Pressemitteilung
 
Sparen und Gutes tun als Mitglied der Consumer-Plattform bUnited

 
Unter dem Motto „Sparen und Gutes tun“ profitieren Verbraucher gleich mehrfach. Die Consumer-Plattform bUnited.com bündelt die Einkaufsmacht von Verbrauchern und erzielt so für alle bUnited-Mitglieder sehr günstige Preise, die sonst nur Großkunden vorbehalten sind.
Gleichzeitig verpflichten sich Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen von bUnited-Mitgliedern bezogen werden, nachhaltiger zu wirtschaften und ausgewählte Umweltorganisationen zu unterstützen. Die Rettung der Welt ist ein erklärtes Ziel von bUnited und jedes einzelne Mitglied kann dazu seinen Beitrag leisten. Und das völlig kostenlos, denn die bUnited-Mitgliedschaft ist kostenfrei.
In den USA und Brasilien vertrauen bereits mehr als eine Millionen Mitglieder auf die Macht von bUnited. Nun startet die Plattform mit einer besonderen Vertriebspartnerschaft auch im deutschen Markt durch: bUnited-Mitglieder und ihre Familien erhalten exklusiv die deutschlandweit günstigsten Mobilfunktarife der Deutschen Telekom, mit zwischen 20 und 30 Prozent Rabatt beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags. Darüber hinaus können bUnited-Mitglieder auch alle weiteren Rabatte und Angebote nutzen, die die Deutsche Telekom anbietet.
Jedes bUnited-Mitglied, das dieses Angebot nutzt, rettet zugleich 1.000 Quadratmeter Amazonas-Regenwald. Denn für jeden abgeschlossenen Vertrag zahlt die Deutsche Telekom einen festgelegten Betrag an bUnited, der im Namen der bUnited-Mitglieder an die Rainforest Foundation gespendet wird. Die anerkannte Naturschutzorganisation setzt diese Gelder gezielt für den Erhalt des Regenwaldes im Amazonasgebiet ein.
 

bUnited: Verbraucher haben die Macht

bUnited wurde von einem amerikanischen und zwei deutschen Gründer in Silicon Valley ins Leben gerufen. Die weltweit einzigartige Consumer-Plattform bewirkt eine einschneidende Veränderung, indem sie die Kaufkraft von Millionen Mitgliedern bündelt und so die Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Verbrauchern ausgleicht. Diese vereinten Kräfte der Verbraucher setzt bUnited gezielt ein und verpflichtet ihre Partner dazu, nachhaltiger und sozialer zu wirtschaften.
Die Deutsche Telekom ist von diesem völlig neuen Ansatz überzeugt und hat deshalb als eines der ersten Unternehmen in Deutschland eine Vertriebspartnerschaft mit bUnited abgeschlossen.
„Die Vertriebspartnerschaft mit bUnited macht für uns als Deutsche Telekom sehr viel Sinn, da bUnited als eine große geschlossene Gruppe von bewusst konsumierenden Verbrauchern mit einem maßgeschneiderten Angebot, bestehend aus der Kombination von Rabatt und Umweltschutz, an die Deutsche Telekom herangeführt wird“, kommentiert Markus Gabel, Leiter Internet Sales Partnervertrieb bei der Deutschen Telekom.
 

Beste Preise, toller Service und auch noch die Welt retten

„Unsere Partnerschaft mit der Deutschen Telekom ist für bUnited ein großartiger Start auf dem deutschen Markt. Die Deutsche Telekom ist laut der Stiftung Warentest der am besten bewertete Mobilfunknetz-Anbieter 2017 und bietet bUnited-Mitgliedern die günstigsten Preise in Deutschland. Aber nicht nur unsere Mitglieder profitieren von dem Angebot: Gemeinsamen hoffen wir, einen entscheidenden Unterschied bei der Rettung des Amazonas-Regenwaldes zu machen, so dass die Welt ein Stück besser wird“, sagt Jim Jorgensen, CEO und Mitgründer von bUnited.
„Wer bei bUnited mitmacht, schließt sich einer Bewegung an, die die Funktionsweise unserer Wirtschaft verbessert. In Zukunft werden wir unseren Mitgliedern in Deutschland eine große Palette an exklusiven Angeboten bieten, die wir stetig erweitern.

Ozan Taner, Mitgründer von bUnited


Davon profitieren alle Beteiligten: bUnited-Mitlieder, Unternehmen und unsere Umwelt“, ergänzt Ozan Taner, Mitgründer von bUnited und verantwortlich für den deutschen Markt.
 
 
Über bUnited:
bUnited ist eine kostenfreie Plattform für Endkunden, die die Kaufkraft ihrer Mitglieder bündelt und ihnen dadurch als Kunden mehr Gewicht gegenüber Unternehmen verleiht. Durch diese verbesserte Verhandlungsmacht profitieren bUnited-Mitglieder von günstigeren Preisen und besserem Service. Zudem kommt jedes Angebot, das bUnited mit seinen Kooperationspartnern verhandelt, einem gemeinnützigen Projekt zugute. So setzen sich bUnited-Mitglieder für sozial- und umweltverträgliche Standards und Produktionsbedingungen ein und profitieren gleichzeitig von exklusiven Angeboten.
Mehr Informationen finden Sie unter:
https://bUnited.com/de-de/
 
 
Kontakt:
HBI Helga Bailey GmbH
Corinna Voss, Caroline Rixen, Stefan Schmidt
089 / 99 38 87 -30 / -46 / -47
bUnited@hbi.de
www.hbi.de
 
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Otto Neuer, Vice President Sales EMEA Central bei Talend erläutert vier Ansätze, wie Händler mit Big Data ihre Umsätze steigern
 
In den letzten Jahren sind Diskussionen über den Erfolg des Black Friday aufgekommen. Gründe dafür waren erste Angebote schon Tage vor dem Verkaufs-Freitag und schließlich die Erkenntnis, dass die Schnäppchen gar nicht so günstig sind, wie sie von den Unternehmen beworben werden.
Dazu hat sich das Einkaufsverhalten verändert: Mehr und mehr Kunden steigen auf Online-Shopping um. Dies ist für Konsumenten bequemer, der Preisvergleich fällt leichter und man erspart sich das Gedränge in den Shops. Für den Online-Handel und Betreiber von Ladengeschäften wird es daher immer wichtiger, auch über die heißen Tage von Black Friday bis Cyber Monday hinaus ihren Kunden ein personalisiertes Shopping-Erlebnis zu bieten.
Was dafür benötigt wird: aktuelle Analysen zu Kunden und Märkten, die auch für Mitarbeiter in den Fachabteilungen per Mausklick schnell und einfach abrufbar sind.
Damit die Cyberweek und das darauf folgende Weihnachtsgeschäft ein Erfolg werden, sollten Unternehmen vier Maßnahmen umsetzen. Damit schaffen sie die Grundlagen für eine optimierte Sales-Strategie, die dem Kunden ein individuelles Einkaufserlebnis ermöglichen.

Stimmige Kundendaten erhöhen die Abschlussrate

Wer über detaillierte Verkaufshistorien zu seinen Kunden verfügt, kann Angebote gezielter an Bestandskunden ausspielen. Voraussetzung dafür ist ein gepflegtes Kundenprofil und valide Daten aus der Einkaufshistorie, die Mitarbeiter in den Fachabteilungen per Echtzeit aufrufen können.
Woher kommen aber überhaupt die Bestandsdaten? Im einfachsten Fall aus vorangegangenen Käufen, die dazu verwendet werden, ein Kundenprofil zu erstellen. Aber auch aus den zahlreichen Recherchen, die Konsumenten vor einem Kauf auf der eigenen Homepage durchführen sowie aus Social Media- und Diskussionsplattformen.
Bevor die heiße Shopping-Phase beginnt, sollte auch die Datenqualität geprüft werden. Hierfür stellen Anbieter wie Talend geeignete Lösungen für das Data Quality Management bereit.
Wichtige Funktionen sind ein Profiling von Bestandsdaten sowie die Bereinigung und Maskierung von Daten für die Weiterverarbeitung. Weiterhin wird durch Deduplizierung, Validierung und Standardisierung eine saubere Datenbasis geschaffen, sodass die anschließenden Analysen fehlerfreier und damit schneller ablaufen.
Optional sollten Unternehmen externe Referenzdatenquellen integrieren, zum Beispiel für die Adressvalidierung, Unternehmensidentifizierung und Beurteilung der Kreditwürdigkeit bei Neukunden. Wer eine Plattform mit offenen APIs für die Datenintegration betreibt, kann diese Quellen sehr rasch integrieren – andernfalls werden umständliche Integrationsprojekte notwendig.
 

Dynamisches und personalisiertes Pricing

Die Preisfindung ist besonders kritisch für den Abverkauf rund um den Black Friday und Cyber Monday, da hier sehr viele Händler die Kunden mit Angeboten locken. In die Preisgestaltung müssen also dynamisch aktuelle Marktdaten einfließen, wie der Abverkauf der letzten Stunden, noch vorhandene Lagerbestände oder die Popularität eines Produkts basierend auf Sentiment-Analysen aus Social Media und Diskussionsforen.
Dazu kommen vergleichsweise statische Daten wie die Gewinnmarge und die Verkaufshistorie eines Kunden. Eine Datenintegrationsplattform übernimmt hierbei die Aufgabe, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen. So ausgestattet, können Mitarbeiter auch ohne Programmierkenntnisse und basierend auf aktuellen Daten eine wirtschaftlich attraktive Preiskalkulation vornehmen.
Big Data Analytics eignen sich aber auch, um die dynamische Preisgestaltung, wie sie aktuell beispielsweise bei Flugbuchungen stattfindet, weiter voranzutreiben. Heute ergeben sich die Preisdifferenzen bei Flügen vor allem aus der Auslastung. Künftig sollen auch persönliche Merkmale des Nutzers wie Standort, die IP-Adresse oder mehrfaches Anklicken bei der Preissetzung berücksichtigt werden können. Die Daten hierfür sind bereits vorhanden, die Unternehmen müssten sie nur sinnvoll analysieren und verwerten.
Doch Vorsicht: Bei Kunden kann das dynamische Pricing auf Unverständnis stoßen, da die Preisgestaltung nach außen manchmal wenig nachvollziehbar erscheint. Der Schweizer Einzelhändler Coop beispielsweise hatte in der Vergangenheit einen Test mit personalisierten Rabatten in seinem virtuellen Supermarkt Coop@home durchgeführt.
Konkret ermöglicht das System Folgendes: Wer ständig eine günstige Biersorte kauft, wird mit einem hohen Rabatt für ein teures Markenbier geködert. Der regelmäßige Käufer des Premiumbiers zahlt hingegen den vollen Preis.
Die Strategie ging nicht auf, da viele Kunden unterschiedliche Preise für dieselben Produkte als unfair empfanden.

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Realtime Analytics helfen dabei, Trading Patterns zu erkennen

Ein Online-Shop mit Realtime Analytics-Anwendung erlaubt besonders schnelle Reaktionen auf das Käuferverhalten. Erkennt das System ein Trading Pattern, bei dem der Kunde bald seinen Warenkorb löschen könnte, kann das System speziell zugeschnittene Rabatte ins Spiel bringen und so die Erfolgsrate erhöhen.
Besonders wirksam: Über einen eingeblendeten Timer erhält ein Kunde ein individuelles Angebot für nur 30 Minuten reserviert. Ein Countdown zeigt die verbleibende Zeit für das Angebot und soll so eine rasche Entscheidung herbeiführen. Gleichzeitig wird dem Nutzer gezeigt, dass man ihn und seine Präferenzen kennt und in der Lage ist, persönliche Angebote zu unterbreiten.
Ein Verkäufer in einem Ladengeschäft würde ähnlich handeln, um einen Kunden umzustimmen.
Ebenfalls sehr wirksam sind schnelle Lieferzeiten am gleichen Tag. So bieten in Großstädten erste Händler und große Elektronikmärkte bereits eine Lieferung innerhalb von Stunden an.
Alternativ dazu bietet sich für kleinere Händler die Zusammenarbeit mit spezialisierten Logistikdienstleistern an, um innerhalb von Metropolen eine rasche Auslieferung am gleichen Tag zu realisieren. Wer auch hier eine offene IT-Infrastruktur mit standardisierten APIs betreibt, hat es deutlich leichter, die E-Commerce-Plattform eines externen Dienstleisters zu integrieren.
 

Follow the sun-Strategie zur Sales-Optimierung

Ein Beispiel für Realtime-Analysen liefern große Handelsketten in den USA. Diese nutzen die drei Stunden Zeitdifferenz zwischen der Ost- und Westküste, um die später öffnenden Shops oder später aufstehenden Online-Kunden im Westen mit Angeboten zu überzeugen, die auf aktuellen Datenauswertungen von New York bis Miami resultieren.
Dies funktioniert in Europa zwar eher weniger, da die Zielgruppen in den Ländern meist zu unterschiedlich sind und es nicht diese großen Zeitzonen gibt. Eher noch könnten US-Anbieter auf Trends aus Großbritannien und Zentraleuropa zurückgreifen, um hier die Strategien für die Ostküste anzupassen.
Aber auch ohne tagesaktuelle Aktualisierung zeigt diese Entwicklung, in welche Richtung sich Handelsketten bewegen sollten: nämlich mit Echtzeitanalysen möglichst zeitnah auf Kundenwünsche zu reagieren und nicht erst, nachdem der Monatsabschluss aus allen Verkaufsfilialen vorliegt.
 

Fazit: Mit Big Data-Lösungen wird jeder Tag zum Black Friday

Das Online-Shopping hat den Black Friday erweitert: Viele Händler bieten rund um die Cyberweek und bis kurz vor Weihnachten immer wieder attraktive Schnäppchen für die Kunden.
Big Data-Analysen unterstützen den Vertrieb und das Marketing aber auch außerhalb vom saisonalen Abverkauf sehr wirkungsvoll. Voraussetzung ist eine IT-Infrastruktur, die die Integration von Daten aus verschiedenen Quellen unterstützt und auch den Anwendern in den Fachbereichen die Möglichkeit bietet, ohne Programmierkenntnisse neue Erkenntnisse aus aktuellen Daten zu beziehen. Das Ziel: individuelle und attraktive Angebote zu erstellen.
So werden aus Konsumenten glückliche Kunden mit hoher Markenbindung. Dies wusste schon Bo Derek, weiblicher Kinostar und Traum pubertierender männlicher Teenager in den 80er Jahren: “Whoever said money can’t buy happiness simply didn’t know where to go shopping.”
 
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
Talend Germany GmbH
 

Unser Autor

Otto Neuer

Otto Neuer, Vice President Sales EMEA Central bei Talend


 
Otto Neuer bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in Sachen IT-Vertriebsleitung und leitendes Management mit und war bereits in sehr komplexen Feldern tätig. Zuletzt war er Geschäftsführer und Executive Vice President of EMEA Sales bei Protegrity, wo er erfolgreich an einer Vergrößerung des Kundenstamms und einer Erweiterung der Geschäftstätigkeit insbesondere in Europa mitwirkte. Vor seiner Tätigkeit bei Protegrity war Neuer Senior Vice President of Global Sales bei der Uniserv GmbH. Zudem bekleidete er führende Positionen bei Informatica und ITESOFT.
 
 
Pressekontakt:
Herr Kai-Uwe Wahl
kai-uwe.wahl@hkstrategies.com
Hill+Knowlton Strategies GmbH
 

Über Online-Marketing-Kampagnen für KMU und dem Anspruchsdenken der Kunden 4.0 sprach die TREND-REPORT-Redaktion mit Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland.
 
 
Herr Dreyer, welche Erkenntnisse förderte Ihre aktuelle EMNID-Studie zu Tage?
Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass der Aufklärungsbedarf bei deutschen Kleinunternehmen hinsichtlich des digitalen Marketings weiterhin hoch ist.
Viele der befragten Anbieter von Freizeitaktivitäten, Restaurants und Wellness haben das Potenzial von mobilen, standortbezogenen Marketing zur Optimierung ihrer Auslastung noch nicht erfasst. Um mobiles Marketing nutzen zu können, müssen sie wiederum eine attraktive Kampagne aufsetzen, das darin enthaltene Angebot mobil verfügbar machen und klar definierte Erfolgskriterien festlegen.
Wir haben mit der Unterstützung von Kantar-Emnid 200 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern befragt. Die Hälfte der befragten Unternehmen gibt nur maximal 10 Prozent ihrer Werbeausgaben für Suchmaschinenmarketing, Social-Media-Anzeigen, E-Mail-Werbung, Apps, Affiliates- oder Display-Marketing aus.
Diejenigen Unternehmen, die digital aktiv sind, setzen überwiegend auf kostengünstige Owned-Media-Maßnahmen: 83 Prozent der Kleinunternehmen haben eine eigene Webseite und 59 Prozent nutzen Social Media in Form eines Facebook- oder Instagram-Auftritts.

Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland


 
Bei Paid Media dominiert weiterhin Print: Während noch mehr als die Hälfte der Kleinunternehmen Flyer und Handzettel druckt oder Anzeigen in lokalen Zeitungen bucht, schaltet nur jedes dritte Unternehmen Social-Media-Anzeigen und nur ein Viertel der Befragten betreibt Suchmaschinenmarketing.
 
 
Was erwartet eigentlich in diesem Kontext der „Kunde 4.0“ heute?
Die neuen technischen Möglichkeiten sind die Basis für ein erhöhtes Anspruchsdenken der Kunden 4.0. Sie erwarten vielfältige physische und digitale Touchpoints, ständige Verfügbarkeit von Angeboten und kanalübergreifende Kommunikations- und Transaktionsmöglichkeiten.
Neben Reisen, Consumer Electronics und digitalen Gütern will der Kunde 4.0 zunehmend auch lokale Dienstleistungen digital erwerben. Das belegt nicht zuletzt die Tatsache, dass 66 Prozent aller Groupon-Transaktionen über mobile Endgeräte (mobile app und mobile web) abgewickelt werden.
 
Welche Rolle spielt digitales Marketing im Marketing-Mix von KMU?
Vor allem Kleinunternehmen, die die Mehrheit unserer Partner ausmachen, fehlt oftmals die Erfahrung und die Expertise, um professionelles Online-Marketing umzusetzen. Hierdurch überlassen sie den Wettbewerb um den Kunden 4.0 den Konzernen, die sich hochspezialisierte Marketing-Experten leisten können. Nur mit Hilfe umfassender Beratung und intuitiv anwendbaren Marketinglösungen, kann man diesen Wettbewerbsnachteil für die Kleinunternehmen ausgleichen.
 
Welche digitalen Marketing-Tools bieten Sie kleineren und mittleren Unternehme an, um erfolgreiche Marketing-Kampagnen zu generieren?
Als Online-Marktplatz und mit unserer App ist die Bewerbung von Angeboten auf Groupon bereits das Kernmarketing-Tool für den lokalen Handel. Besonders für Dienstleister oder Anbieter von Freizeitaktivitäten, Restaurants und Wellness sind wir eine einfach zu nutzende Lösung für den Einstieg in die digitale Vermarktung.
Dabei werden die auf Groupon angebotenen Leistungen zusätzlich partnerspezifisch über Affiliate-Marketing, SEO, SEM, E-Mail Marketing, Mobile Push Alerts and die Medien beworben. Zur besseren Messung und effizienten Abwicklung der Kampagne bieten wir eine Reihe von flankierenden Service-Tools wie das Merchant Center, unser kostenfreies Booking Tool oder unsere Partner App an.
 
Was muss eine integrierte Marketing-Lösung im Kontext der Digitalisierung heute leisten?
Vor dem Hintergrund, dass sich die auf Groupon angebotenen Dienstleistungen dieser Unternehmen dadurch kennzeichnen, dass sie lokale Erlebnisse sind, steckt die Herausforderung an integrierte Marketing-Lösungen vor allem darin, diese Erlebnisse für den Kunden 4.0. kanalübergreifend auffindbar, sowie nahtlos, ohne Medienbruch, bezahlbar und einlösbar zu machen.
 
Wie und warum generieren Sie Neukunden und damit Neugeschäft für Ihre Partner?
Online-affine Kunden browsen auf unsere App nach Aktivitäten in ihrer Nähe. Mit attraktiven Angeboten können wir sie begeistern Neues zu entdecken. Die meisten unserer Kunden probieren einen Service-Partner, wenn sie dessen Deal bei uns erworben haben, zum ersten Mal aus. Stimmen Service und Beratung vor Ort, kommen sie wieder. Dadurch unterstützen wir die Generierung von Neukunden und das erhöht die Wahrnehmung des Partners in der Nachbarschaft.

„Kunden 4.0. erwarten vielfältige physische und digitale Touchpoints und ständige Verfügbarkeit“ erläutert Dominik Dreyer.


 
Inwieweit nehmen Sie neue Partner beim ersten Deal an die Hand?
Unser Rundum-Service ist neben unserer Reichweite eine unserer Stärken: Von der Bedarfsanalyse über die Gestaltung passgenauer Kampagnen, bis hin zur redaktionellen Überarbeitung der Online-Angebote und der Erfolgskontrolle führen wir unsere Partner durch die einzelnen Schritte zu einer erfolgreichen Kampagne. Wer Groupon als Marketing-Tool einsetzt, kann sich auf einen umfangreichen Service verlassen.
 
Wie kann das finanzielle Risiko im Kontext der Ausgaben für neue Marketing-Kampagnen begrenzt werden?
Wir bieten vor allem für Kleinunternehmen, die ihr Marketing intern betreuen und nur ein begrenztes Budget zur Verfügung haben, die passende Lösung an.
Der Vorteil: Die Unternehmen müssen – anders als beispielsweise bei CPC basierten Keyword-Kampagnen – kein Geld für Werbemaßnahmen ausgeben, deren Effizienz im Vorfeld nur schwer einzuschätzen ist. Groupon-Partner müssen nicht in Vorleistung gehen, sondern zahlen eine erfolgsbasierte Provision.
 
Vielen Dank für das Gespräch!
 
Weiterführende Informationen unter
GROUPON Deutschland
 

PRESSEMITTEILUNG
BS PAYONE: Pay Happy! – Mit Karte zahlen & gewinnen-Kampagne geht in die zweite Runde
Frankfurt, 15. November 2017 – Die BS PAYONE GmbH, Full-Service-Zahlungsanbieter mit Sitz in Frankfurt am Main, startet pünktlich zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts eine bundesweite Pay Happy!-Gewinnspiel-Kampagne, die die Kartenzahlung insgesamt forcieren und speziell ihre kleinen und mittleren Händlerkunden in punkto Umsatz und Kundenbindung unterstützen soll.
Förderer der Initiative, die erstmals zwischen Mai und Juli 2017 lanciert wurde, sind neben BS PAYONE Mastercard und regionale Sparkassen.

Startschuss!

Nach der erfolgreich im Sommer 2017 durchgeführten und auf extrem positive Resonanz gestoßenen ersten Pay-Happy“!-Gewinnspielkampagne, an der sich bundesweit rund 40.000 Händler beteiligt haben, fällt der Startschuss für die zweite Aktion, die dieses Mal das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft begleiten soll, heute am 15. November und endet am 31.Dezember.

Wie funktioniert Pay Happy!?

Für jeden Einkauf, der im Aktionszeitraum bei einem teilnehmenden Händler am PoS oder Online mit einer Karte bezahlt wird, erhält der Kunde einen Zahlungsbeleg, auf dem automatisch ein Gewinncode aufgedruckt wird. Der Kartenzahler kann durch Eingabe seines Gewinncodes auf der Pay-Happy!-Webseite direkt nachprüfen, ob er zu den Gewinnern zählt bzw. ob und welcher Preis ihm winkt.
Bei Zahlung mit einer Mastercard verdoppelt sich die Gewinnchance. Der eingereichte Zahlungsbeleg gilt als Gewinnnachweis.

Zahlungsbeleg mit Mehrwert

Pay Happy! ist, wenn gewünscht, vielseitig in der individuellen Kundenansprache. Zahlungsbelege können seitens des Händlers auch für eigene Werbebotschaften und Aktionen genutzt werden:
Ohne großen Aufwand kann der Händler nach Registrierung unter der Händlersektion der Pay-Happy-Website www.payhappy.de/haendler über sein Terminal Textbotschaften einstellen und spezifische Marketingaktionen bewerben. Diese werden bei Kartenzahlung seitens des Endkunden gemeinsam mit dem Gewinncode selbständig generiert und auf den Zahlungsbeleg gedruckt.
Damit profitiert gerade auch der kleine Händler von einem flexiblen Werbemittel und Kundenbindungswerkzeug, das keine zusätzlichen Kosten mit sich bringt: Idealerweise werden am Gewinnspiel teilnehmende Kartenzahler als Stammkunden gewonnen, die den Umsatz – auch über den Aktionszeitraum hinaus – nachhaltig steigern.
Bereits treue Kunden werden ebenfalls animiert, Karten vermehrt als Zahlungsmittel einzusetzen und werden gleichzeitig mittels gezielter Ansprache noch enger an den Händler und seine Services gebunden.

Ausgelobte Gewinne

Während des Kampagnenzeitraums werden täglich fünf Gutscheine à 100 Euro, die bei den teilnehmenden Händlern eingelöst werden können, verlost. Hauptgewinn ist ein Opel Adam.
Nicht nur der Kartenzahler kann zu den Gewinnern gehören – auch der teilnehmende Händler kann sich freuen: Gewinnt einer seiner mit Karte zahlenden Kunden einen der fünf Tagespreise von 100 Euro, partizipiert er automatisch von einem Tankgutschein im Wert von 25 Euro. Im Falle des Hauptpreises erhöht sich die Summe auf 250 Euro.
 
 
 
Mehr Informationen unter:
www.payhappy.de

www.bspayone.com

 
Über BS PAYONE
Die BS PAYONE GmbH ist einer der führenden Omnichannel-Payment-Anbieter in Europa. Als Full-Service-Zahlungsdienstleister bietet sie ihren Kunden je nach Bedarf sowohl standardisierte als auch individuelle Payment-Lösungen für den Point of Sale und im E-Commerce an – auf allen Endgeräten und über alle Kanäle.
Unternehmen, die ihren Kunden bargeldloses Bezahlen anbieten möchten, erhalten von BS PAYONE alle Produkte zur automatisierten Abwicklung sämtlicher Zahlungsprozesse aus einer Hand. Dazu zählen die Akzeptanz aller national und international gängigen Kredit- und Debitkarten, alternativer Zahlungsmittel (APMs), Karten- und Automatenterminals für den stationären Handel sowie die automatisierte und ganzheitliche Abwicklung im E-Commerce und für Mobile Payment. Das Unternehmen betreut seine Kunden händlernah, vollumfänglich und mit hohem Qualitätsanspruch durch modernsten Netzbetrieb zur hochsicheren Verarbeitung der Zahlungsdaten.
Der Payment-Service-Provider ist ein Tochterunternehmen des Deutschen Sparkassenverlags und damit Teil der Sparkassen-Finanzgruppe.
 
 
 
Bei Rückfragen:
BS PAYONE GmbH
Susanne Grupp
Lyoner Straße 9
60528 Frankfurt am Main
Deutschland
Tel.: +49 (0) 69/6630-5132
susanne.grupp@bspayone.com
www.bspayone.com
 
 
 
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Smarte Versandlösung bringt Wettbewerbsvorteil im Online-Handel
 
Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Thomas Hagemann und Dr. Johannes Plehn über ihr innovatives Logistik-Geschäftsmodell im E-Commerce-Umfeld.
 
Herr Hagemann, welche Wettbewerbsvorteile erschließen Sie dem Onlinehandel, der hauptsächlich Marktpotenzial in Europa generiert?
Die Internationalisierung im Online-Handel kennt wenig Grenzen für den einzelnen Shop, dennoch gibt es aus Sicht des Händlers zahlreiche Dinge zu beachten.
Die Basis ist, stets eine auf das Zielland angepasste Shop-Seite anzubieten. Ferner müssen Marketingkanäle und -maßnahmen perfekt auf die Kunden im Ausland abgestimmt sein. Sind diese Hürden genommen, so gilt es die Herausforderung der cross-border Logistik anzugehen.
Im Unterschied zum stationären Handel wird die Logistik eines Online-Shops zumeist weiterhin aus dem Heimatland abgewickelt, denn eine dezentrale Lagerstruktur mit mehreren Lagerstandorten in Europa ist in der Regel nur für sehr große Händler wirtschaftlich.

„Wir heben alle Online-Händler mit unserer Plattform auf ein Level, welches sonst nur die großen oder eben die lokalen Konkurrenten im Zielland erreichen können“ erläutert Thomas Hagemann.


Diese Herausforderung, vor der die Händler stehen, haben wir erkannt und eine Lösung entwickelt, mit der man ohne großen Aufwand vieles besser und effizienter machen kann. Die deutschen Big Player wie z.B. Zalando oder Zooplus haben für sich teils andere, effizientere Logistikketten designt. Hier übergeben die Händler ihre Auslandssendungen nicht einem global agierenden Systemdienstleister, sondern sie betreiben eigenständig sogenannte „direct injection lines“. Das bedeutet, dass sie aus dem eigenen Lager direkt in die Hubs der lokalen Carrier im Zielland einliefern.
Für eine kosteneffiziente Abwicklung solcher Logistikketten benötigen die Händler allerdings täglich ein enorm großes Volumen in die einzelnen Länder. SEVEN SENDERS möchte Shops jeder Größe den Zugang zu den besten Carriern Europas bieten und dies ohne großen Aufwand und auf einem maximal schnellen und kostengünstigen Weg.
Die Basis für unsere Services bildet unsere technologische Plattform, welche die lokalen Carrier Europas zu einem virtuellen Carrier-Netzwerk verbindet und so allen Händlern zugänglich macht. So heben wir alle Online-Händler auf ein Level, welches sonst nur die großen oder eben die lokalen Konkurrenten im Zielland erreichen können.
Wenn ein Händler Schuhe oder Wein aus Deutschland heraus ins benachbarte Ausland verkauft, wo vielleicht ein ähnliches Angebot besteht, dann darf er nicht durch längere Versandzeiten oder -kosten negativ auffallen. Denn sonst kauft der Franzose oder Schweizer doch lieber bei einem lokalen Online-Shop, wenn dieser das Produkt zum gleichen Preis, aber eventuell schneller und günstiger liefern kann.
 
Wie lange dauert generell der Versand im europäischen Raum?
Je nach Standort des Händlers können wir bereits heute sogenannte „same-day-injection“ Lösungen anbieten. Das bedeutet, dass wir noch am Tag der Abholung im Hub des Carriers einliefern und die Ware am Folgetag in die Verteilung geht – der Kunde erhält das Paket bereits am nächsten Werktag.
Das Ziel europäischer Händler sollte stets eine Laufzeit von 2-3 Tagen ins Ausland sein. Wir können für den Großteil der deutschen Online-Shops bereits Laufzeiten von ein bis drei Tagen realisieren.
 
Wie schaffen Sie es einen Preisvorteil von bis zu 30 % für Auslandsversendungen für Ihre Kunden zu generieren?
Kleinere Shops können sehr wohl einen Preisvorteil von 20 – 30% erreichen. Wie in vielen Bereichen gilt aber auch hier, je größer der Shop bereits ist, desto geringer natürlich die prozentuale Kosteneinsparung, in absoluten Zahlen ergibt sich natürlich auch für diese Händler ein großer Hebel.
Unser Vorteil gegenüber global agierenden Dienstleistern liegt darin begründet, dass wir eben keine bestehenden Netzwerke und Routen haben, die wir auslasten müssen. Unsere Systeme bestimmen flexibel die optimale Route für die Sendungen des Versenders in das jeweilige Land.
Wir können auf die kundenseitigen Gegebenheiten wie Standort, Menge und gewünschte Laufzeit flexibel eingehen und arbeiten so, in einem sich täglich ändernden, aber auch sich selbst optimierenden Transportnetzwerk.
 
Wieviel Flexibilität haben Ihre Kunden bei der Auswahl der Paketdienstleister, die an dem Transportprozess ins europäische Ausland beteiligt sind?
Kosten und Geschwindigkeit sind tatsächlich nur zwei von mindestens drei offensichtlichen Vorteilen. Die Flexibilität, dem Shop die Wahl zu geben, welchen oder welche Carrier für den Versand genutzt werden sollen, darf man nicht unterschätzen.
Wenn Sie sich beispielsweise ein Paket eines ausländischen Shops hier nach Deutschland liefern lassen, haben Sie sicherlich auch Ihre ganz private Präferenz, ob es jetzt z.B. mit Hermes, DHL oder DPD geliefert werden soll.
Genauso ist das im Ausland. Ein Kunde in Frankreich möchte sein Paket vielleicht mit Colissimo, GLS oder Mondial Relay geliefert bekommen, da gibt es vor allem auch starke regionale Unterschiede in der Präferenz. Eine solche Flexibilität bietet Ihnen aktuell nur SEVEN SENDERS.
Die Komplexität bei der Anbindung an mehrere lokale Carrier im Ausland ist für viele Shops allein kaum zu bewältigen. Über unsere Plattform verbinden wir Shops systemseitig mit Carriern und managen die Logistikkette im Tagesgeschäft. Wir bieten einen Fächer von Carriern im jeweiligen Land an, der Händler aber hat die Wahl, welchen Carrier er nutzen möchte.
 
Herr Dr. Plehn, inwieweit wirkt sich Ihr Service positiv auf die Customer Journey aus?
Wie Herr Hagemann bereits betont hat, deckt unser Service sowohl das Management der physischen Logistikkette als auch die systemseitige Anbindung an die Carrier ab.
Schaut man sich das Themenfeld Paket-Tracking genauer an, so ist es interessant zu beobachten, dass Online-Shops viel Geld in die Kundengewinnung investieren, um diesen neugewonnenen Kunden nach dem Check-out gezielt auf die Fremdseite eines Logistikdienstleisters zu routen. Das aber ist fatal.

Dr. Johannes Plehn: „Innovative Lösungen für die Logistik zu entwickeln sind unser Antrieb.“


Als Versender möchte ich den Kunden in meinem Shop halten, so wie es die Big Player seit geraumer Zeit bereits umsetzen. Bei Zalando z.B. verfolgt man sein Paket in der Zalando-App und der Händler kann dies wiederum für up-selling Zwecke nutzen. Wie auch beim Paketversand möchten wir jeden Shop auf dieses Niveau heben, ihn befähigen seinen Kunden ein zeitgemäßes Paket-Tracking anzubieten – gegebenenfalls auch ohne Investitionen in eine eigene aufwändige Mobile-App.
Die Paketverfolgung ist letztlich nichts anderes als der Abschluss der Customer Journey – und welcher Händler möchte hier nicht positiv bei seinen Kunden punkten.
 
Die Realtime-Daten, die Sie über Ihre generelle Anbindung an die Carrier durch Ihre Software generieren, die geben Sie also weiter via Widget, welches ich auf meine Webseite einbinde und mit dem ich meinen Kunden den Service Paket- oder Sendungsverfolgung zur Verfügung stelle?
Thomas Hagemann: Ja. Das SEVEN SENDERS Tracking ist über alle europäischen Carrier hinweg standardisiert. Der Shop kann seinen Kunden entweder einen Link zum SEVEN SENDERS Tracking senden oder aber das Tracking in seine Shop-Seite integrieren, technisch ist dies mit wenig Aufwand durch ein Widget möglich.
So wird der Kunde über die gesamte „Customer Journey“ an den Shop gebunden, bis das Paket zugestellt wurde oder die Retoure zurück zum Shop gelangt ist. Und mehr noch: Unsere Software SEVEN SENDERS Analytics speichert die Carrier Daten und macht sie den Händlern zugänglich.
Diese Daten kann der Shop nutzen, um weitere Vorgänge auszulösen.
So können beispielsweise Regeln festgelegt werden, dass, wenn ein Paket in der Poststelle in Frankreich abgegeben wurde, eine SMS an den Endkunden gesendet wird. Durch die Software ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um meine Kunden während der Customer Journey bis zum Empfang des Pakets immer wieder automatisiert kontaktieren zu können.
Erfahrungsgemäß führt eine proaktive Kundenkommunikation während des Versands zu weniger Kontaktpunkten im Kundenservice, wodurch der Händler Kosten einspart.
 
Herr Dr. Plehn, stehen Ihre ermittelten Echtzeitdaten im Kontext der Informationen über Lieferzeiten, Zustellquoten, usw. Ihren Kunden zwecks Datenanalyse zur Verfügung?
So ist es. Für den Logistikleiter im Unternehmen, der ständig alle Pakete im Blick haben muss, ist es eine immens wichtige Lösung.
Mit unserem Operations-Dashboard bieten wir eben eine solche Lösung, der Mitarbeiter loggt sich in die webbasierte Lösung ein, hat eine Übersicht zu allen Paket-Stati, erkennt sofort welche Pakete Probleme machen und welche nicht, kann also aktiv eingreifen, bevor der Kunde sich verärgert meldet.
Der Händler hat so die volle Kontrolle über die Pakete.
 
Alle Abläufe wurden für ein einmaliges Versanderlebnis optimiert. Was, wenn es trotzdem mal schiefgeht?
Natürlich kann immer mal etwas schief gehen, das sei vorangestellt. Man geht davon aus, dass je nach Lebenszyklus des Shops und dessen Prozessreife, zwischen zwei und fünf Prozent aller Pakete Probleme bereiten. Bei mehreren Millionen Paketen pro Jahr im Versand fordert bereits eine Fehlerquote von drei Prozent einen hohen Aufwand im Kundenservice.
Genau hier setzt unsere Software an, wir stellen Daten bereit, um Fehler zu erkennen bevor sie der Kunde erkennt. Ich möchte als Shop vermeiden, dass sich der Kunde
a) ärgert und nicht wieder bei mir kauft und
b) dass der Kunde einen Fehler bemerkt, bevor ich als Händler ihn bemerke.
Dadurch, dass wir dem Shop die Daten in Echtzeit bereitstellen, kann er proaktiv auf den Kunden zugehen und ihm die Situation erläutern, z.B. bei einem Paketverlust: „Wir versenden es erneut, Sie erhalten einen Gutschein für Ihren nächsten Einkauf.“
 
Wie definieren Sie Smart Service und Smart Citys im Kontext Ihrer Lösungen?
Johannes Plehn: Wenn wir über unsere heutigen Produkte hinaussehen und erläutern, was wir eigentlich tun im Kontext des Paketversands der Zukunft, dann muss man sagen:
Alles basiert auf der Grundlage von großen Datenmengen, auf deren Analyse und der richtigen Interpretation.
Thomas Hagemann: Die Analyse der Daten verläuft vollautomatisch. Auf Basis der Paketdaten, wie Größe, Gewicht und der Laufzeit, können unsere Systeme die Carrier auswählen. So generiert sich heute schon eine zum Teil selbststeuernde Paketzustellung.
Wenn ich weiß, wie schwer ein Paket ist, welche Abmaße es hat und welche Laufzeit zu welchen Kosten gewünscht ist, dann kann der Algorithmus selbständig entscheiden, welcher Carrier der richtige ist und entsprechend aussteuern.
Da gehen wir sicher in Richtung Smart Services, da sich Pakete auf Basis vorhandener Daten selbst den richtigen Weg suchen.
Richtung Smart City glauben wir, dass es gerade erst spannend wird in der Logistik.
Wenn man sich hier einmal anschaut, wie große Automobilhersteller und Händler im Bereich der Kofferraum-Zustellung zusammenarbeiten, dann wird sich auch hier für Online-Shops die Frage der Anbindung stellen.
So gibt es im Ausland, z.B. in Barcelona, einen sehr innovativen Partner, der die Kofferraum-Zustellung anbietet, aber der deutsche oder österreichische Shop hat auf dieses Angebot keinen Zugriff, weil er nicht vor Ort ist.
So verstehen wir uns als Enabler für diese intelligenten, Smart City Logistik-Lösungen auf der letzten Meile. Denn wir werden hier der Partner sein, der auf dem gesamten europäischen Raum Zugang zu diesen Lösungen schaffen kann und wir sind sehr erfreut, dass sich hier so viel tut. Sei es die Kofferraum-Zustellung, sei es innovative Paketboxen, etc., von denen eben auch kleine Händler profitieren können.
 
Wo steht SEVEN SENDERS in den nächsten zwei bis drei Jahren und welche Ziele verfolgen Sie?
Thomas Hagemann: Wir sind in den letzten ca. zwei bis drei Jahren, solange gibt es uns jetzt, sehr stark gewachsen. Mehr als 20 % im Durchschnitt pro Monat. Unser Ziel für die nächsten zwei bis drei Jahre ist ganz klar: Wir wollen die führende unabhängige Paketversand-Plattform in Europa sein und der führende Anbieter einer Operations-Software, die Logistiker vor allem im Bereich E-Commerce bevorzugt nutzen.
Wir haben zudem auch erste Kunden aus dem B2B-Bereich, mittelständische Unternehmen und Konzerne, die sich gleichermaßen für unsere Paket- und Softwarelösungen interessieren. Für das Thema Ersatzteil-Logistik beispielsweise kann unsere Lösung ebenfalls sehr spannend sein.
Johannes Plehn: Das ist es, was wir sein wollen, eine unabhängige Plattform für den Paketversand in Europa und der beste Anbieter für Logistiker-Software in diesem Bereich.
Maßgeblich für dieses Ziel ist, dass wir massiv in Technologie investieren, das ist für uns das A und O. Ein Drittel unserer Belegschaft arbeitet in der Entwicklung und wir treiben unsere Expansion in Europa weiter voran, wir gehen also deutlich stärker aus unseren deutschen Grenzen heraus und vertreiben unsere Produkte im Ausland.
 
Auf welche Technologien setzen Sie bei Ihrer Lösung heute und in Zukunft, Herr Dr. Plehn?
Wir investieren fortwährend in Technologie.
Zukünftig spannende Anwendungen erwarten wir für die Logistik u.a. in den Forschungsfeldern Internet der Dinge (IoT), rund um das Thema smarte Sensoren, aber auch das Thema Blockchain könnte einen großen Einfluss auf das Supply Chain Management haben.
So machen wir erste Tests mit smarten Sensoren zusammen mit ausgewählten Speditionspartnern. Wir statten dabei Paletten mit GPS-Tags aus, um die Echtzeit-Daten ins Tracking integrieren zu können. Ein Ziel könnte es sein, dem Endkunden zu zeigen wie sein Paket über die deutsche Autobahn Richtung Süden rollt, über die Grenze bis zu ihm nach Hause in Wien.
Das sind Möglichkeiten, die heute deutlich näher erscheinen als noch vor vier bis fünf Jahren. Wenn solche Themen durch ein junges Unternehmen wie SEVEN SENDERS verfolgt werden, können Sie davon ausgehen, dass diese nicht länger Theorie bleiben, sondern zeitnah relevant für die Praxis sein werden.
Innovative Lösungen für die Logistik zu entwickeln sind unser Antrieb.
 
 
Vielen Dank für das Gespräch!
 
weiterführende Informationen unter:
SEVEN SENDERS
 
 
Unsere Interviewpartner

v.l. Thomas Hagemann, Dr. Johannes Plehn


 
 
Thomas Hagemann
Vor der Gründung von SEVEN SENDERS war Dipl.-Wirt.-Ing. Thomas Hagemann in der Berliner Logistikberatung 4flow AG schwerpunktmäßig in internationalen Projekten in den Bereichen Automotive und erneuerbare Energien tätig. Als Research Scientist am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML leitete er Projekte im Forschungsfeld Internet der Dinge (IoT).
 
Dr. Johannes Plehn
Als COO des Project-A Onlineshops Wine in Black lag sein Fokus auf der Optimierung von Einkaufs-, Payment-, Fulfillment-Prozessen und Customer Service, sowie der Erarbeitung eines ganzheitlichen Order Management Systems. Während seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich, entwickelte er ein Framework zur Optimierung der Eco-Efficiency von produzierenden Unternehmen, analysierte die Auswirkungen von bestehenden Freihandelsabkommen auf globale Supply Chains und erarbeitete eine Operationsstrategie für einen OEM aus der Transportindustrie.
 
Über Seven Senders
Die Seven Senders GmbH mit Sitz in Berlin wurde Anfang 2015 von Dr. Johannes Plehn und Thomas Hagemann gegründet. Als Full-Service-Dienstleister ist das Unternehmen auf den Versand von Online-Shops spezialisiert. Seven Senders ermöglicht es Händlern, ihre Kunden günstiger, schneller und mit innovativen Zusatzleistungen zu beliefern. Das Unternehmen optimiert die Materialflüsse und verbindet IT-Schnittstellen der Shops mit denen der KEP-Dienstleister im Ausland. Eine Software-Lösung ermöglicht die durchgängige Kontrolle der Lieferkette. Das Track & Trace-System stellt die lückenlose Sendungsverfolgung von Abholung bis Zustellung sicher. Weitere Informationen unter: www.sevensenders.com
 

Gastbeitrag
Eine Rechnung, eine gute Rechnung, ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Oder?
 
Die Deutschen sind Gewohnheitstiere. Die Zeitung am Morgen, Fisch am Freitag, der „Tatort“ am Sonntagabend – und der Rechnungskauf.
Seit Jahrzehnten im Handel das Zahlungsmittel Nummer eins, ist des Deutschen Liebling auch aus dem E-Commerce nicht mehr wegzudenken: Aktuell begleichen 40 Prozent der Onlineshopper offene Beträge am liebsten per Rechnung.
Kein Wunder, ist der Rechnungskauf doch sicher und bequem. Kunden können bestellte Waren wie Kleidung oder Schuhe zuhause anprobieren bzw. testen und sie bei Nichtgefallen zurückschicken. Den Rechnungsbetrag bezahlen sie nach ihrer Kaufentscheidung.
Für Onlinehändler birgt diese Zahlart aber das Risiko, auf einer unbeglichenen Rechnung sitzenzubleiben – eben dann, wenn Kunden nicht bezahlen können oder nicht bezahlen wollen. Abhilfe schafft der gesicherte White-Label-Rechnungskauf, mit dem Händler das Risiko von Zahlungsausfällen auf ein Minimum reduzieren können.
 

Zahlungsmittel Nummer eins – Rechnungskauf


 

Rechnungskauf bedeutet einen großen Vertrauensvorschuss

Digitalisierung hin, Transformation her – vielen Konsumenten ist das Internet nach wie vor nicht geheuer, insbesondere dann nicht, wenn es um ihr hartverdientes Geld geht. Auch dieser Tatsache ist es geschuldet, dass der Rechnungskauf hierzulande einen derart hohen Stellenwert hat – trotz ebenso bequemer Zahlarten wie Kreditkarte oder PayPal.
Das bedeutet: Ein Onlinehändler, der den Kauf auf Rechnung anbietet, hat einen klaren Vorteil gegenüber allen Wettbewerbern, die das nicht tun. Doch zugunsten der Aussicht auf höhere Umsätze und eine stärkere Kundenloyalität geht er ein recht hohes Risiko ein:
Er räumt seinen Kunden einen Vertrauensvorschuss ein, der unter Umständen ungerechtfertigt sein kann.
Und er nimmt in Kauf, dass er sich mit komplizierten nachgelagerten Prozessen herumplagen muss:
Vom Umgang mit Teillieferungen und dem Management von (Teil-)Stornos über eine mögliche Absicherung von Zahlungsausfällen bis hin zu einem etwaigen Forderungsmanagement.
 

Gesicherter Rechnungskauf minimiert Risiko von Betrugsversuchen und Zahlungsausfällen

Um zumindest das Risiko von Betrugsversuchen und Zahlungsausfällen auf ein Minimum zu reduzieren, gibt es eine einfache Lösung: den gesicherten Rechnungskauf.
Damit lagern Händler nicht nur das Zahlungsausfall-Risiko, sondern auch alle unbequemen Prozesse an ein Zahlungsinstitut aus – inklusive der komplizierten Kommunikation mit zahlungssäumigen Kunden und des kompletten Debitorenmanagements samt möglicher Übergabe des Forderungsmanagements an einen Zahlungsdienstleister.
Zu unterscheiden sind dabei zwei Methoden. Manche Rechnungskauf-Anbieter kaufen dem Händler als externe Versicherer alle Forderungen ab. Auch wenn der Händler damit fein raus ist, hat dies einen entscheidenden Nachteil: Vertragspartner des Kunden ist nicht mehr der Händler, sondern der Versicherer – mit der Folge, dass eine etwaige Mahnung vom Versicherer kommt. Das kann Kunden unter Umständen verärgern, weil sie von ihrem neuen Vertragspartner nichts wussten.

 
Im Gegensatz dazu bietet der White-Label-Rechnungskauf gleich mehrere Vorteile: Am Vertragsverhältnis zwischen Händler und Kunde ändert sich prinzipiell nichts. Konsumenten, die ihre Rechnung begleichen, bleiben Kunden des Händlers. Erst wenn eine Zahlung ausbleibt, kommt ein externer Zahlungsdienstleister, der das Forderungsmanagement übernimmt, als dritte Vertragspartei hinzu.
 

Zahlungsdienstleister ist nicht gleich Zahlungsdienstleister

Dass immer mehr Onlineshops den gesicherte Rechnungskauf offerieren, belegen aktuelle Zahlen: Rund ein Fünftel der Onlinehändler hat diese Zahlart in den vergangenen zwei Jahren in das Zahlarten-Portfolio aufgenommen – ein Plus von fast zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.
Doch bei der Entscheidung für einen Zahlungsdienstleister lohnt sich ein Vergleich, denn nicht alle bieten gleich gute Lösungen. Ein wichtiges Kriterium ist, dass sich das Rechnungs-Template und die Zahlungserinnerungen an das individuelle Look-and-Feel des Shops anpassen lassen. Auch eine Integration ohne Medienbrüche und der Verzicht auf Weiterleitungen an Drittanbieterseiten sind relevante Aspekte.
Zudem sollte das Handling der Rechnung so einfach wie möglich sein – für den Händler und für seine Kunden. Übrigens: Dass seine Rechnung gegen Ausfälle versichert ist, bemerkt der Kunde nicht. Er profitiert ausschließlich von den Vorteilen.
 

 

Zahlungsinstitut mit Bedacht auswählen

Bei der Auswahl des Zahlungsinstituts sollten Onlinehändler auch auf die Annahmequoten achten. Die Unterschiede hinsichtlich Bonitäts- und Risikoprüfung sind zum Teil sehr groß. Der aus Händlersicht günstigste Dienstleister ist nicht immer der beste.
Kauft er die günstigen Konditionen durch geringe Annahmequoten, hat der Händler nichts gewonnen. Darum ist darauf zu achten, mit wie vielen Auskunfteien ein Zahlungsinstitut zusammenarbeitet. Sollte er sich auf die Daten einer einzigen Auskunftei verlassen, entgeht dem Onlinehändler unnötig Geschäft.
Ebenso wichtig sind die Erfahrung des Dienstleisters – nicht nur mit dem Rechnungskauf, sondern auch mit anderen Zahlarten – und sein Wissen über „gute“ und „schlechte“ Kunden. Für die nötige Flexibilität, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit sorgt eine unabhängige, leistungsstarke Technologie. Idealerweise ist sie einfach in eine bestehende Shop-Infrastruktur zu integrieren und mit allen gängigen Shop- sowie Warenwirtschafs-Systemen kompatibel.
Und sie sollte es ermöglichen, den gesicherten White-Label-Rechnungskauf auch auf Marktplätzen mit gemischten Warenkörben abzuwickeln.
 

PSD2 könnte Rechnungskauf beflügeln

Obwohl der Rechnungskauf umständlich und teuer ist, erwartet ihn eine rosige Zukunft. Die PSD2-Richtlinie steigert seine Attraktivität enorm. Wenn die Richtlinie (EU) 2015/2366 im Januar 2018 wirksam wird, können Zahlarten wie die Kreditkarte ins Hintertreffen geraten.
 

Gegenstand von PSD2 ist die sogenannte starke Kundenauthentifizierung. Will der Zahlende bspw. online auf sein Zahlungskonto zugreifen oder elektronisch bezahlen, muss er sich mit mindestens zwei von drei unabhängigen Faktoren authentifizieren:
Über sein Wissen (etwas, das nur der Nutzer weiß, z.B. ein Passwort),
über seinen Besitz (etwas, das nur der Nutzer besitzt, z.B. eine Chip-Karte) und
über Inhärenz (etwas, das dem Nutzer persönlich bzw. körperlich zu eigen ist, z.B. ein Fingerabdruck).
Der Rechnungskauf ist davon nicht betroffen. Um diese Zahlungsmittel zu benutzen, müssen Käufer auch in Zukunft lediglich ihren Namen und ihr Geburtsdatum angeben.
 

Rechnungskauf am POS

Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache ist davon auszugehen, dass sich der gesicherte White-Label-Rechnungskauf auch am stationären Point-of-Sale (POS) durchsetzen wird. Schließlich sind automatische E-Commerce-Prozesse inzwischen auch am POS abbildbar, etwa auf speziellen Terminals und interaktiven Schaufenstern.
Über solche Terminals können Kunden Produkte bedarfsgerecht konfigurieren, bezahlen und ggf. direkt bestellen, falls sie nicht vorrätig sind. Gleiches gilt für interaktive Schaufenster, über die Konsumenten im Sortiment des Händlers stöbern, Produkte in ihren Warenkorb legen und bezahlen können.
Mit dem gesicherten White-Label-Rechnungskauf per Terminal und/oder Schaufenster vergrößern stationäre Händler ihr Angebot an Zahlungsmitteln, erschließen neue Kundensegmente und bieten Bestandskunden einen besonders innovativen Mehrwert.
 

Nicht für alle Waren und Zielgruppen geeignet

Trotz aller Vorteile – der Kauf auf Rechnung eignet sich nicht für alle Waren und Zielgruppen. Zum Beispiel schätzen die 16- bis 21-Jährigen eher das einfache Bezahlen via PayPal, während beim Handel mit Möbeln der hohe durchschnittliche Warenkorb gegen den Rechnungskauf spricht.
 
Nicht zu unterschätzen ist die hohe Betrugsgefahr im Bereich Unterhaltungselektronik, denn diese Produkte lassen sich ohne Wertverlust direkt weiterverkaufen. Entscheiden sich Onlinehändler dafür, den Rechnungskauf für jene Warengruppe anzubieten, ist mit strengen Prüfungen durch das Zahlungsinstitut und einer höheren Ablehnungsquote zu rechnen.
 
Auch müssen sich Händler die Frage stellen, ab welchem Einkaufswert sich die Kosten für die versicherte Zahlart rechnen. Generell gilt: Der Kauf auf Rechnung ist sinnvoll, wenn ein Warenkorb zwischen 50 und 500 Euro groß ist. Ab dieser Grenze ist wiederum der Ratenkauf interessant.
Übrigens: Eine solche Option ist in die Rechnungskauf-Lösung einiger Zahlungsinstitute bereits integriert.
 
 
 
Weiterführende Informationen unter:
www.heidelpay.de
 
 

Unser Autor

Mirko Hüllemann, Geschäftsführer der Heidelberger Payment GmbH

01 dg / heidelpay, Mirko Hüllemann, [Dirk Grimminger uebernimmt keine Haftung bei einer evtl. Verletzung Rechte Dritter! Weitergabe an Dritte nicht erlaubt, Copyright Foto: coldkitchen / Dirk Grimminger, Juni 2008]

 
Mirko Hüllemann (Jahrgang 1969) ist Gründer und Geschäftsführer der Heidelberger Payment GmbH, kurz: heidelpay, ein von der BaFin zugelassenes und beaufsichtigtes Zahlungsinstitut für Online-Paymentverfahren. heidelpay deckt das komplette Leistungsspektrum der elektronischen Zahlungsabwicklung ab: vom Processing der Transaktionen über die Tätigkeit als Acquiring-Bank bis hin zum Monitoring und Risikomanagement.
 
 
 
 
 
Vor der Gründung von heidelpay im Jahr 2003 war Mirko Hüllemann u.a. für verschiedene Anbieter von Online-Zahlungsdiensten tätig: als Vertriebsleiter für die paybox.net AG und als Geschäftsführer für die United Payment GmbH.
 
 
 
Quellenangaben:
[1] https://www.ifhkoeln.de/pressemitteilungen/details/online-shops-ruesten-auf-wieder-mehr-zahlungsverfahren-im-angebot/
[2] https://www.ifhkoeln.de/pressemitteilungen/details/online-shops-ruesten-auf-wieder-mehr-zahlungsverfahren-im-angebot/

Gastbeitrag
R2D2 und C3PO lassen grüßen: Wie Machine Learning das (Online)-Kundenerlebnis verändert
 
Dass immer mehr Unternehmen Machine Learning nutzen, um die Customer Experience zu optimieren, ist nicht verwunderlich. Es mangelt schlicht und einfach an Alternativen. Als erste Branche überhaupt setzte man diese Technologie im E-Commerce ein, um Inhalte zu personalisieren – was dem Ziel dient, Verkäufe und Umsätze anzukurbeln.
Inzwischen verwendet auch die CMS-Industrie Machine Learning, um intelligente Inhalte zu erstellen, die die Basis einer kontextualisierten User Experience (UX) bilden. Denn es ist das Kundenerlebnis, das zukünftig über den Erfolg und Misserfolg von Unternehmen entscheiden wird.
 

 
Für viele Menschen ist die Vorstellung, dass Machine Learning und weitere Artifical-Intelligence-Technologien (AI) Einzug in unser Leben halten, es sogar beherrschen könnten, sehr beängstigend. Diese Angst ist allerdings unbegründet. Bei Machine Learning handelt es sich um eine einfache Datenanalyse, die man auch manuell vornehmen könnte – allerdings wesentlich langsamer. Unternehmen aus allen Branchen können Machine Learning individuell für völlig unterschiedliche Zwecke einsetzen. Wie Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Praxis verwenden und in ihre digitalen sowie operativen Prozesse integrieren, verdeutlichen die folgenden drei Beispiele:
 

Einzelhandel: Bessere Kauferlebnisse für Kunden

Der Einzelhandel verwendet Machine Learning, damit Kunden schneller die gewünschten Produkte finden. Zudem möchte man ihnen ein noch besseres Einkaufserlebnis bieten.

  • Personalisiertes Einkaufserlebnis

Jede Customer Journey ist unterschiedlich – sogar zwischen zwei Personen, die das gleiche Produkt suchen, da sie vermutlich unterschiedliche Präferenzen haben und sich in verschiedenen Stadien ihrer Kundenreise befinden.
Erhält ein Kunde am Ende des Monats sein Gehalt (das erfahren Einzelhändler dadurch, dass er zu diesem Zeitpunkt besonders häufig einkauft), ist es sinnvoll, ihn am letzten Donnerstag eines Monats mit einem attraktiven Rabattcode zu locken und ihn zu Beginn des neuen Monats mit unterhaltsamen, informationsreichen Inhalten zu versorgen.
Mithilfe von Machine Learning gelingt das völlig automatisch und perfekt skaliert.

  • Genau wissen, was der Kunde will

Natural Language Processing (NLP) ist eine Methode, die Unternehmen dabei unterstützt, effiziente Marketingseiten aufzubauen, die auf einem einfachen Site-Suchbalken basieren. NLP erfasst natürliche Sprache und versucht, sie auf Basis von Regeln und Algorithmen computerbasiert zu verarbeiten.
Eine inhärente Sprachanalyse ermöglicht, die Absichten eines Kunden zu erkennen und miteinander zu verknüpfen. Es handelt sich dabei um eine Art High-Performance-Analyse, die nicht nur einen Einblick in Trending-Suchaufträge gibt, sondern auch anhand der Daten vorhersagen kann, welche Themen und Kategorien als nächstes im Trend liegen werden und welche Produkte des derzeitigen Portfolios dazu zählen.
Um das zu gewährleisten, erkennt NLP auch komplexe Textzusammenhänge und Sachverhalte – wobei die Komplexität der menschlichen Sprache definitiv eine Herausforderung ist.

  • Individualisierter Besuch im stationären Handel

Auch einen „Offline“-Besuch können Einzelhändler mithilfe von Machine Learning bedarfsgerecht personalisieren. Frühere Käufe eines Kunden lassen auf dessen Geschmack schließen, sodass Händler Produkte empfehlen können, die dem Geschmack, der Größe und den finanziellen Möglichkeiten des Kunden entsprechen. Der Checkout kann über ein digitales Terminal erfolgen – wobei die dabei generierten Daten eine zukünftig noch gezieltere Personalisierung ermöglichen.
 

Machine Learning im Finanzsektor: der persönliche Berater

Auch im Finanzsektor bietet es sich an, Machine Learning einzusetzen. Dadurch erhalten Kunden mehr Klarheit, Transparenz und einfacheren Zugriff auf wichtige Services.

  • Automatisierte Beratung

Einen Finanzplan zu erstellen, ist mit großem Aufwand verbunden. Dutzende Faktoren, die die finanziellen Entscheidungen einer Person beeinflussen, sind dabei zu berücksichtigen. Darum gleicht kein Finanzplan dem anderen. Machine Learning kann die Entscheidungen (und deren Folgen) aller Kunden einbeziehen, um zu verstehen, an welcher Stelle seines Finanzplans der einzelne Kunde sich befindet. Das verbessert die Qualität der Beratung über mögliche Folgeschritte enorm.

  • Passende Informationen liefern

Person A sucht nach ‚Wie bereitet man sich auf die Geburt eines Babys vor‘, während Person B wissen will, ‚Um wie viel der Wert einer Schuldvereinbarung in 18 Jahren steigt‘. Auch wenn sich die Suchanfragen grundsätzlich unterscheiden, kann es sein, dass beide an identischen Inhalten interessiert sind, nämlich daran, wie man ein Neugeborenes am besten finanziell absichert.
Dank NLP lernt das System permanent mit den eigegebenen Suchaufträgen und ist in der Lage, Benutzern automatisch die gesuchten Informationen zur Verfügung zu stellen. Suchen die Nutzer besonders oft nach einer bestimmten Kategorie, erhalten die Websitebetreiber automatisch eine Benachrichtigung und können ggf. mehr passende Inhalte aufbereiten und veröffentlichen.

  • Bedürfnisse der Besucher verstehen

Analysiert man das Klickverhalten aller Besucher, können Unternehmen dadurch nützliche Inhalte für spezifische finanzielle Fragen selektieren. Besuchen Nutzer, die auf der Suche nach Studentendarlehen sind, anschließend Seiten, die ihnen Tipps für die Finanzierung geben? Daten über die finanzielle Historie lassen Rückschlüsse zu, an welcher Stelle des Finanzplans sich der Nutzer befindet. Finanzunternehmen können hier einhaken und automatisch Informationen für den nächsten Schritt bereitstellen.
 
 

Whitepaper
Weitere Informationen liefert das Whitepaper „Winning Digital Commerce with Digital Experience“ von BloomReach, das die zentralen Herausforderungen der Digital Experience für den Handel und die konkreten Digital Experience-Lösungen, die Experten empfehlen, thematisiert. Das Whitepaper kann hier kostenfrei heruntergeladen werden:https://www.bloomreach.com/en/resources/whitepapers/digital-commerce-landscape-ebook.html

 

Fertigungsindustrie: Effizienz in der gesamten Supply Chain

Daten und Analysen sind schon immer Teil von Produktionsketten gewesen – mithilfe von Machine Learning gelingt es Unternehmen, diese Informationen schneller und effizienter zu verarbeiten. So können sie ihre Produktion problemlos multiplizieren und ihre Supply Chain rationalisieren.

  • Bestandsoptimierung

Machine Learning gewährt tiefe Einblicke in große Datenmengen – Daten, die Unternehmen entlang der Supply Chain sammeln. Bestände, Ressourcen, Fertigungskapazitäten, Transportmittel und sogar die Wetterlage sind Informationen, die Fertigungsunternehmen nutzen können, um ihre Fertigungskette effizient einzurichten und zu automatisieren.
Hat ein Kunde zu wenige Produkte auf Lager, kann das System dank automatischer Meldung eine optimale Supply Chain errechnen, was eine durchgängige Auslieferung garantiert.
 

 

  • Personalisierte Leistungsdaten (und Vorhersagen)

Eine ausführliche Datenanalyse erlaubt, Kunden und Mitarbeiter über ihre Supply Chain zu informieren. Automatisch erstellte Leistungsberichte geben ihnen die nötige Kontrolle darüber. Die Berichte gewähren Echtzeit-Einblicke in die Supply Chain und beinhalten Vorschläge für mögliche Kosten- und Zeiteinsparungen.

  • Produktinnovation und -optimierung

Durch die Analyse von Daten erhalten Unternehmen einen Einblick in die Produktvariationen und -eigenschaften, die Kunden bevorzugen. Zudem erfahren sie, welche Variationen Kunden gut annehmen. So ist es möglich, Produktionsprozesse zu rationalisieren und sie zu niedrigeren Kosten effizienter zu gestalten.

Die Welt wird bequemer

Nur diejenigen Unternehmen, die ihre Kunden kennen und sich am besten auf sie einstellen, können am Markt konkurrenzfähig bleiben. Machine Learning ermöglicht es, die Kundenbedürfnisse in nie vorher dagewesenem Umfang zu erkennen und zu erfüllen.
Immer schleichender treten Machine Learning und KI in unser Leben – zwar (noch) nicht in Form von Robotern. Sie können sich auf eine intelligente Art und Weise auf unsere früheren Entscheidungen einstellen und unser Leben somit ein Stück vereinfachen.
Aus diesem Grund sollten Unternehmen nicht nur darüber nachdenken, wie sie KI oder Machine Learning effektiv für sich nutzen können. Vielmehr geht es darum, durch diese Technologie eine sinnstiftende Interaktion zwischen Mensch und Maschine herzustellen, womit Unternehmen auch die Akzeptanz bei den Kunden stärken können.
Möchte eine Marke ihre Kunden inspirieren, sollte sie sich in erster Linie auf deren tägliche Bedürfnisse einstellen – hilfreich ist es, den Verbrauchern einen Mehrwert zu bieten. Gleichzeitig müssen sich Kunden darauf verlassen können, dass Unternehmen mit ihren Daten sensibel umgehen. Darum sollten Kunden nach wie vor die alleinige Entscheidungsmacht darüber haben, was mit ihren Interaktionen und Daten geschieht.
 
Weiterführende Informationen
BloomReach
 
 

Unser Autor

Tjeerd Brenninkmeijer
Executive Vice President EMEA, BloomReach
und ‚Thought Leader’ im Digital Experience-Bereich


Tjeerd Brenninkmeijer ist Executive Vice President EMEA bei BloomReach, einem Anbieter im Bereich personalisierter Digital Experience. Er überwacht neben der Wachstumsstrategie auch die strategischen Allianzen sowie das operative Geschäft in der EMEA-Region. Bereits vor der Übernahme durch BloomReach war er Mitgründer von Hippo und verantwortete dort 17 Jahre die Marketingstrategie. Sein Schwerpunkt lag dabei auf dem Lead-to-Revenue-Prozess, wobei er den Umsatz des Unternehmens jährlich verdoppeln konnte. Als ‘Thought Leader’ im Digital Experience-Bereich ist Tjeerd Brenninkmeijer häufig in Branchenpublikationen und auf Branchenevents vertreten. Seinen Master erwarb er im Fach Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Amsterdam.
 
 
 
 
 
 
Aufmacher- und Beitragsbilder / Quelle / Lizenz
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Thanks Gerd Leonhard !

Interview


Stefan Metzger, als Partner der KPS AG verantwortlich für das Business-Consulting im digitalen Segment erläutert im Gspräch mit der TREND-REPORT-Redaktion wie der Handel mit durchdachten Omnichannel-Lösungen und Smart Services die Kundenbindung gezielt und effzient intensivieren kann.

 

Herr Metzger, was verstehen Sie unter Smart Services?

Smart Services sind Dienste, welche das Leben erleichtern oder bequemer machen, Zeit sparen oder neue Möglichkeiten schaffen sollen. Dies geschieht durch die sinnvolle Analyse bestehender sowie ständig neu entstehender Daten und der Vernetzung von Mensch und Produkt.
Unser Kommunikationstempo im Berufsleben hat über die letzten Jahre enorm zugenommen. Mittels Smartphone ist man immer und überall erreichbar, die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt zunehmend. Um seine Zeit im beruflichen wie im privaten Bereich möglichst sinnvoll zu nutzen – am Ende hat der Tag immer noch 24 Stunden – sind maßgeschneiderte Angebote und Informationen erforderlich.
Smart Services können dabei ideal unterstützen.
 

Inwieweit bringen Sie Smart Services in Ihrem Haus zum Einsatz?

KPS betreibt beispielsweise eine unternehmensweite App, die zahlreiche Dienste rund um den Arbeitsplatz für die Mitarbeiter bietet. News rund um die KPS AG und unsere Kunden sowie Informationen zu den verschiedenen Standorten werden hier individualisiert ausgespielt.
Gleichzeitig bietet sie eine interaktive Plattform für die Zusammenarbeit der Projektteams sowie unsere Innovation Centers. Wichtige Informationen aus Administration und dem HR-Bereich werden zur Verfügung gestellt.
Unsere Mitarbeiter haben mit allen Geräten darauf Zugriff und bleiben so rund um die Welt in Echtzeit am Laufenden. Gerade für die Zusammenarbeit verteilter Teams sind smarte Applikationen von größter Wichtigkeit.
 

Inwieweit ermöglichen Sie Ihren Kunden durch Ihre Lösungen Smart Services anzubieten?

Die Sprachsteuerung zieht nicht nur für Auto und Smartphone, sondern auch in den privaten Haushalten immer stärker ein. Systeme wie beispielsweise Alexa von Amazon unterstützen uns bereits im Alltag und verfügbare Funktionen und Dienste werden hier sehr schnell zunehmen.
Wir integrieren sprachgesteuerte Plattformen in die Supply Chain und Systemlandschaft unserer Kunden, um das Einkaufserlebnis noch einfacher, bequemer und völlig unabhängig von realen Orten und Physik zu machen.
Auf Basis von SAP Hybris Marketing nutzen wir große Mengen an Daten und entwickeln Empfehlungssysteme für die individuelle Ansprache von Kunden.
Für Kunden im stationären Einzelhandel stellen wir die Welt der digitalen Services zur Verfügung: Hier steht die Vernetzung von Musikstreaming, eBooks, Mobilfunktarifen und Spielen mit der physikalischen Welt im Vordergrund. Die Kopplung mit dem Filialgeschäft geht dabei soweit, dass über ein eigens geschaffenes Payment-System die Bezahlung innerhalb der Service-Welten zur Kundenbindung genutzt wird.
 

Wie kann der Handel der Zukunft von Smart Services profitieren und was bedeutet das für den Kunden?

Der Kunde steht immer mehr im Mittelpunkt und wird den Händler oder Dienstleister wählen, der seine individuellen Bedürfnisse am besten erfüllt. Händler müssen sich somit überlegen, wie sie ihre Kunden ansprechen. Dafür benötigen sie einerseits große Mengen an Kundendaten, aber andererseits auch Fähigkeiten und Expertise, diese zu interpretieren und durch Smart Services nutzbar zu machen.
Durch Loyalty-Programme und die Integration von stationärem und Online-Handel besteht oftmals eine sehr gute Datenbasis. Der Handel hat hier sehr gute Möglichkeiten, weitere Services zur Verbesserung der Kundenbindung zu etablieren.
 

Inwieweit wird heute die klassische Rollenverteilung von Industrie und Handel durch die digitale Transformation sukzessive aufgelöst?

Hersteller von IoT Geräten oder Smart Devices haben den direkten Zugriff zu Kundendaten und somit die Möglichkeit, die Kundenbeziehung selbst zu optimieren. In diesen Bereichen wird es für den Handel immer schwieriger werden, einen Mehrwert für den Kunden zu erzielen, zumal Onlinemarktplätze auch vielerorts den klassischen Handel als Kanal ersetzen.
 

 
Der stationäre Handel jedoch kann seine Position in vielen Segmenten stärken, da er den direkten physischen Zugriff auf den Kunden hat und mit durchdachten Omnichannel-Lösungen und Smart Services die Kundenbindung gezielt und effizient intensivieren kann.
 

Welche Rolle wird die Sensorik im Kontext von Smart Services in Zukunft einnehmen?

Sensorik bietet die Möglichkeit, weitere Erkenntnisse über das Verhalten des Kunden und seine Nutzung von Produkten zu gewinnen. Die Datenerfassung geschieht einerseits durch Smart Devices oder andererseits durch Technologien, die direkt in den Filialen installiert werden.
Gerade im Freizeit- und Gesundheitsbereich wird es viele zusätzliche Anwendungsfälle geben und der Angebotsumfang von Smart Services stark erweitert werden.
Allerdings gilt es durch den Einsatz von Sensorik und die dadurch exponentiell stark wachsenden Datenmengen und die zugehörigen Datenschutzaspekte auch Herausforderungen zu meistern.
 

In welchem Verhältnis stehen heute Digitale Ökosysteme und Smart Services?

Smart Services und Digitale Ökosysteme sind sicherlich eng miteinander verwoben. Digitale Ökosysteme bauen allerdings auch Hürden auf, die aus rein technischer Sicht nicht notwendig wären. Abhängig von der Zielgruppe für Smart Services muss abgewogen werden, welche bestehenden digitalen Ökosysteme einbezogen werden können, oder ob eher der Aufbau eines eigenen, neuen digitalen Ökosystems sinnvoll ist. Hier sind zum Beispiel der sichere Austausch von Services und Bezahlfunktionen und der vertrauliche und gesetzeskonforme Umgang mit den Daten zu gewährleisten.
 
 
Unser Interviewpartner:
Stefan Metzger, Partner der KPS AG, verantwortlich für das Business Consulting im digitalen Segment


Stefan Metzger ist Partner der KPS AG und für das Business Consulting im digitalen Segment verantwortlich. Mit seiner Erfahrung von mehr als 15 Jahren – unter anderem als Head of Direct Sales/E-Commerce der MEDION AG – entwickelt er innovative digitale Strategien und Roadmaps für KPS-Kunden im digitalen Marketing, CRM und E-Commerce.
 
Weiterführende Informationen:
KPS AG
 
 
 
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Personenfoto / Lizenz
KPS AG

Big Data, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge machen aus dem alltäglichen Einkauf das Erlebnis Shopping.
Gewitzt, geschmackvoll, chic – im Duden finden sich Dutzende passender Synonyme für das englische „smart“. Von Smart Products hat man schon gehört, bei Smart Data müssen die meisten bereits zweimal nachdenken: Davon spricht man, wenn sehr große Datenmengen („Big Data“) hinsichtlich ihrer weiteren Verwendung im Business-Kontext ausgewertet werden. Interessant wird es, wenn sich smarte Produkte und Daten mit einer Internet-Plattform verbinden. Aus der Kombination von Sensoren, Prozessoren, Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud- und Internet-of-Things (IoT)-Anwendungen entstehen dann Smart Services – intelligente Dienste, die für Handelsunternehmen zahlreiche neue Möglichkeiten der Differenzierung im Wettbewerb bergen.
Der Einsatz von Smart Services er­öffnet Unternehmen aller Branchen ungeahnte Möglichkeiten der Kun­den­gewinnung und -bindung. Handelsunternehmen können solche da­ten­­ba­sierten, serviceorientierten Ge­schäfts­modelle maßgeschneidert und idea­ler­weise in „Realtime“ beziehen und ihre klassischen physischen Dienste damit ergänzen. So nutzen sie die digitale Transformation gewinnbringend für sich.

Im Vordergrund steht der Kundennutzen, nicht das Produkt

Auf Basis von IoT-Plattformen lassen sich Smart Services entwickeln und betreiben. Das Spektrum an Technologien ist breit und die Dynamik im Markt groß. Dies kann die Auswahl der geeigneten Plattform erschweren. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat im September 2017 deshalb eine Marktstudie veröffentlicht („Internet of Things – IT-Plattformen für das Internet der Dinge“), die den Vergleich von IoT-Plattformen auf dem deutschsprachigen Markt ermöglicht. Basis ist ein Referenzmodell zur strukturierten Darstellung von Leistungsparametern und konkreten Funktionalitäten von IoT-Plattformen. Beim Smart Service steht nicht das Produkt im Vordergrund, sondern der Kundennutzen. Handelsunternehmen können ihre Kundenbeziehung automatisiert über Internet-Plattformen organisieren. Durch eine innovative Vernetzung von Hard- und Software, Daten und Services sowie das gemeinsame Agieren in einem Netzwerk können sie ihre etablierten Geschäftsmodelle durch nutzerorientierte Modelle ersetzen.
In seinem Alltag nutzt wohl jeder bereits Smart Services. Wenn er seine Paketlieferung per Tracking & Tracing über eine Webmaske verfolgt oder ein Mietauto über die Car-Sharing-App bucht beispielsweise. Zentral ist dabei der Vernetzungsgedanke: Je stärker Services übergreifend verbunden sind, desto attraktiver und nutzerfreundlicher gestalten sie sich.


Virtuelle Promoter

Auch ohne Brille greifen virtuelle Welten immer mehr in unseren Alltag ein. In Einkaufspassagen überraschen virtuelle Promoter verblüffte Passanten. Eine Kinect-Kamera, wie man sie von modernen Spielekonsolen kennt, bildet die Grundlage. Eine auf Schaufensterscheiben projizierte Figur lässt sich so per Gesten steuern und preist verschiedene Waren an.


Neue Arten der Wertschöpfung

„Für die Unternehmen ergibt sich eine ganz neue Art der Wertschöpfung“, erklärt Wolfgang Wahlster, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken. „Wurde bisher das Produkt einmal verkauft, hat der Hersteller kaum noch Bezug zum eigentlichen Nutzer. Durch Smart Services hingegen bekommt er immer wieder Rückkopplung zum Kunden und kann im laufenden Betrieb neue Leistungen anbieten.“

Rückkopplung über Customer-Self-Service-Portale

Handelsunternehmen operieren seit einiger Zeit mit sogenannten Customer-Self-Service-Portalen – Weboberflächen, über die der Kunde sich einloggen und dann zum Beispiel Repara­turen zu seinem erworbenen Produkt in Auftrag geben kann. Über solche Tools verstärken Händler die Kundenbindung und können zusätzliche Up-Selling-Potenziale nutzen, indem sie etwa Versicherungen darüber anbieten. Weil E-Commerce-Erfolge belegen, dass konsequent digitale und automatisierte Prozesse einen hohen Servicelevel gewährleisten, machen sich solche neuen Möglichkeiten inzwischen auch andere Branchen zunutze, darunter der Versicherungssektor. Sascha Däsler, Manager bei der PPI AG, einem Entwickler von Customer-Self-Service-Portalen: „Große wie kleine E-Commerce-Anbieter machen der Versicherungsbranche vor, dass ein hoher Grad an Digitalisierung und Automatisierung nicht zu Lasten der Servicequalität geht. Der Kunde ist bereits digital, womöglich hat er seinen Vertrag digital abgeschlossen. Nun will er seine Serviceanfrage auch digital loswerden und das so schnell wie möglich, ohne Hindernisse. Er will sein Anliegen loswerden, aber dabei immer abgeholt werden.“
So erfährt der Kunde mehr Transparenz und Beschleunigung im Prozess und kann sichergehen, dass alles vollständig beim Unternehmen ankommt. Dieses wiederum stellt sicher, dass der Prozess End-to-End gedacht wird und der Endkunde eine Rückkopplung durch das Unternehmen erfährt.
Künstliche Intelligenz ist eine der Schlüsseltechnologien für Händler zum Aufsetzen von Smart Services und damit dem Steigern von Kundennähe, Wachstum und Profit. Es ist kein fernes Zukunftsszenario mehr, dass man alltägliche Einkäufe durch Systeme für Künstliche Intelligenz und Chatbots erledigen lässt.

On- und Offline ergänzen sich zu smarten Services

In der realen Welt demgegenüber soll es das Erlebnis-Shopping sein. Dort sind „online“ und „offline“ schon längst keine Gegensätze mehr, sondern ergänzen sich zu smarten Services. Omni- oder Multichannel – einst die Kür im Handel – ist längst Pflicht. Der Kanal wird zweitrangig, das Erlebnis steht im Vordergrund. Die Fachwelt spricht hier von „Budget-Retail“: Neben den Preis als Kaufargument tritt im stationären Handel immer stärker der Lifestyle. Den Discount, aber auch Einkaufszentren, stellt Budget-Retail vor neue Herausforderungen. Denn der nackte Preiskampf verlagert sich künftig ins Internet. AuthentiCity ist ein weiteres Schlagwort in diesem Zusammenhang. Es bedeutet: Der Store entwickelt sich zum Dreh- und Angelpunkt für die lokale Verankerung in einer Stadt und für die direkte Kommunikation mit der Community.
Unter Berücksichtigung sich stetig erweiternder technischer Möglichkeiten (digitale Schaufenster, Apps mit Rabattaktionen) erweitert man den Begriff Omnichannel heute zuweilen zu „Local Commerce“. Dieser nähert sich der Fusion von On- und Offline von der E-Commerce-Seite, indem stationäre Geschäfte mit dem Internet verbunden werden und umgekehrt. Hierbei geht es darum, Waren nicht nur über das Internet in Online-Shops oder über Marktplätze zu verkaufen, sondern stationäre Geschäfte mit dem Internet zu verbinden und umgekehrt. Inzwischen gibt es sogar regelrechte Local-Commerce-Marktplätze wie etwa Locafox.
Den Lifestyle zu vermitteln, bedarf Technologien und Strategien für eine zunehmend konvergente „Handelswelt“. Prozesse müssen in diesem Kontext End-to-End gedacht und gebaut werden. Das Internet of Things trägt dazu bei, dem stationären Handel neue Attraktivität zu verschaffen und das Einkaufserlebnis zu verbessern: Die Systeme können Kunden beispielsweise über deren Mobilfunkanbindung identifizieren, wenn diese den Laden betreten, und via Indoor-Navigation zu Produkten leiten, für die sie sich bereits im Vorfeld online interessiert haben. Mit Minisendern, sogenannten Beacons, ausgestattete Paletten sind ein Beispiel für solche cyber-physikalischen Einkaufsumgebungen. Sobald sich ein Kunde der Palette nähert, schickt ihm der Beacon Informationen zur Ware auf sein Smartphone.

Filialprozesse automatisieren durch Künstliche Intelligenz

So lassen sich viele Prozesse in der Filiale durch Künstliche Intelligenz automatisieren. Smarte Kühlthekensysteme prüfen Bestände und die Mindesthaltbarkeit. Selbstfahrende Einkaufswagen sind mit SB-Scannern ausgestattet. Augmented Reality wird für Produkt­anzeigen und mobile Scanfunktion im Bezahlvorgang eingesetzt.
Hohes Potenzial für Kostensenkung und smartere Services steckt im Management der Lieferketten. Gegenüber erfahrungsbasierten Schätzungen der Lagerhaltungskosten haben KI-unterstützte Abverkaufsprognosen eine deutlich höhere Treffsicherheit. Hier sind Einsparungen bis zu 50 Prozent möglich (Quelle: Akzente 2_17: McKinsey & Company, Inc.). Davon profitiert neben der Industrie insbesondere auch der Einzelhandel.

Digitalisierung im Warenlager

Im Lagerbereich ist Auffüllen der Regale per Roboter bereits Realität. Und doch ist im Warenlager noch Luft nach oben in Sachen Digitalisierung. Hier will die Deutsche Warenlager GmbH (DWLG) aus Garmisch-Partenkirchen Abhilfe schaffen. Sie entwickelt ERP-Systeme, die das Lagermanagement und die kaufmännischen Prozesse von der Einlagerung über die Entnahme und die Fakturierung bis zum Versand der E-Rechnung unterstützen. Die ERP-Lösung der DWLG identifiziert nicht nur Spitzenzeiten, sondern erkennt vorher, dass die Nachfrage anzieht und bald ein Minimalstand erreicht sein wird. DWLG-Geschäftsführer Mario Springer: „Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil, denn wir ermöglichen auf diese Weise einen kostengünstigen Wareneinkauf – außerhalb der Spitzenzeiten, wenn die Ware billiger ist. So können wir den Bestellrhythmus unserer Kunden verbessern.“
Smarte logistische Wertschöpfungsketten ermöglichen, dass Waren immer schneller, transparenter und einfacher gehandelt werden können. Das ist insbesondere im Fashion-Bereich bedeutend. Der ungebrochene E-Commerce-Boom, häufige Kollektionswechsel, kleine Liefermengen und kurze Lieferzeiten, saisonale Auftragsschwankungen, Online- und Offline-Vertriebskanäle sowie eine Retourenquote von bis zu 50 Prozent bilden das Spannungsfeld, welches den Modehandel wie auch die Logistikexperten vor enorme Herausforderungen stellt. Diese manifestieren sich in immer komplexer werdenden Prozessen der Fashion-Logistik – induziert unter anderem durch Multi­channel-Distribution oder Omni­channel-Distribution, aber auch durch höhere Retourenquoten.

Intralogistische Lösungen für die Textilindustrie

Franz Stöger kennt die Anforderungen an E-Commerce-Logistik insbesondere für Fashion-Anbieter.


„Anprobieren vor dem eigenen Spiegel, kostenlose Rücksendung und Preisdruck durch starke Konkurrenz haben die Anforderungen im innerbetrieblichen Materialfluss für Produzenten und Hersteller signifikant erhöht“, weiß Franz Stöger, Vice President Market Sector Fashion bei der SSI Schäfer Automation GmbH, Graz/Österreich. Das Unternehmen hat einen Systembaukasten an intralogistischen Lösungen für Textilindustrie und Modehandel entwickelt, um den komplexen Anforderungen der Fashion-Branche gerecht zu werden. Handelsunternehmen können damit ein breites Produktspektrum lagern, Waren nach Auftragseingang schnell ausliefern, tägliche und saisonale Spitzen effizient bewältigen und ihr Retourenhandling optimieren.
In einer ähnlichen Lage befindet sich der Lebensmitteleinzelhandel. Home-Delivery und E-Commerce gewinnen an Bedeutung; die Unternehmen der Branche müssen sich damit auseinandersetzen, wie die zunehmende Digitalisierung den Markt und Konsumententrends beeinflusst. Zwar hat der stationäre Handel hier noch den größten Marktanteil, aber die großen Player wie Amazon stehen mit neuen Modellen wie der Lebensmittellieferung schon vor der Tür und decken dabei bereits komplette Wertschöpfungsketten von Produktion bis Verkauf ab. Auch dem regionalen Lebensmitteleinzelhändler ist es aber unbenommen, die neuen Technologien zu nutzen, um seinerseits smarte und innovative Lieferservices anzubieten und sein Kerngeschäft damit zu erweitern.

Der Kanal wird zweitrangig. Das Erlebnis steht im Vordergrund.

Die Veränderungen gehen hier so weit, dass aufgrund wachsender Bedeutung des E-Commerce sogar über neue Verpackungen von Lebensmitteln nachgedacht werden muss. Diese orientieren sich bislang an den Logistikanforderungen des Handels, indem sie für den Palettenversand optimiert und displayfähig sind.
Hier sind Hersteller und Händler gefordert, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um die positive Entwicklung des E-Commerce zu unterstützen, so die Autoren einer aktuellen Studie der TU Berlin zu Zukunftstrends der Lebensmittellogistik. Die neuen technischen Möglichkeiten sind Basis für ein erhöhtes Anspruchsdenken der Kunden 4.0. Diese erwarten vielfältige physische und digitale Touchpoints, ständige Verfügbarkeit von Angeboten und kanalübergreifende Kommunikations- und Transaktionsmöglichkeiten. „Vor allem Kleinunternehmen, die die Mehrheit unserer Partner ausmachen, fehlt oftmals die Erfahrung und die Expertise, um professionelles Online-Marketing umzusetzen. Hierdurch überlassen sie den Wettbewerb um den Kunden 4.0 den Konzernen, die sich hochspezialisierte Marketing-Experten leisten können“, so Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland.

„Smart Service ergibt eine ganz neue Art der Wertschöpfung“, so Wolfgang Wahlster, Direktor, DFKI. (Photo by Jim-Rakete.de)

„Smart Service ergibt eine ganz neue Art der Wertschöpfung“, so Wolfgang Wahlster, Direktor, DFKI. (Photo by Jim-Rakete.de)


Das Unternehmen bietet mit seiner Rabattplattform ein Marketingtool für die lokale Service- und Produktlandschaft und ist für viele seiner Partner der erste digitale Touchpoint mit ihren Kunden. Dreyer: „Die meisten unserer Kunden probieren einen Service-Partner, wenn sie dessen Deal bei uns erworben haben, zum ersten Mal aus. Stimmen Service und Beratung vor Ort, kommen sie wieder.“ Smart an diesem Service ist, dass Groupon die angebotenen Leistungen zusätzlich partnerspezifisch über Affiliate-Marketing, SEO, SEM, E-Mail-Marketing, Mobile Push-Alerts an die Medien bewirbt.
Im Store schließen kassenlose Checkouts das smarte Einkaufserlebnis ab. Der Kunde transferiert die Einkäufe seiner Einkaufsassistenten-App. Diese gibt einen Strichcode aus, den der Kunde an der SB-Kasse einscannt. Per Fingerabdruck-Scan identifiziert er sich, die Bezahlung geschieht automatisch per Lastschrift. Neue Wege beim Bezahlen eröffnen sich auch für Online-Händler, und zwar insbesondere, wenn sie ihr Geschäft internationalisieren wollen. Der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr im Online-Handel nimmt stetig zu, „rund 50 Prozent der Kunden haben schon einmal in ausländischen Shops gekauft“, sagt Dominik Haarmann, Country Manager bei Elavon Deutschland. Als Payment-Dienstleister stellt Elavon eine technologische Plattform zur Verfügung, um den internationalen Online-Handel zu vereinfachen. „Dem Kunden ist es wichtig, in der Heimatwährung bezahlen zu können“, weiß Haarmann. Fehlt die Möglichkeit, brechen die meisten den Kauf ab. Eine Plattform wie „Multi-Currency-Conversion“ von Elavon ermöglicht es Online-Händlern, ihre Produkte in unterschiedlichsten Währungen anzubieten und das Pricing den jeweiligen Marktgegebenheiten anzupassen. Mit Technologiepartnern werden gleichzeitig Anbindungen der Zahlungsplattform an Zahlungsterminals und Kassensysteme im stationären Handel entwickelt. So wachsen Online und Offline auch beim Payment zusammen – ein smarter Service für Kunden, die, egal wo sie sich befinden, immer in ihrer eigenen Währung bezahlen können.

Smart Services werden zum Dif­ferenzie­rungs­kriterium

Smart Services entstehen, wenn (Handels-)Unternehmen ihr spezifisches Kunden- und Prozesswissen mit Informationen aus Daten zusammenführen und über geeignete Schnittstellen dem Kunden zur Verfügung stellen. Bereits heute kommen im Handel selbstlernende Systeme zum Einsatz, um präzisere Abverkaufsprognosen zu stellen und Preise gewinnoptimiert festzulegen. Der nächste Schritt wären dann Chatbots, die Kundenservices übernehmen, und Lieferroboter für den Transport auf der letzten Meile. Amazon hat bereits 2016 die erste kommerzielle Drohnenzustellung durchgeführt. Der Aufbau solcher intelligenten Services wird für den Handel zum Differenzierungskriterium und damit mehr und mehr dafür verantwortlich, welche Wettbewerbsposition ein Unternehmen einnimmt.
von Frank Zscheile
f.zscheile@trendreport.de

Wie Customer-Self-Service-Portale (CSSP) die Kundenbindung bei Versicherungsgesellschaften erhöhen, diskutierte die TREND-REPORT-Redaktion mit Sascha Däsler, Manager PPI AG.
Schon seit der Kaiserzeit ist auf manch starke Gemeinschaft Verlass. Doch Zeiten ändern sich. Der Kunde ist längst digital und seine Verträge sind oft online abgeschlossen. Schade nur, dass die restliche Kommunikation mit den Versicherern oft noch abläuft wie unter der Pickelhaube konserviert – per Post. Zwar gibt es auch Kundenportale, doch handelt es sich dabei entweder um aufwendig implementierte Self-Service-Systeme mit komplizierten Identifikations- und Authentifizierungsverfahren oder um ins Web übertragene Papierformulare. „Beide Varianten erfüllen nicht die Anforderungen, die ein Kunde an einen digitalisierten Prozess hat“, weiß Däsler.
E-Commerce-Erfolge belegen, dass konsequent digitale und automatisierte Prozesse einen hohen Servicelevel gewährleisten und so zu glücklichen und zufriedenen Kunden führen.
„Joy of Use“ ist daher auch das passende Stichwort mit dem die PPI diesen Ansatz überträgt. Durch den Abbau von Einstiegshürden, die Implementierung intelligenter Business-Rules und die Fokussierung auf das Notwendige wird eine hohe Kundenzufriedenheit erzielt. Bei der Schadensregulierung bspw. sind vollständig erfasste Daten sowie Nachweise über eingetretene Schadenfälle essenziell. „Unser CSSP erfasst nur die notwendigen Daten und bereitet diese strukturiert auf, fordert alle notwendigen Nachweise an und speist diese in die Systemlandschaft des Versicherers ein“, so Däsler.
Da nur valide Daten akzeptiert werden, sind auch nur valide Schadensmeldungen möglich. Eine langwierige Korrespondenz mit dem Sachbearbeiter entfällt. „Für den Versicherer verkürzt sich die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eines Schadenfalls um bis zu 75 Prozent“, beziffert Däsler den Vorteil einer zeitgemäßen Strategie.
Weitere Informationen unter:
https://www.ppi.de/cssp