunden entsprechen. Der Checkout kann über ein digitales Terminal erfolgen – wobei die dabei generierten Daten eine zukünftig noch gezieltere Personalisierung ermöglichen.
 

Machine Learning im Finanzsektor: der persönliche Berater

Auch im Finanzsektor bietet es sich an, Machine Learning einzusetzen. Dadurch erhalten Kunden mehr Klarheit, Transparenz und einfacheren Zugriff auf wichtige Services.

  • Automatisierte Beratung

Einen Finanzplan zu erstellen, ist mit großem Aufwand verbunden. Dutzende Faktoren, die die finanziellen Entscheidungen einer Person beeinflussen, sind dabei zu berücksichtigen. Darum gleicht kein Finanzplan dem anderen. Machine Learning kann die Entscheidungen (und deren Folgen) aller Kunden einbeziehen, um zu verstehen, an welcher Stelle seines Finanzplans der einzelne Kunde sich befindet. Das verbessert die Qualität der Beratung über mögliche Folgeschritte enorm.

  • Passende Informationen liefern

Person A sucht nach ‚Wie bereitet man sich auf die Geburt eines Babys vor‘, während Person B wissen will, ‚Um wie viel der Wert einer Schuldvereinbarung in 18 Jahren steigt‘. Auch wenn sich die Suchanfragen grundsätzlich unterscheiden, kann es sein, dass beide an identischen Inhalten interessiert sind, nämlich daran, wie man ein Neugeborenes am besten finanziell absichert.
Dank NLP lernt das System permanent mit den eigegebenen Suchaufträgen und ist in der Lage, Benutzern automatisch die gesuchten Informationen zur Verfügung zu stellen. Suchen die Nutzer besonders oft nach einer bestimmten Kategorie, erhalten die Websitebetreiber automatisch eine Benachrichtigung und können ggf. mehr passende Inhalte aufbereiten und veröffentlichen.

  • Bedürfnisse der Besucher verstehen

Analysiert man das Klickverhalten aller Besucher, können Unternehmen dadurch nützliche Inhalte für spezifische finanzielle Fragen selektieren. Besuchen Nutzer, die auf der Suche nach Studentendarlehen sind, anschließend Seiten, die ihnen Tipps für die Finanzierung geben? Daten über die finanzielle Historie lassen Rückschlüsse zu, an welcher Stelle des Finanzplans sich der Nutzer befindet. Finanzunternehmen können hier einhaken und automatisch Informationen für den nächsten Schritt bereitstellen.
 
 

Whitepaper
Weitere Informationen liefert das Whitepaper „Winning Digital Commerce with Digital Experience“ von BloomReach, das die zentralen Herausforderungen der Digital Experience für den Handel und die konkreten Digital Experience-Lösungen, die Experten empfehlen, thematisiert. Das Whitepaper kann hier kostenfrei heruntergeladen werden:https://www.bloomreach.com/en/resources/whitepapers/digital-commerce-landscape-ebook.html

 

Fertigungsindustrie: Effizienz in der gesamten Supply Chain

Daten und Analysen sind schon immer Teil von Produktionsketten gewesen – mithilfe von Machine Learning gelingt es Unternehmen, diese Informationen schneller und effizienter zu verarbeiten. So können sie ihre Produktion problemlos multiplizieren und ihre Supply Chain rationalisieren.

  • Bestandsoptimierung

Machine Learning gewährt tiefe Einblicke in große Datenmengen – Daten, die Unternehmen entlang der Supply Chain sammeln. Bestände, Ressourcen, Fertigungskapazitäten, Transportmittel und sogar die Wetterlage sind Informationen, die Fertigungsunternehmen nutzen können, um ihre Fertigungskette effizient einzurichten und zu automatisieren.
Hat ein Kunde zu wenige Produkte auf Lager, kann das System dank automatischer Meldung eine optimale Supply Chain errechnen, was eine durchgängige Auslieferung garantiert.
 

 

  • Personalisierte Leistungsdaten (und Vorhersagen)

Eine ausführliche Datenanalyse erlaubt, Kunden und Mitarbeiter über ihre Supply Chain zu informieren. Automatisch erstellte Leistungsberichte geben ihnen die nötige Kontrolle darüber. Die Berichte gewähren Echtzeit-Einblicke in die Supply Chain und beinhalten Vorschläge für mögliche Kosten- und Zeiteinsparungen.

  • Produktinnovation und -optimierung

Durch die Analyse von Daten erhalten Unternehmen einen Einblick in die Produktvariationen und -eigenschaften, die Kunden bevorzugen. Zudem erfahren sie, welche Variationen Kunden gut annehmen. So ist es möglich, Produktionsprozesse zu rationalisieren und sie zu niedrigeren Kosten effizienter zu gestalten.

Die Welt wird bequemer

Nur diejenigen Unternehmen, die ihre Kunden kennen und sich am besten auf sie einstellen, können am Markt konkurrenzfähig bleiben. Machine Learning ermöglicht es, die Kundenbedürfnisse in nie vorher dagewesenem Umfang zu erkennen und zu erfüllen.
Immer schleichender treten Machine Learning und KI in unser Leben – zwar (noch) nicht in Form von Robotern. Sie können sich auf eine intelligente Art und Weise auf unsere früheren Entscheidungen einstellen und unser Leben somit ein Stück vereinfachen.
Aus diesem Grund sollten Unternehmen nicht nur darüber nachdenken, wie sie KI oder Machine Learning effektiv für sich nutzen können. Vielmehr geht es darum, durch diese Technologie eine sinnstiftende Interaktion zwischen Mensch und Maschine herzustellen, womit Unternehmen auch die Akzeptanz bei den Kunden stärken können.
Möchte eine Marke ihre Kunden inspirieren, sollte sie sich in erster Linie auf deren tägliche Bedürfnisse einstellen – hilfreich ist es, den Verbrauchern einen Mehrwert zu bieten. Gleichzeitig müssen sich Kunden darauf verlassen können, dass Unternehmen mit ihren Daten sensibel umgehen. Darum sollten Kunden nach wie vor die alleinige Entscheidungsmacht darüber haben, was mit ihren Interaktionen und Daten geschieht.
 
Weiterführende Informationen
BloomReach
 
 

Unser Autor

Tjeerd Brenninkmeijer
Executive Vice President EMEA, BloomReach
und ‚Thought Leader’ im Digital Experience-Bereich


Tjeerd Brenninkmeijer ist Executive Vice President EMEA bei BloomReach, einem Anbieter im Bereich personalisierter Digital Experience. Er überwacht neben der Wachstumsstrategie auch die strategischen Allianzen sowie das operative Geschäft in der EMEA-Region. Bereits vor der Übernahme durch BloomReach war er Mitgründer von Hippo und verantwortete dort 17 Jahre die Marketingstrategie. Sein Schwerpunkt lag dabei auf dem Lead-to-Revenue-Prozess, wobei er den Umsatz des Unternehmens jährlich verdoppeln konnte. Als ‘Thought Leader’ im Digital Experience-Bereich ist Tjeerd Brenninkmeijer häufig in Branchenpublikationen und auf Branchenevents vertreten. Seinen Master erwarb er im Fach Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Amsterdam.
 
 
 
 
 
 
Aufmacher- und Beitragsbilder / Quelle / Lizenz
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Thanks Gerd Leonhard !

Gastbeitrag von Hartmut Rottstedt,  Lexmark Deutschland GmbH
Smartphones sind die Zukunft der Arbeit. Vorbei die Zeiten, in denen man für das Verfassen oder Lesen einer E-Mail, das Entwerfen eines Vertrags oder das Ausdrucken einer Präsentation seinen Laptop hochfahren oder gar an den Schreibtisch zurückkehren musste: Heutzutage nimmt man einfach seine Arbeit überall hin mit. Das Handy wird uns in den kommenden fünf Jahren vom Schreibtisch befreien, uns dabei unterstützen, intelligenter zu arbeiten, und nebenbei auch unsere Produktivität steigern. Es ist es also kein Wunder, dass man von der „Mobilen Revolution“ spricht.
Zwei Jahrzehnte nach der Einführung der ersten internetfähigen Mobiltelefone sind Smartphones die beliebtesten Endgeräte, um online zu gehen. Und ihre Popularität kennt keine Grenzen: So sagt Cisco voraus, dass der weltweite mobile Datenverkehr zwischen 2015 und 2020 um 800 Prozent zunehmen wird. Während die Mobile Revolution also weiter an Fahrt gewinnt, verändert das Smartphone die Art und Weise, wie Unternehmen auf der ganzen Welt ihre Geschäfte tätigen.
Prominentes Beispiel hierfür ist Google, das 2015 sein Suchmachinenranking so aktualisierte, dass Smartphone-optimierte Webseiten priorisiert werden. Nur um kurze Zeit später ein weiteres Update zu fahren, mit dem Handy-Suchergebnisse aktueller sind als Suchresultate, die von einem Desktopcomputer stammen.

Vorteile des mobilen Arbeiten

Während die neuesten Smartphones immer günstiger und dabei auch immer intelligenter werden, entdecken zunehmend mehr Unternehmen die Vorteile des mobilen Arbeiten für sich und ihre Mitarbeiter. Eine Umfrage von IDC ergab, dass sich der Prozentsatz der mit einem Smartphone ausgestatteten Angestellten zwischen 2015 und 2016 von 59 Prozent auf 65 Prozent erhöht hat. Laut neuesten Erkenntnissen der Economist Intelligence Unit steigern Unternehmen, die der Mobiltechnologie höchste Priorität einräumen, ihre Produktivität um 16 Prozent und beeinflussen darüber hinaus auch die Kreativität und Loyalität ihrer Mitarbeiter positiv.
Das macht Sinn. Mit einem Tablet oder Handy in der Hand kann der Angestellte von Meeting zu Meeting gehen und sich dabei in Echtzeit stets auf dem Laufenden halten. Neben dem damit einher gehenden Flexibilitäts- und Produktivitätsschub dürfte der ständige Umgang mit Smartphones & Co. für eine noch größere Routine bei den Mitarbeitern sorgen. Dementsprechend dürften die Kosten für Helpdesk-Unterstützung mittelfristig ebenfalls sinken. Solche Beispiele untermauern die Meinung von Experten, dass bis 2018 drei Viertel aller Arbeitnehmer in Westeuropa mobil sein werden.

Mehr Produktivität und Freiheit

Der Aufstieg der Mobiltechnologie verändert außerdem die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Der weltweite mobile Datenverkehr hat sich alleine in nur einem einzigen Jahr, zwischen 2015 und 2016, um 63 Prozent erhöht. Aber das ist noch nicht alles: Auch die Art und Weise, wie wir drucken, verändert sich. Laut Gartner[1] haben Druckaufträge von Handys und Tablets im besagten Zeitraum um jeweils 8 Prozent und 13 Prozent zugenommen. Die Vorteile gehen über eine erhöhte Produktivität weit hinaus. So steht das mobile Drucken auch für die neu gewonnene Freiheit, von überall aus – also auch von unterwegs – drucken zu können.
Etwas, das bis dato nicht möglich war.
In vielen Branchen, wie der Gastronomie oder dem Verkauf, sitzen Mitarbeiter selten am Schreibtisch. Sie sind dort, wo ihr Job es verlangt, nämlich beim Gast bzw. Kunden. Trotzdem benötigen sie häufig Ausdrucke. Vertriebsangestellte zum Beispiel müssen oft von unterwegs Kundenrechnungen ausdrucken. Mussten diese mobilen Mitarbeiter bisher überall dort, wohin ihre Arbeit sie rief, Drucker installieren, benötigen sie inzwischen nur noch eine Druck-App auf ihrem Smartphone. Druck-Apps erfreuen sich rasant steigender Beliebtheit. Die „Mobile Print“-App von Lexmark ermöglicht es dem Anwender, auf dem am nächsten gelegenen Drucker auszudrucken, ohne die IT dafür kontaktieren zu müssen.

Mobiles Drucken haucht BYOD Leben ein

Dank des mobilen Druckens wird das Konzept „BYOD“ („Bring your own device“ bzw. „Bring dein eigenes Gerät“) Realität. Mitarbeiter werden im Hinblick darauf, wo sie arbeiten, wann sie arbeiten und wie sie arbeiten, deutlich flexibler. BYOD bietet sich vor allem für Start-ups und kleine Unternehmen an, die ihre Ausgaben begrenzt halten möchten. Aber auch größere Firmen, die ihren ROI („Return on Investment“) trimmen wollen, profitieren von BYOD.
Demzufolge rechnen also Unternehmen mit einer steigenden Anzahl an Ausdrucken, die von mobilen Endgeräten angestoßen werden. Diese Erwartung wird von einer IDC-Schätzung bestätigt: Der Anteil der mobilen Ausdrucke am Gesamtdruckvolumen wird von 2015 bis 2018 voraussichtlich von 20-21 Prozent auf 28-30 Prozent ansteigen. Mobiles Drucken hat also Zukunft und scheint sich auch noch hinsichtlich eines weiteren wichtigen Aspekts auszuzahlen: Einem kürzlich erschienen Bericht zufolge erhöhen Investitionen in mobiles Drucken und Scannen die Mitarbeiterzufriedenheit um beachtliche 38 Prozent.

Mobile Revolution

Die Art, wie wir arbeiten, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Dank digitalen Wandels, Globalisierung und Sozialer Medien vernetzen wir uns immer stärker und werden auch immer produktiver. Mobiltechnologie baut auf diesem Momentum auf und macht es uns noch einfacher, auf Daten zuzugreifen, mit Kollegen zu interagieren und – seit neuestem – auch unterwegs zu drucken. Die Einführung von noch intelligenteren Smartphones mit immer höherer Rechenleistung hat viele Unternehmen davon überzeugt, Mobiltelefone nicht mehr als Luxus anzusehen, sondern als Notwendigkeit zu akzeptieren.
Und während die Mobile Revolution an Geschwindigkeit zulegt, sollten Firmen rund um den Globus dafür sorgen, dass sie das volle Potential der Mobiltechnologie ausschöpfen. Davon profitieren nicht nur ihre Mitarbeiter und Kunden, sondern auch die Unternehmen selbst sowie die gesamte Weltwirtschaft.
 
 
Unser Autor:

Hartmut Rottstedt, Managing Director Germany, Austria, Switzerland bei Lexmark Deutschland GmbH


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
weitere Informationen unter: www.lexmark.de
Aufmacherbild: CC0 Public Domain  / Tero Vesalainen / Pixabay
[1]Gartner, Market Trends: Switching Enterprise Users to Secure, Cost-Effective Mobile Printing (2015)

 

Gastbeitrag

Künstliche Intelligenz (AI) bringt uns dem Heiligen Gral des Content-Commerce näher

 
Bei E-Commerce geht es schon lange nicht mehr nur darum, Ihren Produktkatalog einem empfänglichen Publikum unterzujubeln. Diesem Konzept ist man bereits Lichtjahre voraus. Heute müssen Sie Ihre Produkte an die Wünsche, Sehnsüchte, Erwartungen und Kontext Ihrer potentiellen Kunden anpassen. Jeder Online-Marketer, der sein Geld wert ist, kennt die Power des sogenannten „Story-Telling“ und weiß, warum Inhalt und Commerce kombiniert werden müssen, um gute Verkaufszahlen zu erzielen.
Aus der Sicht des Vermarkters ist das größte Problem der Content-Commerce-Erfahrung nicht das Erstellen von ansprechenden Inhalten. Es geht darum, sicherzustellen, dass der Inhalt nicht verloren geht und von der richtigen Person im richtigen Moment ihrer Kauferfahrung gesehen wird.
Aber warum haben so viele Unternehmen Probleme damit, Content und Commerce effektiv unter einen Hut zu bringen? In Wirklichkeit ist es für Menschen unglaublich zeitaufwendig, alle Punkte zwischen Produkt und Geschichte zu verbinden und eine tatsächliche Konversion zu erzielen: Jener Zeitpunkt, wo ein Käufer eine Entscheidung darüber trifft, was er kauft.
Das Puzzle des inhaltsorientierten Commerce ist weiterhin ein schwieriges Projekt. Sie können Ihr Bestes geben, um in Ihrem Content-Produktionsprozess immer effizienter zu werden. Im Grunde aber haben Organisationen weder genügend Zeit noch die menschlichen Ressourcen, um Geschichten zu kreieren, die den Verkauf von Produkten unterstützen – und das in einem sich schnell wandelndem Markt, wo sowohl die Produkte als auch die Erwartungen der Kunden sich so rasant ändern.
 

Künstliche Intelligenz (AI – Artificial Intelligence):

Ein zentrales Teil im Commerce-Puzzle

AI kann das zentrale, fehlende Element liefern, um die gesamte Content-Commerce-Erfahrung zu vervollständigen. Schauen wir uns ein Beispiel an, wie Unternehmen ihre Content-Commerce-Träume verwirklichen können, indem sie bereits vorhandene Videoinhalte verwenden.
Am 8. März 2017 kündigte Google seine „Google Cloud Video Intelligence API“ an, die mit künstlicher Intelligenz das langwierige Pflügen durch Videoarchive erledigt, um spezifische Inhalte zu finden. Egal, ob es sich um coole Katzen, Snowboarder oder Wolkenkratzer handelt. Google ist damit nicht allein: IBM Watson hat im vergangenen Jahr eine ähnliche App ins Leben gerufen. Und es werden bestimmt noch weitere folgen.
Stellen Sie sich jetzt vor, dieser künstlichen Intelligenz folgenden Auftrag zu erteilen: Alle Ihre Story-Telling-Videos oder ein Archiv von Filmmaterial zu durchlaufen, um jene magischen Videoinhalte zu finden, die genau die Kundenerfahrungen personalisieren, die Sie in Ihrem Content Management System ausgearbeitet haben.
Das Ergebnis: Ausdrucksstarke, automatisch produzierte Empfehlungen, welche Videos thematisch am besten zu welchen Produkten passen. Plötzlich wird der Weg, um diese Aufnahmen in Ihre digitalen Erfahrungen einzubringen, erheblich einfacher. Die Chancen, Ihren Endbenutzern eine relevante Erfahrung zu präsentieren, sind um ein Vielfaches größer. Sie können die gleiche Technologie auch auf Ihre Texte und Bilder anwenden und dabei alle Inhalte zusammenbringen.
Das ist der Punkt. Das Zusammenspiel von Content-orientiertem Commerce und AI scheint ein wichtiger Schritt zu sein. Man sollte sich allerdings nicht zu sehr davon einschüchtern lassen, da heutzutage ständig irgendwelche neuen Tools auftauchen. Sie können klein anfangen, indem Sie verfügbare Technologien mit Ihren vorhandenen Inhalten verbinden. Technologien wie diese ermöglichen es Unternehmen, wertvolles Material aus ihren Archiven voller unstrukturierter Inhalte zu filtern, und dieses dann mit Shopping-Erlebnissen zu verbinden.
Wir bewegen uns rasant in eine Zukunft, in der Content-Kuration zur Unterstützung des Kauferlebnisses nicht mehr nur von Menschen durchgeführt wird, die Bedürfnisse, Sehnsüchte und Kontext des Käufers verstehen. Stattdessen können wir uns zunehmend auf Maschinen verlassen, die unsere alltäglichen zeitraubenden Aufgaben erledigen, indem sie Content-Ressourcen markieren oder Käuferpräferenzen mit den passenden Produkten kombinieren.
 

Ein weiterer Schritt in Richtung Personalisierung durch Psychographie

Bisher basierten die meisten Targeting-Bemühungen auf sehr grundlegenden Merkmalen wie Geschlecht, Alter und Standort. Aber nur, weil zwei Menschen demografisch Nachbarn sind, bedeutet das noch lange nicht, dass sie die gleichen Vorlieben, Wertvorstellungen oder Persönlichkeitsmerkmale haben. Diese grundlegenden Eigenschaften beeinflussen unsere Gewohnheiten und unsere Entscheidungen. Was macht man also, wenn man personalisierte Inhalte anbieten möchte, die tiefer gehen als die Basiswerte?
Die regelrechte Explosion von Datenerfassungstechniken hat in den letzten Jahren zu einem Wachstum im Bereich der Psychographie geführt. Was gefällt Ihnen? Was sehen Sie sich an? Wie lange und zu welcher Tageszeit? Das alles wird Ihrem Persönlichkeitsprofil hinzugefügt. Durch diese Art von Datenerfassung lässt sich ganz gezielt herausfinden, welche Art von Person Sie wirklich sind. Das wird die neue Norm, mit neuen Standards für äußerst gezieltes Marketing.
Wenn Sie es schaffen, maschinelles Lernen auf Ihren vorhandenen Content anzuwenden – und die Ergebnisse mit dem kombinieren, was Sie über die Persönlichkeiten und Präferenzen Ihrer Käufer durch psychografische Profilierung kennen – dann haben Sie einen Weg gefunden, Inhalt und Commerce zu verbinden. Und das alles ohne den intensiven Aufwand eines manuellen Such- und Verbindungsprozesses.
Wenn Sie auf Ihrer Website mit einem extrovertierten potentiellen Kunden konfrontiert werden, können Sie sich in dieses Persönlichkeitsmerkmal einfühlen, indem Sie Inhalte auswählen, die dazu passen. Sie können dies auch auf ganz bodenständige, praktische Weise nutzen; zum Beispiel indem Sie jemandem Gegenstände in seiner Lieblingsfarbe anbieten.
Heute sind wir in einer Situation, in der uns so viele Online-Erlebnisse völlig irrelevant erscheinen; entweder erhalten wir einfach nur einen Produktkatalog und müssen selbst rausfinden, was wir benötigen und was erhältlich ist; oder der Ton und/oder der tatsächliche Inhalt harmonisiert nicht mit unseren persönlichen Charakterzügen.
Wo Content-orientierter Commerce von AI und Psychografie gelenkt wird, dort fügen sich die fehlenden Stücke zusammen. Das Ergebnis ist ein Kundenerlebnis, das von wunderbaren Begegnungen mit Ihrer Marke definiert wird.
 
 
 
 
Über unseren Autor
Herr Rasmus Skjoldan:

 

Rasmus Skjoldan, Lead Product Manager, Magnolia


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rasmus Skjoldan ist Lead Product Manager bei
www.magnolia-cms.com. Content Hubs und Omnichannel Content Management sind Herrn Skjoldans Steckenpferd. Vor Magnolia war er Brand Manager bei TYPO3, Experience Lead des TYPO3 Neos Open Source Projektes und Inhalts-Stratege bei Cope, einer Content Strategy Consulting Firma in Kopenhagen.
 
 
 
 
Weiterführende Informationen: www.magnolia-cms.com
 
 
Aufmacherbild / Lizenz / Quelle
Legislación Tecnologica IA.jpg  / CC-BY-SA- 4.0 / Wikimedia

Über die Unternehmenskultur in einem schnell wachsenden Start-up spricht Helmut Müller, Geschäftsführer Eve Sleep Ltd., mit der TREND-REPORT-Redaktion.
Deutsche, Engländer, Italiener, Franzosen, Schweizer, Amerikaner und Belgier revolutionieren gemeinsam die kon­ventionelle Matratzenindustrie. „Die nötige Offenheit, um in so einem internationalen Team zu arbeiten, bringen junge Menschen von Haus aus mit“, weiß Müller. Der ehemalige Unternehmensberater von Roland Berger nutzt seine interkulturelle Erfahrung aus Auslandsaufenthalten nun, um ein digitales Start-up zu formen.
Anstatt den Konsumenten mit einer Fülle unterschiedlicher Modelle zu verwirren, setzt man bei der Matratze aus dem Internet auf Einfachheit, gute Optik und hochwertige Qualität. „Als junges Unternehmen arbeiten wir permanent an der Verbesserung unserer Produkt“, erklärt Müller. Ein vernünftiger Preis und viel Service runden das Einkaufserlebnis ab.

„Wir trauen unserem Team etwas zu und dieses Vertrauen ist der Nährboden für eine enorme Motivation und Leistung“, erläutert Helmut Müller.

„Wir trauen unserem Team etwas zu und dieses Vertrauen ist der Nährboden für eine enorme Motivation und Leistung“, erläutert Helmut Müller.


Empfehlungen, die ein erheblicher Teil des Neugeschäfts  sind, sind mitverantwortlich für das monatliche Wachstum von zwanzig Prozent. „Natürlich bewerben wir unsere Produkt auch“, gesteht Müller, „aber auf eine sehr viel modernere Art, als es klassische Händler tun.“ Hier zahlt sich auch aus, dass alle Mitarbeiter Digital Natives sind.
Durch den Erfolg wächst auch das Team ständig. Selbstverantwortung, Motivation, sehr gute Analytik, Selbstvertrauen und ein positiver Charakter sind die Eigenschaften, die man mitbringen sollte. Vor allem Menschen auf der Suche nach Herausforderungen und Abwechslung bewerben sich.
„Im Grunde ändert sich alle drei bis sechs Monate das Aufgabenprofil“, berichtet Müller, der in diesem Zusammenhang auch auf die Karrieremöglichkeiten hinweist: „In klassischen Unternehmen dauert der Aufstieg oft jahrelang – bei uns geht das im Turbo-Tempo. Mitarbeiter, die ein paar Monate dabei sind, bekommen Kollegen für die sie verantwortlich sind.“ In bunt gemischten Teams kann sich dank flacher Hierarchien jeder so einbringen, wie es der eigenen Persönlichkeit entspricht. Die Mischung sorgt für die notwendige Kreativität in der Gruppe, weswegen auch auf Konventionen wie Kleidervorschriften verzichtet wird. „Wir wollen unsere Mitarbeiter individuell fördern und nicht nach unseren Vorstellungen.“ Als Teamleiter muss man sich dann auf die jeweiligen Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Backgrounds und Erfahrungen einstellen.
Zwar ist das Geschäftsmodell stark ergebnisorientiert, dennoch steht nicht nur die Erfüllung von Zielvorgaben im Vordergrund. „Ohne Vertrauen und Teamgeist“, so Müller, „kann ich mein Team nicht motivieren gesteckte Wachstums- und Expansionspläne zu realisieren.“ Erfolge werden dann vom ganzen Team gefeiert. „Da kann es schon mal vorkommen, dass spontan eine Feier stattfindet oder Applaus im Büro zu hören ist. Oberstes Prinzip ist Motivation und Spaß an der Arbeit.“
Weitere Informationen unter:
https://www.evemattress.de/

Über die Unternehmenskultur in einem schnell wachsenden Start-up spricht Helmut Müller, Geschäftsführer Eve Sleep Ltd., mit der TREND-REPORT-Redaktion.
Herr Müller, welchen Führungsstil praktizieren Sie heute, bzw. welcher Führungsstil wird Ihrem schnellen Wachstum gerecht?
In einem schnell wachsenden Unternehmen mit einem digitalen Geschäftsmodell wie eve sleep ist auf jeden Fall ein situativer Führungsstil geeignet. Durch unser Wachstum von über 20 Prozent pro Monat, wächst auch unser Team ständig. Starre Hierarchien kennen wir nicht, wir sind ein Start-up.  Deshalb sind die Teams bei uns bunt gemischt sind und setzen sich aus Mitarbeitern mit den unterschiedlichsten Backgrounds und Erfahrungen zusammen. Als Teamleiter muss man sich also auf die jeweiligen Mitarbeiter und deren Level einstellen, weil unsere Teams nach Aufgaben und nicht Hierarchien gebildet werden.
Welche Führungsprinzipien sind für Sie wichtig?
Obwohl wir als digitales Start-up das Ziel verfolgen, eine konventionelle Industrie wie die Matratzenindustrie zu revolutionieren und zu digitalisieren, sind auch klassische und bewährte Führungsprinzipien bei uns wichtig. Unser Geschäftsmodell ist stark ergebnisorientiert und das schlägt sich auch im Führungsstil wieder. Ergebnisorientiert heißt bei uns aber nicht, dass es nur um die Erfüllung von Zielvorgaben geht. Viel wichtiger sind Vertrauen, Teamgeist und Engagement. Ohne Vertrauen und Teamgeist kann ich mein Team nicht motivieren, gesteckte Wachstums- und Expansionspläne zu realisieren. Gemeinsamkeit steht bei uns ganz weit oben: Erfolge werden vom ganzen Team gefeiert. Da kann es schon mal vorkommen, dass spontan eine Feier stattfindet oder Applaus im Büro zu hören ist. Oberstes Prinzip ist Motivation und Spaß an der Arbeit.
Wo und wie konnten Sie sich Ihre Management-Kompetenz im Vorfeld aneignen? 
Ich war vorher bei der Unternehmensberatung Roland Berger. Da habe ich eine Menge gelernt, insbesondere habe ich auch im Ausland gearbeitet. Diese interkulturelle Erfahrung nutzt mir jetzt bei eve sleep sehr, denn wir sind ein internationales Team. Außerdem hat mich das Center for Digital Technology und Mangement sehr gut auf das Entwickeln von Startups vorbereitet.
Welche Fähigkeiten sind nötig um die kulturellen Unterschiede in Ihrem Unternehemen zu managen? 
Das Team von eve sleep setzt sich aus vielen unterschiedlichen Nationen zusammen. Da gibt es neben Deutschen und Engländern auch Italiener, Franzosen, Schweizer, Amerikaner oder Belgier. Die nötige Offenheit, um in so einem internationalen Team zu arbeiten, bringen junge Menschen von Haus aus mit. Bei einem Start-up bewerben sich Menschen, die Herausforderungen und Abwechslung suchen und nicht eine 9 to 5 Routine bzw. klar begrenzte und immer wieder gleiche Aufgaben oder ein homogenes Umfeld.
Was macht Ihr Unternehmen für Mitarbeiter attraktiv?
Bei eve sleep haben Mitarbeiter die Möglichkeit sehr schnell sehr viel Verantwortung zu übernehmen. Das reizt viele. In klassischen Konzernen dauert der Aufstieg oft Jahrelang – bei uns geht das im Turbo-Tempo. Wir trauen unserem Team etwas zu und dieses Vertrauen ist der Nährboden für eine enorme Motivation und Leistung. Viele wollen auch einfach Teil einer Erfolgs- und Wachstumsstory sein oder etwas verändern und bewegen. Diese Möglichkeit bieten wir. Flache Hierarchien ermöglichen, dass sich jeder so einbringen kann, wie es der eigenen Persönlichkeit entspricht. Ein wesentliches Kriterium ist, dass wir unsere Mitarbeiter nicht in Konventionen pressen, z.B. Kleidungsvorschriften. Diese Konformität ist nicht förderlich für eine kreative Arbeitsweise. Wir wollen unsere Mitarbeiter individuell fördern und sie nicht unseren Vorstellungen anpassen.

Wie verkraften Sie das schnelle Wachstum hinsichtlich der Mitarbeitersituation?
Es gibt bei der Einstellung eine No Asshole Policy, so kann man auch in stressvollen Zeiten gut zusammenarbeiten. Darüber hinaus werden neue Mitarbeiter schnell in die jeweiligen Teams integriert und sind nach kürzester Zeit nicht mehr die neuesten. Am wichtigsten ist aber natürlich, dass alle neuen Mitarbeiter eine Arbeit erledigen, die gebraucht wird. Das heißt, alle freuen sich, wenn jemand neues an Bord ist, da man weiß, dass dieser einem das eigene Leben erleichtern wird. Das ist ein sehr positiver Start für alle Mitarbeiter.
Welche Fähigkeiten muss ein Mitarbeiter mitbringen? 
Selbstverantwortung, Motivation, sehr gute Analytik, Selbstvertrauen, positiven Charakter.
Wie schaffen Sie es, die Agilität Ihrer Teams zu fördern?
Das Wachstum an sich schafft ständige Veränderungen. Mitarbeiter, die ein paar Monate dabei sind, bekommen Kollegen für die sie verantwortlich sind und neue Aufgabenbereiche. Im Grunde ändert sich alle 3-6 Monate das Aufgabenprofil.
Nutzen Sie auch Crowdworker?

Nein. Wir nutzen Freelancer für bestimmte Projekte. Crowdworker nutzen wir nicht.
Wie wichtig ist die Digitalisierung und das technische Know-how in Ihrem Unternehmen? 
Bei uns ist Digitalisierung nicht ein Buzz-Word, das auf Führungsebene besprochen wird. Bei uns wird sie gelebt. Jeder unserer Mitarbeiter ist, wenn sie so wollen, ein Digital Native, der mit digitalen Anwendungen und Social Networks aufgewachsen ist. Diese Stärke spüren wir vor allem beim Online Marketing.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Matratzengeschäft umzukrempeln?
Jas und James, zwei der Gründer,  waren  schon im Matratzen-Business tätig. Ein lukrativer Markt – aber wenig innovativ. Der Markt bietet stabile Umsätze, deshalb hatten es viele Player einfach nicht nötig, sich zu verändern. Langweilige Matratzenabteilungen, ein viel zu unübersichtliches Angebot und wegen hoher Zwischenhandelsmargen sehr hohe Preise. Matratzenkauf machte wenig Spaß und war nervig. Im Grunde ein ungeliebtes Must. Das muss sich doch ändern können, dachten sich Jas und James. So entstand die Idee zu einer Matratze, die für viele Schlaftypen passt, stylisch ist und die ohne Aufwand bequem im Internet bestellt werden kann.  Wenn man heute durch klassische Matratzenabteilungen geht, hat man das Gefühl, nicht informiert, sondern verwirrt zu werden. Allein schon wegen dieser Unmengen an Pseudo-Fachbegriffen. Diese ganzen unterschiedlichen Matratzenmodelle sind nichts weiter als Marketing. Auf einer guten Matratze können viele unterschiedliche Menschen sehr gut schlafen. Wir holen den Konsumenten ab und bieten Transparenz und Einfachheit an. Mit Simplicity ist auch Apple zum Erfolg gekommen.
Inwiefern unterscheidet sich Ihr Geschäftsmodell generell vom stationären Handel? 
Wir konfrontieren den Konsumenten nicht mit einer Fülle von unterschiedlichen Produkten und Modellen. Die Welt ist doch heute schon kompliziert genug. Wir bieten ein Produkt in jeder Kategorie an – also Matratzen, Bettwäsche oder Kissen. Das ist dann aber das Beste. Einkauf soll kein schwieriger Entscheidungsprozess, sondern einfach sein und Spaß machen. Diese einfachen Grundsätze wurden vom klassischen Handel über Jahre schlicht missachtet. Die Umsätze waren gut, denn jeder braucht eine Matratze. Auch in puncto Service hat man sich nicht gerade viel einfallen lassen. Die größte Angst ist doch, eine falsche Matratze zu kaufen. Ob eine Matratze die richtige ist, finden sie aber nicht bei einem kurzen Probeliegen heraus. Bei uns können sie die Matratze zu Hause hundert Nächte lang probeliegen. Das ist das längste Probeliegen der Welt und schließt einen Fehlkauf aus.
Wie haben Sie es geschafft, den Markt für Matratzen so schnell und dynamisch anzugehen? 
Wir sind mit einem guten Produkt an den Start gegangen und haben uns klar auf den Onlinevertrieb konzentriert. Ein vernünftiger Preis, viel Service und ein gutes Einkaufserlebnis überzeugen. Natürlich bewerben wir unser Produkt auch – aber auf eine sehr viel modernere Art, als es klassische Händler tun.
Wieviel Lifestyle verträgt das Schlafzimmer und welche Lifestyle-Produkte rund ums Schlafzimmer sind in diesem Kontext gerade Ihrerseits in der Mache? 
In welchem Zimmer halten sich die Menschen am meisten auf? Es ist das Schlafzimmer. Und deshalb sollte gerade hierauf sehr viel Wert gelegt werden. Lifestyle und Qualität schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Eine gute Optik ist Teil der Qualität. Matratzen müssen nicht grau und hässlich sein. Sie können genauso stylish sein, wie andere Wohntextilien. Wir arbeiten derzeit am Aufbau einer regelrechten Schlafwelt. Wir haben die Vision, dass Kunden bei uns alles rund um das Thema Schlaf kaufen können – alles im gleichen Design und in der gleichen hochwertigen Qualität. Als junges Unternehmen arbeiten wir auch permanent an der Verbesserung unserer Produkte, so wie Apple und jedes innovative Unternehmen das auch tun.
Wie wichtig ist gute Qualität im Kontext von Empfehlungen für Ihr Geschäftsmodell? 
Empfehlungen machen einen erheblichen Anteil des Neugeschäfts aus. Aber Kunden informieren sich auch im Internet, zum Beispiel bei Trusted Shops. Ohne gute Bewertungen geht nichts.
Wo steht Eve in den nächsten ein bis zwei Jahren?
Klare Nummer 1 in Europa mit hervorragenden Produkten, die es dem Kunden einfach machen sich zu entscheiden, da er weiß, dass er bei eve sleep ein hervorragendes Produkt bekommt, das auch noch gut aussieht.
Welche Wachstumspotentiale hält der Markt noch bereit? 
In allen relevanten europäischen Märkten werden wir Rang 1 oder 2 im Bereich One-fits-all Matratzen. Das Wachstumspotential ist noch riesig. Immer noch kennen sogar im heißumkämpften deutschen Markt viele Konsumenten das Konzept nicht, oder trauen dem Konzept nicht. Dies wird sich ab einer gewissen Marktdurchdringung verändern. Durch die Zunahme der Bedeutung von Schlaf, werden höhere Ausgaben in dem Bereich getätigt werden, so dass der Anteil der Premium Matratzen zunimmt.
Welche Märkte wollen Sie in Zukunft erschließen? 
Wir expandieren in Europa, und haben auch die USA fest im Blick.
Wie ist es Ihnen bisher gelungen die Transportkosten so niedrig zu halten? 
Wir können selbst 200x220cm Matratzen aus einem Kern in einer einzigen Box per Paketdienst (DHL Express) versenden. Das ist übrigens derselbe Service, mit dem auch ein iPhone zugestellt wird.

Weitere Informatiotionen: www.evemattress.de
Twitter: www.twitter.com/Eve_SleepDE
Facebook: www.facebook.com/evemattress.de
Bildlizenz: Eve Sleep

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Auf über 260 Seiten haben wir in Form von Gastbeiträgen, Interviews und Fall­beispielen die Digitalisierung und ihre Aus­wirkungen auf Unternehmen und Wirtschaft
beschrie­ben.
Gleichzeitig haben wir wichtige und aktuelle „Quer­schnittsthemen“ von Big Data bis Cloud-Computing dazu mit Querverweisen ins Verhältnis gesetzt.
Wichtig war unserer Redaktion da­bei, neue Geschäftsmodelle, die durch die Digitalisierung für Unternehmen entstehen, hervorzuheben.
Die The­menkonvergenz der Digitali­sierung hat uns dabei am meisten beschäftigt.
 
 
Das Buch wird regelmäßig aktualisiert auf unserer digitalen Plattform im Internet.
Un­ter http://www.handbuch-digitalisierung.de
halten wir alle Inhalte des Buches für Sie zum kostenfreien Download vor.
Wer darüber hinaus ein Printexemplar bestel­len und gemütlich lesen möchte, kann dies über den Buchhandel oder im Internet online bei Amazon realisieren.
Print-ISBN: 978-3-9818482-0-5
 
Multiplikatoren wie Journalis­ten und Blogger dürfen unse­re Inhalte jederzeit auch unter kommerziellen Aspekten bei Nennung der Quelle und des Autors kopieren und ändern.
Die Änderungen müssen her­vorgehoben werden und das entstandene neue Werk muss unter derselben Textlizenz wie­der gemeinfrei zur Verfügung gestellt werden.
So können wir und der Themenumfang ge­meinsam wachsen.
In diesem Kontext soll durch die eingesetzte Freie Textlizenz (CC BY SA 3.0 DE) allen Au­toren und allen Lesern die Möglichkeit gege­ben werden, ihre Inhalte online zu ändern und damit stets aktuell zu halten.
Da wir mit dem jetzigen Umfang des Werkes nur einen Bruchteil der wichtigsten Digitalisierungs­strategien vorstellen konnten, machen wir online weiter.
Wenn Sie im Handbuch für Sie wichtige Bei­träge und Artikel finden, können Sie diese über unser E-Paper und über unsere Webseite jederzeit mit Bekannten und Freunden teilen. Unsere Inhalte mit der gewählten gemeinfrei­en Creative-Commons-Textlizenz sind prä­destiniert, um in den Sozialen Netzwerken geshared zu werden.
Sollte die Startauflage von 2 000 Printexem­plaren vergriffen sein, müssen Sie trotzdem nicht auf die „Papierausgabe“ verzichten. Wir drucken dann extra ein Exemplar für Sie mit der Printing-on-Demand-Technologie. Da unsere Inhalte ja gemeinfrei sind (Open Con­tent), zahlen Sie nur für die Verarbeitung und das Papier.
Für Anregungen, Feedback und Kritik kön­nen Sie unsere Autoren gerne über das On­line-Formular unter http://www.handbuch-digitalisierung.de erreichen.
Wir möchten mit unserem Werk kleine und mittlere Unternehmen sowie den deutschen Mittelstand ansprechen und sie für die Digi­talisierung sensibilisieren.
Das Handbuch-Digitalisierung geht auch Hand in Hand mit
unserer Printausgabe TREND REPORT. Die Wirtschaftszeitung be­gleitet regelmäßig das Handelsblatt als Supple­ment (Fremdbeilage). Mit TREND REPORT haben wir die erste Wirtschaftszeitung ge­schaffen, die „Freie Inhalte“ generiert, veröf­fentlicht und im Web viral verbreitet.
Die gesammelten The­men und Reportagen aus TREND REPORT haben wir jeweils in Form des Expertenpanels mit den Themen im Buch verknüpft.
Wir haben die Reportagen und Gastbeiträge nur kurz thematisch umrissen. Die kompletten Beiträge können Sie hier lesen.
Bedanken möchten wir uns bei der freien Enzyklopädie Wikipedia und bei winfwiki, der Wissensdatenbank rund um Themen der Wirtschaftsinformatik. Die Open-Content- Seiten haben uns sehr geholfen, die Themen­matrix zu erstellen und thematische Erklärun­gen für unser Werk zu generieren.
 
Wir wünschen Ihnen einen schönen Jahresausklang und viel Spaß beim Lesen!
 
 
Ihre Redaktion
 
 
PS.: Coming soon…
Zusätzlich veröffentlichen wir das gleichnami­ge E-Book unter dem E-Pub-2.0-Format. Wir sind dann damit auf allen gängigen E-Book-Rea­dern lesbar und an die bekanntesten Appsto­res angebunden.

Wie digitale Technologien die Zukunft vieler Unternehmen bedrohen und was heute getan werden muss, um zu den Gewinnern des Wandels zu zählen
„Künftig überleben nur die Unternehmen, die ständig in Bewegung sind. Wer dagegen an alten Geschäftsmodellen festhält, stirbt schnell.“
Sebastian Thrun, deutscher Informatiker und Gründer des Forschungslabors Google X, im Spiegel 10/2015
“Digitale Transformation” ist das Reizwort der kommenden Jahre: Wer sich ihr nicht stellt, den wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Im 19. Jahrhundert waren es Dampfmaschinen, die die Welt veränderten. Heute ist die digitale Vernetzung dabei, ähnlich tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft auszulösen. Ganze Branchen müssen zusehen, wie ihr Geschäftsmodell beinah über Nacht obsolet wird, hinweggefegt von der disruptiven Kraft der digitalen Veränderung.
Tim Cole gilt als „Wanderprediger des deutschen Internets“ (Süddeutsche Zeitung). Sein Buch „Erfolgsfaktor Internet“, das 1999 bei Econ erschien, wurde zum Bestseller, weil es erstmals in einer für Manager verständlichen Sprache erklärte, warum das Internet für Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Zuletzt sind von ihm bei Hanser die Bücher „Unternehmen 2020 – Das Internet war erst der Anfang“ und „Digitale Aufklärung“ erschienen. Als Kommentator schätzt man seine klaren, neutralen Analysen und seine kritische Einschätzung technologi-scher Entwicklungen sowie ihre Folgen für Wirtschaft.
Das Buch richtet sich an Führungskräfte, Unternehmer und an Interessierte Laien.
Weitere Informationen zu dem Titel finden Sie unter www.vahlen.de/14946914.
Lizenz Aufmacherbild: Verlag Franz Vahlen GmbH
 
Eine ausführliche Rezension folgt in Kürze.

Eine Studie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder
Was Deutsche von Chinesen unterscheidet – und was sie verbindet: Das Technologieunternehmen Huawei stellt am 12. Mai in Berlin seine große Studie „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“ vor. Schwerpunkt in diesem Jahr: die Digitalisierung.
Für Chinesen ist Deutschland das zweitbeliebteste Land der Welt – knapp hinter Frankreich. Für Deutsche ist China einer der wichtigsten Handelspartner – zum Teil noch vor den USA. In Sachen Digitalisierung aber ticken die Menschen beider Nationen am unterschiedlichsten: 60 Prozent der Deutschen glauben, dass durch die fortschreitende Digitalisierung bestehende Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Gegensatz dazu sind 57 Prozent der Chinesen davon überzeugt, die Digitalisierung schaffe zusätzliche Arbeitsplätze. Grundsätzlich gilt: Während 53 Prozent der Deutschen digitale Innovationen eher als Gefahr wahrnehmen, sehen rund 66 Prozent aller Chinesen den Nutzen. Das ist ein Ergebnis der großen Länder-Studie des Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmens Huawei, die nach 2012 und 2014 nun zum dritten Mal vorgelegt wird. Erstmals wird in diesem Jahr der „Digitalisierung“ ein eigener Thementeil gewidmet.
Neben dem Fokusteil zur Digitalisierung untersucht die Studie die Wahrnehmungen in den Themenbereichen „Politik und Staat“, „Wirtschaft und Innovation“ sowie „Gesellschaft und Kultur“. Aber auch Spontanassoziationen werden abgefragt. So fallen Chinesen eine starke Wirtschaft (66 Prozent), Autos (34 Prozent) und Technologie (30 Prozent) ein, wenn sie an Deutschland denken. Immerhin zwölf Prozent denken an Bier, elf Prozent an Fußball. Doch auch Deutschen fällt die starke Wirtschaft als Erstes ein, wenn sie an China denken (34 Prozent). 16 Prozent denken an das Bevölkerungswachstum, 14 Prozent an Menschenrechtsverletzungen. Angela Merkel ist die viertbekannteste deutsche Persönlichkeit in China (19 Prozent). Damit liegt die Bundeskanzlerin noch hinter Marx (25 Prozent) und Goethe (20 Prozent). Den Deutschen fällt mehrheitlich nur Mao Zedong ein (54 Prozent), wenn sie an berühmte Chinesen denken. Grundsätzlich haben die Menschen beider Länder großes Interesse aneinander, z.B. daran, das andere Land zu bereisen. Mit 74 Prozent liegt Deutschland auf Platz zwei der beliebtesten Länder Chinas – knapp hinter Frankreich (75 Prozent). 45 Prozent der Chinesen könnten sich sogar vorstellen dauerhaft oder auf Zeit in Deutschland zu leben. „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen erneut, die gegenseitige Wahrnehmung ist immer noch nicht frei von Klischees. Dennoch ist das Interesse der Menschen in Deutschland und China aneinander gleichweg hoch. Die besten Voraussetzungen, um den interkulturellen Dialog zwischen beiden Ländern zu intensivieren und mehr Angebote für einen Austausch zu schaffen. Genau das soll die Huawei-Studie leisten“, so Torsten Küpper, Vice President von Huawei Deutschland.
Die Huawei-Studie wurde in Zusammenarbeit mit GIGA German Institute of Global and Area Studies, der Universität Duisburg-Essen und TNS Emnid durchgeführt. Insgesamt wurden bei der repräsentativen Befragung 2.600 Personen (jeweils 1.000 aus der Bevölkerung, je 200 Wirtschaftsentscheider und je 100 politische Entscheider beider Länder) interviewt. Die Wahrnehmungen wurden durch empirische Befunde und statistische Kennzahlen in einen wissenschaftlichen Gesamtkontext gestellt. Zudem wurde in einer Medienanalyse die Berichterstattung wichtiger Printmedien über das jeweils andere Land ausgewertet.
Chinesen geben persönliche Daten freigiebiger weiter
Wie denken Deutsche und Chinesen über den Schutz persönlicher Daten? Die Studie gibt auch hierzu Aufschluss. Unter der Bedingung, dass finanzielle Vorteile gewährt werden, wären 69 Prozent der befragten Chinesen bereit, persönliche Daten zum eigenen Fahrverhalten an ihre Autoversicherung weiterzugeben; rund 67 Prozent würden Gesundheitsdaten an ihre Krankenversicherung übermitteln. Deutsche hingegen sind bei diesem Thema sehr viel zurückhaltender. 60 Prozent würden es ablehnen, dass Daten über ihr Fahrverhalten von ihrer Autoversicherung eingesehen werden können. Persönliche Gesundheitsdaten gegen finanzielle Vorteile einzutauschen, lehnen 75 Prozent aller Befragten ab.
Überraschend ist das Ergebnis zum alltäglichen Umgang mit digitalen Produkten: Deutsche sind der Meinung, Kinder seien mit knapp 13 Jahren reif genug, um ein eigenes Smartphone zu besitzen. Nach Ansicht der Chinesen sollten Kinder indes erst ab einem Alter von 15 Jahren ein eigenes Smartphone erhalten (Mittelwert). Fast jeder zweite Chinese (47 Prozent) hält sogar ein Alter von 16 bis 18 für angemessen.
Chinas wirtschaftliche Stärke bereitet Deutschen weniger Sorge
In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Stärke Deutschlands an Positivbedeutung gewonnen. 61 Prozent der Chinesen schreiben dem deutschen Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle für die chinesische Konjunktur zu. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch 2014. Aus deutscher Sicht wird die wirtschaftliche Stärke Chinas nur noch von 34 Prozent der Wirtschaftsentscheider als Bedrohung wahrgenommen (2014: 51 Prozent). Insgesamt schätzt die Mehrheit der Deutschen – wie auch schon 2014 – dass die Handelsbeziehungen zu China ebenso wichtig bzw. wichtiger sind als die zu den USA (82 Prozent). Der Anteil derjenigen, die einen positiven Zusammenhang zwischen chinesischen Investitionen und Arbeitsplätzen in Deutschland sehen, ist sogar gestiegen. „Durch Beschäftigungs- und Standortgarantien haben chinesische Investoren bisher bei der Übernahme deutscher Unternehmen Arbeitsplätze gesichert“, so Dr. Margot Schüller, Senior Research Fellow am GIGA. „Die meisten chinesischen Muttergesellschaften investieren weiter in die Unternehmen. Technologieorientierte Unternehmen sind vor allem an der deutschen Forschungslandschaft und an Kooperationen mit deutschen Hightech-Unternehmen interessiert und haben hier eigene Tochterfirmen gegründet.“
Deutsche sehen Hightech-Kompetenz chinesischer Unternehmen
Zwar ist der Großteil der Deutschen der Meinung, China stünde in erster Linie für Massenproduktion (85 Prozent). Doch das Bild wird differenzierter. Rund 64 Prozent glauben an die internationale Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Technologieprodukte, 83 Prozent sprechen chinesischen Unternehmen eine Kompetenz im Bereich Hightech zu. Auch nimmt die Bekanntheit chinesischer Marken konstant zu. Inzwischen kennt jeder dritte Deutsche Huawei. Weiterhin gehören Lenovo (36 Prozent), Alibaba (15 Prozent) und Yingli Solar (12 Prozent) zu den bekanntesten chinesischen Marken in Deutschland. Interessant: Mit zunehmender Markenbekanntheit wächst auch die Überzeugung, dass chinesische Unternehmen innovativ sind (40 Prozent bei Huawei, 2014 noch 28 Prozent). In China dominieren weiterhin die deutschen Automarken. BMW (89 Prozent), Mercedes (88 Prozent) und Volkwagen (87 Prozent) führen vor Siemens (82 Prozent), Adidas (76 Prozent) und Nivea (64 Prozent) die Rangliste der bekanntesten Marken an.
Alle Ergebnisse und Informationen zur Studie finden Sie auf http://www.huawei-studie.de
 
Bildquelle: flickr.com  See-ming Lee
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