Unser Leben hat sich geteilt: Vor der Corona-Pandemie und danach. Ob wir bereits im „danach“ angekommen sind, ist noch nicht absehbar, aber eines ist sicher – viele Dinge und Verhaltensweisen haben sich geändert. Was geht und was bleibt? Was hat uns nachhaltig beeinflusst? Aus Sicht des Handels und der Paymentunternehmen hat sich am Point-of-Sales insbesondere das Bezahlverhalten gewandelt.

Wer hätte das vorhersehen wollen – Hinweisschilder bei den großen Handelsunternehmen appellieren an die Kunden für eine bargeldlosen Zahlung. Hygiene, aber auch Schnelligkeit ohne Schlange stehen haben dem Bargeld ein wenig von seinem alten, übermächtigen Präsenz genommen. Speziell kontaktloses Zahlen hat an
Beliebtheit gewonnen, was auch Zahlen des CCV Netzbetriebs belegen: Exponentielle Wachstumsraten begleiten die Monate der Lockdowns, insbesondere für die Girocard kontaktlos. Auch die Erhöhung des Betrags zur kontaktlosen Zahlung ohne PIN-Eingabe auf 50 € durch die Deutsche Kreditwirtschaft hat ihr übriges für die gestiegene Akzeptanz getan.

Ein Trend, der bleiben wird – denn Hygiene, Schnelligkeit und Komfort werden auch in Post-Coronazeiten geschätzt werden. Frühere Hemmschwellen eingefleischter Bargeldzahler wurden überwunden, um nicht wieder aufgebaut zu werden. Dieses neue Bezahlverhalten gilt es nun auf Seiten von Paymentbranche und auch Handel aufzugreifen und zu pflegen, ist es doch der erste große Schritt für die Akzeptanz und Etablierung neuer, digitaler Lösungen am Point-of-Sales.


Unsere Autorin

Susanne Kohlhofer ist seit 2008 als Corporate Communication Lead beim Paymentdienstleister CCV fest in der Paymentbranche verankert und begleitet die neuesten Entwicklungen, Trend und Innovationen am bargeldlosen Point-of-Sales.


Warum ist Digitalisierung am Point-of-Sales so wichtig?

Wir leben in einer neuen Gesellschaft der Apps, die als kleine, schlanke Programme unser Leben begleiten, bereichern und auch erleichtern. Für Prozesse am Point-of-Sales waren ähnliche Set-ups auf den klassischen Paymentterminals bisher nicht abbildbar, denn Sicherheitsbestimmungen und Zertifizierungen ließen Installationen abseits reiner Bezahlfunktionen nicht zu.

Heute wandelt sich das Bild: Die neue Generation Bezahlterminals arbeitet mit einem Android-Betriebssystem, das bereits in sich Vorteile birgt wie z.B. ein hervorragendes Batteriemanagement – eine hoch effiziente Leistung, die sich aus den stetigen Optimierungen für den Smartphone Betrieb ergibt.


„Die heutige Entwicklung zeigt, dass Kartenzahlungen und im nächsten Schritt Mobile Payment über die digitalen Wallets auf Smartphones und Smart Watches sich als Standardbezahlmittel immer stärker in den Köpfen der Verbraucher als gut und vorteilhaft festsetzen.“


Apps verbinden und schaffen Mehrwerte – gerade am Point-of-Sales, der als Touchpoint in jeder Customer Journey vorkommt und nachhaltige Eindrücke schafft. Die Vorteile der Apps richten sich hier sowohl an Händler als auch an deren Kunden. Der Händler hat erstmalig die Chance, seine Kassenperipherie mit Apps schnell und on-demand zu optimieren und muss nicht zwingend in additive Hardware investieren. Trial-versions von z.B. Kassensystemen auf App-Basis helfen, das richtige Programm zu testen und damit vertraut zu werden. Neue Geschäftsmodelle oder – wie auch während der Corona-Pandemie – neue Anforderungen lassen sich durch Apps schnell aufgreifen, z.B. der Umstieg auf Lieferservice oder die Verknüpfung von stationärem Geschäft mit einem Onlinesortiment.

Die klassische Customer Journey hat sich gewandelt, ebenso wie unser Verständnis von Komfort. Der Supermarkt wird nicht mehr nur für den Wocheneinkauf angesteuert, sondern z.B. auch für die zwischenzeitliche Betankung des e- oder Hybridfahrzeugs. Die bargeldlose Bezahlung an der Ladesäule und an der Kasse im Markt soll in Art und Komfort identisch und optimalerweise miteinander verquickt sein: Eine Stunde Tanken beinhaltet einen Kaffee-to-Go gratis oder umgekehrt eine gratis Stromladung für die Dauer des Einkaufs. Diese moderne Art des Cross Selling muss durch moderne Bezahlsysteme unterstützt werden und im Hintergrund für den Händler bzw. Betreiber zu homogenen und schnell integrierbaren Systemen zusammengefasst werden – über Android-basierte Managementtools eine leichte Übung.

Im Self-Service Bereich erweisen sich Bezahlterminals mit Android-Technologie als besonderer Meilenstein. Der bisher statische Verkauf an Automaten (Vending, Parken, Public Transport oder Ticketing) gewinnt an Dynamik und damit eine höhere Kundenbindung. An hochmodernen Geräten wie dem CCV IM30 können Preise stundenaktuell konfiguriert werden und interaktive Service-Apps via Kamera aktiviert werden, um nur einige der Funktionen zu nennen.

Digitale Terminals sind im Kommen

Apps sind in unserem Leben bereits fest etabliert und deren flexible und on Demand Nutzung nicht nur beliebt, sondern auch bereits Standard. Die heutige Entwicklung zeigt, dass Kartenzahlungen und im nächsten Schritt Mobile Payment über die digitalen Wallets auf Smartphones und Smart Watches sich als Standardbezahlmittel immer stärker in den Köpfen der Verbraucher als gut und vorteilhaft festsetzen.

Wenden sich die mobilen Wallets an den Endverbraucher – also denjenigen, der die Zahlung tätigt – so kristallisiert sich am anderen Ende das Smartphone auch als Business-Gerät für den Händler heraus. Was liegt also näher, als das Smartphone selbst in ein Bezahlterminal zu verwandeln?

Auch dies ist schon heute möglich durch die Installation von sogenannten SoftPOS Apps, die mit allen Sicherheitsvorkehrungen das Smartphone zu vollwertigen Kartenlesern aufrüsten.

Diese digitalen Terminals sind die Basis für eine Zukunft, in der Androidsysteme über Displays Kartenakzeptanzen ermöglichen und über eine PIN-on-Glas Technologie auch die Eingabe von PIN-Nummern abbilden können. Die Deutsche Kreditwirtschaft, als Institution für sämtliche Sicherheitsfragen im Bereich Payment verantwortlich, hat für die „CCV PhonePOS“ als erstem digitalen Terminal die Zertifizierung für die girocard, dem wichtigsten deutschen bargeldlosen Bezahlmittel, anerkannt.

Heute sehen ca. 68 % der CIOs der großen Retailunternehmen (Quelle: EHI Retail Technology Research 2021) mittelfristig weiterhin klassische Terminals an den Kassenplätzen. Der Blick ist jedoch schon nach vorne in die Zukunft gerichtet. So sind Androidsysteme vorherrschend an vielen strategisch wichtigen Touchpoints der Customer Journey, man denke auch an die Infotainmentsysteme in Fahrzeugen, die sich mit den Android-Apps auf den Smartphones der Insassen verbinden.

Komfortables und modernes Bezahlen muss sich diesen Gegebenheiten anpassen, die Nutzung von Apps auf den heutigen Kartenterminals ist ein erster Schritt. Die Technologien von morgen wie das digitale Terminal CCV PhonePOS benötigen noch einen Schub im Sinne von Akzeptanz und Vertrauen. Die großen Finanzinstitute sind bereits am Zug, die Kartenakzeptanz per Smartphone unter eigener Marke in ihr Portfolio aufnehmen und unter ihrem Schirm einem breiten Markt zugänglich machen.

Auf Verbraucherseite verbinden sich nahtloses Bezahlen und Services am Point-of-Sales im Sinne eines umfassend komfortablen Einkaufserlebnisses, das nicht an der Kassenzone Halt macht.

https://www.ccv.eu/de/

Eine empirische Studie zu ihrem Nutzen an Einzelhandelsgeschäften

von Univ.-Prof. Dr. Hendrik Schröder und Dr. Sophie König

QR-Codes, die Händler an ihren Schaufenstern und Fassaden anbringen, lassen sich als eine Möglichkeit betrachten, die Wettbewerbssituation der stationären Geschäfte zu stärken. Der Gedanke: QR-Codes erhöhen die Reichweite der Geschäfte, wenn sie erstens Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichen, zweitens Kunden ansprechen, die während der Öffnungszeiten das Geschäft nicht betreten wollen oder können, und drittens Kunden interessieren, die zwar im Geschäft sind, aber vor dem Betreten oder nach dem Verlassen des Geschäftes noch Informationen oder den Zugang zu Online-Seiten erhalten, die sie innerhalb des Geschäftes nicht erlangen. QR-Codes haben das Potenzial, anonyme Kunden zu „persönlich bekannten“ Kunden zu entwickeln. Wenn die Kunden bereit sind, ihre persönlichen Daten anzugeben und der Zusendung von Informationen einzuwilligen, so eröffnen sich den Händlern neue Wege der persönlichen Ansprache. Nicht ausgeschöpft werden kann das Potenzial, wenn die QR-Codes nur schlecht wahrzunehmen sind, ihr Gebrauch Probleme bereitet, der vermittelte Nutzen fraglich ist oder die Passanten die QR-Codes nicht scannen.

Die Einschätzung der Praxis

Es gibt eine Reihe von Veröffentlichungen aus der Praxis, die über Erfolgsgeschichten der QR-Codes schreiben, QR-Codes auf Erfolgskurs sehen oder über Erfolg versprechende Einsatzmöglichkeiten berichten, ohne sich auf empirische Ergebnisse zu stützen. Um eine solche Basis zu schaffen, haben wir eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt. Wir haben QR-Codes an Geschäften erhoben und ausgewertet sowie Händler und Passanten zur Akzeptanz von QR-Codes befragt (zum Untersuchungsdesign siehe Kasten, ausführlich zu der Untersuchung siehe Schröder/König, 2017).

Welche Händler QR-Codes anbringen

Wir schildern hier unsere Beobachtungen aus dem Jahr 2014. Sie zeigen zunächst, dass der Anteil der Einzelhandelsgeschäfte mit QR-Codes in jeder der sieben Städte lediglich bei einem Fünftel oder weniger liegt. Anders ausgedrückt: Die klar überwiegende Mehrheit der Einzelhändler verzichtet auf den Einsatz dieser Art von QR-Codes.
Des Weiteren zeigt sich:

Ober-, Mittel- und Unterzentren unterscheiden sich nicht wesentlich, was den jeweiligen Anteil der QR-Codes an den Einzelhandelsgeschäften betrifft.
Einzelhandelsgeschäfte in Hauptlagen haben einen höheren Anteil an QR-Codes als Geschäfte in Nebenlagen.
Filialisierte Betriebe haben einen höheren Anteil an QR-Codes als Betriebe selbstständiger Einzelhändler.

Somit setzen viele strukturell benachteiligte Einzelhändler, nämlich solche in Orten mit niedriger Zentralität, in Nebenlagen und mit weniger Ressourcen ausgestattete Selbstständige, nicht oder in nicht zielführender Weise auf QR-Codes an ihren Geschäften, um sich mit der digitalen Welt zu verbinden.

Wo sich QR-Codes finden und wo die Nutzer landen

Rund 59 % aller QR-Codes sind im Schaufenster platziert, knapp 27 % auf einer Glastür und gut 10 % am Türrahmen. Es finden sich kaum QR-Codes an Fassaden, an Säulen und in Schaukästen der Geschäfte. Die Personen, die die QR-Codes erhoben haben, haben in 70 % der Fälle gesagt, dass ihre Auffindbarkeit leicht gewesen sei.

Die Filialbetriebe leiten die Nutzer mit ihren QR-Codes zu großen Teilen entweder auf reine Informationsseiten, in ihre Online-Shops oder zu sozialen Medien. Dagegen ist der Anteil von Verlinkungen zu Online-Shops bei den Betrieben selbstständiger Einzelhändler deutlich geringer, was schlicht daran liegt, dass sie über weniger Online-Shops verfügen als die Filialsysteme. Sie leiten überwiegend weiter zu Informationsseiten, mit einem erheblichen Anteil an Seiten fremder Marken. Auch zeigte sich: Die Qualität der QR-Codes filialisierter Betriebe ist besser als die von Betrieben selbstständiger Einzelhändler, sie haben einen deutlich höheren Anteil mobil-optimierter QR-Codes.

Was die Einzelhändler zu QR-Codes sagen

Ende 2015 haben 102 Einzelhändler die Fragen beantwortet, aus welchen Gründen sie QR-Codes anbringen, wie häufig sie die Abrufe der QR-Codes erfassen, welche Ziele sie mit den QR-Codes verfolgen, welches dieser Ziele das wichtigste sei und in welchem Ausmaß es erreicht worden sei. Als Grund für die Anbringung von QR-Codes nannten rund 56 % der Händler, dass sie Informationen und Werbung vermitteln oder Kunden zu ihren Online-Shops weiterleiten wollen.

Fakten zur Studie
Zeitraum der Beobachtung: Frühjahr 2014 und Herbst 2015
Art der Einzelhändler: Filialsysteme, Verbundgruppen, nicht kooperierte Einzelhändler
Untersuchungsstädte: zwei Oberzentren, zwei Mittelzentren, drei Unterzentren
Untersuchungsorte: Einkaufszentren, Hauptlagen, Nebenlagen
Anzahl der Geschäfte mit QR-Codes: 2014: 199, 2015: 196
Anzahl der analysierten QR-Codes: 2014: 302, 2015: 299
Stichprobe in der Befragung: Herbst 2015: 102 Händler,
1 218 Passanten

Bei ca. 21 % der Geschäfte war es eine Vorgabe von der Zentrale oder sonstigen Dritten, bei ca. 16 % ein allgemeiner Trend, dem man sich anschließt. Rund 25 % der Befragten konnten sich nicht erinnern oder sagten sogar, nie einen QR-Code dieser Art angebracht zu haben.

Bei allen Antworten gibt es – mit Ausnahme der „Vorgabe von der Zentrale“, dies ist für Selbstständige nicht relevant – kaum Unterschiede zwischen Filialbetrieben und Betrieben selbstständiger Einzelhändler. Knapp 57 % der Händler erfassen überhaupt nicht die Anzahl der Abrufe der QR-Codes, die Passanten vor ihrem Geschäft eingescannt haben, 43 % in unterschiedlichen Abständen.

Die Frage nach den Zielen beantworteten 27 % der Befragten nicht. 32 % wollen die Reichweite der Kunden erhöhen bzw. Kunden gewinnen und den Umsatz steigern, 40 % Informationen und Vorteile vermitteln, 18 % die Personen zu ihrer Website bzw. zum Online-Shop weiterleiten, 12 % im Trend liegen bzw. das Image verbessern. Es waren mehrfache Antworten möglich.

Die Frage nach dem wichtigsten Ziel beantworteten 27 % der Befragten nicht. Die Reihenfolge der wichtigsten Ziele ist: die Reichweite der Kunden erhöhen bzw. Kunden gewinnen und den Umsatz steigern, Informationen und Vorteile vermitteln, die Personen zu ihrer Website bzw. zum Online-Shop weiterleiten sowie im Trend liegen bzw. das Image verbessern. 54 Händler haben Angaben zur Zielerreichung gemacht. Bei fast 41 % von ihnen liegt die Zielerreichung nicht oberhalb der 20 %-Marke, bei 74 % nicht oberhalb der 50 %-Marke. Weniger als 10 % der Händler sehen die Zielerreichung oberhalb der 80 %-Marke.

QR-Codes werden in den wenigsten Fällen zielorientiert geplant und die Ergebnisse kaum systematisch ausgewertet.

Wie sich die Passanten zu QR-Codes äußern

Etwas mehr als 46 % der 1 218 Passanten hatten schon einmal irgendeinen QR-Code eingescannt und gut 42 % von allen einen QR-Code von außen an dem Schaufenster oder an der Fassade eines Einzelhandelsgeschäfts in der Stadt gesehen, 7 % von allen einen solchen QR-Code dann eingescannt. Davon beurteilte gut ein Drittel – das sind gut 2 % von allen – die erhaltenen Informationen als nützlich (Stufen 5, 6 und 7 auf einer siebenstufigen Skala). Der durchschnittliche Wert, wie nützlich die Befragten die Informationen beurteilen, nachdem sie den QR-Code eingescannt hatten, lag bei 3,8.

428 Personen antworteten auf die offene Frage, warum sie noch nie einen QR-Code an Einzelhandelsgeschäften eingescannt haben. Die Gründe aus 493 Antworten lassen sich wie folgt kategorisieren: fehlende technische Voraussetzungen (119), fehlende Zeit und Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen (76), Unsicherheit und fehlendes Vertrauen in die QR-Codes (23), kein Interesse an den Informationen, die der QR-Code vermittelt (23), sowie – ohne dies näher spezifiziert zu haben – kein Interesse (102), kein Nutzen (79) und keine Lust (48). Zudem wurden die Wahrnehmungen als unbewusst beschrieben (09) und „weiß nicht“ (14) genannt.

QR-Codes an Einzelhandelsgeschäften – was sie bringen

Die Ergebnisse aus den Befragungen der Einzelhändler und aus den Beobachtungen zu der Art und Weise, welche QR-Codes wie angebracht worden sind, führen zu der Vermutung, dass die Händler in den wenigsten Fällen den Einsatz der QR-Codes zielorientiert planen und sie die Ergebnisse kaum systematisch erfassen und auswerten. Eine Reihe von Antworten lässt erkennen, dass man die QR-Codes verwendet, weil es „modern“ ist; dies geschieht aber nicht aus der Überzeugung, einen Wettbewerbsnachteil aufholen zu können. Filialbetriebe und Betriebe selbstständiger Einzelhändler unterscheiden sich wenig in ihrem Verhalten.

Die Ergebnisse aus der Befragung der Passanten vermitteln den Eindruck, dass stationäre Einzelhändler mit QR-Codes an ihren Schaufenstern und Fassaden keinen Wettbewerbsnachteil aufholen oder einen Wettbewerbsvorteil erzielen können. Denn nur rund 7 Prozent der Befragten haben schon einmal einen solchen QR-Code eingescannt. In den anderen Fällen fehlen den Passanten die technischen Voraussetzungen, die Zeit, die Bereitschaft oder das Vertrauen, sich damit zu beschäftigen. Zudem haben sie kein Interesse an den Informationen oder sehen für sich keinen sonstigen Nutzen.

Viele digitale Techniken und Anwendungen sind in den letzten Jahren entwickelt worden. Gerade selbstständige Einzelhändler und insbesondere solche mit einer schlechteren Ressourcenausstattung und in einer schlechteren Wettbewerbssituation werden sich fragen, welche dieser Techniken sich eignen, um den Anschluss an den Wettbewerb zu halten oder wiederherzustellen. QR-Codes an den Schaufenstern oder Fassaden ihrer Geschäfte werden es solange nicht sein können, wie Passanten solche Codes nicht nutzen können oder wollen.

Zu untersuchen ist nun, welche Informationen, die sich über diese QR-Codes vermitteln lassen, den Passanten einen besseren Nutzen stiften könnten und welche Kommunikationsformen sich eignen, um auf sie aufmerksam zu machen. Ebenso ist nach den Ursachen zu forschen, ob stationäre Einzelhändler über den Einsatz solcher QR-Codes tatsächlich Wettbewerbsnachteile aufholen oder sogar Wettbewerbsvorteile erlangen können. //

Unsere Autoren:

Univ.-Prof. Dr. Hendrik Schröder

und Dr. Sophie König

Daten-Management entscheidet über den Erfolg des Handels – auf allen Ebenen.

von Tobias Schlotter

Fieberhaft arbeiten zahlreiche Unternehmen in nahezu allen Branchen an ihrer Platzierung in der Handelslandschaft der Zukunft. Die meisten wissen: So, wie wir es immer gemacht haben, geht es nicht weiter. Das Problem dabei ist: Die wenigsten wissen, wie es morgen weitergehen könnte. Trotzdem machen sie weiter und immer weiter. Quasi im digitalen Blindflug. Wenn sie Glück haben, kommen sie an und landen passabel oder gar erfolgreich. Es ist aber absehbar, dass viele Unternehmen sich eigentlich auf die digitale Bauchlandung oder den Crash vorbereiten müssten – wenn sie denn wüssten, dass er kommt.

Die Chance der Kleinen und Mittelgroßen ist da!

Alle kleinen Händler schauen auf die Umsätze großer Handelsplattformen, die ihnen die Umsätze wegnehmen. Großes Jammern! Doch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) verriet dem Handelsblatt vom 23. Januar 2018, dass Wachstum im Online-Handel nicht gleich Wachstum ist und differenziert betrachtet werden muss: „Die höchsten Umsätze machen Online-Marktplätze wie Amazon und eBay, aber das stärkste Wachstum sehen wir bei Versendern, die ihre Heimat im stationären Handel haben“, sagte Verbandspräsident Gero Furchheim.

Sie konnten um 26,2 Prozent zulegen. Das sind Zahlen, die beflügeln sollten. Und auch wohl werden. Denn die hybride Handelsform weitet sich aus: Ein Bereich mit großem Wachstum im Online-Handel ist der Versand von Lebensmitteln. Laut bevh wurde in 2017 erstmals die Milliardenumsatzgrenze überschritten. Edeka, Rewe und Co. tasten sich heran. Wobei bei diesen Handelsriesen die gewachsene dezentrale Struktur eines der größten Hindernisse für eine zentrale Online-Handelsplattform darstellt. Die gelebte föderalistische Organisation gehört zur DNA einiger Händler, wie z. B. der Edeka.

Wie sollen ca. 7 000 Verkaufsstellen, der größte Teil davon von selbstständigen Einzelhändlern betrieben, in einen einheitlichen Online-Shop überführt werden? Diese Mammutaufgabe zu bewältigen, bei gleichzeitiger Beibehaltung der DNA als regionaler Versorger, ohne die Kraft der Marke einzubüßen, ist nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Die Schwäche der Großen könnte die Chance der Kleineren und Mittelgroßen sein. Könnte, wenn sie ihre strategischen Hausaufgaben machen würden. Neben etlichen weiteren Bausteinen vergessen viele Unternehmen, dass eines der größten Investitionsvorhaben dauerhaft in der integrierten Informationsbeschaffung und –verteilung liegt. Die amerikanische Firma Ventana Research untersucht seit 2000 u. a. die Performance von IT-Unternehmen und IT-Abteilungen in Unternehmen und stellt fest, dass der wirtschaftliche Erfolg der digitalen Transformation zu einem entscheidenden Teil auf dem Management der Informationsprozesse in den Unternehmen beruht.

Mark Smith, CEO von Ventana Research, sprach auf einem Technologie-Event in Paris im Januar 2018 davon, dass das gesamte Handelssystem z. B. von den mobilen Nutzern verändert werden wird. Eindringlich wies er die versammelten IT-Spezialisten darauf hin, dass eine qualitativ hochwertige Produktinformation für den Erfolg von Sales-Plattformen unersetzlich sei. Seine Untersuchungen und Umfragen in Unternehmen haben ergeben, dass Unternehmen stärker auf Basistechnologie setzen müssen, um ihr Netzwerk rund um die Produktinformation zu organisieren. Produzenten sollten unbedingt darüber nachdenken, wie sie ihr Product-Information-Management auch zu einem „Personal Information Management“ nutzen, indem sie ihr Netzwerk aus Handel, Lieferanten und Konsumenten einbeziehen, rät Smith.

Für ihn ist klar, dass sich Handelsunternehmen in der digitalen Welt nur weiterentwickeln werden, wenn sie ihre Datenqualität über alle Ebenen hinweg optimal organisieren. Nach seinen Umfragen in amerikanischen Unternehmen beklagen die meisten Firmen inkompatible Werkzeuge in den verschiedenen Organisationsebenen (52 %*), daraus resultieren zu viele verschiedene Datensätze und Datenformen (48 %). Aus diesen Gründen geben 43 % der Unternehmen an, dass es ihnen unmöglich ist, Daten zu standardisieren.

Der Grund dafür ist, dass die Unternehmen keine Vorgaben zur Datensteuerung („Data Governance“) entwickelt haben. Die Divergenz der Daten führt zu Chaos, Fehlern, zu hohem Aufwand und zur Demotivation der Mitarbeiter wie auch der Kunden, denen die Informationen für ihre Kaufentscheidung vorenthalten werden. Dieser strategische Fehler führt in den Unternehmen dazu, dass sie die oben erwähnten Bruchlandungen immer und immer wieder erleben. Sie produzieren sie geradezu. Das Hamsterrad und Sisyphus lassen grüßen.

Unzufriedenheit ohne PIM – Zufriedenheit mit PIM

Die Leidensfähigkeit der Menschen wie der Unternehmen ist erstaunlich und gleichzeitig auch ein wenig bemitleidenswert. Mark Smith (Ventana Research) fand heraus, dass 75 % der Nutzer, die kein PIM einsetzen, total unzufrieden sind. Kein Wunder, sie versuchen weiterhin unter größten Anstrengungen, die Daten und Informationen manuell, unter anderem mit Exceltabellen, zu vereinheitlichen. Die zentrale Erfassung erscheint bei dieser Praxis nahezu unmöglich, die Einbindung und Vernetzung mit anderen Abteilungen bzw. Lieferanten gar ausgeschlossen. Diese Unternehmen schaffen es nicht, ihre strategischen Ziele mit der erforderlichen Infrastruktur auszustatten.

Anders stellt sich das bei den Befragten dar, die ein spezielles PIM einsetzen. Leider handelt es sich dabei nur um knapp über ein Viertel der Unternehmen (28 %). Doch unter ihnen herrscht eine große Zufriedenheit (81 %!). Diese Unternehmen erleben, wie Fehlerquellen reduziert werden (74 %) und die Kundenzufriedenheit steigt (61 %) – ein enormer strategischer Gewinn! 58 % behaupten, ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert zu haben. Auch die Steuerung der Informationen über verschiedene Kanäle (Web-Shop, Apps, stationärer Handel, Marketing-Services) wird von 58 % wertgeschätzt.

Beschäftigt man sich mit den unzufriedenen Nutzern und ihren Gründen für die mangelnde Begeisterung, beklagen 60 % die geringe Benutzerfreundlichkeit, 56 % die Unzuverlässigkeit und 48 % die Funktionalität. Nun ist Deutschland ein Land, in dem es seit über zehn Jahren eine Vielzahl an PIM-Lösungen gibt. Die meisten davon sind Eigenentwicklungen der IT-Häuser, die die Infra- und Softwarestrukturen für die Unternehmen aufbauen. Diese werden oft nicht im erforderlichen Maße weiterentwickelt. Die rasant schnelle Entwicklung der Anforderungen machen die meisten bestehenden PIM-Lösungen nicht mit. Darunter leiden auch die ambitionierten Projekte der Handelsunternehmen. Hier ist die Software-Industrie gefragt, sie muss einfach bessere Lösungen liefern.


Unternehmen, die sich in der Beschreibung um die Misere im Datenhandling selbst wiederfinden, ist zu empfehlen, sich schnellstmöglich auf den Weg zu machen.


Die Zukunft des PIM ist intelligent

Mark Smith hat sich auch mit der Zukunft der PIM-Systeme und den Anforderungen der Unternehmen beschäftigt. Demnach streben mehr als die Hälfte der bereits erfolgreichen Firmen eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit und des Kundenerlebnisses an (61 %). Die qualitative Geschäftsanalyse rangiert mit 55 % schon an zweiter Stelle. Das heißt, auch die erfolgreichen Unternehmen im Digital Business haben das Gefühl oder wissen, dass sie zu wenig über ihre Prozesse und Kunden wissen. Sie sind unzufrieden, weil sie ahnen, dass mehr geht.

Sie erwarten für die Zukunft intelligente Software-Lösungen, die Analyse und Steuerung intern wie extern (Kunden­erlebnis) liefern. Auch „Artificial Intelligence“ (AI) wird zu einem großen Thema, wie Mark Smith betonte. Tools, die Amazon und andere Größen bereits nutzen, werden zukünftig den Erfolg der Unternehmen und das Kundenerlebnis steigern. Wer sich von den PIM-Software-Herstellern in diesen Bereichen abhebt, wird Unternehmen für sich begeistern – und die Endkunden für die Unternehmen.
Handeln – besser heute, als morgen

Unternehmen, die sich in der Beschreibung um die Misere im Datenhandling selbst wiederfinden, ist zu empfehlen, sich schnellstmöglich auf den Weg zu machen. Ein erster Schritt wäre, ein leichtgewichtiges System zu wählen, um erste Erfahrungen zu machen. Es gibt PIM-Produkte am Markt, die sogar als kostenfreie Open-Source-Version zur Verfügung stehen. Warum nicht ein Projekt-Team aufsetzen, das zunächst mit einer solchen Version testet, um dann möglicherweise später in die Vollversion zu wechseln? Das Einzige, das bei dieser Übung verloren geht, ist das krampfhafte Festhalten an Excel-Tabellen. Ansonsten lernt das Team, Daten zentral abzulegen, sie zu strukturieren und sie auch für verschiedene Kanäle zur Verfügung zu stellen. Die Basis-Funktionalitäten eines PIM im Hands-on-Modus also.

Ich fordere Unternehmen auf, sich diesen Ruck zu geben und den Einstieg sofort zu beginnen. Es kostet nichts und bringt sehr schnelle Ergebnisse: das Gefühl, wie die Performance steigt, wie sich Probleme auflösen und wie die Zukunft aussehen könnte. Das Perfide an diesem Rat ist, dass es nun keine Entschuldigung mehr gibt. Der geneigte Leser weiß, dass er keine Ausrede mehr hat. Also handeln Sie lieber heute als morgen! //

Autorenvita: Tobias Schlotter

* Quelle: Ventana Research Next Generation of Product Information Management Benchmark Research – Ventana Research 2017

Aufmacherbild/Quelle/Lizenz
Bild von Денис Марчук auf Pixabay

Die umfassende Digitalisierung verändert auch die Welt im Einkauf. Doch noch wird der Einkauf 4.0 (zu) zurückhaltend umgesetzt.

von Prof. Dr. Florian C. Kleemann

Seit Jahren kennt der Online-Handel nur eine Richtung: steil wachsend. Immer breiter werden die verfügbaren Sortimente, immer schneller die Lieferzeiten und immer ausgefeilter sowie kundenspezifischer die Angebote. Konstant zweistellige Wachstumsraten sind ein exzellenter Beleg dafür, dass die Digitalisierung des Einzelhandels schon längst weit fortgeschritten ist. Dagegen zeigen sich im B2B-Umfeld noch deutliche Rückstände.

So zurückhaltend das produzierende Gewerbe auf die Digitalisierung in Form der „Industrie 4.0“ reagiert hat, so vorsichtig ist man auch beim Einsatz elektronischer Systeme – auch für die Beschaffung der benötigten Materialien und Dienstleistungen. Doch auch hier ist ein steigendes Interesse daran, inwieweit die Digitalisierung den industriellen Einkauf verändert, festzustellen.

Doch wie beeinflusst die digitale Revolution die Beschaffungsfunktion – und welche Potenziale bestehen insbesondere für den E-Commerce? Dieser Frage geht der folgende Beitrag nach, in dem Grundlagen einer digitalisierten Beschaffung vorgestellt und deren potenzielle Anwendungsfelder im B2B-Handel skizziert werden.

Geht man davon aus, dass die Industrie 4.0 umfassende Vernetzung, Echtzeit-Kommunikation und intelligente Systeme als Kerninhalte hat, liegt es nahe, diese Aspekte auch mit einem Einkauf 4.0 zu assoziieren: Lieferanten und deren Produkte werden in eine übergreifende Systemlandschaft eingebunden, in der Daten (z. B. Bedarfsmengen, Bestellungen) im Moment ihres Entstehens an den jeweiligen Adressaten übermittelt werden.

Beschaffungsentscheidungen werden dabei von künstlicher Intelligenz unterstützt – durch Big-Data-basierte Analysen, autonom ablaufende Vorgänge oder lernende Prognosen. Hieraus, sowie mit der rasant fortschreitenden Entwicklung von begleitenden Technologien (z. B. IT, Robotik), sind eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten entstanden, die auch den industriellen Online-Handel „revolutionieren“ können.


Wahrheit oder Wunschtraum – Shopping like Amazon im B2B-Einkauf?


Anwendungsmöglichkeiten des Einkaufs 4.0

Graphical User-Interface, Virtual & Augmented Reality
Als Anwender elektronischer, häufig ERP-basierter Katalog- und Marktplatzlösungen im B2B-Umfeld fällt eines buchstäblich „ins Auge“: Die Nutzeroberflächen sind oft sehr schlicht, alles andere als dazu angelegt, breite Nutzerschichten anzusprechen. Allzu oft muss der Einkauf noch unterstützen oder gar Bestellungen selbst erstellen. In der Folge ergeben sich hohe Prozesskosten und eine Überlastung des Einkaufs mit nicht wertschöpfenden Tätigkeiten.

Doch warum nicht den B2C-Online-Handel als Vorbild nehmen? Ansprechende, intuitive Shop-Designs, umfassende Produktinformationen und nicht zuletzt die Möglichkeit, Waren mittels 360-Grad-Ansicht sogar virtuell zu inspizieren – solche und weitere Beispiele können auch den Weg für die industrielle Beschaffung weisen. Auch wenn die Volumina geringer und die Produkte komplexer sind: Die technologischen Möglichkeiten, auch B2B-orientierte Beschaffungslösungen nutzerfreundlicher und attraktiver zu gestalten, sind längst vorhanden.

Intelligente Funktionalitäten für Kataloge & Marktplätze
Ähnlich wie bei den grafischen Oberflächen sind Privatnutzer bei der Suche nach Artikeln im Internet bzw. in einem Online-Shop hohen Komfort gewöhnt: Schreibfehler werden korrigiert, verwandte Begriffe ergänzt oder ähnliche Artikel vorgeschlagen. Bei der Nutzung einer Suchmaschine muss man nicht einmal einen bestimmten Shop ansteuern, um fündig zu werden.

Im B2B-Umfeld dagegen führen bei vielen Katalogen selbst kleine Tippfehler zu ausbleibenden Suchergebnissen, für verschiedene Kataloge bestehen unterschiedliche Log-ins etc. Das muss aber nicht so bleiben: anbieterübergreifende, intelligente Suchfunktionen erleichtern die Produktsuche auch für Business-User. Vorschlagsfunktionen für wiederkehrende Bedarfe, ggf. sogar analytisch mit dem bisherigen Verbrauchsverhalten gekoppelt, können wiederum den Bestellvorgang wesentlich beschleunigen – und somit die Prozesskosten deutlich senken.

Vernetzung / Lieferantenanbindung
Doch nicht nur am „Front End“ von B2B-Onlinelösungen gibt es Handlungsbedarf bzw. Potenziale. Bisher werden vor allem C-Teile bzw. kleinteilige Bedarfe über Kataloge, ähnlich auch bei Marktplätzen, gekauft. Komplexere bzw. spezifischere Bedarfe werden überwiegend noch in klassischen Bestellprozessen abgewickelt. Die Möglichkeit einer umfassenden informationstechnischen Anbindung („EDI“) wird aufgrund des Umsetzungsaufwandes oft gescheut und wenn, nur bei Toplieferanten hingenommen.

Angetrieben vom Anspruch einer besseren Vernetzung in der Industrie 4.0 ergibt sich eine zunehmende Standardisierung von IT-Lösungen und Daten. Selbst wenn ein wirklich einheitlicher Datenstandard noch in weiter Ferne liegt: Big-Data-Applikationen vereinfachen die Vereinheitlichung von Daten aus unterschiedlichen Quellen drastisch. Intelligente, modulare IT-Lösungen reduzieren die Aufwände für die System-Anbindung von Lieferanten noch einmal zusätzlich. Diese Vorteile gelten sowohl für ERP-Systeme als auch für elektronische Kataloge, wo neue Sortimente und Anbieter so viel leichter angebunden werden können.

Value-Added-Services / 3-D-Druck
Ein wesentlicher Unterschied des Einkaufs 4.0 gegenüber traditionellen E-Procurement-Ansätzen liegt auch im Umfang der Veränderungen. Nicht mehr nur, wie eingekauft wird (= Prozesse), sondern auch was (= Objekte) wird sich verändern. Ein typisches Beispiel sind die Potenziale des 3-D-Drucks, durch den klassische, aufwendige Fertigungsverfahren für geringe Losgrößen eines Produktes durch ein hochflexibles Verfahren ersetzt werden.

Hierdurch wird nicht nur eine schrittweise Substitution der beschafften Güter ermöglicht (z. B. leichtere Bauteile, komplexere Formgebung). Zudem ergeben sich für Lieferanten auch neue Geschäftsmodelle. So z. B. ein onlinebasierter 3-D-Druck-Service, bei dem Industriekunden komplexe Bauteile nach eigenen Vorgaben konstruieren und herstellen lassen können. Auch hier sind endverbraucherorientierte 3-D-Druck-Shops als Vorbild zu nennen. Die höheren Ansprüche industrieller Kunden an Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit müssen jedoch berücksichtigt werden.


Key-Facts / Ergebnisse Studie
Vor wenigen Jahren wurden Digitalisierung und Industrie 4.0 als „Hype“ abgetan – heute undenkbar. Trotzdem setzten Florian C. Kleemann und Andreas H. Glas das Forschungsprojekt „Smart Procurement & Supply Management“ auf, um die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Einkauf zu untersuchen. Wesentliche Ergebnisse der interviewbasierten Studie waren:
Erwartung hoher Prozesseffizienzen, vor allem bei operativen Prozessen
Steigende Anforderungen an das Einkaufspersonal
Wandel der Einkaufsrolle zum Prozessmanager
Kritik an fehlenden Impulsen aus der Lieferantenbasis, z. T. auch den eigenen Unternehmen
Ausgeprägte Vorbehalte in Rechtsund Datensicherheitsfragen
Diese und weitere Inhalte sind im gemeinsam mit Andreas H. Glas verfassten Kompaktbuch „Einkauf 4.0: Digitale Transformation der Beschaffung“ 2017 im Springer-Verlag erschienen.

Ausblick

Die vorangegangenen Ausführungen haben gezeigt: Industrie-4.0-Anwendungsbeispiele, aus denen sich für Handel bzw. Lieferanten sowie den industriellen Einkauf Potenziale und neue Ansätze ergeben, sind reichlich vorhanden. Und dabei handelt es sich keineswegs um reine Zukunftsmusik: Konzepte wie autonome Nachbestellung von Druckertonern, Webcam-überwachte Kleinteilbehälter mit selbstständiger Wiederbefüllung oder „Prescriptive Maintenance“ von Produktionsanlagen sind mittlerweile solide etablierte, innovative Beschaffungskonzepte.

Natürlich gibt es auch noch Herausforderungen zu bewältigen, sei es die Reife der erforderlichen IT-Technologien oder Fragestellungen rund um die Datensicherheit. Am Ende werden jedoch diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die Digitalisierung aktiv angehen – sei es auf der Lieferantenseite durch Anpassung der Geschäftsmodelle oder, auf Einkaufsseite, durch gezielte Nutzung vorhandener Produkt- bzw. Prozessinnovationen. Ein strategisch fundierter Ansatz bietet dabei den Vorteil, zielorientiert Erfolgspotenziale zu heben – und nicht kurzfristigen Trends aufzusitzen. Die Besonderheiten der industriellen Beschaffung sollten jedenfalls kein Hinderungsgrund sein, das Thema „Einkauf 4.0“ voranzutreiben. //

Autorenvita: Prof. Dr. Florian C. Kleemann

Die Corona-Pandemie hat den Strukturwandel im Handel kräftig vorangetrieben. Um etwa sieben bis acht Jahre, so eine Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH), die das Phänomen „Coronaturbo“ nennt. Für Händler bedeutet dies, dass sie noch schneller auf das geänderte Konsumverhalten und auf Kundenbedürfnisse reagieren müssen. Benjamin Thym, CEO des Shopper Marketing Networks Offerista Group, beleuchtet drei Strategien, die Händler für sich prüfen sollten.

Omnichannel und digitales Handelsmarketing werden wichtiger denn je

Während des Lockdowns haben die Konsumenten gemerkt, welche Vorteile der stationäre Handel bietet. Und genau deshalb sind die Unkenrufe, die die Innenstädte für tot erklären, nicht gerechtfertigt. Auch in Zukunft wird der stationäre Handel nicht verschwinden. Vier von fünf deutschen Konsumenten (81 Prozent) haben es laut einer Studie von Offerista während des Lockdowns vermisst, vor Ort im Laden einzukaufen – in erster Linie, weil ihnen das Anschauen und Anprobieren von Produkten fehlt. Das ist die große Chance der Ladengeschäfte. Ein haptisches Erlebnis kann Online nicht bieten. Allerdings müssen Ladengeschäfte innovativer, serviceorientierter und digitaler werden, um Kunden anzuziehen und zu halten.


„Durch die Corona-Krise wird der Wunsch nach besonderen Einkaufserlebnissen, die Experience Economy,
langfristig an Bedeutung gewinnen. Jeder Ausflug zum Shopping wird zu einer bewussten Entscheidung der Konsumenten.“


Benjamin Thym
(Credit: Offerista Group)

Eine Verzahnung von Online- und Offline-Angeboten wird künftig noch wichtiger. Der Handel testet bereits unterschiedlichste Konzepte aus Click & Meet, Home Delivery, online bezahlen mit NFC oder Payback Pay sowie Self-Check-out-Kassen wie bei Amazon GO. In der Corona-Krise hat sich der Handel zeitweise mit Click & Collect über Wasser gehalten. Dieser Service ist bei Kunden beliebt geworden. Mittlerweile ist Click & Collect mit 88 Prozent der am häufigsten kommunizierte Omnichannel-Service von Händlern, gefolgt von Verfügbarkeitsanzeigen für Warenbestände in Ladengeschäften (53 Prozent). Einen Instore-Return, also die Rückgabe online gekaufter Waren in Ladengeschäften, ermöglichen knapp 44 Prozent der Händler. Das zeigt die Studie „Connected Retail 2021“ des Handelsinstituts EHI, das die 1.000 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland analysierte.

Der Online-Anteil am Handel wird früher ansteigen als gedacht, so das IFH Köln. Die Experten sprachen in ihren Vor-Corona-Prognosen von bis zu 22 Prozent bis 2030. Nun wird diese Einschätzung insgesamt bis zu acht Jahre früher eintreten. Das bedeutet nicht unbedingt, dass alle Händler künftig Online-Shops brauchen, allerdings sollten sie im Netz mit ihrer Marke und ihren Angeboten präsent sein – mit einer Website, über Social Media, Bewertungen oder mithilfe digitaler Werbung. Durchschnittlich brauchen Konsumierende nämlich sechs Kontaktpunkte bis zum Kauf (Studie „5 Jahre Wavemaker Momentum“, 2019).

Auch die Angebotskommunikation, die im Handel traditionell über gedruckte Werbeprospekte stattfand, wird digitaler. Nur noch gut 30 Prozent des Bruttowerbeaufkommens fließen in die klassischen Handelsmedien, wie Prospekte, Handzettel, Flyer oder Anzeigen, wie der „EHI Marketingmonitor 2021-2024“ zeigt.  Gut 34 Prozent der Investitionen gehen stattdessen in die digitale Handelskommunikation, zum Beispiel in SEO, Social Media oder digitale Prospekt- oder Gutscheinportale. Bis 2024 sollen digitale Medien um weitere 4 Prozentpunkte in ihrer Bedeutung zulegen, während klassische Handelsmedien 7 Prozentpunkte verlieren werden.

Gerade in Corona-Zeiten sind die Vorteile des digitalen Angebotskommunikation noch einmal klar geworden. Sie ist nicht nur weniger aufwändig und günstiger, sondern auch in Echtzeit möglich. Spontane Änderungen zur Öffnung von Filialen oder zum Sortiment (wir erinnern uns an das kurzfristige Verkaufsverbot von Feuerwerk 2020) sind über digitale Wege kein Problem. Ein weiterer Pluspunkt ist die Erfolgsmessung, die Händlern die Kontrolle über ihr Marketingbudget gibt, indem das Kosten-Nutzen-Verhältnis klar aufgezeigt wird. Bei Printmaßnahmen ist dies deutlich schwerer. Durch die digitale Kommunikation von Angeboten hat der Händler auch eine bessere Möglichkeit, die Kunden entweder in die Filiale (Drive-to-Store-Kampagnen) oder in den Online-Shop zu schicken.

Mehr Chancen durch Kooperationen und Marktplätze

Händler sollten dort sichtbar sein und ihre Produkte anbieten, wo sich ihre Kunden aufhalten. Denn sind sie es nicht, profitieren andere. Eine mögliche Strategie ist also, nicht nur auf eigene Verkaufsplattformen zu setzen, sondern parallel auch auf Marktplätzen, wie Amazon, Waren anzubieten und Retail-Media-Angebote zu nutzen.

2021 hat beispielsweise das Modeunternehmen C&A Aufsehen damit erregt, nun auch über Zalando zu verkaufen, um von der Reichweite des bekannten Online-Modehändlers zu profitieren. Die Auswahl eines Kooperationspartners sollte natürlich immer gut bedacht sein, damit sie nicht zu einer Schwächung oder Schädigung der eigenen Marke führt.

Beispiel für digitales Handelsmarketing: Einbindung von Angebotskommunikation und digitalen Prospekten auf dem Portal Gutscheine.de
(Bildnachweis: Offerista Group GmbH)

Unabhängig davon, ob Händler selbst Filialen haben oder nur im Online-Handel unterwegs sind, bieten Kooperationen mit anderen Marken viele Vorteile. Immer mehr Händler werden zukünftig ihre Kundenkontakte monetarisieren. Intersport beispielsweise bietet Werbeflächen in seinen Online-Kanälen und auf den Flächen der Händler vor Ort zur Vermarktung an – auch für branchenfremde Unternehmen. Dies ist ein guter Omnichannel-Ansatz, um mehr Sichtbarkeit, Reichweite und neue Zielgruppen zu erreichen. Auch eine regionale oder internationale Ausweitung des Geschäfts oder das Testen neuer Märkte und Produkte ist darüber auf relativ schnellem Wege möglich, ohne eigene Verkaufsplattformen aufbauen zu müssen.

Experience Economy: Kundenerlebnisse gewinnen an Bedeutung

Der E-Commerce boomt, aber damit ist der stationäre Handel noch lange nicht abgeschrieben. Ganz im Gegenteil. Zwar informiert sich ein Großteil der Deutschen (80 Prozent) über Angebote des Handels auf digitalen Kanälen, wie Webseiten, Apps und Social Media, kauft jedoch mehrheitlich (67 Prozent) im stationären Einzelhandel. Dieses Konsumverhalten wurde durch die Corona-Krise gestört. Die Folge: Viele Menschen solidarisieren sich mit ihrer Nachbarschaft. 60 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie lokale Läden in diesen Zeiten ganz bewusst unterstützen, so der IDH Konsumentenreport für das erste Quartal 2021. Darauf sollten sich Händler allerdings nicht ausruhen.

Durch die Corona-Krise wird der Wunsch nach besonderen Einkaufserlebnissen, die Experience Economy, langfristig an Bedeutung gewinnen. Jeder Ausflug zum Shopping wird zu einer bewussten Entscheidung der Konsumenten. Es werden jene Händler gewinnen, die ihrer Kundschaft offline wie online ein herausragendes und konsistentes (Einkaufs-)Erlebnis bieten und auf smarte Omnichannel-Strategien setzen.

Händler können davon profitieren, wenn sie sich nicht nur als Ort des Verkaufens von Waren begreifen, sondern als ein Ort der Begegnung und des Erlebnisses. Also genau jene Dinge, die den Menschen in der Pandemie so gefehlt haben. Ein Beispiel: Ein lokaler Unverpackt-Laden in einer deutschen Großstadt hat ein Café mit Mittagstisch in das Geschäft integriert. Und nach Ladenschluss veranstalten die Betreiber Vorträge und Workshops zu Themen rund um ein nachhaltiges Leben. Und natürlich können aus solchen Event-Formaten dann wiederum Kooperationen mit anderen Marken und Unternehmen entstehen.

Im Handel der Zukunft ist alles miteinander verknüpft. Online wie offline. Wenn Händler dies begreifen und umsetzen und das Kundenerlebnis in den Mittelpunkt rücken, profitieren sie von neuen Kunden, Wettbewerbsvorteilen und verstärkter Kundenbindung.  

Über den Autor:

Benjamin Thym kennt und versteht die Herausforderungen des Handels. Er ist CEO des Shopper +++ Offerista Group, das auf digitale Lösungen für standortbasiertes Angebots- und Filialmarketing in Europa spezialisiert ist. 2021 hat er mit seinen Mitbewerbern die Gattungsinitiative „Initiative Digitale Handelskommunikation“ (IDH) gegründet. Sie wollen das Thema als zukunftsweisenden Industriezweig breiter in die öffentliche Wahrnehmung bringen. 

Weiterführende Informationen zum Unternehmen:

Offerista gehört zu den drei Initiatoren der 2021 ins Leben gerufenen „Initiative Digitale Handelskommunikation“ (kurz IDH).  Ziel der Gattungsinitiative ist es, das Thema digitale Handelskommunikation als zukunftsweisenden Industriezweig breiter in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen.

Offerista Group GmbH

Nach über einem Jahr, in dem die digitale Transformation in vielen Unternehmen in noch nie dagewesener Geschwindigkeit vorangetrieben wurde, stehen Technologen jetzt vor der nächsten großen Herausforderung: Wie können sie die daraus entstandene Komplexität erfolgreich managen, um IT-Probleme schnell zu beseitigen und verwertbare Erkenntnisse für die Geschäftsaktivitäten zu gewinnen. Die Lösung: Full-Stack Observability (FSO). Doch die Integration einer entsprechenden Lösung alleine reicht nicht aus – welche Hindernisse Unternehmen noch aus dem Weg räumen müssen, damit FSO seine Wirkung entfalten kann, erklärt Fabian Gampfer, Sales Engineering Manager bei AppDynamics.

Zwar nutzen viele IT-Experten bereits Monitoring-Lösungen, aber diese überwachen unterschiedliche Bereiche und sind nicht miteinander verbunden. Vor der COVID-19-Pandemie war dies noch kein allzu großes Problem, durch die beschleunigte Digitalisierung sind in vielen Unternehmen inzwischen allerdings wahre Flickenteppiche aus Legacy- und Cloud-Technologien entstanden. Als Folge davon berichten 66 Prozent der Technologen im neusten Agents of Transformation 2021: The Rise of Full-Stack Observability-Report von AppDynamics, dass sie zu viel Zeit verschwenden, weil sie die Ursachen von IT-Problemen nicht leicht eingrenzen können. Gleichzeitig geben 64 Prozent an, dass ihnen die Tools fehlen, um effektiv zu messen, wie sich die Technologie-Performance auf die Geschäftsergebnisse auswirkt. Full-Stack Observability kann diese Herausforderungen lösen, solange Unternehmen die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen.

1. Technologen brauchen Lösungen, die Transparenz ermöglichen

Das letzte Jahr war für Angestellte in vielen Industrien und Bereichen herausfordernd, Technologen bilden dabei keine Ausnahme. Sie waren dafür verantwortlich, schnellstmöglich neue Lösungen zu finden und implementieren, die die Weiterarbeit im Home-Office ermöglichten, und mussten neue digitale Produkte und Services für Kunden umsetzen. Mittlerweile sind sie vor allem mit Feuerlöschen beschäftigt – Ursachen von IT-Problemen identifizieren und lösen bevor die Endnutzer betroffen sind. Eine FSO-Lösung kann dabei helfen, Auslöser von Performance-Problemen schneller einzugrenzen und nach Wichtigkeit zu priorisieren. IT-Experten fehlt allerdings die Zeit, einen Schritt zurückzugehen, Optionen zu evaluieren und einen Plan für die Auswahl und den Rollout von entsprechenden Tools und Prozessen zu erstellen. Zusätzliche Mitarbeiter oder das Einbeziehen von Technologiepartnern entlastet Technologen und ermöglicht ihnen, die strategische Implementation einer FSO-Lösung voranzutreiben.

2. Die Weiterbildung der Mitarbeiter muss priorisiert werden

Die Integration einer geeigneten Lösung alleine reicht jedoch nicht aus. IT-Abteilungen benötigen auch Mitarbeiter mit den entsprechenden Fähigkeiten, um ein hohes Niveau bei der Überwachung der IT-Umgebung zu ermöglichen und um die Performance mit den Geschäftsdaten zu verknüpfen, sodass sie wertvolle Erkenntnisse daraus ziehen können. 30 Prozent der befragten Technologen befürchten allerdings, dass diese Fähigkeiten in ihrem Unternehmen derzeit nicht vorhanden sind.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Einstellung neuer Mitarbeiter mit den benötigten Skills durch den IT-Fachkräftemangel mehr Zeit in Anspruch nehmen kann, als Unternehmen sich im Grunde leisten können. Schon für dieses Jahr fürchten mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der IT-Experten, dass es ihrer Organisation schaden wird, wenn sie IT- und Business-Performance nicht miteinander verknüpfen können. Eine Möglichkeit für Unternehmen, diese Problematik anzugehen und sicherzustellen, dass sie nicht an Innovationskraft und Wachstum verlieren, ist durch die Weiterbildung ihrer bereits vorhandenen Mitarbeiter.

3. Ohne eine datengetriebene Kultur helfen auch neue Anwendungen nicht

Darüber hinaus werden viele Unternehmen und ihre Technologen auch einen kulturellen Wandel durchmachen müssen, um FSO ganzheitlich umzusetzen. Bislang mussten letztere sich bei Entscheidungen oft auf ihren Instinkt verlassen, weil ihnen Transparenz über den IT-Stack und Echtzeit-Daten gefehlt haben. Ändert sich dies durch eine FSO-Lösung, muss die gesamte IT-Abteilung bereit sein, künftig datengetrieben zu arbeiten und den Nutzen aus der Verknüpfung von Technologie-Leistung und Geschäftszielen erkennen, um sich bei Entscheidungen auf einen Single Point of Truth zu stützen. Dafür müssen alle IT-Mitarbeiter zusammenarbeiten und die Verantwortung für den Status und die Performance der Technologie in der gesamten IT-Landschaft teilen.

Der Unternehmenserfolg hängt in Zukunft von Full-Stack Observability ab

Trotz dieser Herausforderungen können Unternehmen es sich nicht leisten, die Implementierung von Full-Stack Observability noch lange hinauszuzögern, da hiervon abhängt, ob sie ihre digitale Transformation weiterhin in hoher Geschwindigkeit vorantreiben können. Technologen und Führungskräfte müssen daher zusammenarbeiten, unter Umständen auch mit externen Partnern, um umfassende Pläne für den Rollout zu entwickeln, die die benötigten Technologien und Fähigkeiten sowie die kulturellen Anforderungen berücksichtigen. So wird sichergestellt, dass die Technologen die Werkzeuge und Einblicke erhalten, mit denen sie Innovationen beschleunigen und Kunden sowie Mitarbeitern weiterhin eine hochwertige digitale Erfahrung bieten können.

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